Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XVII (1955)
- Issue
- 12 (Diciembre, 1955)
- Date
- 1955-12-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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Diciembre, 1955 BOLETIN INFORMATIVO 9 UEBER 1.550.000 JUDEN IN ISRAEL USA - LUFTWAFFE PROJEKT AH TECHNION '• . " Ein zweites Forschungsobjekt der USA, Luftwaffe wurde am Technion in Haifa in Auftrag gegeben. Das neue Unternehmen beifasst sich mit der Auswirkung des Luftstroms auf Koerper, die sich mit Sliperschallgeschwindigkeit bewegen; es wird unter Leitung des 34jaehrigen Lektors fuer Aeronautik Abraham Kogan in den zustaendigen Laboratorien durchgefuehrt werden. Vor einigen Wochen ist bekanntgegeben worden, dass Prof. Markus Reiner vom Technion im Aufträge des europaeischen Bueros der USA. Luftwaffe (Air Research and Development Command) Forschungen bezueglich Problemen des Stratosphaerenfluges durchfuehrt. Beide Projekte ergaben sich als Folge eines Besuchs einer Delegation amerikanischer Aeronautik - Fachleute in Haifa. Die Forschungen A. Kogan’s beziehen sich auf Luftstroemungen mit einer Geschwindigkeit, die drei bis viermal groesser ist als die des Schalles. Die Ergebnisse werden den Bau von fliegenden Koerpern beeinflussen. Die Schallgeschwindigkeit unter bestimmten Bedingungen erreicht mehr als 1000 Fuss pro Sekunde. Der Einfluss von Luftstroemungen auf fliegende Koerper ist sehr wichtig. Nach Ansicht A. Kogan’s koennen Wirbeleffekte, Reibung und Schockwellen die Geschwindigkeit verkleinern und die Richtung einer lenkbaren Rakete oder eines Raketenflugzeugs abaendern. Bisher sind keine genuegenden Forschungen auf dem Gebiet vorgenommen worden. Die deutschen V-2-Raketen flogen in grossen Hoehen unter hoher Geschwindigkeit auf Grund sehr komplizierter Berechnungen. Das neue System soll bedeutende Vereinfachungen mit sich bringen. Die Arbeit ist rein mathematisch und wurde von A. Kogan vor IV2 Jahren als Teil seiner Doktordissertation begonnen. Der Forscher wurde in Kischinew geboren und kam 1944 nach Israel, nachdem er aus einem Konzentrationslager in Rumaenien entflohen war. Er absolvierte die H e b r a e ische Universitaet, studierte weiter in Princeton, und erweckte dort die Aufmerksamkeit von Prof. Sydney Goldstein, damals Dekan der aeronautischen Abteilung am Technion. Mr. Kogan wurde eingeladen, an der Planung der Technionbauten auf dem Carmel mitzuwirken. Spaeter wurde er Mitglied des Lehrkoerpers. Export Bank in Tel-Aviv eroeffnet In einer schlichten Zeremonie fand die Eroeffnung der ersten israelischen Export Bank in Tel-Aviv statt. Anstelle einer besonderen Feier hat die Direktion einen Betrag von 2.000 IL dem Waffenfonds ueberwiesen. Die Gruendung der neuen Bank kann der Initiative d. Industrie-Pioniere, Gebrueder Mayer verdankt werden. Das vorlaeufige Aktienkapital betraegt 650,000 IL. Die Bank steht mit namhaften schweizerischen und englischen Banken in Verbindung und soll mittleren und kleinen Exporteuren helfen, ihre Auslandsgeschaefte abzuwickeln und neue Maerkte zu finden. (“Canfit”). Scripgesellschafien Saemtliche Scrip- und Lebensmittelpaketgesellschaften in Israel werden innerhalb von einigen Monaten ihre Taetigkeit vollstaendig liquidieren muessen. Heute wird der Beauftragte fuer Lebensmittel ein Schreiben an alle Scrip-Gesellschaften richten, in denen er sie aufforder,n wird, ihre Taetigkeit im Auslande innerhalb von sechs Monaten, diejenige im Lande innerhalb von neun Monaten zu liquidieren. Gesellschaften, die sich mit der Befoerderung von Lebensmittelpaketen beschaeftigen, erhalten ebensolche Briefe, in denen sie auf gefordert werden, ihre Auslandstaetigkeit sofort, diejenige im Inlande innerhalb von 3 Monaten zum Abschluss zu bringen. Die zustaendigen Behoerden beschaeftigen sich gegen waertig mit der Ausarbeitung eines Programmes, durch die auch kuenftighin “bona fide’’ . Lebensmittelpakete an israelische Buerger zulaessig sein sollen. 1.553,000 Juden lebten Ende Juni 1955 in Israel, wie sich aus den Angaben des Statistischen Amtes ergibt. Die Zahl der nichtjuedischen Einwohner betrug 195,000. Im Juni wurden insgesamt 3,476 Kinder geboren, davon 2912 juedische Kinder. In den Monaten Januar bis Juli kamen 16,000 Einwanderer (ins Land. Die groesste Einwandererziffer wurde im April mit ueber Bei den Verhandlungen des Finanzministeriums mit den Autobuskooperativen wird die Finanzierung der zu importierenden 500 Autobusse eroer. tert. Das Finanzministerium ist bemueht den Anteil der Autobuskooperativen an der Finanzierung dieser Busse zu erhoehen, angesichts der Tatsache, 'dass in den letzten Monaten die Einnahmen der Kooperativen die im Kommissionsbericht urspruenglich vorgesehene Hoehe nicht un. Ziirusfruechie nach England Der Zitrusrat trifft Vorbereitungen, um in diesem Monat vier Schiffe mit 200,000 Kisten Fruechten nach Gross Britannien zu schicken. Die Transporte sollen in der zweiten Monatshaelfte abgehen, damit sie noch rechtzeitig vor Weihnachten in England sind. Ferner soll ein Schiff mit Grapefruits nach Skandinavien gesandt werden. Die Mitglieder der Zitrusdelegation befinden sich noch in Europa und verhandeln mit dortigen Firmen ueber den Absatz der Zitrusfruechte in dieser Saison. (“Canfit“) Nahtlose Rohre Die Roehrenfabrik Middle East Tubens Ltd. in Akko (“Kcor” und amerikanische Kapitalisten) hat kuerzlich mit der Erzeugung von nahtlosen Rohren von % bis 5y2 Inch Durchmesser begonnen. Die Rohre werden fuer Wasserleitungen, Bauzwecke und Oelleitungen geeignet sein und demnaechst nach den ersten Versuchen in groesseren Mengen hergestellt werden. 3,000 erreicht. In den gleichen Monaten kamen ueber 30,000 Touristen nach Israel gegenueber 24,000 in den ersten sieben Monaten des Vorjahres. Der staerkste Touristenmonat war der April mit 7500 Touristen, aber im Juli kamen wieder 6,750 Touristen zu Besuch. r 869 Olim aus Europa, 282 aus Amerika und 862 aus Asien kamen in den ersten sechs Monaten des Jahres. beträchtlich uebersteigen. So waren bei Egged die Einnahmen ca. 25 Prozent, bei Dan und Hamkascher ca. 10 Prozent hoeher, wozu der Sommerverkehr und die Wahlen beitrugen. Auch die Tatsache, dass die Kooperativen I Mill. IL aus ihrem Pensionsfonds an ihre Mitglieder zur Auszahlung bringen wollen, hat mindestens psychologisch die For. derung nach einem hoeheren Anteil an der Finanzierung durch die Kooperative selbst veranlasst. 5.000 Konten bei der Posibank EL 10 Millionen Depositen weist die erste Bilanz der Postbank auf (per 31.3.1955). In den V/9 Jahren des Bestehens der Bank konnte sie rund 5.000 Ueberweisungs- und Scheck-Konten eroeffnen. Besonders benuetzen die Dienste der Post-Bank auch die Banken, die Schecks auf kleinere Plaetze durch Vermittlung der Postbank einkassieren, wozu demnaechst auch der Wechseleinzug kommen wird. Der Umsatz der Bank hat bereits mehrere Hundert Millionen Pfund erreicht u. duerfte bis zum naechsten Jahr an die Milliardengrenze herankommen. Die Sparabteilung, die jetzt ein Jahr arbeitet, hat 12,000 Konten, davon ein Drittel Kinderkonten (bis zum Alter von 12 Jahren): Das durchschnittliche Guthaben betraegt hier IL. 70.— Der Zinssatz, den die Bank auf diese Konten gewaehrt ist jetzt 2i/,%, doch werden wohl bald 3% bewilligt werden. Am 31. Oktober, dem Weltspartag, soll jedes Schulkind der ersten Klasse ein Sparbuch mit teiner Einzahlung von einem halben Pfund erhalten, und die Sparaktion soll somit auch auf die Schu- AUS DEN MELLAHS NORDAFRIKAS IN DIE FREIHEIT ISRAELS Noch leben Hunderttausende von Juden in den Mellahs Franzoesisch-Nordafrikas, in Tunesien und Marokko. Die Mellahs sind die uralten Judenviertel, richtige Ghetto, in denen die Juden unter oft menschunwuerdigen Verhaeltnissen zu einem Dasein verdammt sind, das im 20. Jahrhundert nicht mehr erlaubt sein sollte. Hier hausen die tunesischen und marokkanischen Juden in unhygienischen Quartieren, in engen Gassen, oft wie Vieh zusammengedraengt. Kaum dringt die Sonne in die baufaellig, verwahrlosten Elendsquartiere der Mellah. Hier leben die nordakfrikanischen Juden jedoch nicht nur in der steten Gefahr von physischen Epidemien. Ihnen droht jetzt noch eine schlimmere Epidemie: es ist die des Hasses und des fanatischen arabischen Nationalismus, der sie wie eine unuebersteigliche Mauer umwallt. Immer mehr haeufen sich die wuetenden antijuedischen Ausschreitungen der aufgestachelten arabischen Massen gegen die Juden in den Mellahs. Sie kennen jetzt nicht nur die Schrecken des Elends und der Krankheit, sondern auch die Schrecken steter Todesangst. Und sie suchen verzweifelt den Rettungsanker, der sie aus Not und Tod zu befreien vermag. Dieser Rettungsanker ist Israel. Nur Israel. Wir, die wir das Wunder des juedischen Staates miterlebt haben, die wir mithelfen durften ihn zu errichten, wissen um den zweitausendjaehrigen Traum des juedischen Volkes, der im Jahre 1948 Wahrheit wurde. Duerfen wir, ja koennen wir zusehen, dass die nordafrikanischen Juden, die Nachfahren der nach der Zerstoerung des Tempels verbannten Juden, allein isoliert bleiben, allein abgeschlossen sein sollen von jenem Glueck, das Ihnen Israel bedeutet? Noch in diesem Jahre muessen die ersten 30.000 der bedrohten nordafrikanischen Juden nach Israel gebracht werden. Wie sie, warten noch zehntausende andere in den Mellahs von Tunesien, Marokko und Algerien auf die Erloesung von Angst und Grauen. Aber fuer diese Verpflanzung nach dem Lande der Vaeter sind gewaltige Summen, viele Millionen Dollars noetig. Wieder ergeht an uns alle der Ruf! Die nordafrikanischen Juden muessen nach der neuen Heimat transportiert werden. Aber nicht nur um ein Transport-Unternehmen handelt es sich. Es muessen fuer sie auch Heime, Arbeitsstaetten, Schulen, Krankenhaeuser und Synagogen errichtet werden. In den bedrohten Grenzsiedlungen brauchen sie und ihre Kinder Schutzkeller. Die Fehler der vergangenen Jahre duerfen nicht wiederholt werden, dass man naemlich die Neueinwanderer zu lange in provisorischen Auffangslagern wertvolle und kostspielige Zeit verschwenden laesst. Die nordafrikanischen Juden muessen sogleich zu konstruktiven, nuetzlichen Buergem des juedischen Staates werden. Sie wollen nichts anderes und wuenschen sich nichts besseres. (“Canfit’*) len uebergehen. 500 NEUE AUTOBUSSE