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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1956-09-01 · 9 (Septiembre, 1956) · p. Seite 27

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XVIII (1956)
Issue
9 (Septiembre, 1956)
Date
1956-09-01
Page
Seite 27 (sequence 31)
Language
German
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Septiembre, 1956 27 BOLETIN INFORMATIVO ISRAELS SCHIFFAHRT IST NOCH AUSBAUFAEHIG Es ist durchaus moeglich dass die israelische Handelsflotte in 20 Jahren eine Tonnage, von 2-3 Millionen To. erreicht, im Rahmen der gewaltigen wirtschaftlichen Entwick lung in der ganzen Welt, die nur mit der “Industrie- (Revolution” des '19. Jahrhunderts vergleichbar ist und durch die Industrialisierung der jetzt unterentwickelten Voelker insbesondere Asiens einen Warenaustausch von riesigen Quantitaeten mit sich bringen wird, erklaerte ZIM Direktor Dr. N. Wydra in einem Referat ueber die Aufgaben der internationalen und nationalen Schiffahrt, in der Schlussitzung des Klubs tfuer Seefahrt und Wirtschaft fuer diese Saison, an Bord der s.s. “Zion” in Haifa. Die Schiffahrt hat fuer Israel besondere Wichtigkeit, da schon in der Mandatszeit nur 4 Prozent der Waren zu Lande befoerdert wurden, betonte Dr. Wydra. Nur ein Teil unserer Waren wird heute auf sogenannten “Tramp- Schiffen” ohne feste Route trans portiet, Wir sind Mitglieder vieler Reeder “Konferenzen”, die u.a. die Preise festsetzen. Der Seetransport koennte nach Ansicht des Redners verbilligt werden, was bei einer Jahresausgabe von 60 'Millionen Dollar fuer 3.2 Mill. To. (inklusive iRohoel) eine bedeutende Ersparnis bedeute. Der von der Konferenz festgesetzte Einheits-Tarif gilt fuer alle Haefen des Landes obwohl die Spesen im Hafen Haifa etwas geringer als in den suedlichen Halfen sind, welche die Regierung unterstuetzen moechte. Eine (Reihe von Schiffahrtsgesellschaften haben unter dem Druck des arabischen Boykotts ihre Linien nach Israel aufgelassen, andere unterhalten nach dem Prinzip der “Ko-Existenz” israelische Parallel-Routen, d. keine arabischen Haefen beruehren. Man muesse den Schiffahrtsgesellschaften klarmachen dass 'hier eine Verletzung der “Freiheit der Meere” vorliegt, was gegen ihre eigenen Interessen verstoesst. Ohne die voellige Freiheit, alle Haefen anlaufen zu duerfen und keine Visen fuer die Mannschaft zu benoetigen, sei das Grundprinzip des internationalen Seetransports gefaehr det. Zum /Unterschied von allen anderen Transportmitteln sogar Flugzeugen, hat die Schiffahrt bisher diese Freiheit genossen. Die Schiffahrtsgesellchaften der ungefaehr 50 seefahrenden Voelker haben aber scheinbar nicht d. Machtmittel u. ihre 'Regierungen zeigen nicht d. Bereitschaft, hier durchzugreifen. Die nationale Schiffahrt, die bei uns 22 Proz. der Waren befoerdert, hat ausser kommerziellen auch oeffentliche Aufgaben. Daher ist ZIM auch fuer die Tarifermassigung. Die grosse Entwicklung der Schiffahrt in der Welt (800 Mill. BRT, davon die Haelfte mit Oeltransport beschadftigt) beruht auf dem Transport von Rohmaterialien vom Kontinent einer staendig wachsenden Industrie. Es ist noetig, dass auch wir die Moeglichkeiten erkennen und entsprechend fuer die Zukunft planen. MANGELNDE HILFE DER ISRAEL-INDUSTRIE FUER TECHNI0N 20 MILL. FUER Neues Industriewerk Ein neues Industriewerk unter Aufwand von 20 Millionen Dollar zur Erzeugung von Draeh ten und Seilen wird in kurzem in Israel erriohtet werden teilte das Handels und Industrieministerium mit. Der neue. Industriezweig wird auf Anregung und mit Beteiligung einer Gruppe amerikanischer Industrieller und Finanzleute erichtet, an deren Spitze der bekannte amerikanische Industrielle und Leiter der “Bonit Mills Inc.” Israel (Rogosin steht, 'ein Konzern d. in den USA als der Haupterzeuger von Draehten gilt. Unter den anderen Beteiligten des neuen-Tndustriewerks sind zu erwaehnen: A. Feinberg Vorsitzender des Direktionrates d. “Julius Keiser” Werke, Albert ¡List, Vorsitzender des Direktionsrates der R.K.O. Inc., M. Jaffe von der “Corrogald Box Corp”, S. Lemberg, Luis Avrons und Lester Mendel, Praesident der “Bankers Trust” Comp. ABGESAGTE DEMONSTRATION Die fuer Schabbatausgang vorgesehene Demonstration der Religioesen vor den Jerusalemer Kinos, zum Protest gegen d. fruehere Oeffnen der Kassenschalter, konnte verhindert werden, nachdem die Kinobesitzer zustimmten, die Vorstellungen nicht vor acht Uhr zu beginnen. “Industrielle und Geschaeftsleute in Israel haben eine groessere Verantwortung gegenueber den Hochschulen im Lande als die amerikanischen Juden, scheinen aber nicht ihren vollen Anteil an Hilfe zu leis ten...”, betonte David Rose, Praesident der amerikanischen Technion-Gesellschaft, vor seiner Abreise aus Israel. Mr. Rose hatte an der Jah resversammlung des Technion- Kuratoriums teilgenommen. Die amerikanische Technion gesellschalft hat im vergangenen Jahr fast eine Million Dollar fuer die Entwicklung der neuen “Technion Stadt” aufgebracht wie der Gast bekannt gab. Die vom Technion erzogenen Ingenieure und Technologen werden der Industrie- und Landwirtschaft in Israel zur Verlegung stehen: die amerikanischen Spender seien daher ueberrascht und beunruhigt, weil man che Zweige der Industrie nicht ihren vollen finanziellen Anteil an der Ausbildung solcher Ingenieure tragen. (Mr. Rose gab zu, dass eine Anzahl grosser und kleiner Firmen zum Jahresbudget des Technion beitragen, aber seiner Meinung nach sei dies ungenuegend. Er warnte davor, dass ein andaunder Mangel an ausgebildeten Faehkraeften in Wissenchaft und Technologie die iraelische Industrie eines Tages stark beeintraechtigen koennte (Man duerfte nicht erwarten dass die Juden in Uebersee auf die Dauer unsere Rechnungen bezahlen. Wenn die Juden der Diaspora die Gelder fuer den Bau neuer Gebaeude und deren Einrichtung aufbringen koennen, so muss es die Aufgabe der Israelis sein, Institutionen zu erhalten. In jedem fortschrittlichen Lande der Welt betrachte man grosszuegige Unterstuetzung d. noeheren Erziehung als lautende Geschaeltsausgaben, genau so wie Werk-Planung oder Ausbau innerhalb der Betriebe selbst. Mr. Rose regte an, dass israelische 'Unternehmen des privaten und kooperativen Sektors bestimmte Projekte des Technion “adoptieren” sollten. Die Unternehmer sollten selber die Initiative ergreilen, ohne auf Anfragen von Seiten des Technion zu warten. Falls keine merkliche Besserung eintritt, so wuerden die auslaendischen Geldquellen, versiegen das Technion werde sich einschraenken mucssen, und viele Grundindustrien wuerden entdecken, dass sie sich durch die eigenen Sparmassnahmen zugrundegerichtet haben. BOHRTUERME IN DER WUESTE Ein neuer Bohrturm wird aufgestellt ¡HÉÉ •¡•¡¡i mmiißm lÄtllflli i Î'.''Hi ¡til ÈÈÊÈË h ■tmmâê M m ■■».m ■WM UtÉ L.J iiÿ'ÿcv'

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