Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XVIII (1956)
- Issue
- 9 (Septiembre, 1956)
- Date
- 1956-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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*; REDACCION« S.C. 1. B’NE JISROH- AV. PORTUGAL 810. TEL. 33098 I CASILLA 2487. SANTIAGO-CHÍL» S O C I D A CULTURAL ISRAELITA I S R O E L AÑO XVIII — N? 109 Santiago de Chile Septiembre, 1956 ZUR 50 - JAHRFEIER DER JUDEN IN CHILE AUS DEN ANNALEN DER INQUISITION — DIE "VERLORENEN" FAMILIEN SABBATISTEN-GEMEINDEN — DREI EINWANDERUNGSWELLEN DEMOGRAFISCHE UND WIRTSCHAFTLICHE SCHICHTUNG BEDEUTENDE NAMEN — DIE ENTWICKLUNG DER INSTITUTIONEN "EL ASILO CONTRA LA OPRESION" Zeitlich zusammentreffend mit den “Jamim Noraim”, begehen wir Juden in Chile in diesen Tagen ein Jubilaeum von groesster lokaler Bedeutung. Und zwar kann unser “Jischuw” mit berechtigtem Stolz und' Freude seinen 50. Geburtstag feiern. Ein halbes Jahrhundert ist es her, seit die •ersten Familien und Gruppen von Juden, die als solche kamen und auch solche blieben, ins Land einwanderten. Geburtenzuwachs und weitere Einwanderungswellen vergroesserte staendig ihre Zahl, die parallel mit der Verbundenheit zu diesem Lande wuchs, das— wir duerfen es ohne falsche Scham sagen — von dem sozialen und kulturellen Niveau seiner neuen Buerger zweifellos profitierte, diesen aber andererseits uneingeschraenkte Gastfreundschaft, Freiheit und Recht auf Wohlstand bot. DIE VORGESCHICHTE Eigentlich beginnt die Chronik der Juden in Chile nicht im Jahre 1906, sondern um die Mitte des 16. Jahrhunderts. Bereits mit den ersten spanischen Eroberern kamen Marvon Hans Kaufmann IV' dspjlMI V" „ 4'lîhï % '-C - , - g¡$jgg: WM IM * r -i, “V " m&ä WM WÎW mM SYNAGOGE UND GEMEINDEHAUS DER S.C.l. “B’NE JISROEL” “Lutheraner, Moren oder Juden”, gegen Andersglaeubige, die “auf das Erscheinen des Messias warten”, die “gewisse Zeremonien des mosaischen Gesetzes durchfuehren und zu Peitschen— und Galeerenstrafe verurteilt werden” und gegen einen “Laesterer, der behauptete, Gott habe keinen Sohn gehabt”, hin. Im 17. Jahrhundert richtete sich die Institution hauptsaechlich gegen eine zahlenmaessig nicht unbedeutende Gruppe von Zwangskonvertiten aus Portugal, die ueber Brasilien ins Land gekommen und hier sehr rasch zu Wohlstand gelangt waren. Geschichtschreiber und Chronisten wie Luis Thayer Ojeda, Larrain de Castro, Ricardo Latcham, sowie unser Gemeindemitglied Guenter Boehm \in seiner interessanten Studie “Die Juden in Chile” vertreten die Ansicht, dass Nachkommen dieser Marannen-Familien heute im ganzen Land verstreut und in allen sozialen Situationen, aber vor allem in der sogenannten “Aristokratie”, leben. (Fortsetzung Seite 4), ''Sis? rannen ins Land, die hofften, in Amerika den Scheiterhaufen Torquemadas zu entkommen. Der lange Arm der Inquisition errichtete jedoch ein “Tribunal del Santo Oficio” in Lima, das im Jahre 1572 Kommisare in verschiedenen Staedten Chiles ernennt, vor allem in Concepción. Von den Akten des Inquisitions-Tribunals sind nicht sehr viele erhalten, da die meisten im Jahre 1813, von dem Volk Limas zusammen mit dessen Gebaeude zerstoert wurden, jedoch deuten die geretteten Dokumente auf zahlreiche Prozesse gegen * s%' ' \?iâüü Äilil DAS NEUE SCHULGEBAEUDE DES VAAD HAJINUJ ESTADIO ISRAELITA VORSTAND UND REPRAESENTANZ sprechen den Mitgliedern der Gemeinde zu den Hohen- Feiertagen die allerherzlichsten Glueckwuensche aus. Wir danken unseren Gemeindemitgliedern fuer ihre Mitarbeit im vergangenen Jahre und hoffen, dass sie auch im neuen Jahre in verstaerktem Masse unsere Arbeit unterstuetzen werden. Moege das Jahr 5717 ein Jahr des Glueckes und des Friedens sein fuer unsere Gemeinde und die Medinath Israel