Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XVIII (1956)
- Issue
- 7 (Julio, 1956)
- Date
- 1956-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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RC. I. B’NE JfSROEI» AV. PORTUGAL ®10. TEL. MOM CASILLA S4S7. SANTIAGO «CHILI BOLETIN INFORMATIVO MITTEILUNGSBLATT SOCIEDAD CULTURAL ISRAELITA B ‘ N E JISROEL Año XVII — N.o 7 SANTIAGO DE CHILE Julio, 1956 FUENFZIG JAHRE DANACH (Zum 12. Juli 1906) von Curt With (Buenos Aires) Am. 12. Juli sind fuenfzig Jahre vergangen, seit der einstige juedische Hauptmann der Franzoesischen Armee, Alfred Dreyfus, der Held der bsruehmten “Affaire”, restlos rehabilitiert und, unter Ernennung zum Major und Eskadronchef, feierlich wieder in das Heer eingereiht wurde. Damit wär der Vorhang endgueltig ueber ein tragisches Schauspiel gefallen, das sich durch insgesamt zwoelf Jahre abgespielt hatte von jenem Augenblicke an, da der juedische Generalstabsoffizier unter falschem Verdacht des Landesverrats verhaftet worden war. Hier soll nicht der Verlauf der Ereignisse dargestellt werden, welche die Weltoeffentlichkeit in Atem gehalten und zu heftigen antisemitischen Angriffen in Frankreich und anderen Laendern gefuehrt hatten. Eine umfangreiche Literatur ueber die einzelnen Prozesstadien, die merkwuerdigen Zwischenfaelle, die Mobilisierung der oeffentlichen Meinung durch Persoenlichkeiten wie Zola, Clemenceau, Anatole France, etc. ist vorhanden; Buehnenwerke und Filme haben waehrend der letzten zwei Jahrzehnte eine neue Generation veranlasst, sich mit der “Affaire Dreyfus” zu beschaeftigen, und doch vermittelt uns Heutigen dies alles nur einen schwachen Eindruck von den aufwühlenden Geschehnissen jener Epoche, in der fast taeglich die auf den Strassen der Weltstaedte verteilten Extrablaetter der Tageszeitungen neue sensationelle Nachrichten veroeffentlichten: von der Erklaerung der “Sachverstaendigen” angefangen, welche die Handschrift des “Bordereau” als diejenige dea Hauptmann’s Dreyfus bezeichneten, ueber die “Verurteilung” durch das Kriegsgericht am 22. Dezember 1894 zu lebenslaenglicher Deportation, die Degradierung am 5. Januar 1895, dem Abtrans-. port zur Teüfelsinsel u.s.w. bis zu den ersten Augenblikken, da die Zweifel auftauchten und nach und nach neues Licht in das Dunkel der verbrecherischen Machenschaften der wahrhaft Schuldigen brachten. In jenem Auf und Ab der Ereignisse gab es nach dem Freispruche des schwerbelasteten Majors Esterhazy dass einer der Groessten des geistigen Frankreich, Emile Zola sein beruehmtes “ J’accuse” (13. Januar 1898) ln die Welt hinausschleudert und damit die Unschuld des Verurteilten proklamierte, Kriegsml- ÛMm: Éâ§! ZOLA Er klagte an... (Foto: “Buechergilde”) nisterium sowie Generalstab beschuldigte, die Wahrheit systematisch zu unterdruekken. Bald darauf begann sich das Blatt zu wenden; doch sollte noch viel Zeit vergehen, ehe alle Faelschungen aufgedeckt waren und sich die Wahrhaft - Schuldigen dem Richterspruche durch Selbstmord entzogen hatten. Fuer uns Juden sollte aber die “Affaire” noch eine andere von niemandem in ihrer Tragweite vorausgeahnte, Bedeutung dadurch haben, dass Theodor Herzl, Pariser Korrespondent der Wiener ‘Neuen Freien Presse”, damals Judenschicksal aus illernaechster Naehe miterlebte. Aufs Tiefste erchuettert begann, er, das Wesen des Antisemitismus zu begreifen und seine eigene kuenftige Aufgabe, noch unbewusst, zu empfinden. In seinen Aufseichnungen vermerkte er am 5. Januar 1895, am Tage der Degradierung: “Ein Jude, der als Generalstabsoffizier eine Laufbahn der Ehre vor sich geebnet hat, kann ein solches Verbrechen nicht begehen... Die Juden haben infolge der langen buergerlichen Ehrlosigkeit eine oft krankhafte Sucht nach Ehre, und ein juedischer Offizier ist dieser Beziehung ein potenzierter Jude”. Das Frankreich von 1894, dreiundzwanzig Jahre nach dem gegen Preussen- Deutschland verlorenen Kriege, wurde weitgehend von militaristischen, antirepublikanischen, monarchistischen I Kreisen beherrscht, die sich in die Kabinette, die Armee I und die Presse eingeschlichen hatten. Noch immer suchte man nach '“Schuldigen” fuer die Niederlage von 1870/71. Schon damals kannte man den “Dolchstoss von hinten”, und in den Juden glaubte man, die geeigneten “Suendenboecke” gefunden zu haben. Bruno Weil, einer der; allerbesten Kenner des gesamten Materials der Dreyfusaffaire, sagte einmal, dass die Beschaeftigung mit diesen schrecklichen Geschehnissen nicht nur eine Sache sein duerfe, die den Historiker angehe, sondern noch fuer sehr lange Zeit von groesster Wichtigkeit sei, weil sie mit grausamer Deutlichkeit gezeigt habe, dass die Welt nicht vorwaerts, sondern zurueckgeschritten ist. Damals, in den Neunziger Jahren, hat sich ein ganzes Volk an der Schuld oder Unschuld eines einzigen Menschen leidenschaftlich entzuenden koennen; in den letzten zwanzig Jahren sind Millionen von Menschen umgekommen, fuer die sich kaum ANTE Con sorpresa nos hemos impuesto de un ataque del que el editorialista de “Nuestro Movimiento”, órgano del Partido Poale-Sión en Chile, ha hecho objeto a nuestra colectividad. En efecto, ese correligionario formula una serie de reflexiones acerca de “Causas de la Apatía”, apatía que se ha venido observando, a través de una asistencia poco numerosa o entusiasta a diversos actos societarios, en el seno de la colectividad. Luego de precisar algrqias consideraciones de orden general, arriba la conclusión, muy discutible por cierto, que “la formación de comunidades de los sefaradim, de los judíos de habla alemana y de habla húngara, puede haber producido, quizás, algunos beneficios en el orden societario, pero ha sido perniciosa para la centralización y homogeneidad del movimiento sionista”. En seguida, y luego de explicar la ausencia del sector sefaradí de los actos y concentraciones, por el uso que ciertos oradores hacen eine oder nur sehr wenige Stimmen erhoben haben. Schon vor dem erWaehnten. beruehmten, Briefe hatte Zola einmal erklaert: “Ein Jude als Verraeter, der sein Vaterland verkauft, das versteht sich von selbst. Wenn man keinen menschlichen Grund findet, der das Verbrechen erklaert, wenn jr wohlhabend, ehrbar, arbeitsam, wenn seine Lebensfuehrung tadellos ist, genuegt es da nicht, dass er Jude ist?”. Theodor Herzl. aufgewuehlt durch die “Affaire” wurde zum modernen Seher, der ganz zu seinem juedischen Volke zurueckfand. Fuenf Jahre danach, 1899 — seit 2 Jahren gab es eine zionistische Bewegung — machte Herzl folgende Eintragung: Fall Dreyfus enthaelt mehr als einen Justizirrtum, er enthaelt den Wunsch einer ungeheuren Mehrheit, einen Juden und in diesem einen alle Juden zu verdammen. “Tod den Juden”, heulte die Menge, als man dem Hauptmann seine Tressen vom Waffenrock riss... Wo? In Frankreich. Im republikanischen, modernen, zivilisierten Frankreich der Mendel idioma idisch, pasa a re-1 ferirse a nuestra colectividad en los siguientes términos: “En~ el caso de los correligionarios de habla alemana, cabe consignar que su aislamiento es fruto de la política caciquista de algunos de sus dirigentes, quienes se han negado, hasta ahora, a dar margen a un acercamiento de sus bases a la vida central de la colectividad, llegando, incluso, a dificultar la obtención de las direcciones de sus socios para el reparto de invitaciones o periódicos". Al respecto, nos vemos obligados a declarar lo siguiente: l.o) El pretendido aislamiento de nuestro sector, que tanto preocupa al editorialista de “Nuestro Movimiento”, lejos de ser fruto de los factores que un injustificado resentimiento le sugiere, lo es antes que nada, de su errada perspectiva de la vida societaria judía. 2.o) La vida propia de nuestra comunidad, que nuestro gratuito detractor tan ligeramente confunde con un tal “aislamiento”, está perschenrecht». Das Volk, wenigstens ein sehr grosser Teil davon, will nicht mehr die Menschenrechte fuer die Juden; das Edikt der grossen Revolution wird wiederrufen”. In -welchem Weitmasstabe diese Feststellung Wirklichkeit werden sollte, hat; unsere Generation mit Entsetzen wahrnehmen mucssen. Die Rechtsgarantieen fuer ganze Voelker sind verletzt, aufgehoben worden, und unter ihnen stehen wir Juden an erster Stelle. Es scheint, als ob noch ein langer Weg zurutckgelegt werden muss, um von Massenmorden, blutigem Totalitarismus und Unterdrückung eines normalen Rechtsempfindens zu einer Epocne zu gelangen, in welcher das einzelne Menschenleben voll gewertet, das Glueck des Individiums als der Gueter hoechstes gewuerdigt, und die Menschenrechte respektiert werden. Dreyfus inspirierte Herzl zum “Judenstaate”, ohne den es Medinath Jisroel heute nicht gaebe. Die Lehren aus der “Affaire” zu ziehen, ist auch fuer die Zukunft sowohl juedische Pflicht als auch die jenige aller Menschen, die guten Willens an den Neuaufbau der Welt schreiten. fectamente enlazada con las actividades de nuestras instancias máximas, el Comité Representativo y la Federación Sionista de Chile, y se desenvuelve dentro de un plano de absoluta armonía para con las demás instituciones afiliadas, y de acatamiento a sus iniciativas y directivas. 3.o) Nos resistimos a creer que, entre la multitud de instituciones afiliadas a los organismos mencionados, sea precisamente la nuestra la que merezca reproches respecto a una pretendida falta de cooperación, de parte de quienquiera que sea. Es demasiadobien conocido el hecho de que en toda labor colectiva realmente importante y fundamental, como ser Magbith, Vaad Hajinut, Keren Kayemeth, etc., compartimos los lugares de vanguardia en la lucha sionista. 4.o) De acuerdo con una tradición que nos honra, llenamos una indiscutible necesidad al celebrar las efemérides nacionales, los dias re- (Pasa a la Pág. 7) UNA TORPEZA