Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XVIII (1956)
- Issue
- 9 (Septiembre, 1956)
- Date
- 1956-09-01
- Page
- Seite 9 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/8553624-8556986-9194234--1863-8557123- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Septiembre, 1956 ÉÓLÉTIN INFORMATIVO Orientalische Kunst in Israel llllllllltff*;í::SÍ$‘¿áíííí:S^^ffi5 wmmmm Wmmmlmm wmmmm wmm mm m» Sfe-íííxVA:* .. v» mmm ... ^*i &&& Von den zahlreichen Menschen, die seit der Staatsgründung nach Israel gekommen sind, besaßen viele noch nicht einmal das Lebensnotwendigste. Ihre Liebe zu torbenfreudigen Mustern, ihre Fingerfertigkeit, den Sinn für bizarre Formen und ihre unerschöpfliche Phantasie, die noch nicht von der gedanklichen Blässe der Zivilisation angekränkelt war, hatten diese Menschen jedoch von der alten in die neue Heimat gerettet. Kurz vor Jahresende fand nun in Tel Aviv eine bemerkenswerte Ausstellung von Kunst- und Schmuckgegenständen statt, die von Neueinwanderern im Laufe der zwei Jahre angefertigt wurden. Oie Initiative zu dieser Heimindustrie ging vor mehr als sechs Jahren von Ruth Oayan aus, 'der Frau des israelischen Generalstabschefs. Ihre ursprüngliche Idee war, das Einkommen kinderreicher Familien durch Heimarbeit der Mütter zu verbessern. In den verschiedenen Einwandererlagern lernten Menschen aus Persien, Marokko, dem Jemen, dem Irak und anderen Ländern systematisch zu arbeiten. In den verschiedenfarbigen Teppichen, in der Schmiedearbeit, den Bastmatten und handgewebten Stoffen wurden Muster lebendig, die Jahrhunderte hindurch von Generation zu Generation weitergegeben wurden (Bild rechts). Moderne Geschmacksrichtungen sind nicht unberücksichtigt geblieben, so daß eine völlig neue Kunstrichtung entstanden ist, die in Zukunft vielleicht charakteristisch für Israel sein wird. Die Ausstellung, die in Israel so lebhaftes Interesse fand, war nicht zuletzt Auftakt zu einer neuen und wichtigen Industrie für den jüdischen Staat. Bei der Ausstellung der von Neueinwanderern angefertigten Kunstgegenstände gab dieser Silberschmied aus dem Jemen (Bild oben) manche Geheimnisse seiner Kunst preis. Alt und jung ließen sich die Tel Aviver Ausstellung nicht entgehen (Bild rechts). - Zahlreiche dieser Heimarbeiten sind inzwischen in die USA und nach Europa exportiert worden. (Fotos: Pio)