Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XVIII (1956)
- Issue
- 12 (Diciembre, 1956)
- Date
- 1956-12-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Diciembre, 1956 BOLETIN INFORMATIVO 3 DEZEMBER KI*LEW lilSKÜ WARUM JUEDISCHE SCHULE? Dienstag Mittwoch Donnerstag Sonnabend Dreitag Sonnabend Sonnabend Sonnabend 1957 — JANUAR Donnerstag ■Sonnabend Sonnabend Schabbat 8|12 15| 12 Mincha 19,30 19,30 Ausgang 20,03 20,07 Werktags Sonnabendu. Feiertage 4 30 1. Tag Rosch Chodesch TEWET 5 12. Tag Rosch Chodesch 6 2 Chanuka letzter Tag 8 4 Wajigasch 14 10 Assara b. Tewet 15 11 Wajechi 22 18 Schemot 29 25 Neumondsweihe Waera SCH WAT 3 1 Rosch Chodesch 5 3 Bo 12 10 Sch. Schwa-Beschalach 22|12 29] 12 5]1 12|1 19,30 19,30 19,30 19,30 20,10 20,13 20,15 20,17 Ein Schuljahr ist zu Ende gegangen, ein neues beginnt. Wer Kinder im schulpflichtigen Alter hat, steht daher vor dem Problem der Einschulung. In Europa und insbesondere in Deutschland gab es in dieser Hinsicht zwei Loesungen. Entweder man schickte die Kinder ins Gymnasium oder in das Realgymnasium, da es ja bis zur Hitlerzeit nur sehr wenige juedische Vollschulen gegeben hat. Es ist eine bekannte Tatsache, dass der weitaus groessere Teil der Eltern fuer die Erziehung der Kinder das Gymnasium waehlte, weil es ein bestimmtes Bildungsziel, ein bestimmtes Bildungsideal, das humanistische, hatte. Viele Generationen haben so die Bekanntschaft mit der Welt von Hellas und Rom gemacht, haben die Werke der unsterblichen Philosophen, Dichter und Historiker Griechenlands im Urtext gelesen und sind mit dem geistigen Schaffen der lateinisch schreibenden Schriftsteller in engster Beruehrung gekommen. Zweifelsohne hat die Welt von Hellas und Rom all diesen Schuelern sehr viel gegeben, aber auf der anderen Seite steht die bedauerliche Tatsache, dass nur sehr wenig Zeit uebrig blieb, um eine ernste und tiefe Bekanntschaft mit der Welt und dem Geiste Judaeas zu machen. Ein oder zwei Stunden woechentlich war den juedischen Kindern im sogenannten Religionsunterricht die Gelegenheit gegeben, sich die primitivsten Kenntnisse der hebraeischen Sprache, Geschichte, Kultur und sonstigen geistigen Schaffens anzueignen. Wenn auch ein moderner Forscher es ausgesprochen hat “dass es immer mehr Wissen gegeben hat als ein Mensch sich aneignen kann” so wird doch keiner ernsthaft behaupten koennen, dass ca. 40 Stunden jaehrlicher juedischer Erziehungsarbeit ausreicht; um das religioese und geistige Schaffen eines mehr als tausend jaehrigen Volkes zu ueber- Morgens Abens 7,30 19,30 ab 1|12.56 9,00 Im Anschluss an den Schabbat — den regelmaessig Lehrvortraege statt. Morgengottesdienst fin- Fuer die uns anlaesslich des Hinschcidens unserer teueren Mutter, Grossmutter, Schwiegermutter und Urgrossmutter IRMA GRUENWALD erwiesene Anteilnahme sagen wir allen Freunden und Bekannten unseren herzlichsten Dank. Familien Linneberg. Santiago, November 1956. Schloss und Langsam. Fuer die uns anlaesslich des Hinscheidens unserer geliebten Mutter, unserer lieben Schwiegermutter, Schwaegerin und Tante CILLY WIENER erwiesene Anteilnahme sagen wir allen Freunden und Bekannten unseren herzlichsten Dank. Santiago November 1956. Im Namen der Hinterbliebenen. Irarrazaval 3783, Pep. 3. Paul, Heinz und Otto Wiener Fuer die persoenliche sowie schriftliche Anteilnahme am Hinscheiden unseres lieben Mannes und Sohnes HERBERT HIRSCH danken wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten auf diesem Wege aufs herzlichste. MARTA HIRSCH. Santiago, November 1956 BERTA HIRSCH. mittein. Es versteht sich daher von selbst, dass bis zu Beginn des Hitlerregims die juedische Substanz von Jahr zu Jahr, von Jahrzehnt zu Jahrzehnt an Boden verloren hat. Man sollte eigentlich annehmen, dass man aus dieser Tatsache die richtigen Konsequenzen gezogen haette. Wir sollten doch schon erkannt haben, dass wir mit dem alten juedischen Religionsunterricht, der woechentlich ein oder zwei Stunden gegeben wird, eine wahre bewusste juedische Erziehung nicht erreichen koennen, zumal leider auch viele juedische Elternhaeuser in keiner Weise genuegende Unterstuetzung auf dem juedischen Erziehungsgebiet gewaehrleisten. Es ist ein altes Wort von Hillel: “Wenn nicht jetzt, wann dann”? So richten wir an die juedischen Eltern, die vor dem Problem der Einschulung stehen die ernste Mahnung: “Beginnt umzulernen und umzudenken”. Die Sehnsucht nach Hellas so wie das alte humanistiche Ideal kann keine Loesung fuer die hiesige Kindererziehung darstellen, da es hier keine Institute gibt, die, wie in Europa das Gymnasium, dieses Ideal vermitteln. Ernste bewusste juedische Eltern, die ihre Kinder den juedischen Weg gehen sehen meochten, haben daher nur die Loesung, die einzige, die integrale juedische Schule, die als hoechstes Bildungsideal den “hebraeischen Humanismus” zum Ziel hat. Wenn eine integrale juedische Schule ueberhaupt eine Daseinsberechtigung in der Galuth hat, dann nur unter der Voraussetzung, dass sie ihre Schueler neben aller Weltoffenheit, neben allem Kontakt mit den antiken und modernen Kulturen zur jahrtausendalten juedischen Kultur zum “hebraeischen Humanismus” hinleitet. Die Kenntnis der Kultur ist bedingt durch die Sprache, durch die hebraeische Sprache, die Sprache unserer Bibel. Was anderen Voelkern nur Gleichnis und Beispiel ist, uns wird es zum echten Spiegel, in dem wir uns selbst erkennen. Man kann kein Kulturgut wahrhaft beherrschen, ohne mit der Kenntnis seiner Sprache vertraut zu sein und damit wohl auch mit der Geschichte und der Kultur des Volkes, das diese Sprache spricht. Das gilt auch von der hebraeischen Sprache, weil sie trotz neuer moderner Wortschoepfungen in ihrem ureigensten Wesen noch heute die gewaltige Sprache der Propheten, der Psalmisten und der grossen Lehrer der Talmuds ist. Wenn wir uns selbst erkennen wollen und, wenn unsere Kinder wissen wollen, weshalb sie Juden sind, dann muessen wir ihnen dazu verhelfen, in den tiefen Brunnen der Vergangenheit hinabzusteigen, sie dorthin zu fuehren, wo die Urquelle des “hebraeischen Humanismus” ist. Von dortaus fuehrt der Weg zum bewusst ausgerichteten Juden, zum “hebraeischen Humanisten” Unser letztes Ziel, unsere hoechste Hoffnung. Wenn man in den letzten Tagen es miterleben konnte, wie zum ersten Mal die Schueler der juedischen Schule vor einer staatlichen Kommission ihre Examina in der Sprache ihres Volkes abgelegt haben, dann ist damit ein Ziel erreicht worden, naemlich das, dass das Geistesschaffen der jahrtausendalten Volkes die Wuerdigung erfahren hat, die ihm zusammen mit den antiken und modernen Kulturen zu-! kommt. Wir hoffen, dass diese wenigen Zeilen viele juedische Eltern zum Nachdenken anregen werden und dass auch sie zu der Ueberzeugung kommen, dass als Loesung bewusst juedischer Erziehung nur der hebraeische Humanismus anzusprechen ist, und dass sie dann gern gewillt sind, ihre Kinder der Welt der Bibel, der Welt Judaeas und Israels zuzufuehren. Rabbiner Manfred Lubliner. Am. 31. Oktober 1956 verschied nach kurzer Krankheit unsere unvergessliche Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Urgrossmutter, Tante und Kusine Frau HEDWIG BAYERTHAL geh. Hertz (frueher Krefeld) im Alter von 87 Jahren. Trude Spittel, geb. Bayerthal. These Goldschmidt, geb. Bayerthal. Karl und Alice Guggenheim, geb. Bayerthal. Curt und Else Lion, geb. Bayerthal. Otto und Grete Bayerthal, geb. Hirsch Enkel und Urenkel. Santiago de Chile, Casilla 9713. Klamath Falls (Oregon), 1505 Pacific Terrace. Fuer die uns anlaesslich des Hlnscheldens meines geliebten Mannes, unseres Heben Vaters und Grossvaters RUDOLF ROSENFELD erwiesene Anteilnahme sagen wir allen Freunden und Bekannten unseren herzlichsten Dank. Charlotte Rosenfeld- Santiago, November 1956. Ernst Rosenfeld. und Kinder. EL CINCUENTENARIO Discurso de Tomás Reichmann en el servicio religioso juvenil Queridos compañeros: Nos hallamos reunidos para celebrar el cincuentenario de la existencia del “Yischuv” judío en Chile. “Yischuv” que puede conmemorar con justo orgullo los 50 años de vida, readaptación y realización en tierra chilena. Ya ha pasado medio siglo desde que las primeras familias y grupos de judíos que continuaron como tales, inmigró a Chile, y podemos decir, sin miedo a que nos tachen de orgullosos, que el nivel social y cultural de este país ha progresado con sus nuevos ciudadanos, pero al mismo tiempo, éstos han podido gozar de la hospitalidad, libertad y derecho a bienestar que el país Ies brindó. Los judíos sólo pueden vivir en un país en que tengan libertad, y el largo curso de la Diáspora ha demostrado que los países que les han concedido estos mínimos derechos, han prosperado, y han sucumbido cuando persiguieron a los judíos. Antes de 1906, ya existieron judíos en Chile, cuya historia se remonta al siglo XVI, paralela a la historia de este país, ya que junto con los primeros conquistadores vinieron a Chile judíos, que huían de los terrores de la inquisición de Torquemada. No les duró mucho la paz a estos judíos, ya que en 1572 se instaló un tribunal de la Inquisición en Lima, que pronto dió cuenta de ellos. Después, durante el marasmo colonial, casi no se habla de existencia de judíos en Chile. Recién en el año 1906 inmigró el primer grupo de judíos provenientes de Europa Oriental, que huían del antisemitismo de la Rusia zarista, que se demostraba en actos como el progrom de Kischinev. Y en 1910, fué integrado por la segunda ola inmigratoria representada por sefaradíes que venían del Mediterráneo Oriental. Este segundo grupo, en número, fué y es menor. Con esto quedó determinada la fisonomía de la “Colectividad Judía en Chile” hasta que el horror del régimen nazista propulsó la inmigración centroeuropea de los años 1933- 1939. Nuevos cambios demográficos no se han realizado. Nos es de sobra conocido el aporte judío a la vida de Chile, porque fuera de la industria y del comercio, se han destacado prominentes figuras judías en pedagogía, política, medicina, música y deportes. Es nuestro deber ayudar a Chile y mostrar nuestro agra- (Pasa a la pfig. 17)