Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XVIII (1956)
- Issue
- 8 (Agosto, 1956)
- Date
- 1956-08-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Agosto, 1956 BOLETIN INFORMATIVO 5 i fl AUS DER SITZUNG DES REPRAESENTANTEN - KOLLEGIUMS VOM 21. JUNI 1956 1).Bericht des Vorstands: Herr Feldmann teilt folgendes mit: Seit der letzten Sitzung sind drei Neuaufnahmen erfolgt, jedoch haben wir leider 7 Todesfaelle zu beklagen. An der Einweihung der neuen Bueroraeume der Legation von Israel hat der Gemeindepraesident Herr. Dr. Landau in Vertretung der Gemeinde teilgenommen. Der gesamte Jishuw hat sich an der Inneneinrichtung und Ausschmueckung der Raeume beteiligt, aus diesem Grunde habe der Vorstand beschlossen der Legation ein Bild des Malers Kurt Herdan, das einen Ausschnitt aus dem Hafen von Haifa darstellt, zu schenken. Dieses Bild werde demnaechst ueberreicht werden. Die Schekel-Aktion soll in •diesem Jahr beschleunigt durchgefuehrt werden. Jedes Mitglied erhalte daher einen Schekel per Post ins Haus geschickt. Der Gegenwert von $ 100.- - werde von den Cobradores eingezogen werden. An der Konierenz in Montevideo werden ausser Herrn Rabbiner Lubliner als Delegierter der Gemeinde Herr Rosenthal teilnehmen, Kosten entstaenden der Gemeinde hierdurch nicht. Herr Goren habe den paepstlichen Nuntius nach dessen Rueckkehr aus Israel besucht. Der Nuntius habe ihm seine hoechste Anerkennung ueber das dort geleistete und vor allem aber ueber die Toleranz der Israel-Regierung gegenueber den Christen ausgesprochen, die ungestoert ihre Religion ausueben koennten. Die Magbit werde voraussichtlich Ende Juni beendet sein, das Ergebnis sei im Grossen und Ganzen zufriedenstellend. In diesem Zusammenhang verliest Herr Feldmann ein Schreiben der Federación, in dem diese ihre hoechste Anerkennung ueber die hervorragende Magbit- Arbeit in unserem Sektor ausspricht. 2) Bericht der Kommissioen: Kultus-Kommission: Der letzte Jugénd-Gottesdienst am 26. Mai war ein grosser Erfolg, da ueber 100 Kinder aller Altersklassen daran teilgenommen haben. Der naechste Jugend-Gottesdienst findet am /Schabbat den 23. Juni, nachmittags 4 1/2 Uhr statt. Ueber die Vorbereitungen fuer die Gottesdienste an den Hohen Feiertagen werde er in der naechsten Sitzung berichten. 3) Comité Representativo: Herr Lehmann teilt mit, dass der 50. Jahrestag der Gruendung des hiesigen Jishuws in der Zeit vom 5. September bis zum 25. Oktober gefeiert werde. Jeder Sektor des Jishuw solle in dieser Zeit mit einer Veranstaltung an die Oeffentlichkeit treten. Grass aus Israel Die naechste oeffentliche Sitzung des Repraesentanten-Kollegiums findet am Donnerstag, den 23. August 1956, abends 8 Uhr statt. Die Tagesordnung haengt wie ueblich am schwarzen Brett im Gemeindehaus aus. NEUBAU UNSERES ALTERSHEIMS » Adressen - Aenderungen Wir bitten unsere Gemeindemitglieder bei Wohnungswechsel ihre neue Anschrift unserem Sekretariat mitzuteilen, damit die puenktliche Zustellung des Gemeindeblattes gewaehrleistet ist. In unserem Altersheim wird ein Erweiterungsbau vorgenommen. Es werden 32 neue Betten, mehrere Krankenzimmer sowie neue Aufenthalts - und Kuechenraeume geschaffen. Dieser Erweiterungsbau wird mit allen modernen hygienischen und , praktischen Einrichtungen ausgestattet, sodass die Insassen dort jede Bequemlichkeit finden werden. Der Rohbau ist bereits fertiggestellt und finanziert, da wir die Mittel hierfuer zum Teil von einer hierfuer zustaendigen Stelle aus New York erhalten und zum Teil unter unseren Freunden aufgebracht haben. Zur vollkommenen Fertigstellung des Baues brauchen wir aber noch ca. 20 Millionen. Wir hoffen auch hiervon wieder einen Teil aus Amerika zu bekommen, jedoch erhalten wir den Betrag nur unter der ausdruecklichen Bedingung, dass die gleiche Summe von uns selber aufgebracht wird. Wir brauchen nicht besonders zu betonen, wie notwendig die Veigroesserung unseres Heimes ist. Schon jetzt liegen zahlreiche und dringende Anmeldungen vor. Es muss deshalb unter allen Umstaenden verhindert werden, dass der Bau mangels Mittel unterbrochen wird. Wir sind vielmehr bestrebt, den Bau so schnell wie moeglich zu vollenden. Deshalb haben wir uns schriftlich an unsere Gemeindemitglieder gewandt, uns auch dieses Mal in weitgehendstem Masse bei der Vollendung unseres Werkes zu unterstuetzen. Leider haben nur Wenige unseren Brief beantwortet und wir bitten deshalb auf diesem Wege nochmals uns eine entsprechende grosszuegige Zeichnung baldmoeglichst zu uebersenden oder uns unter der Nummer 33095 anzurufen, damit wir diese Spende abholen lassen koennen. Das Comité des Altersheims Adressen - TaSel Dr. Siegfried Landau Diagonal Sur 486, 3.er piso, Dep. E. Tel.: Of. 53785, part. 493377 Rabbiner Egon Loewenstein Alarife Gamboa 040, Dep. C. Tel.: 39116 Rabbiner Manfred Lubliner De las Claras 0181, Dep. 22 Tel.: 44624 Kantor Oscar Ruschin Constitución 248 Tel.: 398415 Namen, der des grossen juedischen Rebellen und Heerfuehrers dieses juedischen Kriegs, Schimon Bar Giora. Wir steigen noch eine Treppe hinunter und befinden uns in einem typisch roemischen Verlies, dem Gefaengnis, in dem Schimon Bar Giora nach verlorenem Kampf in Ketten gelegt wurde und sein Todesurteil erwartete. Und wir erinnern uns all der Schmach und all des Leids, das damals und in den darauf folgenden Jahrhunderten ueber uns gekommen ist. Aber die Wehmut erfuellt uns nicht fuer lange Zeit. Wir gehen wieder hinauf in die Helle des Tages und lenken unseren Blick hinueber in das Land, das wir gerade vor wenigen Tagen verlassen haben, Israel. Aufs neue erfuellt uns der Stolz und das Glueck, das wir die ganzen 2 Monate hindurch empfunden haben, in denen wir einen Traum verwirklichen durften und im Land unserer Vaeter, Soehne und Kinder zu Hause waren. Es gab in den 2 Monaten wohl kaum einen Menschen mit dem wir sprachen, der uns nicht fragte: "Wie gefaellt es Ihnen hier?”. In dieser Frage liegt mehr als der Ausdruck des persoenlichen Interesses, eine Antwort zu erhalten. Sie drueckt den ganzen Stolz des in Israel lebenden juedischen Menschen aus, ueber das was m muehsehlicher, aufopferungsvoller Arbeit in wenigen Jahrzehnten geschaffen worden ist. Es ist die Befriedigung, die aus ihr spricht, aber das doch einen Lebenssinn hat. Ja, dort hat sogar der rein materialistische Trieb, Geld verdienen wollen, seine Bedeutung fuer Volk und Land ueber das persoenliche Interesse hinaus. Vom ersten Augenblick an fuehlte ich mich in Israel zu Haus und fuehlte, dass alles (Fortsetzung von Seite 3) Haus bauen”. Mit welchem Recht sind wir es gerade, die den Weg in die Zukunft bahnen, waehrend Ihr da draussen ein relativ leichteres Leben fuehrt. Das ist eine schwere Frage mit der ein jeder von uns, der nicht nur als Turist hinueberkommt, auf seine Weise fertig werden muss. Welche Antwort wir auch immer finden moegen, es kann doch nicht anders sein, als dass derjenige, der sich einmal - wenn auch nur fuer kurze Zeit - mit dem Leben der Medinat persoenlich verknuepft hat, aufgewuehlt und aufgeruettelt zurueckkommt. Er muss die Ueberzeugung haben, dass alles was wir tun, zu wenig ist. Wir bringen Gruesse von vielen Menschen, vor allem von dem Praesidenten unseres Staates Jizchak Ben Zwi, der sich lebhaft fuer die juedische Gemeinde in Chile interessierte, ebenso von den beiden Oberrabbinern des Askenasisehen und sefardischen Judentums Raw Dr. Herzog und Raw Nissim, wie auch von vielen Schelichim, die uns besucht haben und sich gern unserer erinnern. Ueberaus herzlich wurden wir von allen unseren Ex- Chilenen begruesst - vor allem in Ramot Menasche und Maabaroth, - die sich sehr lebhaft fuer das Wohlergehen und die Fortentwicklung unserer Gemeinde interessieren. In jenen Tagen erschuetterte uns alle die Nachricht von dem tragischen Hinscheiden unseres teueren Werni Hirschberg durch einen Verkehrsunfall im Militaerdienst und es ist uns eine Befriedigung, der von uns so sehr geschaetzten Familie - vor allem unserer teuren Frau Lotte Hirschberg vielleicht in jenen Tagen ein wenig zur Seite gewesen zu sein. Das Leben geht weiter und es ist ein stolzes heroi- Beieilige mich bis zu $ 10.000.000 und leitender Mitarbeit an solidem Unternehmen. Verlange und gebe erstklassige Referenzen. Zuschriften an G. 89 Clasificador 567 M O E B L I E EJ VERMIETE ab 15 September ’iving, comedor, 3 Schlafzimmer, t 1|2 Baeder, pieza empl., Terrasse, Balkon, Aussicht auf Parque Bustamante Rechner, Tel. 82662 (Gondrand) was dort gebaut, gesaet und ■ sches und glueckliches Leben, geschaffen wird, auch mir Gluecklich im Sinne des Legehoert. Niemals vorher war | bensinhalts. So kreisen unich mit einem Land und seinen Menschen so eins, wie in diesen Wochen mit Israel. Es ist schon so, wie man mir sagte: “Hier in diesem Land ist alles meins, das Gute, das ich erlebe, aber auch die Fehler”. Darin liegt das Grosse, das nur der nachempfinden kann, der einmal dort gewesen ist, dass die uebersere Gedanken um Israel und um herrliche 2 Monate in" diesem neuen Land. In diesem Rom werden wir uns dessen voll bewusst. Als Rom Judaea besiegt hatte, gab Rom Muenzen heraus. Auf ihnen war eine in Trauer gehuellte Frau mit gefesselten Haenden gepraegt: Sie trugen die Anwiegende Mehrheit der Menschrift in lateinischer Spraschen das Gefuehl hat, nicht che: Das besiegte Judea oder nur fuer sich zu bauen, sondern fuer alle Juden in der Welt. Darum empfanden wir die Frage, die so oft an uns gerichtet worden ist: “Wann kommst Du?” als absolut berechtigt. Aus ihr spricht nur der Wunsch mehr Juden im Lande zu sehen, die den auf allen Gebieten merklichen Mangel an Haenden beheben helfen. Aus ihr spricht die Frage: “Mit welchem Recht erwartest Du - Du, juedisches Volk, in der Welt, dass wir die 15% des juedischen Volkes fuer Euch alle allein das das gefangene Judaea. Israel ist nicht mehr gefangen. Es hat sich selbst von seinen Fesseln befreit. Trotz aller Trauer die uns um Vergangenes erfuellt, blicken wir aufrecht und stolz in die Zukunft, Wir erhoffen nach den Jahren des Kampfes von ihr, dass sie Israel und allen Juden in der Welt, Jahrhunderte des Friedens und des friedlichen Wiederaufbaus bringen moegen. Rabbiner E. Loewenstein.