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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1956-08-01 · 8 (Agosto, 1956) · p. Seite 15

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XVIII (1956)
Issue
8 (Agosto, 1956)
Date
1956-08-01
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
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Agosto, 1956 BOLETIN INFORMATIVO 15 oe LA COLICTIVIOAO rAAALtP* 6A81LUA »M - wAtJ»4RAI«e Ckgt GOTTESDIENST Jeden Freitag abend um 19 Uhr P. M. Jeden Sonnabend morgen um 9 Uhr A. M. Jahrzeiten sind rechtzeitig bei Herrn Richard Wolff. Telefon 6240 oder, Casilla 984, azumelden. W. I. z. o. PROGRAMM GOTTESDIENST FUER DIE HOHEN FEIERTAGE RAUSCH HASCHONOH 5717 Vorabend Mittwoch den 5. September abends um 18,45 Uhr mit Predigt. 1. Tag Donnerstag den 6. September morgens 8 1[2 Uhr. 10 Uhr Thora Vorlesung mit Predigt. Abends 19 Uhr. 2. Tag Freitag den 7. September morgens 8 lj2 Uhr. 10 Uhr Thora Vorlesung. Abends 19 Uhr. Gruppe Henrietta Szold: Donnerstag, 30 August, 5. hr. nachm. “Wir und die chilenische Literatur”. Frau Hertha Tichauer. Donnerstag, 13 September, 5 hr. nachmt. “Moderne Weisheiten aus dem alten Talmud”. Frau Lotte De Jong. Donnerstag, 27 September, 5 hr. nachm. “Baruch Spinoza”. Frau Lola Roesler. Gruppe Vera Weizmann: Dienestag, 11 September, 5 hr. nachm. “Ausgrabungen aus dem Toten Meer”. Herr Hans Herzberg. Dienstag, 25 Septemljgr, 5 hr. nachm. “Juedisehe Konzertdirigenten Santiagos, im Jahre 1956”. Frau Duli Kleiner. JAUM KIPUR Erew Jaum Kipur Freitag den 14. September nachmittags 14 Uhr. Mincha. Kol-Nidre Freitag den 14. September abends 18,30 Uhr mit Predigt. Schacharis: Sonnabend den 15. September 8 1|2 Uhr. 12.15 Uhr Thora Vorlesung mit Seelenfeier. 17,45 Uhr Neilah - Schlussgebet. 19.15 Uhr Jaum Kipur Ausgang. SUKKOTH Vorabend Mittwoch den 19. September abends 19 Uhr. 1. Tag Donnerstag den 20. September morgens 9 Uhr abends 19 Uhr 2. Tag Freitag den 21. September morgens 9 Uhr HASCHANO RABBO Mittwoch den 26. September morgens 8 Uhr. SCHEMINI AZERETH Vorabend am Mittwoch den 26. September abends 19 Uhr mit Seelenfeier. Donnerstag den 27. September morgens 9 Uhr. SIMJAT THORA Vorabend am Donnerstag den 27. September abends 19 Uhr. Wir laden hierzu die Jugend besonders herzlichst ein. Freitag den 28. September morgens 9 Uhr. Das Vorbeten an Rausch Haschonoh und Jaum Kipur haben auch in diesem Jahr wieder die Herren POSEN und GOLDBERG uebernommen. HASCHANOH RABBO LERNEN Das traditionelle Haschanoh Rabbo Lernen findet am Mittwoch den 26. September um 21 Uhr abends im Café City, calle O’Higgins 1229, statt. EINTRITTSKARTEN FUER DEN GOTTESDIENST AN DEN HOHEN FEIERTAGEN Bei Herrn Kurt Reichmann, ULTIMODA, Condell 1385, ab 27. August erhaeltlich. Bis zum 1. September werden die von unseren Mitgliedern im Vorjahr innegehabten Plaetze frei gehalten. Nach diesem Datum werden wir ueber die nicht abgeholten Plaetze frei verfuegen. Eintrittskarten kosten fuer Mitglieder unserer Gemeinde und deren Familienangehoerige, soweit sie nicht im Berufsleben stehen, $ 600.— pro Karte. glue'ckwunschabloesungstelegrame An nachstehenden Adressen erhaeltlich: Enrique Roger, Condell 1583, Valparaiso. Conrad Funk, Condell 1472, Valparaiso. Richard Wolff, Av. Argentina 370, Valparaiso. Anni Landsberger, Paseo Gervasoni 492, Valparaiso. 70. GEBURTSTAG Am. 29. August feiert unser Mitglied Herr Richard Calvari seinen 70. Geburtstag. Wir gratulieren dem Jubilar auf das Herzlichste und wuenschen ihm noch viele glueckliche und segensreiche Jahre. Die Adresse von Herrn Calvari ist Abtao 595, Cerro. Alegre. NEUER KASSIERER Wegen Wegzug nach Santiago hat unser langjaehriger verdienter Mitarbeiter, Herr Martin Hirschberg, sein Amt als Kassierer niedergelegt, und hat der Vorstand an seiner Stelle, Herrn MARKUS SINGiER, Paseo Dimalow 274, Valparaiso, ernannt. Gruppe Golda Meyersohn: Montag, 3 September, 9 hr. abds. “Heinrich Heine”. Frau Edith Goldschmidt. Montag, 24 September, 9 hr. abds. Bunter Abend, anlaesslicli Schevuot. Gruppe Hanna Meizel: Dienstag, 11 September, 5 hr. nachm. “Mit dem Strom” . von Schalom Asch. Dienestag, 25 September, 5 hr. nachm. “Martin Buber und seine Weltanschauung”. Frau Edith Goldschmidt. Gruppe Ahavah: Mittwoch, 8 August 5 Uhr nachm. “Ueber Israel”. Frau Kaete Loewenstein. Mittwoch, 22 August, 5 Uhr nachm. “Wandlungen der juedischen Mutter”. Lola Roesler. Mittwoch, 12 September, 5 Uhr nachm. “Die Geschichte des Zionismus bis zur Staatsgruendung”. Frau Lena Back. WIZ0 ■ CENTRO HENRIETA SZOLD Premiere des neusten Israeli Ton-Langfilms "REBELLISCHE TRAENEN" Donnerstag den 23. August, abends 10 Uhr Im Teatro Dante Vor-Programm: Interessante Modenschau MITTELSTAND heitsbeduerftigen Mentalitaet mittelstaendischer Gruppen verbunden sind. Als sich waehrend des zweitsn Weltkrieges die Wirtschaftslage im Lande sichtlich verbesserte und die Leb^nsbedingungen fuer die im harten Existenzkampf stehenden Pioniergruppen freundlicher wur den, zeigte sich die Wirkung dieser Aenderungen in dem zunehmenden allgemeinen Interesse an einer Verbesserung der Lebenshaltung, die vorher ignoriert wurde. III Seit 1948 hat die.Zusam' mensetzung der juedischen Bevoelkerung eine tiefe Wandlung erfahren. Die neue Einwanderung kam in ihrer Mehrh3it aus orientalischen Laendern und war viel weniger als fruehere Einwanderungswellen, auf die Bedingungen vorbereitete, die ihrer im Lande warteten. Das Ideal dieser Einwanderer war, im Einklang mit den Verhaeltnisssn in den Ursprungsländern, Sicherheit des Einkommens und schnelle soziale Aufstiegsmoeglichkeiten fuer dis anspruchsvolleren unter den Neuan- 'ioemmlingen. ■ Fuer die Massen stand Heim und Existenz im Mittelpunkt (Fortsetzung von Seite 7) ihrer Wuensche. Die Frage, in welchem Umfange die Neuankoemmlinge Erwartungen der Fuehrer ihrer neuen Heimat erfuellen konnten, blieb eine Frage minderen Ranges- Der Einfluss dieser Gruppen auf dis wirtschaftliche Situation, den Arb itsmarkt und die soziale Schichtung des Jischuv ist bekannt und braucht hier nicht diskutiert zu werden. Gleichzeitig ist eine andere Wandlung von grosser Bedeutung eingetretsn. Als Folge der Bevoelkerungszunahme und der Kapitaleinfuhr groesster Dimension sind die oekonomischen Moeglichkeiten im Lands in einem vorher ungekannten Masse gewachsen Mehr als 2000 Millionen Dollar sind in der Form von Anleihen, Subsidien, Einwandiererkapitali, Gränts-in-Aid etc. ins Land gestroemt und haben das Potential der Wirtschaft und insbesondere das Verbrauchsniveau der Bevoelkerung weitgehend beeinflusst. Facharbeiter und Handwerker, Vorarbeiter, Ingenieure, Chauffeure, Fabrikanten, Landwirte, die in dieser oder jener Form mit der Produktion oder dem, Warenvertrieb zu tun hatten und ihre Kenntnisse und Kapitalien lohnend verwerten konnten, waren Nutzniesser dieser Entwicklung. Eine bemerkenswerte Auswirkung ist die rapide Wandlung in der Ausstattung der Wohnungen, gleichviel ob es sich um staedtische oder laendliche Siedlungen haendelt. Wohnungsnormen in den aelteren Kollektivsiedlungen stehen jenen mittelstaendischer Gruppen in andern Laendern kaum nach. Vielfach ist der Wohnkomfort auf dem Lande nicht geringer als d. mittelstaendischer Gruppen in der Stadt. Das Einkommen und Vermoegen der eben erwaehnten Berufsgruppen ist seit der Etablierung des Staates erheblich gestiegen. Ein nicht geringer Prozentsatz auch der neuen Immigranten hat bereits Positionen von befriedigendem Einkommen und Besitz erreichen koennen. Wenn die Tatsache einer ErhQehung des Realeinkommens und Besitzes als Beweis fuer den Aufstieg in die Mittelklasse gelten koennte bestaende guter Grund, eine ansehnliche Vergroesserung, der mittelstaendischen Bevoelkerung anzunehmen, Aber viele von denen, deren materiell® Lage sich gebessert hat, sind deshalb noch nicht zu klassenbewussten mittelstaendischen Elementen geworden. Waren sie Mitglieder der Histadruth, sind sie in der Regel dort verblieben. Andre haben sich ihr neu angeschlossen, als sie die Vorteile der Zugehoerigkeit zur Histadrut kennen lernten, obwohl sie nach Einkommen und Lebenshaltung nicht der ueblichen Vorstellung mittelloser Arbeiter oder Gehaltsempfaenger entsprechen. Damit blieb die Vertretung mittelstaendischer Interessen den wenig einflussreichen professionalen Splitterorganisationen oder den staerkeren politischen Parteien Vorbehalten, von denen die letzteren jedoch weniger an den Sorgen der kleinen Gruppen als an politischen und wirtschaftlichen Problemen spezifischer Bevoelkerungssektoren interessiert sind. Der Aufstieg der Gehalts¬ und Lohnempfaenger in der R’chtung einer mittelstaendischen Lebensfuehrung ist in Israel weitgehend das Ergebnis gewerkschaftlicher Politik. Auf der andern Seite ist das massgebende Kriterium einer mittelstaendischen Existenz in Israel nicht die Hoehe des Einkommens, noch Besitz und Erziehung. Die formale, dh. die organisatorische Sozialstruktur der Bevoelkerung ist in erster Linie das Ergebnis einer subjektiven Gruppierung der Bevoelkerung. In welcher Richtung ideologische und gewerkschaftliche Einfluesse die kuenftige soziale Grunpierung der Bevoelkerung in Israel lenken wird und ob der Mittelstand in der oekonomischen Entwicklung eine geringere oder groessere Rolle spielen wird, ist heute nicht abzusehen. Eines ist jedenfalls sicher: die soziale Dynamik Israels hat nicht zu der Klassenbildung gefuehrt, die von Politikern und Sczialforschern auf Grund von Analogien mit anderen Laendern verausgesagt wurden. <“M« tt.”>

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