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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1956-08-01 · 8 (Agosto, 1956) · p. Seite 9

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XVIII (1956)
Issue
8 (Agosto, 1956)
Date
1956-08-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Agosto, 1956 BOLETIN INFORMATIVO 9 kehrend sagen: er laeuft Gefahr, uns fallen zu lassen. Seine erprobte Judenfreundschaft (vgl. Vladimir Dedijer: “Tito spricht”), Duldung zionistischer Arbeit, gewerkschaftliche Kontakte und einige andere Faktoren sprechen noch dagegen. Nehru dagegen kommt erst gar nicht in Versuchung, Israel fallen zu lassen. Er hat es bis heute ueberhaupt noch nicht anerkannt. Diese Haltung kann garnicht scharf genug gebrandmarkt werden, steht sie doch in flagrantestem Widerspruch zu den hochtoenenden Phrasen, mit I und seine Aufnahme als |'Dritter im Bunde wuerde I jedenfalls alle diesbezügliche | Hoffnungen begraben. Niemand kann sich mit einem i Gangster vertuenden und | dann noch erwarten, dass ■ man an seine ehrlichen Absichten glaubt. Rammevskjold au£ seiner dritten Reise Waehrend Nasser gen Norden und Osten fliegt, reist j der Generalsekretaer der V. N. j in entgegengesetzter , Rich- IST AUF DEM SOFA NOCH PLATZ Nehru empfiehlt, Nasser einzuladen; Tito ist glicht sehr begeistert. (Foto: Time) der Neu Delhi seine Politik bemaentelt. Ob es noch zeitig sein wird, der Politik des" neutralen Blocks einen positiven Sinn zu geben, wird sich aus den Resultaten der Konferenz von Brioni ergeben. Eine enge Assoziation mit Nasser tung. Sein Auftrag besteht darin, seine nicht erfolglose Mission vom Monat April fortzusetzen. Wie erinnerlich, sind seinen Zielen und Moeglichkeiten diesmal besonders enge Grenzen gesetzt. Ein britischer Vorschlag im Sicherheitsrat, demzufolge er u. a. Friedensverhandlungen unter “beiden Parteien annehmbaren Vorbedingungen” in die Wege leiten sollte, scheiterte am arabischen widerstand. Die Potentaten der Wueste wollen noch nichts - von Frieden wissen und die Grossmaechte beugen sich ihrem Willen, im Interesse... des Friedens. Es ist eine bittere Ironie, dass die V. N. ausdruecklich darauf verzichten, fuer , den Frieden zu wirken und ihr hoechster Beamter keine Befugnis hat, ihn zu vermit- | teln. ] In der Praxis ist seine Auf-! gäbe darauf beschraenkt, die Durchfuehrung der Waffenstillstandsabkommen zu inspizieren, eine Aufgabe, die sich von der aeusserst bescheidenen des General Edson L. Burns nur schwer unterscheiden laesst: einen Zustand zu verlaengern, dessen Unhaltbarkeit sattsam bewiesen ist. . 1 Trotzdem steht absolut zu hoffen, dass Hammarskjold, ah dessen lauteren Absichten nicht gezweifelt werden kann, der Erfolg beschieden sein moege, der im Rahmen der begrenzten Moeglichkeiten auch nur irgendwie erreicht j werden kann. i Eine neue Politik? In Jerusalem wird er mit einem neuen “Mann” zu verhandeln haben: Israel Aussenminister Frau Golda Myerson, nach Anna Pauker wohl die erste die einen der artigen Posten innehat. Der Ruecktritt Scharetts und ihre Ernennung gaben der Weltpresse zu den verschiedensten Mutmassungen Anlass, von denen die folgenden am besten informiert schienen: 1.) Scharett uebte einen maessigenden Einfluss aus, sodass Israel die Agression von nun an aktiver zurueckweisen wird. 2.) Die letzten Jahre arabischer Erfolge waren Jahre des Misserfolgs fuer Scharett, sodass seine Stellung unhaltbar geworden war. 3.) Ben Guriön wird die aussenpolitischen Geschaefte ab jetzt direkt und persoenlich fuehren; Golda Myerson wird weitgehend nur ausuebendes Organ sein. 4.) Sie war Botschafterin in Moskau und ihre Ernennung bedeutet den Beginn eines Versuchs, [Israels Kurs vom Westen, wo es nicht auf Gegenliebe gestossen ist, unabhaengiger zu machen. Die Entwicklung wird zeigen, welche Unterstellungen den meisten Wahrheitsgehalt auf weisen. Etwa alle vier? ATSCHEKA «RflaSTATlS DER RUESTUNGS-“WETTLAUF” “Um gerecht zu sein, helfen wir besser keinem von beiden”. (Scott im “London Daily Scetch”) INDUSTRIEEXPORT IM ZIM PLANT PROBEFAHRTEN NACH SUEDAMERIKA Probefahrten von Frachtern und Personendampfern der Reederei ZIM sollen in diesem Jahre nach Argentinien und anderen suedamerikanischen Laendern unternommen werden. Verhandlungen zwischen ZIM und argentinischen Schiffahrtsgesellschaften wurden vor einigen Wochen zum Abschluss gebracht. Moeglicherweise wird ein regelmaessiger Dienst nach Lateinamerika (ueber Europa) aufgenommen werden. Die (Verhandlungen fuehjte J. Barpal, einer der ZIM- Direktoren. Man nimmt an, dass probeweise auch ein Personendampfer — die “Israel” oder “Zion” — von New York nach Suedamerika fahren wird, und zwar im Winter. Die Frachter sollen di- Es besteht begruendete- Aussicht zur Annahme, dass der industrielle Export im Laufe des Jahres die Vorjahresergebnisse uebersteigen wird, wenn sich auch zu Jahresbeginn eine gewisse Stagnation gezeigt hat._ Clearingvertraege sind im Rueckgang und werden mit der Zeit ganz verschwinden, da die Liberalisierung des internationalen, Handels staendig fortschreitet, umso wichtiger ist es, dass die statistischen Ziffern fuer die ersten vier Monate-des Jahres 1956 klar erkennen lassen, dass unser Handel mit Laendern harter Waehrung im Steigen ist, waehrend der mit rekt nach Suedamerika fahren und nur im Falle von Frachtmangel auch in europaeischen. Haefen laden. ZIM hat eine grosse Filiale in Buenos Aires eroeffnet. Laendern, mit denen wir Clearingsvertraege haben, sich im Rueckgang befindet. Die Neuregelung der Export - und Importlizenzen, besonders der Importe zum Zwecke der Ausfuhr, haben sich sehr gut bewaehrt. Die Neuregelung wird zur Verbilligung der Waren und zur Foerderung des Exportes beitragen. Ueber seine kuerzliche Auslandsreise berichtete Minister Sapir u. a., dass das Interesse der Investoren an Israel auch in den kritischen Tagen nicht nachgelassen habe und er eine Reihe ,von Projekten mit groesseren und kleineren auslaendischen Investoren besprechen konnte. Die Gruendung einer starken Industrie-Bank ist seitens der Regierung geplant und der Minister hofft, dass sich auslaendische Organisationen, wie Private an die- ANSTIEG ser Gruendung in staerkerem Masse beteiligen werden. Er fuehrte dieserhalb Unterhandlungen . In Suedamerika, wo der Minister fuer d. Bond Drive taetig war, konnten wesentlich hoehere Ergebnisse, als in frueheren Jahren erzielt werden. Das Interesse der dortigen Juden an Israel ist ein lebhaftes. Im Jahre 1954155 wurden aus Mitteln des Entwicklungsprogrammes fuer Investitionen in der Industrie Gelder zur Verfuegung gestellt, von denen 74% die Privatindustrie und Handwerk, 4%% gemischte Betriebe, 17%% die Histadrutbetriebe und 4% die oeffentliehe Betriebe erhielten. Fuer 1955156 stehen dem Entwicklungsbudget IL 16,8 Millionen zur Verfuegung, von denen ueber IL 9 Millionen bereits zugesprochen und IL 1,3 Mill. ausgezahit wurden. INDEX STEIGT^ WEITER Der Teuerungszuschlag auf die Loehne laut dem Lebenshaltungsindex, der in d. Mitte des naechsten Monats zur Auszahlung gelangt, auf Grund der Errechnungen d. letzten Vierteljahrs duerfte verhaeltnismaessig hoch sein, nachdem die Hoffnungen, dass im Mai der Index heruntergehen wuerde, sich nicht erfuellt haben. Man, nimmt an, dass der Zuschlag sich zwischen 6 u. 9 IL bewegen wird. In den Monaten Maerz—April stieg der Index um sieben Punkte, was obigen Zuschlag ergibt. Der Index fuer den Monat Mal wurde noch nicht festgestellt und es ist moeglich, dass in diesem Monat ein weiterer Anstieg erfolgte, nachdem im Mai die verschiedenen Bestimmungen des Jahav-Magen in Kraft traten.

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