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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1956-11-01 · 11 (Noviembre, 1956) · p. Seite 12

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XVIII (1956)
Issue
11 (Noviembre, 1956)
Date
1956-11-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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BOLETIN INFORMATIVO Noviembre 1956 12 13.000 WOHNEINHEITEN AN 60.000 PERSONEN GELIEFERT 13.000 Wohneinheiten wurden seit dem Jahre 1951 im Rahmen des Schikun Ammann gebaut; die Bauarbeiten erforderten eine Investition von annähernd 85 Millionen Pfund, dies geht aus Zahlen, die von der Regierung publiziert wurden, hervor. Beinahe die Hälfte der Wohnungen — 6043 — wurden in Tel-Aviv gebaut, in Haifa wurden 3390 Wohnungen ihren Eigentuemern übergeben. In Jerusalem dagegen wurden nur 1248 Wohneinheiten gebaut, während in den kleineren Städten und Moschawoth 2319 Wohnungen während der Rechenschaftsperiode errichtet wurden. In Prozenten ausgedrückt ist Tel-Aviv mit 46.4 Proz. an der Tätigkeit des Schikun Ammami beteiligt, Haifa rm+ 26,2 Prozent, Jerusalem mit 9,6 Prozent, die kleinen Städte und Siedlungen im Norden des Landes mit 10.9 Prozent und die im Süden mit 6.9 Prozent- Das grosse Bauprojekt d. Schikun Ammami ermoeglichte 60,000 Familien schlechte Wohnungen, zum Teil in Maabarot, zu verlassen und ihre Lebensbedingungen entschieden zu verbessern. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Familien, die in grosser Enge in kleinen Wohnungen, mit schlechten sanitären Bedingungen, ihr Leben fristeten, denen das von der Regierung unternommene Bauprojekt die Möglichkeit gab zu einer anständigen Wohnung zu kommen. Der Bericht nennt die grossen Schwierigkeiten, die die Initiatoren überwinden musten, als sie sich zum Ziel setzten aus der Erfahrung der früheren Bautätigkeit die Konsequenzen zu ziehen. Es musste von vornherein für Schulen, Kindergärten, öffentlichen Anstalten, Kaufhaeusern usw. gesorgt werden, es musste im Rahmen einer beschränkten Bauflaeche von nur 65 Quadratmeter die grösstmoeglichste Bequemlichkeit für den Wohnbedürftigen geschaffen werden. Auch was die Arbeitsbeschaffung anbetrifft spielte die Bautätigkeit des Schikun Ammami eine grosse Rnlle •— 4 Millionen Arbeitstage wurden an Bauarbeiter verteilt von insgesamt 12 Millionen Arbeitstagen, die die Bautätigkeit insgesamt während der Berichtperiode in Anspruch nahm. Der Bericht betont dass die Wohnungsnot im Lande noch sehr gross sei und weist auf das neue Bausoarprojekt der Regierung als Fortsetzung der Tätigkeit für den Bau anständiger Wohnbedingungen in Israel die die breiten Massen der Bevölkerung zur Verfügung stehen sollen. ("CANfIT”). MAP AM VERLANGT REHABILITIERUNG VON OREN Die Mapam hat die Absicht an die bekanntesten Persoenlichkeiten der kommunistischen Welt mit dem Verlangen zur Rehabilitierung von Mordechai Oren heranzutreten. Die Fuehrung der Mapam will sich an Jacques Duclos Sekretär der Kommunistischen Partei Frankreichs, Palmiero Togliatti, Generalsekretaer der Kommunistischen Partei Italiens u. anderen Fuehrern der linkssozialistischen Arbeiterpartei Italiens, Pietro Nenni mit der Bitte um schleunigste Einleitung von Rehabilitierungsverfahren wenden. Aus Mapamkreisen verlautet dass Oren jetzt mit dem Entwurf seiner Rehabilitierungsdokumente beschaerftigt sei. Fuer diesen Zweck sammelt er Material das er dem Rehabilitierungsgericht unterbreiten will. Oren will sich darauf berufen, dass der gegen ihn ge fuehrte Prozess alle Grundprinzipien der tschechoslowakischen Konstitution verletzt habe. Unter anderem will er die Tatsache anfuehren, dass alle seine Appelle an den Vorsitzenden des Gerichts, das ihn verurteilt hatte, übergangen wurden, dieser Richter besuchte ihn im Gefaengnis und erklaerte ihm zynisch “Hoeren Sie doch mit ihrer Schreiberei auf — dazu werden Sie Zeit haben, nachdem Sie ihre 15 Jahre abgesessen haben”. Mapamkreise meinen, dass J. Duclos, Sekretaer der Kommunistischen Partei Frankreich und der entscheidende Mann in ihren Reihen nach Thorez aktiven Anteil an der Befreiung Orens nahm. Duclos soll den Vertretern der Ma pam noch vor einem Jahr erklärt haben ‘‘Ihr habt recht. Oren darf nicht weiter im Gefaengnis schmachten”. Auch Nenni und Togliatti sollen sich um Orens Schicksal interessiert und seine Freilassung verlangt haben. Nun werden sie gebeten fuer seine Rehabilitierung zu wirken. (“CANFIT”). JAHAW MAGEN SOLL 60 MILLIONEN IL EINBRINGEN Vor einigen Monaten wurde eine besondere Kommission eingesetzt, die sich mit Angelegenheiten, die mit dem Jahaw Magen (Waffensteuer) verbunden sind, zu befassen hat. Die Kommission hat zweierlei Befugnisse. Erstens gilt sie als beratende Instanz fuer die Durchfuehrung des Jahaw Magen-Gesetzes und zweitens ist sie die letzte Berufungsinstanz in Faellen von Beschwerden, Fuer den Jahav Magen werden direkte und indirekte Steuern entrichtet, welche zusammen mit den Geldern aus dem Keren Magen eine Summe von cä. 60 Millionen IL einbringen werden. Indirekte Steuern wurden vom Jahaw Magen auf Kinokarten, Radioapparate, Autos, Elektrizitaet, Kochgas, Zigaretten wie auch auf Alkohol und leichte Getraenke aufgelegt. Die Summe, die daraus zu erlangen ist, wird sich auf ca. 10-12 Millionen IL. belaufen. Bezueglich de n direkten Steuern ist zwischen den Personen die Gehalt beziehen und den Selbstaendigen zu unterscheiden. Von den Gehaltsempfaengern wird der Jahaw Magen vom Gehalt abgezogen. Die Selbststaendigen sollten 2 Mal im Jahre ihre Waffen - Steuern entrichten. Um ihnen entgegen zu kommen sagte d. Redner, wurde im Einvernehmen mit allen Banken in Israel beschlossen, dass, die Selbsstaendigen die Möglichkeit haben die Waffensteuer in fuenf Raten in jeder Bank zu entrichten. Auch die arabischen Bürger Israels werden den Jahaw Magen zahlen. Dieser Tage wurden die praeliminaeren Schritte zur Organisation der Steuereintreibung von der arabischen Bevoelkerung abgeschlossen. Das Formular der Erklaerung wird jetzt in arabischer Sprache gedruckt. Wie aus Regierungskreisen mitgeteilt wird, sollen die Berufungskommissionen ausschliesslich aus Arabern bestehen. (“CANFIT”). ERSTER KAFFEE IN ISRAEL GEPFLANZT UND GEERNTET IN 1957: 10% OEL AUS EIGENER Nach Versuchen, die neun Jahre dauerten, ist es Dr. Is rael Gindel vom Weizmann- Institut in Rechovot gelungen auf den Versuchsfeldern be' Rechovot die erste Ernte des neuangebauten israelischen Kaffees, einzubringen. Bei einer Pressefahrt, teilte Dr. Gindel interessante Einzelheiten ueber diesen wirtschaftlich aeusserst wichtigen Versuch mit. Er erklaerte, dass der israelische Boden und das im Lande herrschende Klima die Anlegung von Kaffeepflanzungen durchaus ermoeglichen. Er wies auf die Wichtigkeit des Kaffees vom wirtschaftlichen Standpunkt hin und gab an, dass mit der Bereitstellung von 25.000 Dunam der gesamte Kaffeebedarf Israels aus im Lande angebauten Kaffee gedeckt werden koennte, was eine grosse Ersparnis an Devisen fuer das Land bedeuten wuerde. In der naechsten Saison sollen auch neben - den jetzt zu Versuchszwecken angebauten sechs Dunam weitere 10 Dunam in Arbeit genommen wer den, waehrend weitere Versuchspflanzungen in Bet Dagon und im Negew angelegt wer- I den sollen. Der israelische Kaffee gleicht im Aroma den Sorten, die in Aden und Westafrika gepflanzt werden, die vom wirtschaftlichen Standpunkt besonders wertvoll sind teilte Dr. Gindel mit. Wie wir erfahren, besteht ein Plan, in naechster Zeit auch mit Versuchen zum An bau von Teeblaettern zu beginnen. (“CANFIT”). Wir dürfen damit rechnen, das im Laufe des Jahres 1957 etwa 10 Prozent unseres Gesamtbedarfs an Brennstoff aus eigenen Oelquellen gedeckt werden kann, erklärte A. Kosslov, der Beauftragte für die Oelwirtschaft auf einer Pressekonferenz in Jerusalem, während jetzt nur etwa 5 Prozent produziert werden, also etwa 2 Millionen Dollar eingespart werden. Im Jahre 1957 werden im Chelezgebiet etwa ein Dutzent weiterer Brunnen erbohrt werden können, zu bereits bestehenden 12 Brunnen. Die Erbohrüng von 15 bis 20 neuen Brunnen pro Jahr entspricht etwa dem amerikanischen Tempo für die Erschliessung eines mittleren Erdölvorkommens, erklärte Kosslov. Heute sind an Bohrmaschinen und Ausrüstung etwa 9 Millionen Dollar hier investiert. Bei der gegenwärtigen Ausnützung der Chelezbrunnen ergibt sich für die Investoren eine befriedigende Rente der investierten Gelder. Es sei we niger wichtig die Quelle schnell auszuschöpfen, sondern eine Ausnützung zu erlangen, die einen gleichmässigen Abfluss unter Wahrung des Drucks garantiert. In etwa einem Monat kann mit dem Abtransport des Rohöls in die Raffinerie nach Haifa mit der Eisenbahn gerechnet werden. Dadurch wer- PRODUKTION den sich die gegenwärtigen Transportkosten von IL 8.—• pro Tonne um etwa 2,25 Pfund ermässigen. Die russischen Bestellungen auf Rohre und Turbinen für rund 400.000 Dollar sollen erst im November, oder Dezember geliefert werden; es ist daher völlig unrichtig zu behaupten, dass die Russen ihre Lieferverpflichtungen nicht eingehalten hätten. Bohrungen sollen weiter in der Toten Meer-Gegend, im Negev, in Cäsaria und im Wadi Ara stattfinden. Es ist aber fraglich, ob sich überall Quantitäten finden werden, die Wirtschaftlich ausnützbar sind. (“CANFIT”). 12216 KRANKENBETTEN IM LANDE Die Zahl der Betten in de%i Spitaelern in Israel belief sich am Anfang des Jahres 1955 auf 12,218. gegen nur 4626 Betten im Jahre 1949 und auf 1000 Einwohner fallen nun durchschnittlich 6.63 Betten —diese Daten wurden im Jahrbuch der Regierung publiziert. Das Gesundheitsministerium unterhaelt 4,480 Betten, die Kupat Cholim — 1,915, priva-' te Institutionen — 1,835, Malben — 1.524, Munizipalitaeten — 818, Hadassa — 687 und andere oeffentliche Institutionen — 564 Betten. Die Missionskrankenhaeuser sind fuer 395 Betten verantwortlich. Weniger als die Haelfte der Betten — 5,563 — sind fuer Erkrankungen temporaerer Natur vorgesehen, dagegen dienen 6.655 Betten für Tuberkulose, Geisteskranke und andere Patienten, die an chronischen Krankheiten leiden. ("CANFIT”). SCHWERE AUSRUESTUNG FUER KAISER - FRAZER Schwere Maschinen im Wer te von 1,25 Mill. IL wurden von der Fabrik Kaiser-Frazer, in England bestellt, wie eine Abendzeitung mitteilt. Die Direktoren der Firma Efraim Hin und Jechiel Goldfarb sind kuerzlich von einer Europareise im Aufträge des Unternehmens zurueckgekehrt. Insgesamt wird in die Erweiterung des Werks auf einer Fläche von 26 Dunam die Summe von mehr als 2 Mill. IL investiert werden-Unter den bestellten Maschinen befinden sich automatische Apparate zur Herstellung von Stanzen fuer den Fabriksgebrauch- (und Verkauf auf dem Binnenmarkt). Der neue Betrieb soll im ersten Jahr alle Bestandteile von Jeep-Geruesten, Tendern und 30 Prozent des Geruests von allen uebrigen im Werk hergestellten Autotypen erzeugen. Im zweiten Jahr werden auch die Gerueste von Personenwagen (Untergestelle, Limousinen etc.) ganz im Betrieb erzeugt werden. Die Regierung von Burma hat kuerzlich ein Akreditiv von 170.000 Dollar fuer die erste Sendung von Autos u. Ersatzteilen von Kaiser-Frazer errichtet. Die Gesamtbestellung belaeuft sich auf 400.000 Dollar. Die erste Sendung von etwa 50 Kraftwagen hat Haifa Mitte August verlassen. (“CANFIT”).

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