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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1956-05-01 · 5 (Mayo, 1956) · p. Seite 15

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XVIII (1956)
Issue
5 (Mayo, 1956)
Date
1956-05-01
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
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Mayo, 1956 B6LETIN INFORMATIVO 15 Rechenschaftsbericht des Praesidenten Dr. Landau aus unserem Etat unterstuetzen und der ebenso wie das Altersheim und das Kinderheim aus dem Ergebnis der Magbit nennenswerte Betraege erhaelt. Wir wissen, wie wichtig die Arbeit des Cisroco ist, wir wissen, wie sich ihre Leiter bemuehen, ihre so schwere Aufgabe zu erfuellen und wir wissen, wieviel Not sie lindern und danken ihnen fuer die segensreiche Taetigkeit, die sie entfalten. Auch im abgelaufenen Geschaeftsjahr hat der Fond fuer verschaemte Arme dazu gedient, in vielen Faellen dringendster Not Hilfe leisten zu koennen. Wie wichtig ist es doch, einen Fond zur Verfuegung zu haben, aus dem wir Menschen helfen koennen, die durch Krankheit oder sonstige schwierige Umstaende in eine besonders bedraengte Lage geraten sind. Was gibt es Juedischeres als Menschen zu helfen, die nicht erst um Hilfe bitten muessen, sondern denen man hilft, sobald man weiss, dass Hilfe geboten ist? Vergessen Sie diesen Fond nicht meine Damen und Herren. Die Sonn tags-Sammlung wird nach wie vor, einmal monatlich durchgeiuehrt. Auch in diesem Bericht kann ich nicht verschweigen, dass der Erfolg darunter leidet, dass nicht genug Jugendliche bereit sind, sich an einem einzigen Sonntag im Monat wenige Stunden fuer dieses Sammelwerk zur Verfuegung zu stellen und dass viele unserer Freunde vergessen, dass ein Mittagbrot heute mehr kostet als vor 5 Jahren. Helfen Sie diesem sozialen Werk unserer Gemeinde dadurch, dass Sie Ihre Spenden angemessen erhoehen und dass Sie Ihre Kinder veranlassen, uns beim Sammeln zu’heifen. Auch dies ist ein Teil juedischer Erziehung. MAGBIT 1955)56 Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich komme jetzt zu einem Bericht ueber das bisherige Ergebnis der Magbit. Der diesjaehrige Leiter dieser Campaña, Herr Alfred Feldmann, hat in den Rundschreiben vor Beginn und waehrend des Laufes der Magbit unseren Mitgliedern in eingehenden Worten dargelegt, welche wichtigen Aufgaben in diesem Jahre zu erfuellen sind. Ueber Hunderttausend unserer Schwestern und Brueder in den nordafrikanischen Laendern befinden sich in akuter Lebensgefahr, viele leider schon nicht mehr, denn sie sind Moerderhaenden zum Opfer gefallen. Aber die, die noch leben, richten ihre Augen auf alle Juden der Welt und bitten sie flehentlich um Hilfe. Nur von uns und den Juden in aller Welt haengt es ab, ob sie gerettet werden koennen. Die ernste bedrohliche Lage des Staates Israel ist Ihnen aus der juedischen und der Weltpresse bekannt. Es ist kein Geheimnis, dass der Staat Israel ein einziges Interesse hat: Frieden. Nur so ist er in der Lage, seine Aufb a u t aetigkeit fortzusetzen, das Land fruchtbar zu machen, Industrien auf - und auszubauen und dem Boden Mineralien und Petroleum abzugewinnen. Der Minister- Praesident Ben Gurion hat im Dezember 1955 dem aegyptischen Minister-Praesidenten angeboten, sich mit ihm ueber Friedens-Bedingungen zu unterhalten. Die Antwort hierauf war ein Telegramm, das der aegyptische Minister am 18. Dezember 1955 an den Praesidenten von Syrien gerichtet hat, in welchem er der Hoffnung Ausdruck gibt, dass sich die aegyptischen und syrischen Heere auf den Ruinen Israels die Haende reichen werden. Noch deutlicher kann die Einstellung unserer arabischen Feinde nicht ausgedrueckt werden. Bei aller Friedensliebe Israels ist es aber eine Selbstverstaendlichkeit, dass der Staat militaerisch so stark sein muss, dass den neidischen und angriffsgierigen Nachbarn die Lust zu einem kriegerischen Einfall vergeht. Nur wenn die Feinde wissen, dass Israel schwach ist und dass die Juden der Welt nicht geschtossen h i n ter diesem Staate stehen, werden sie ihre kriegerischen Plaene zu verwirklichen suchen. Das muss und das wird verhindert werden. So wie derjenige der bessere Arzt ist, der eine Krankheit zu v e r h i ndern weiss, als der sie heilt, so ist auch die Regierung weiser, die einen Krieg dadurch verhuetet, dass sie prophylaktisch diejenigen Massnahmen ergreift, die einen Frieden garantieren. Die Buerger Israels selbst sind auch in Friedenszeiten Helden. Sie bringen jedes von ihnen verlangte Opfer. Arbeiter und Angestellte stellen ein Monatsgehalt fuer Verteidigungszwecke zur Verfuegung. Alle Buerger nehmen die neuen Steuerlasten als etwas ganz Selbstverstaendliches auf sich. Und wir? Wir werden unseren Feinden beweisen, dass Israel “ein Volk, ein Volk” ist. Ich bitte Sie, meine lieben Freunde, es mir nicht zu veruebeln, wenn ich Ihnen zum Ausdruck bringe, dass der Stolz der frueheren Jahre unserer Gemeinde auf den Erfolg der Magbit in diesem Jahre nicht gerechtfertigt ist. Seit der Eroeffnung der Campana sind 5 Monate vergangen und es fehlen uns noch fast 400 unserer Mitglieder, die ihre Verpflichtung nicht erfuellt haben. Der Teil unserer Freunde, der seine Zeichnung bisher vollzogen hat, hat dies in vornehmer, opferbereiter Weise getan, hat seine vorjaehrigen Beitraege verdoppelt. Mitglieder in kleinen bescheidenen Verhaeltnissen haben dieses Opfer gebracht und zahlen puenktiich ihre Raten. Das ist . eine Solidaritaetserklaerung fuer Israel. Aber die anderen? Meine sehr verehrten Damen und Herren! Muesste es nicht gerade fuer diejenigen Kreise unserer Mitglieder, die vom Glueck beguenstigt sind, die sich in einer hervorragenden wirtschaftlichen Situationbefinden, die sich selbst alles goennen koennen, was das Leben an Schoenem bietet, eine Selbstverstaendlichkeit sein, mit gutem Beispiel voranzugehen? Aber ich kann und will es Ihnen nicht verschweigen, es ist nicht so. Und diese Tatsache schmaelert das Ergebnis der Magbit um viele, viele Millionen. Die anderen Kollektivitaeten Chiles haben die Sammlung bereits beendet. Erfolg: Verdoppelung, Verdreifachung. Und wir deutschen Juden, die wir am eigenen Leibe verspuert haben, was Verfolgung bedeutet und die wir das Glueck haben, hier im freien Lande unserem Berufe nachgehen zu koennen, wir sollen zurueckstehen? Nein! Wir werden und duerfen keine Zeichnung annehmen, die der wirtschaftlichen Lage unserer Mitglieder nicht entspricht. Es waere eine soziale Ungerechtigkeit gegenueber allen denen, die ihre Pflicht erfuellt naben. Wir werden und duerfen die Begruendung nicht anerkennen, dass man gerade fuer diese Sammlung nicht geben wolle, dass man sich keine Vorschriften machen lasse, dass es sich um freiwillige Spenden handle. Nicht mit Worten, nicht mit theoretisch e n Sympathieerklaerungen ist der Sache gedient, sondern im gegebenen Moment ausschliesslich durch materielle Hilfe. Wir werden uns in die uns gewiss nicht angenehme Lage versetzt sehen, ohne Ansehen der Person Betraege zurueckzuweisen, die zu der Wirtschaftslage der Zeichner in krassestem Missverhaeltnis stehen und bei den gestiegenen Lebenshaltungskosten des letzten Jahres nur noch den halben Wert darstellen, den sie im vorigen Jahre gehabt haben. Wir werden keine Almosen annehmen, das verbietet uns unser juedischer Stolz. Moege dieser Appell, fneine lieben Freunde, den Erfolg haben, den wir als Treuhaender dieser Campaña unseren notleidenden Bruedern und Schwestern und dem Staate Israel von Herzen wuenschen, moege er aber auch den Erfolg haben, dass wir wieder stolz auf alle unsere Mitglieder sein koennen, und dass unsere S. C. I. auch in der Magbit den Platz einnimmt, der ihr zukommt. die frueher Familien-Mitglieder waren und jetzt zufolge Verheiratung ein eigenes Haus fuehren, selbstaendige Familien-Mitgiieder werden. Die Arbeit dieser Kommission war sehr erfolgreich. DANK UND AUSBLICK Beim Schluss meines Berichtes moechte ich unseren Herren Rabbinern, und allen unseren ehrenamtlichen Mitarbeitern, besonders meinen Kollegen im Direktorium und der Repraesentanz meinen herzlichsten Dank fuer ihre tatkraeftige Unterstuetzung bei der Fuehrung der Gemeindegeschaefte und fuer meine Vertretung waehrend meines Urlaubs aussprechen. Wir haben gemeinsam als echte Chawerim gearbeitet und dieser Harmonie ist der Erfolg zu verdanken, den wir glauben, auf den meisten Gebieten unserer Gemeindetaetigkeit erreicht zu haben. Meinen Dank erstrecke ich in gleicher Weise auf alle Beamte der Gemeinde, die stets ihr Bestes getan haben und die fuer eine reibungslose Abwicklung der gewiss nicht ge- STATISTISCHES Der efektive Mitgliederbestand war am 1. April ds. Js. 1572 Mitglieder-Familien, also 19 mehr als im Vorjahre. 4ö Mitglieder sind im Laufe des Jahres neu aufgenommen worden, 27 Mitglieder schieden aus unserer Gemeinde aus. _ Die Zahl der Geburten betrug 29, also leider 23 weniger als im Vorjahre. Die Zahl der Sterbefaelle belief sich auf 42. Es fanden 21 Trauungen und 25 Barmizwah-Feiern in unserem Mitgliederkreise statt. Das Direktorium hielt 49 Sitzungen ab, die Repraesentanz kam neun mal zu Beratungen zusammen, abgesehen von zahlreichen Sitzungen der einzelnen Kommissionen. Da wir wissen, dass es immer noch Menschen unseres Sprachkreises gibt, die der Gemeinde nicht angeschlossen sind, hat sich unsere Propaganda-Kommission, in der auch drei Jugendliche mitwirken, zur Aufgabe gemacht, diese als Mitglieder zu gewinnen. Besonderes Augenmerk wurde auch darauf gerichtet, dass die Jugendlichen, (Fortsetzung von Seite 7) ringen Verwaltungs - und Kultusarbeit gesorgt haben. Meine Damen und Herren! Wenn wir in das neue Geschaeftsjahr unserer Gemeinde eintreten, so beseelt uns ein Wunsch, ein grosser Wunsch: Moege-der Welt und insbesondere dem Staate Israel der Frieden erhalten bleiben. Wir unsererseits, wir Juden in der Golah versprechen feierlichst alles zu tun, um die Solidaritaet der Gemeinden der Diaspora mit dem Staat Israel zu etwas ganz Selbstverstaendlichem werden zu lassen. Wir wollen fuer die Einheit des gesamten juedischen Volkes arbeiten, fuer eine geistige, kulturelle Bindung mit unseren Bruedern in Israel, fuer ein glueckliches Weiterbestehen, fuer die Aufrechterhaltung und Staerkung unserer Gemeinden auf religioesem, kulturellem und nationalem Gebiete und wir wollen vor allen Dingen uns weiter bemuehen, dafuer zu sorgen, dass auch die kuenftige Generation in der gleichen positiven Weise juedisch eingestellt bleibt wie es jetzt die Mitglieder unserer Gemeinde sind. ZEUGEN GESUCHT Der juedische Weltkongress sucht Zeugen gegen die nachstehenden Kriegsverbrecher, die im Konzentrationslager Sachsenhausen taetig waren: 5) Dr. Hans Baumkoetter (Chefarzt). 6) August Hoehn 7) Ludwig Rehn 8) Kurt Eccarius 1) Gustav Sorge 2) Wilhelm Schubert 3) Karl Knilller 4) Horst Hempel Wir bitten Mitglieder, die zweckdienliche Angaben ueber von den angefuehrten Personen begangene Verbrechen machen koennen, sich umgehend mit unserem Gemeindebuero in Verbindung zu setzen, damit wir ihre Angaben weiterleiten koennen. VERKAUFE WERTVOLLE WEISSE Damasttischdecken verschiedene Groessen, fuer taeglichen Gebrauch und fuer Festlichkeiten, FONO 43619 ARQUITECTURA INTERIOR prorectos, muebles modernos, tapicería Fábrica: Girardi 1447 por Santa Isabel FONO 4S4396 BODENHOFER Y VILLALON LTDA. 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