Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XVIII (1956)
- Issue
- 12 (Diciembre, 1956)
- Date
- 1956-12-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/8553624-8556986-9194262--1936-8557193- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Diciembre, 1956 BOLETIN INFORMATIVO Spezialbericht fuer das Mitteilungsblatt der S.C.I. B'ne Israel JUDEN AUF OLYMPISCHEN SPIELEN von ENRIQUE GOTTHILF Die Olympischen Spiele in Melbourne geben mir Veranlassung einen historischen Rueckblick auf alle Olympi- .sche Spiele zu geben, an denen auch juedische Spitzensportler teilnahmen, die sogar Olympiasieger wurden oder -sich an hervorragender Stelle plazierten. Ihre Namen sind in der juedischen Oeffentlichkeit leider nicht immer bekannt. Die heutige juedische Sportgeneration soll sich aber diese grossen juedischen Vorbilder im olympischen Kampf immer vor Augen fuehren, wenn es ■darum geht, der Mitwelt zu zeigen, dass wir Juden im Sport immer unseren Mann gestanden haben, auch wenn es um Olympiasiege ging. An allen modernen Olympiaden haben Juden mit Erfolg teilgenommen, besonders in der Leichtathletik. Der Sieger im Weitsprung und 110 m Huerdenlaufen 1900 in Paris war der nordamerikanische -Jude KRAENZLEIN. 1912 in Stockholm war ein anderer nordamerikanischer Jude ABEL KIVIAT eine grosse Figur. Er wurde zweiter ueber 1500 Meter, nachdem er 1911 mit 3:55.2 einen neuen Weltrekord im 1500 m Lauf aufgestellt hatte. 1924 in Paris nahmen zwei grosse juedische Sportler an den Olympischen Spielen teil. Die 100 Meter gewann ABRAHAMS (England) in 10.6. Abrahams ist heute einer der fuehrenden Vorstandsmitglieder im internationalen Leichtathletikverband. Der andere juedische Sportler, der 1924 in Paris Weltruhm errang, war der den aelteren Makkabileuten sicher von seinen Starts im Bar Kochba, Berlin, her noch bekannte E L L O KATZ (Finnland), der zusammen mit den groessten Langstreckenlaeufern der damaligen Zeit PAAVO NURMI und WILLIE RITOLA das 3.000 m Mannschaftslaufen gewann und ausserdem auf der Pariser Olympiade 1924 Zweiter im 3000 m Hindernislaufen wurde hinter seinem Landsmann Ritola. Er war Mitglied der 4 x 1500 m Weltrekordstaffel Finnlands und Makkabi-Weltrekordmann ueber 3000 m und 5000 Meter. 1948 liess die7 ser grossartige Olympionika im Kampf um Israels Selbstaendigkeit sein Leben. Er wird in der Welt und besonders in juedischen Sortlerkrei- •sen ewig unvergessen bleiben. Auf den Olympischen Spielen '1928 in Amsterdam wurde die juedische Athletin ROSEN¬ FELD aus Kanada Zweite ueber 100 m, ein anderer Jude BALL, auch aus Kanada Zweiter ueber 400 Meter. 1932 In Los Angeles haben wir mehrere juedische Teilnehmer. Das Diskuswerfen gewann LILIAN COPELAND (USA), die auch 1935 auf der Makkabiade in Tel Aviv siegte. Ein anderer nordamerikanischer Jude PEN EASTMAN wurde Zweiter ueber 400 Meter in der damals phantastischen Zeit von 46.4. Der englische Jude Hampson gewann den 800 m Lauf in 1:49.8. Der tschechische Jude HEKS wurde achter im olymp i s c h e n Marathonlauf von 42.195 Metern 1932 in Los Angeles in der noch heute gueltigen Makkabi-Weltrekordzeit von 2 Stunden 42 Min. 35 Sek. 1936 in Berlin ergab es der kuriose Zufall, dass im Fechten eine Halbjuedin Siegerin wurde und die Erste und Zweite Juedinnen waren. Dritte Siege¬ : piamannschaft von Israel. Frau I Elek-Schacher aus Ungarn gewann wieder den Fechtwettbewerb. Der juedische Basketball Spieler Bob Kurland galt als der beste Basketballspieler der Welt und der nordamerikanischen Mannschaft. Im Saebeli echten fuer Maenner gewann RUBY BONDER Die hervoragende Schwimmerin des Maccabi Chile rin war fuer Deutschland star-; tend HELENE MEIER, die vor! kurzer Zeit in der Immigration ■ starb. Dass sie auf dem Siegerpodium stehend mit erhobenem Arm gruesste und ueberhaupt fuer Deutschland startete, wurde von vielen Seiten mit Empoerung aufgenommen. Aber 1936 und besonders bei den Olympischen Spielen versuchten viele das Auftreten von Helene Meier aus Frankfurt mit dem Wort Zwang zu rechtfertigen, wofuer es aber keine Rechtfertigung gab. Helene Meier siegte uebrigens bereits im Fechten 16—- jaehrig 1928 in Amsterdam. Die ungarische Juedin Elek— Schacherer siegte 1936 und Frau Mueller—: Preiss eine oesterreichische Juedin wurde 1936 Zweite nachdem sie 1932 in Los Angeles gesiegt hatte. Auf den ersten olympischen Spielen nach dem zweiten Weltkrieg 1948 in London waren wieder! viele Juden hervorragend be- | teiligt. In der Basket-Ball! Mannschaft von Kanada und von Nordamerika waren viele j Juden. In der Leichtathletik j nahm fuer USA startend um 10.000 Meter Gehen HENRI \ LASKAU teil, der auch den Berliner Makkabim aus den Anfangs Dreissiger Jahren noch bekannt sein duerfte. Hervorragender jued i s c h e r Mehrkaempfer aus USA war IRVING MONDSCHEIN, der hier leicht verletzt nur 8. wurde. Seine Hochspringleistung von 2.04 m ist fuer einen Mehrkaempfer ganz grossartig. Mondschein war auch spaeter viele Jahre Trainer der Olym- Leche siempre fresca en su despensa /j g à A, ff 1948 in London fuer Ungarn startend der juedische Fechter ALADAR GEREVICK und in der hollaendischen Fussballmannschaft war ein guter juedischer Spieler ROSENFELD. 1948 in London koennen wir auch zum ersten Mal von der Teilnahme juedischer Sportler aus Suedamerika auf Olympischen Spielen berichten. Aus Argentinien nahm im 100 m Lauf CARLOS ISAAC teil, im DISKUS-werfen INGEBORG MELLO DE PREISS (frueher Muenchen), uns hier in Santiago wohlbekannt durch ihren Start bei den suedamerikanischen Meisterschaften. Chile hatte 1948 auch einige juedische Sportler nach London gesandt. JAIME ITLMAN lief in der 4 x 400 M Staffel fuer Chile, der wohl chilenischer Staatsbürger, aber von Kindheit an in Buenos Aires lebt. ISAAC GOLDSTEIN vertrat Chile im Fechten und Dr. ISAAC FROIMOVICH, augenblicklich Praesident des chilenischen Schwimmerverbands, spielte in der chilenischen Wasserballmannschaft. 1 9 52 in Helsinki erleben wir zum ersten Mal den Einzug der Nationalmannschaft von Israel in das Olympiastadion. Die junge Mannschaft Israels hatte natuerlich gegen die Weltelite nichts zu bestellen, aber die Olympiateilnehmer aus Israel kaempften bis zum Umfallen. Der Sprinter David Tabak war der beste Mann aus Israel. Er gewann den 100 M Vorlauf in 10.9 vor dem Japaner Hosoda, dem Schweizer Schneider, Merdjanoff (Bulgarien) und : \ Unas cuantas latas de : Leche IdeaH en su casa. . ., y ya tiene usted asegurado 'un suministro de leche sana, inalterable y siempre lista para todos los usos culinarios. La Leche Evaporada IDEAL, sin azúcar, es pura leche con toda su crema, a la que sólo se le ha quitado parte del agua. Es envasada por un procedimiento que asegura su perfecta conservación, aún bajo los más fuertes calores. Tal como sale de la lata, o diluida a su conveniencia y gusto, la leche Evaporada IDEAL, se presta magníficamente para aplicarla a las más variadas recetas de cocina, las que resultan más cremosas, más deliciosas y perfectamente ligadas. Tenga siempre unas latas en |áu despensa... $Al Leche evaporada IDEAL Pruébela hoy mismo. M. R. Leiva (Venezuela). Im Zwischenlauf, der von Smith (USA) in 10.4 gewonnen wurde, schied er aus. Noch besser schnitt Tabak in 200 m Laufen ab, wo er den Vorlauf in 22.4 vor dem grossen Franzosen Gerdill gewann. Im Zwischenlauf wurde er 5. in 21.8, neuer Rekord von Israel. Auf einem Sportfest in Turku (Finnland) nach der Olympiade siegte Tabak im 100 m. Lauf in 10.8 vor dem Nordamerikaner Davis, dem Finnlaender Hellsten (laeuft heute die 400 m. in 46.5) und dem Deutschen Heinen. Der 400 Meter Mann aus Israel GILL wurde im 400 m Vorlauf 5. in 50.2, verbesserte sich aber (Fortsetzung Seite 17)