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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1955-11-01 · 11 (Noviembre, 1955) · p. Seite 9

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XVII (1955)
Issue
11 (Noviembre, 1955)
Date
1955-11-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Noviembre, 1955 BOLETIN INFORMATIVO 9 INDUSTRIE-PRODUKTION GESTIEGEN Von Dezember 1954 bis April 1955 stieg die industrielle Produktion von 100 Punkten (Dez. 1954) auf 125 Punkte im April 1955, um im Mai auf 120,8 zurueckzugehen. In der Steigerung im April druecken sich besonders auch die Feiertage aus aund dementsprechend stiegen besonders Lebensmittel und Bekleidung. Im Mai stiegen insbesondere Bekleidung weiter (im Gegensatz zu Schuhen, wo ein kleinerer Rueckgang, eintrat), Metallwaren, Lederwaren, Papier, Chemikalien und Diamanten. Das statistische Zentralamt gibt von nun an monatlich Messziffern fuer die industrielle Produktion heraus. Das notwendige Material ist basiert auf d. Industriezensus von 1952 und umfasst alle Betriebe mit mindestens 15 Arbeitern (bei einzelnen Branchen mindestens 10 Arbeiter) und als Basis dient der Dezember 1954 ( 100). Die Indexziffern umfassen auch die saisonmaessigen Schwankungen. Erst in einem spaeteren Zeitpunkt koennen diese besonders beruecksichtigt werden, erklaerten die Vertreter des Amtes, die der Presse die Einzeilheiten ihrer Arbeit und die Art, der Materialgewinnung erklaerten. FRIGID AIRES AB 10. SEPTEMBER FREI Ab. 10. September kann das Publikum ohne besondere Lizenzen elektrische Kuehl. schraenke, die von der Firma “Amcor” hergestellt werden fuer 992 IL erwerben. Der Besteller hat sofort 500 IL anzuzahlen u. erhaelt dann Mitteilung bis wann er mit der Zuteilung, die im Oktober beginnt, rechnen kann. Die Regierung erhaelt von diesem Preis 75.— IL Zoll, 160. IL Kaufsteuer und ein weiterer Betrag von 235 IL geht in einen besonderen Fond, der fuer Subsidien verwendet werden soll. Auf Geschenkzertifikate werden diese Kuehlschraenke auch weiterhin abgegeben werden und zwar fuer 339 Dollar, zuzueglich 323 IL. Dez- Wirtschaftsberater d es Finanzministeriums S. Horn er. klaerte gestern auf einer Pressekonferenz, dass die Regierung hoffe durch die Freistellung der Frigidaires Kaufkraft aus dem Publikum abziehen zu koennen. ERSTE ZEMENTSENDUNG NACH DEN USA. Die erste Exportsendung von Zement nach USA ist auf der s. s. “Tamar” nach New York abgegangen. Es handelt sich um ein Quantum von 3800 To. Wie ZIM bekanntgibt, hat die Gesellschaft den Transportpreis bedeutend herabgesetzt und dadurch ermoeglicht, dass dieser Export rentabel wurde und ueberhaupt in Angriff genommen Werden konnte. Da die israelischen Frachter meist halb leer nach Amerika fahren, fand die Schiffsgesellschaft es fuer richtig, den freiste-, henden Schiffsraum auf diese Weise zu verwerten und gleichzeitig unserer Exuortindustrie eine neue wichtige Moeglichkeit zu eroeffnen. Die Sendungen sollen in Zukunft regelmaessig fortgesetzt werden. SOKOLOW - ARCHIV IM LANDE Die Verhandlungen ueber den Erwerb des zionistischen Archivs des grossen Zionistenfuehrers Nachum Soko. low konnten jetzt zum Ab- ■chluss gebracht werden und das Material ist bereits im Lande eingetroffen, erklaerte auf einer Pressekonferenz in Jerusalem Dr. Alex Bein. Dr. Bein hat vor kurzem die Leitung des Zionistischen Zentralarchives u ebernommen nachdem Dr. Herlitz, der dieses Institut im Jahre 1919 gegründet und bis jetzt an dessen Spitze stand, in den Ruhestand getreten ist. Dr. Bein berichtete ueber seine Reise, die ihn nach Amerika gefuehrt hatte und von der er erst jetzt zurueckkehrte Der Zweck des Herzljahres, eine geistige-Vertiefung des Zionismus zu erreichen, sei bis jetzt noch nicht erzielt worden, erklaerte Dr. Bein, wenn auch die Herzl Wanderausstellung, die jetzt eroeffnet wurde, guten Anklang gefunden hat. Auch die Schriften Herzls konnten, neu in englischer Sprache herausgegeben werden. Wer in Amerika zionistische Arbeit treibt, die nicht mit Sammeln und Fordern direkt verbunden ist, findet offene Tore und echtes Interesse vor, erklaerte- Dr. Bein. Auch in Amerika konnte jetzt ein zionistisches Archiv gegruendet werden, dass das Material sammelt, das sich auf den amerikanischen Zionismus bezieht und auch mit dem Zentralarchiv, in enger Verbindung steht! Ebenso konnten Beziehungen zu einer Reihe amerikanischer Archive aufgenommen werden. Den Briefwechsel Herzls mit der Gemeinde Muenchen konnte Dr. Bein in Amerika erwerben. Dieses Material war bei Ausbruch der Hitlerverfolgungen ' zufaellig in den Haenden eines juedischen Wissenschaftlers, der das Material, um es nicht zu gefaehrden, nicht mehr der Gemeinde zurueckgab, sondern bei seiner Auswanderung nach Amerika mitnahm. ISRAELISCHE ZITRUSDELE- GATION NACH MOSKAU Eine israelische Zitrusdelegation duerfte sich in Kuerze nach Moskau zu Verhandlungen ueber d. diesjaehrigen Verkaeufe an Zitrusfruechten begeben. Der Zitrusrat hatte Vertreter der russischen Einkaufsgesselsehaften eingeladen, in diesem Jahre Delegierte zu Verkaufsverhandlungen nach Israel zu entsenden. Diese Hessen aber antworten, dass sie leider nicht in der Lage seien, Vertreter zu schicken. Wenn Israel keine Vertreter schicken koenne, so koenhte man die Verhandlungen durch d. Handelsattache bei der russischen Botschaft in Tel-Aviv fuehren. inzwischen kamen die beteiligten Kreise zur Auffassung, dass es zweckmaessig sei, eine Delegation nach Moskau, zu schicken, der wahrscheinlich M. P o 1 a ni vom Fardes Syndikat und A. Haft (Dagania) als Vertreter von Tnuwa-Export angehoeren werden. Die Delegation wird vermutlich im naech-ten IM o n a t fahren, doch muss der Zitrusrat noch offiziell seinen Beschluss fassen. Die Russen baten, 20,000 Kisten Zitronen fuer sie zu reservieren. Israel schuldet Russland drei Millionen Dollars fuer Brennstoff, und fuer diese Summe duerften Zitrusfruechte geliefert werden. Die Russen haben angedeutet, da5s sie weitere Mengen Brennstoff an Israel liefern wollen. BAUMWOLLERNTE IN BETH SCHAAN BEGONNEN Im Emek Beth Schaan wurde mit der Bauwollernte begonnen, bei der waehrend der Saison 300 bis 400 Arbeiter bemhaeftigt sein werden Waehrend im letzten Jahr nur 400 Dunam mit Baumwolle in diesem Bezirk bebaut waren, wurde 1955 Baumwolle auf 4,000 Dunam Boden angebaut. BAU DES UNTVERSITAETS- VIERTELS Der Bau des neuen Universitaetsviertels in der Naehe des Gelaendes der neuen Kirja in Jerusalem, wird noch in diesem Jahre beginnen. Der gesamte Bauplan fuer das Universitaetsviertel wird die Aufwendung von 20 bis 30 Millionen Dollars erforderlich machen. Zunaechst werden die Gebaeude fuer die gesellschaftswissenschaftliche Fakultaet (Kaplan-Schule) und fuer die National- und Universitaetsbifricthek gebaut werden. Zu diesen wird ein Gebaeude mit Wohnungen fuer Studenten kommen, um dieses besonders dringende Problem zu loesen. Heute sind die Institutionen der Universitaet auf nicht weniger als 44 Gebaeude zerstreut, was die Arbeit und Entwicklung der Univers i t' a e t ausserordentlich hemmt. Die Pressevertreter besuchten eine Reihe von Universitaetsinstitutionen u. konnten beobachten, dass die Arbeit in diesen unter ausserordentlichen Schwierigkeiten und in einer drangvollen Enge geleistet wird. Dank der Hingabe der Leituhg und der Lehrer der Universitaet gelang es aber dennoch, die Universitaet weiter zu entwickeln, und sie zaehlt in diesem Studienjahre bereits 3000 Studenten. ZITRUSEXPORT BRINGT 25 MILL. DOLLAR Acht Mill. Dollar mehr als im Vorjahre Die Zitrusernte in diesem Jahre hatte alle Erwartungen erfuellt und der Export waehrend der Saison wird etwa 7,5 Millionen Kisten Zitrusfruech te erreichen, was fuer das Finanzministerium eine j.nci,wj. Deviseneinnahme von 25 Mil. lionen Dollar einbringt, ge. genueber nur 17 Mill. Dolla: im vergangenen Jahre. ZEMENT - JAHRESPRODUK TION: 700,000 TONNEN Die jaehrliche Produktior der israelischen Zementfabriken wird mit Inbetriebnah me der “Schim schon” Fabrik bei Hartuv, 700,000 Tonnen erreichen. Davon werder 160,000 Tonnen in der Fabrik bei Ramie erzeugt und 350,CO Tonnen in der Fabrik “Nescher bei Haifa, waehrenc voraussichtlich 200,000 Tonnen in der neuen Fabrik ■‘Schimschon” produziert werden sollen. Die normalen Bedürfnisse des Landes uebersteiger aber kaum jaehrlich 500,00C Tonnen. Deshalb bemueher. sich die Zementfabriken uir den Export eines Teils ihrei Produktion und die Fabrik von Ramie und “Nescher haben bisher Vertraege fuei den Export von 140,000 Tonnen Zement fuer das Jahi 1954 nach der Tuerkei unter schrieben. Im letzten Jahre wurden auch kleine Quantitaeten nach Austra iitin, Nigeria, Erithrea unc Malta exportiert. ULTRASCHALL - WINDTUN¬ NEL FUER DAS TECHNION Nach der Fertigstellung des Bender - Laboratoriums fuer Aercnautik in der Technion Stadt auf dem Carmel in Haifa wird demnaechst die Installation von aero-dynami-;chen Apparaturen dortselbst beginnen; vorgesehen ist unter anderem ein Ultra-Schall- Wind-Tunnel, der einzige seiner Art in dieser Weltgegend, wie die Technion-Behöerden bekannt gaben. In dem Wind-Tunnel wird ein Luftstrom erzeugt, der die Schallgeschwindigkeit iy2 bis 414 mal uebersteigt und eine Geschwindigkeit bis zu 2300 Kilometern aie Stunde erreichen wird. Drei Kompressoren von je 100 PS werden diesen ‘kuenstiichen Sturm’ erzeugen, indem sie Luft bis zu 200 Atmosphaeren zusammendruekken. Die komprimierte Luft vird in 49 Stahltanks von je 2 Tonnen Gewicht und mit einer Kapazitaet von 100 Kubikfuss gepresst. Die Aufteilung der Tanks duerfte nach Meinung der Experten 6—8 Stunden in Anspruch nehmen Die Luft wird dann in den Windtunnel freigelassen, wo sie in einigen Minuten entweicht. Die freiwerdende Ener gie wird ungefaehr 50.000 P. S. betragen. Der wissenschaftliche Stab (es Technion wird den Wind tunnel fuer aerodynamische Studien verwenden. Es wird moeglich sein, den Luftstrom fuer Studienzwecke mit einer Millionstel iSeknnde Belichtungszeit zu protographieren. Das schnelle Freiwerden der komprimierten Luft kann Temperaturen bis zu 210 Graa mter Null erzeugen, so dass lie Luft sogar fluessig werfen kann. Die Ausruestung ist bereits orhanden und die Installaion wird in Kuerze in Angriff genommen. Das Gebaeude1 fuer den Windtunnel und die i e b r i ge.n aerodynamischen Maschinen wurden mit Hilfe von Spenden von Mr. und Mrs. Charles Bender aus 3reckenridge, Texas, errichtet. ISRAEL WILL NAECHSTES JAHR DAS S ALK-SERUM PRODUZIEREN Der Salkimpfstoff gegen Polio (spinale Kinderlaehmung) wird naechstes Jahr in Israel hergestellt werden und die Vorbereitungen dazu sind im vollen Gange, sagte Dr. S. Btesch, Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, in einer Ansprache vor dem Haifaer Rotary Club. Der Impfstoff von Dr. Salk sei eine grosse Erfindung und mit ihrer Hilfe sei es in zwei drei Jahren moeglich die Kinderlaehmung aus der Welt zu schaffen. Man duerfe sich nicht davon verwirren lassen, dass in Amerika bei der Massenherstellung Fehler unterlaufen und Kinder krank geworden seien, die ohne Impfung wahrscheinlich gesund geilieben waeren. ‘‘Diese Fehler sind seither korrigiert worden und in zwei Monaten wird ein neuer Impfstoff auf den Markt kommen, der sicher und wirksam sei”. Dr. Btesch erwaehnte als Parallele die Entdeckung eines Impfstoffes gegen Tuberkulose, der vor 40 Jahren m Luebeck fuer Kinder verwendet wurde. Die Haelfte der Kinder erkrankte und starb an Tuberkulose, worauf die Welt von dem Impfstoff nichts mehr wissen wollte. ‘‘Erst heute ist man darauf gekommen, dass die Technik der Massenherstellung fehlerhaft, der Impfstoff selber aber vollkommen wirksam war. Der Todesstoss... (Fortsetzung von Seite 1) Mit besonderer Anerkennung sprach er von dem frueheren Generaldirektor des Finanzministeriums Sapir, der die Oelbohrungen sehr gefoerdert hatte. Den Gesellschaften stehen vorlaeufig genuegend Mittel zur Verfuegung. Wie Federmann berichtete, hatten die Gesellschaften Gelder fuer drei weitere Bohrungen zur Verfuegung. Die Gesellschaft beraet zur Zeit ueber die Frage, in welcher weise sie das Oel trans-, portieren wird. Die Konzessionsflaeche betraegt insgesamt 260,000 Dunam. Die Gesellschaften Oil Pros. ectors und Lapidot bereiten jetzt eine neue Bohrung am Toten Meer vor. FREUDE IN DEN RAFFINERIEN Die 600 Arbeiter der Hair'aer, Oeiraffinerien wurden in die Kantine des Betriebes berufen, wo ihnen der Sekretaer des Arbeiterrates, Almogi, d ie Freudenbotschaft aebermittelte. Die Versammlung ist mit dem Absingen der ‘‘Hatikwa” abgeschlossen worden. (“Jedioth Hajom”)

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