Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XVIII (1956)
- Issue
- 7 (Julio, 1956)
- Date
- 1956-07-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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9 Julio, 193B BOLETIN INFORMATIVO ELEKTROCHEMISCHE WERKE REI AKKO FERTIGGESTELLT Nach zweijaehriger Bauzeit ist ein neues Grossunternehmen, die neue Anlage von “Electrochemical Indus- - tries (Frutarom) Ltd. Haifa” für die Erzeugung von Chlor, Natronlauge und verwandten Produkten bei Akko fertiggestellt worden. E.I.F. wurde von “Frutarom” gegruendet, die seit 23 Jahren bestehen und zu den Pionieren in der Erzeugung von Essenzen und aromätischen Chemikalien gehoeren. Dr. Chaim Weizmann und Jacobus Kann aus dem Haag gehoerten zu den Gruender - Aktionaeren. Die Leitung liegt in Haenden von J. Araten und M. J. Gerzon. Advokat J. Salomón ist. Aufsichtsratsvorsitzender . Die bisherige Gesamtinvestition belaeuft sich auf ca 3 Mili. Dollar, fast die Haelfte davon kam von amerika nischen Aktienkaeufern. Auph franzcesische, hollaendische und, Schweizer Aktionaere sind beteilligt. Die Regierung gewaehrte langfristige Anleihen von ca 1,5 Mil. Dollar im Rahmen der Reparationen aus Deutschland und der amerikanischen Zuweisung. Das Unternehmen ist der erste “bestaetigte Investitionsbetrieb” auf diesem Gebiete. Chlor und Natronlauge wird durch Elektrolyse aus gewoehnlichem Kochsalz her- ' gestellt werden. Weiter sollen Chemikalien fuer die Landwirtschaft hergeiiellt werden, u. zw. Benzene-Hexachlorid, ejn 'sehr wirksames Insekten - Vertilgungsmittel. Nach Israel wurde es bisher importiert und hauptsaechlich zum Pflanzenschutz für veterinaere Zwecke und zur Desinfektion von Lagerhaeusern verwendet. Ein anderes geplantes Insektenmittel ist Lindane, gegen Heuschrecken und haeusliches Ungeziefer. Kupfer-Oxydchlorid scll als Fungus - Bekaempfungsmittel fuer Wein, Zitrusbaeume. Olivenbaeume, etc., erzeugt werden. Das Unternehmen traf Abkommen mit Pechiney-Progil Paris, einer fuehrenden franzoesischen Firma, und mit Dr. R.'Maag AG. Dielsdorf—Zürich, bezueglich technischer Fragen. Auch mit Potasse et Produits Chimiques S. A. Thann, Frankreich besteht Kontakt. Hiesige Chemiker und andere Spezialisten wurden von diesen Firmen für E. I. F. ausgebildet; ihe Experten wurden zur Hilfe beim Produktionsbeginn nach Israel entsandt. (“Canfit”) TECHNION WIRD OEL - INGENIEURE AUSBILDEN Ausbildung in Oel-Technologie, die wegen der Oelfunde in Israel besonders notwendig wurde, wird in Kuerze am Techniou geboten werden, wie der Praesident des Instituts Rav Aluf J. Dori bekanntgab. Zunaechst ist die Eroeffnung einer Oel-Abteilung fuer zweijaehrige Ausbildung von Studenten vorgesehen, die den vollen 4-jaehrigen Kurs fuer chemische Technologie oder Maschineningenieurwesen absolviert haben. Die Abteilung soll eventuell in eine volle Fakultaet verwandelt werden. Vorlaeufig ist aber der Bedarf an Oel-I êenieuren so dringend, dass keine Zeit vorhanden ist, um Hcerer vom 1. Semester beginnend auszubilden. Bisher wurde Oel-Technologie nur in begrenzten Ausma'ssen im Rahmen der Fakultaet fuer chemische Technologie gelehrt, als Wahl-Gege stand im 4. Studienjahr. Die neuen Kurse stellen Sonderprobleme auf, fuer die eine sofortige Loesung gefunden werden muss, betonte der Technionpraesident. Vor allem mues,een Lehrkraefte und Laboratorien mit Ausrüstung beschafft werden. Das Technicn muesste auch Stipendien und andere Unterstuetzung fuer Absolventen zur Verfuegung stellen, die sich auf dem Gebiet weiter ausbilden wollen. Sprecher der Oelgesellschaften begruessten die Bemuehungen des Technions und waehlten ein Komitee zwecks fina"zieller und be-r ratender Unterstuetzung der neuen Taetigkeit. EXPORT STARK GESTIEGEN Der Export Israels stieg in den ersten drei Monaten des Jahres 195S auf 43 Millionen Dollar gegenueber 34 Millionen Dollar in der selben Periode im Vorjahr. Im Maerz allein stieg der Export von 13,8 auf 15,1 Millionen Dollar. Die Steigerung ist besonders auf ein Ansteigen des Zitrus-Exports um 50% zurueckzufuehren. Auch der Export von Diamanten stieg wesentlich. Kleinere Steigungen waren bei Industrie- Produkten, Baumaterialien, und Zitrus- Beiprodukten zu verzeichnen. Zurueckgegangen ist d. Export von Autoreifen, Ersatzteilen und Metallwaren. Auch der Export von Textilien ist weiter gefallen. ("Canfit”) GESTEIGERTE OELCIfANCEN Durch die zusaetzlichen Oelfunde in Chelez haben sich die Chancen fuer eine w i r k 1 i che gewerbsmaessige Ausnutzung des Oels wesentlich. gebessert. Beim ersten Fund wurden nur geringe Mengen gefunden, und wenn aus der ersten Quelle taeglich 40 Tonnen gefoerdert werden koennen, so muessen wir nur den taeglichen Gesamtverbrauch von 3000 Tonnen entgegen halten, um uns zu ueberzeugen, eine wie geringe Rolle dieser Fund spielt. Inzwischen zeigte sich aber dass die Quelle von Chelez 2 erheblich reicher ist als die von 1 und 3, und zusammen koennen die drei Quellen vielleicht 300 Tonnen am Tage ergeben, was 10% des Verbrauchs ausmächt. Dieses Quantum ist schon ernster zu nehmen, denn mittels dieser Foerderung koennen von den 25 Millionen Dollars Oelausgaben im Jahre immerhin etwa drei Millionen eingespart werden. Aber darueber hinaus muessen wir diesem grossen Ausgabenposten in unserer Zahlungsbilanz unsere besondere Aufmerksamkeit zuwenden. Der Jischuw hat leider ein kurzes Gedaechtnis und will sich an wichtige Vorgaenge nicht erinnern, wenn sie nicht angenehm sind. Wenn wir heute Strom haben, wenn wir Lampen brennen und wenn unsere Autos ohne Bezinbeschraenkungen fahren, so ist dies auf die Reparationsleistungen zurueckzufuehren. Alljaehrlich werden 75 Millionen DM, also etwa 19 Millionen Dollars an England auf Rechnung unseres Oelkonsums ueber- ' wiesen. Damit wird ein wesentlicher Teil unseres Brennstoffverbrauchs gedeckt. Aber hur noch fuer einige Jahre steht uns diese deutsche Finanzierungsquelle zur Verfuegung, und wir muessen uns schon jetzt Gedanken machen, wie wir spaeter den immer mehr steigenden Brennstoffverbrauch decken koennen. Werden wir fast 20 Millionen Dollars jaehrlich aus unseren Devisen Einnahmen nur fuer Brennstoff ausgeben muesen, so ist dies eine unertraegliche Belastung. wir muessen deswegen alle Moeglichkeiten suchen, um diese mildern zu koennen. Hier wird klar, warum Israel so sehr an der Verwirklichung seines Jordan- Planes interessiert war. Mittels des Jordan-Kanals sollte ein Kraftwerk ' gebaut werden, und durch dieses h a e 11 e n wir elektrischer, Strom zum Teil im Lande erzeugen koennen, statt nur das teuere Verfahren mittels importierten Brennstoffs und Turbinen zu benutzen. Die Welt weiss dies nicht, denn dann wuerde sie verstehen, warum wir so auf diesen Plan draengen. Darueber hinaus muessen wir die Oelsuche weiter mit Eifer betreiben, denn von weiteren Oelfunden haengt Minderung unserer Abhaengigket auf diesem Gebiet ab. Auch die Versuche zur Ausnutzung der Sonnenenergie muessen intensiviert werden. Vor allem muessen wir aber die Oelbohrungen betreiben, und noatigenfalls sollte der Staat sich ueberlegen, ob ei die Konzessionsbedingungen nicht guenstiger gestalten kann, um noch mehr Interessenten zu gewinnen und das Tempo der Bohrungen voranzutreiben. Uebsr eines muessen wir uns klar sein: Wir duerfen den Tag, an dem die Oelzahlungen aus Reparationen zuende gehen, nicht ungeruestet gegenuebertreten, wir muessen vielmehr alles nur Moegliche unternehmen, damit wir eigene” Oel und eigene Energiequellen oder ausreichen Mittel zur Verfuegung haben, damit wir nicht in solche katastrophale Schwierigkeiten wie vor einigen Jahren geraten. (“Canfit”). EIN NEUES ERZEUGNIS DER PETROCHEMISCHEN INDUSTRIE Die petrochemische Fabrik, “Kadima”, Haifa, ein Pionerunternehmer auf diesem Gebiet der Industrie brachte jetzt ein neues Waschpulver fuer Hausgebrauch mit dem Namen “Zabra” heraus. Die Fabrik rahm vor einem halben Jahre die erste PLANETARIUM EINGEWEIHT In Gelaende der Jerusalemer Universitaetsstadt wurde das von S. Williams gestiftete Planetarium eingeweiht. Der Einweihung wohnte auch Staatspraesident Ben Zwi und zahlreiche, Gaeste bei. Der Bau hat 150.000 II gekostet und ist mit den modernsten amerikanischen Instrumenten ausgeruestet. I industrielle. petrochemische, Anlage in Betrieb, bei der sie vor . allem Solar, eine Schwer-Oelsorte als Grundlage neben Schwefelsaeure, kaustischem Soda und anderen .Rohstoffen verwendet. Das Waschpulver „Zabra” 'st das erste in ei.'.er Reihe /on Materialien, die die Fabrik im petrochemischen Verfahren herstelten will. Sie hofft ¡bei Durchführung h r e s Produktionsprogramms dem Staate eine Million Dollars an Devisen einsparen;u koennen. Bei einer Pressekonferenz viesen die Vertreter der Fabrik darauf hin, dass sie das Vaschpulve'r als ersten Arikel gewaehlt haetten, weil m Lande Waschpulver in rrossen Mengen verbraucht .vird. Die Haushalte verwenden heute 60 bis 80.000 Kilo Waschpulver im Monat, die gleiche Me.ge wird von den Wacschereien verwendet, sodass sich der Gesamtkonsum auf 120.C00 bis 150.000 kg. belaeuft. Angesichts dieses- Verbrauchs ist fuer das Waschpulver ein grosser Markt gesichert. Die Fabrik hofft in naechster Zeit, Waschpulver auch fuer industrielle Waeschereien herstellen und liefern zu koennen. Das Waschpulver wird zu einem volkstümlichen Preis verkauft. In den Plaenen der Fabrik iegt der Uebergang zum Ex Port, ferner soll durch staeniige Forschung die Qualitaet der Produkte verbessert und der Preis der Materialien gesenkt werden. (“Canfit”) NESCAFE WIRD IN ISRAEL PRODUZIERT Jerusalem, im Mai 1956,— Spezialbericht. — Wie das Entwicklungsministerium der Presse mitgeteilt hat, ist dem weltbekannten Nestlé - Konzern die Erlaubnis erteilt worden, eine Fabrik im Lande zu errichten, die sich mit der Herstellung von “Nescafé” befassen wird. Die Produktion soll den Bedarf der Bevoelkerung voll decken und einen Ueberschuss. zu Export-Zwecken ergeben. ÍÉéíÍ*^ JuA. V-i, KFAR GILADI und die Huegel von Naftali. (Foto: "Israel, Life and Letters”)