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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1956-05-01 · 5 (Mayo, 1956) · p. Seite 3

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XVIII (1956)
Issue
5 (Mayo, 1956)
Date
1956-05-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Mayo, 1956 BOLETI» INFORMATIVO 3 i /4t*t Uens ff e*0€eSn*ée¿e6eH>! DR. MAX GRUENBAUM Am 11. April ds. Js. hat unsere Gemeinde unter grosser Teilnahme ihrer Mitglieder ihren frueheren Syndikus Dr. Max Grünbaum zur ewigen Ruhe gebettet. Sein geschwaechtes Herz, welches ihn in den. letzten Jahren oft ans Krankenlager gefesselt, hat nach erneuter kurzer Krankheit ploetzlich und unerwartet fuer immer zu schlagen aufgehoert. Dr. Max Grünbaum wurde am 19.12.1888 in Kassel geboren. Er besuchte in seiner Vaterstadt das Gymnasium, studierte jura und schlug nach bestandenem Assessor- Examen die Verwaltungskarriere ein. Bei Beginn des ersten Weltkrieges ging er als Krieg sfreiwilliger an die Front, wuerde zum Offizier befoerdert und im Jahre 1918 aus dem Felde zurueckgekehrt, war er zunaechst als Regierur,gsassessor beim Finanzamt in FrankfurtjMain, und snae^er als Regierungsrat in Kassel taetig. Dr. Grünbaum gehoerte zu den hochqualifizierten Beamten, welche seine Behoerde mit den verantwortungsvollsten Aufgaben betraute. Seine Beitraege in den fachwissenschaftlichen Zeitschriften ha ben bei den zustaendigen Stellen groesste Beachtung gefunden und bildeten oft die Grundlage fuer neue gesetzliche Bestimmungen. Max Grünbaum hing mit allen Fasern seines Herzens an seinem Beruf und an seiner Heimat. Als ihm beides durch die Nazis genommen wurde, war er entwurzelt und gebrochen. Erst als er nach seiner Auswanderung hier in Chile einen neuen Wirkungskreis gefunden, hat er mit neuem Lebensmut und der ihm eigenen Arbeitsfreude wieder einen Halt fuer die Zukunft gefunden. Die Kultusgemeinschaft “B’ne Jisroel”, eine bis dahin v e r h a e ltnismaessig kleine Anzahl deutschsprachiger1 Juden, hatte es sich zur Aufgabe gemacht, alle aus Mitteleuropa kommen den Einwanderer zu einer Gemeinde zusammenzufassen, in welcher sie ihre ,religioesen nationalen ur.a sozialen juedischen Interessen, wie sie cs Fixer die vielen Beweise herzlicher Teilnahme anlaesslich des Hinscheidens meines geliebten Mannes, unseres guten Vaters, Schwiegervaters und Grossvaters HANS KOESTENBAUM N. danken wir aUen unseren Freunden und Bekannten herzUch. ILSE KOESTENBAUM RALPH KOESTENBAUM UND FAMILIE; WERNER LECHNER UND FAMILIE Fuer die vielen Beweise herzlicher Teilnahme anlaessUch des Hinscheidens meines geliebten Mannes, unseres guten Vaters, Schwiegervaters und Grossvaters JAMES LEWANDOWSKI danken wir allen unseren Freunden und Bekannten herzlich. JOHANNA LEWANDOWSKI MARGARETE CHERRY geh. LEWANDOWSKI MAX LEWANDOWSKI ALBERT W. CHERRY ALBERT W. CHERRY Jr. .Fuer die vielen Beweise herzUcher Anteilnahme anlaesslich dos TöäSS unserer lieben, guten Mutter, Grossmutter und Tante FRAU ERNESTINE ROSENBERG geb. HIRSCHFELD danken wir allen Freunden u. Bekannten herzlich. FAMILIE HUGO ROSENBERG Santiago Obispo Orrcgo 545 in ihren Heimatlaendern getan, weiter pflegen konnten. Da der damalige Praesident, Herr Sigmund Freudenthal, die administrativen Faehigkeiten Dr. Grünbaums kannte, wurde er als Syndikus fuer die im Aufbau befindliche Gemeinde gewonnen. Mit unermuedlicher Hi : gäbe ging Dr. Grünbaum an die sich vom damaligen Vorstand gesetzte Aufgabe. Zuerst galt es, die grosse Zahl.der Neueinwänderer in die Gemeinde einzureihen. Kein Weg war ihm zu weit und keine Stunde war ihm zu spaet, wenn er ein. neues Mitglied werben konnte. Trotz der in den ersten Jahren unguenstigen raeumlichen V e r h aeltnisse hatte die Gemeinde bald, dank seinem Organisationstalent, einen Verwaltungsapparat, welcher den Ausbau der Gemeinde unter seiner Mitarbeit zu einer der angesehensten Suedamerikas ermoeglichte. Pflichtbewusstsein und Idealismus waren die Triebfedern, welche ihm immer wieder fuer seine Arbeit neuen Ansporn gaben. Durch sein grosses Allgemeinwissen, seine persoenliche Liebenswuerdigkiet und seinen lauteren Charakter erfreute er sich bei all denen, welche in naeheren Kontakt mit ihm kamen, der groessten Achtung und Wertschaetzung. Seine musikalische Begabung, seine dichterische Faehigkeit und sein Humor machten ihn, solange die Krankheit ihm nicht ihren Stempel aufgedrueckt, in jedem Kreise zum beliebtesten Gesellschafter. Als sein Gesundheitszustand ihn im Jahre 1952, zwang, sein Amt als Syndikus der Gemeinde aufzugeben, wollte er angesichts der mannigfachen j u e d i sehen Aufgaben nicht untaetig bei Seite stehen. Er uebernahm deshalb die Leitung des seit Jahren von der Gemeinde gefuehrten Hilfswerk “Judennot in der Welt”. Mit besonderem Eifer verstand er es bei unserer Jugend, welche der Traeger dieses Sammelwerkes ist, durch sein freundliches Wesen Helfer und Freunde zu finden, um die Not seiner Mitmenschen lindern zu koennen. Seine besondere Liebe gehoerte jedoch den Aermsten der Armen, den Blinden des TOR- NEI OR. Mit unsagbarer Hingabe hat er sich der grossen Arbeit unterzogen, in unserer Kolektividad das Interesse fuer diese ungluecklichen Menschen wachzurufen. Der Eifer und die Liebe, mit welcher en diese hohe Aufgabe erfuellte, beweisen mehr, als es Worte tun koennen, welche Herzensguete und edle Gesinnung ihm zu eigen waren. Dr. Max Grünbaum war beisDielgebend als Beamter in der Arbeit fuer die Gemeinde un dder hilfsbereiteste Kollege. Sein Name ist mit der Geschichte der Sociedad Cultural Israelita B’ne Jisroel unlceslich verbunden, sodass er niemals vergessen Wird. Dr. L'. R. Aus der Generalpersammlung: Die ordentliche Generalversammlung von 15. Abril, hat folgende Beschluesse gefasst: I. a) Der Mitgliedsbeitrag wird ab 1. April 1956 auf $ 700 monatlich erhoeht. b) Um Zahlung der Erhoehung werden auch diejenigen Mitglieder gebeten, die bisher freiwillig einen hoeheren Beitrag als den jetzigen Mindestbeitrag bezahlt haben. c) Begruendete Antraege auf Ermaessigung oder Erlass der Beitragserhoehungen sollen wohlwollende Berücksichtigung finden. II Der Bau einer kleinen Synagoge verbunden mit einem Jugendheim auf dem eigenen Gelaende wird genehmigt. Der Vorstand wird ermaechtigt, die vorbereitenden Arbeiten zur Finanzierung dieses Baus einzuleiten. Der Vorstand hat hierzu die Erklaerung abgegeben, das fuer die Finanzierung dieses Baues selbstverstaendlich keinerlei Mittel Verwendung finden, die aus der Magbit oder anderen gleichen Zwecken dienenden Sammlungen stammen. III. Dem Vorstand, dem Repraesentanten-Kollegium oder einer Kommission der Gemeinde darf nur dasjenige Mitglied angehoeren, das seine Pflicht gegenueber der Magbit seinen wirtschaftlichen Moeglichkeiten entsprechend erfuellt hat. Aus der Sitzung des Repraesentanten Kollegiums ron 22. Maerz 1956 Vor eintritt in die Tagesordnung gedenkt der Vorsitzende Herr Dr. Lehmann des kuerzlich verstorbenen Praesidenten des Comité Representativo Isidoro Dimant, zu dessen Ehren sich die Anwesenden von ihren Plaetzen erhoben und eine Minute des Stillschweigens bewahrten. Herr Dr. Lehmann spricht ausserdem Herrn Hollaendei die Glueckwuensche der Repraesentanz zur Vermaehlung seines Sohnes und Herrn Baron zur Verlobung seiner Tochter aus. Bericht des Vorstands: Herr Feldmann teilt folgendes mit: Seit der letzten Sitzung vom 5. Januar sind 6 Neuaufnahmen erfolgt, jedoch haben wir leider 13 Todesfaelle zu beklagen. Der Vorstand unserer Gemeinde war bei der Gedenkfeier des “Partido de Sionistas Generales” fuer León (Fortsetzung Seite 13) Luer dieiulrziicheAntei 1 nlihmeajitaessUc h des Ablebens ineínes geliebten Mannes, unseres guten Vaters, Schwiegervaters, Grosvaters, Schwagers und Onkels Dr. MAX GRUENBAUM SOMMER sprechen wir unseren innigsten Dank aus. Im Namen der Familie: Margarete Gruenbaum geb. Daniel León Werner und Frau Erika geb. Gruenbaum Heinz-Alfred Gruenbaum. Enkelkinder Miriam, Rakel Hanna, und Ralph S-"muel Werner._ Fuer die uns anlaessUch des Ablebens unserer geUebten Frau, Mutter, Grossmutter und Schwiegermutter HERMINIA REISS DE KADELBURGER erwiesene innige Anteilnahme, sagen wir allen unseren Freunden und Bekannten den aufrichtigsten Dank. GUSTAV KADELBURGER KAETHE KADELBURGER de GELB n. FAMILIE HERMANN KADELBURGER u. FAMILIE *aitenFrm!n!fcn^Iekannte^^n^**AMzton in Santiago, im Sueden und Llo-Lleo, fuer die Hilfsbereitschaft und Treue, die sie uns waehrend der langjaehrigen Krankheit und anlaesslich des Todes unseres unvergesslichen Lebensgefaehrten und Vaters LUDWIG CARSCH CASTEL erwiesen haben. Santiago, Maerz 1956 Gran Avenida 8662 EDITH CARSCH geb. CARSCH ARNOLDO CARSCH GRABSTEINE ln saemtUchen Steinarten zu MUigsten Preisen TH. REIS José Miguel de la Barra 412, 5.0 piso Dep. A. esq. Merced, Tel. 33200 J *

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