Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XVIII (1956)
- Issue
- 4 (Abril, 1956)
- Date
- 1956-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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REDACCION! S.C. I. B’NE JISROEL AV. PORTUGAL 610. TEL. 3906« CASILLA 2467. SANTIAGO-CHICS BOLETIN INFORMATIVO MITTEILUNGSBLATT I r s O o edad CULTURAL ÍVS R A E X 1 T A "B'NE JISROEL" AÑO xvrii — N.o 4 SANTIAGO DE CHILE Abril, 1956 Ein Leben des Ruhmes und der Groesse (Zur ersten Jahrzeit nach Albert Einstein) von CURT WIEK In der Mitte der Zwanziger Jahre sagte einmal der damalige hervorragende Vertreter Englands im Voelkerbunde Lord Robert Cecil, dass es in der Gegenwart drei wahre Genies gaebe, die Weltbild und menschliches Denken entscheidend umgestaltet haetten, und diese drei Groessten unserer Zeit seien Soehne des juedischen Volkes: Henri Bergson, Sigmund Freud und Albert Einstein. Freud ging dahin, bald nachdem er das rettende Ufer Grossbritaniens erreicht hatte; Bergson starb vor fuenfzehn Jahren, und am 18. April 1955 ging das Leben Einsteins zu Ende, wenige Wochen nach Vollendung des 76. Lebensjahres. Tiefe, echtempfundene Trauer bemaechtigte sich des juedischen Volkes beim Empfang dieser unerwarteten Botschaft vor nunmehr einem Jahre, und die gesamte Kulturwelt, in seltener Einmuetigkeit, wuerdigte das Werk des genialen Wissenschaftlers als eine jener ueberragenden schoepferischen Leistungen, die dazu bestimmt sind der Unsterblichkeit erhalten zu bleiben, gesteht auch fuer nur wenige Auserwaehlte die Moeglichkeit, von sich sagen zu duerfen, dass sie ein wenig von dem Unermesslichen, Gigantischen der Arbeit eines Einstein in sich aufnehmen durften, so weiss heute fast ein jeder, wie dies einmal ein grosser englischer Gelehrter formulierte, “dass eines Tages die Einsteinsche Physik jeden intelligenten Menschen irgendwie beeinflussen wird.” ALBERT EINSTEIN (Foto: “TIME’) ^@5 üi mm v'j Erfuellt von grenzenloser Bewunderung fuehlte ein jeder nur halbwegs gebildete Mensch, dass hier ein rastlosschaffender Geist wirkte, der bis zur aeussersten Grenze dessen vorzudringen vermochte, die allem menschlichen Denken gezogen ist und dass der grosse Wissenschaftler, der ein ruehrend bescheidener und schlichter Mensch gewesen war, keinen sehnlicheren Wunsch gehabt hat, als fuer den Weltfrieden und ein hoeheres Lebensniveau der gesamten Menschheit zu arbeiten. Fritz von Unruh, der in den letzten Jahrzehnten zu den Bevorzugten gehoerte, die in einem engeren Kontakt mit Einstein gestanden hatten, erzaehlte einmal, wie er ihn im Jahre 1922 nach der Gedaechtnisfeier fuer Walther Rathenau im Deutschen Reichstag erstmalig gesprochen habe, und wie Einstein damals unter dem Eindrücke des erschuetternden Geschehens eine totale Abkehr vom Charakter des wilhelminischen Militaerstaates verlangt habe. “Soziale Gerechtigkeit und Wahrung der Menschenwuerde fuer. jeden Erdenbuerger” bezeichnete Einstein im Gespraeche mit dem Dichter als die dringlichste Aufgabe aller Voelker. Und Fritz von Unruh fuegte diesem Berichte hinzu, dass er, der seit mehreren Jahren versucht habe, in die Welt der “Allgemeinen R e 1 a t'ivitaetstheorie” einzudringen, soweit ein Laie dies ueberhauDt koenne, erst jetzt, beim persoenlichen Kennenlernen des Gelehrten einen Begriff von der Groesse jener Wissenschaft und ihres Traegers empfangen habe. Nun sei ihm klar geworden, dass des Faust methaphysische Forschergier in Einsteins Formel ihre Erfuellung gefunden habe: “... dass ich anerkenne, was (die Welt im Innersten zusammen- (haelt... Schau alle Wissenskraft und (Samei), und tu nicht mehr in Worten (kramen.” (Fortsetzung Seite 15) Der Lateinamerikanische Kongress in Montevideo von Dr. Egon RosenSold Die Zusammenkunft der Vertreter der juedischen Institutionen und Parteien in den suedamerikanischen Laendern, die vom 3. bis 5. Maerz in Montevideo stattfand, war von der Sojnuth uuodem-iue nhen Weltkongress einberufen worden, um die brennendsten Probleme der Medinath Israel mit den Fuehrern des Galuthjudentums in diesem Kontinent zu besprechen und dessen intensivere Mithilfe zu erlangen. Darueber hinaus verfolgte die Konferenz einen weiteren Zweck, der im augenblicklichen Zeitpunkt von ungeheurer Wichtigkeit ist, naemlich die richtige Orien- I tierung der nicht juedischen j •oeffentlichen Meinung und deren moralische Unterstuet- | zung zugunsten Israels. I In erstaunlich grosser Anzahl folgten Diplomaten und hohe Furfktionaere der suedamerikanischen Staaten der an sie ergangenen Einladung und bekundeten in begeisternden Reden ihre Sympathie und ihren Eintritt fuer die Rechte Israels. Der Aussenminister von Uruguay, Dr. Santiago Rompani, der Vorsitzende des Stadtrates von Montevideo, Ing. José Acquistapace, der argentinische Gesandte in dieser Stadt, Dr. Alfredo Palacios, die Vorsitzenden der Institute Argentino - Boliviano - Chileno- und Uruguayo- Israelí, der Gesandte Uruguays bei den Vereinigten Nationen Prof. Enrique Roi driguez Fabregat, und viele; andere anerkannten in zuenj denden Worten, von Beifall-1 stuermen unterbrochen, die geleistete Aufbauarbeit, die musterhaft demokratische Struktur und die unverkennbare Friedensbereitschaft des jungen Staates Israel. Im Namen Chiles sprachen sehr eindrucksvoll und ueberzeugend der Senator Raúl Rettig und der Vice-Praesident des Instituto „Chileno - Israelí, Prof. Carlos Vergara Bravo. Im Namen der gesamten oeffentlichen Meinung ihrer Staaten forderten diese Gesandten des guten Willens die sofortige Aenderung der Politik der Vereinigten Staaten, die dem bedrohten Israel jene notwendigen Waffen Verweigert, die die feindlichen Nachbarstaaten laengst besitzen. Unter ausdruecklicher (Fortsetzung Seite 9) H DECLARACION DE MONTEVIDEO Con motivo de la presencia en Montevideo de caracterizadas figuras no judías de distintos países de América llegadas para participar en el Congreso Latinoamericano pro Israel, se promovió entre las mismas y figuras uruguayas vinculadas al Instituto Uruguay-Israex una gestión tendiente a concretar un documento, que por su modalidad debía ser histórico, para fijar posiciones frente a la amenaza contra Israel y contra la paz en ei Medio Oriente. Fruto de esa gestión es lo que se ha .llamado: “Declaración de Montevideo”, que fue leída ayer en el acto de clausura del Congreso Latinoamericano pro Israel en el Estadio Peñarol. Oice así: En el Ateneo de Montevideo, a los cinco días del mes de marzo del año 1956, los ciudadanos de América no judíos que suscriben esta declaración, y que concurrieran especialmente invitados al Congreso de Solidaridad Latinoamericana con Israel, PROCLAMAMOS 1.0) Nuestro repudio a la violencia internacional como medio de resolver los problemas pendientes o futuros entre los pueblos del mundo. 2.o) Nuestra adhesión a la democracia, como única forma de convivencia social, compatible con la cultura y dignidad humana, y al derecho internacional como elemento esencial para la conservación de este sistema. 3.o) Nuestra solidaridad con el pueblo y el Estado de Israel, país que por su historia y su presente se ha ganado el respeto de la democracia americana, y tiene derecho a la protección. material y espiritual de los paises que la sustentan. 4.o) Nuestra protesta en contra de las actitudes que niegan a Israel los medios que requiere su legítima defensa, a la vez que proporcionan a sus enemigos los elementos necesarios para consumar su agresión. 5.o) Nuestro ferviente deseo de que las representaciones diplomáticas de América Latina se radiquen en Jerusalén, capital de la Historia del Mundo y capital de Israel. 6.o) Nuestro llamado a todos los pueblos y gobiernos lí&res y democráticos, para que sumen todas sus fuerzas a fin de evitar el peligro de la guerra en el Cercano Oriente, y asegurar la paz entre judíos y árabes, como factor decisivo para lograrla en el mundo entero, invitando a todos los hombres libres del Continente a suscribir esta declaración: FIRMAN: Por Argentina: Arturo Capdevila, Américo Ghioldi, Luciano F. Molinas, Manuel V. Ordóñez, Vicente Solano Lima. Por Solivia: Vicente Donoso Torres. Por Chile: Raúl Rettig, Carlos Vergara Bravo. Por Paraguay: Juan V. Ramírez, José D. Miranda. Por Uruguay: Leopoldo C. Agorio, Eduardo Correa Aguirre, Felipe Gil, . Ernesto D. Guerrini, Eduardo Lezama, Carlos Sabat Ercas+y, Dardo Regules, Arístides Santerini, Oscar Secco Ellauri, Edmundo Sisto.