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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1955-11-01 · 11 (Noviembre, 1955) · p. Seite 7

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XVII (1955)
Issue
11 (Noviembre, 1955)
Date
1955-11-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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7 Noviembre, 1955 JB. OLETIN INFORMATIVO W? */ re/ren, Altete, terete.. V KONZERTSAISON 1955 Die im Folgenden zum A b d r uc k gelangende Besprechung lag bereits fuer unsere Oktober- Ausgabe vor, konnte aber leider durch Mangel an Platz nicht gebracht werden. Gegen die normalen Gepflogenheiten in der Einteilung einer Reihe von Konzerten, aber vollkommen unfreiwillig, begann die diesjaehrige Saison mit ihrem Hoehepunkt: Jascha Heifetz, bekannt als der groesste lebende Violinvirtuose, bewies seine technische Ueberlegen. heit in der absolut perfekten Wiedergabe der Konzerte von Beethoven und Mendelssohn, und zwar nicht nur in einer, sondern in 3 Auffuehrungen, in denen er dieselben Werke mit derselben Klarheit und Reinheit, ohne die geringste Tonschwankung oder gar Unreinheit zu Gehoer brachte. Aber nicht nur diese technische Vollkommenheit ist es, die ihn zum groessten lebenden Geiger macht, sondern der konzessionslose Ernst seiner musikalischen Auffassung, weit entfernt von jeder Effekthascherei. Es ist gewissermassen schade, dass dieses grosse Erlebnis gleich am Anfang der Saison stand, da es natuerlich alle kommenden Programme und sogar aridere Solisten von Weltruhm in den Schatten stellte. Eine Ausnahme davon war vielleicht Nicanor Zabaleta, dem mit Recht der Ruf des besten Harfenisten der Welt vorausgeht, welchem er mit interessanten und selten gehoerten Originalwerken von Haendel, Gliere und modernen franzoesischen Komponisten alle Ehre machte. Auf hoher Stufe stand auch die Darbietung des uns von vielen Schallplatten gut bekannten Pianisten Jesús Maria Sanromá, gebuertig aus Puerto Rico, der mit brillanter Technik die Klavierkonzerte von Ravel und Rachmaninoff vortrug. Unter den Gastdirigenten der Hervorragendste war zwefeiles der Hamburger Hans Schmidt-Isserstedt, der auch nach unserem Geschmack die besten Programme zusammenstellte: Er brachte u. a. ausgezeichnete Auffuehrungen der “Neuen Welt” von D v or a k, Symphonien von Schubert' und von Haydn, Symphonische Taenze von Hindemith, sowie die herrlichen letzten 5 Mahler-Lieder, die nur leider von der Solistin in unzureichender Form vorgetragen wurden. Im Gegensatz zu Schmidtisserstedt, der uns unbekannt war und doch einen ausgezeichneten Eindruck hinterliess, entsprach der Turiner Dirigent Mario Rossi nicht dem Ruhm, der ihm voranging. Schwelgend im suessen Melodienreichtum der italienischen Komponisten, bei denen er besonders dem Streichkoerper des Orchesters neue volle Klangwirkungen abzugewinnen wusste, ging doch seine Interpretation nicht ueber ein gutes Mittelmass hinaus. Die Haelfte der Konzerte leitete wie Immer der altbewaehrte staendige Dirigent des Orchesters, Victor Tevah, der besonders in dieser Saison, im Kontrast zu Rossi, sein immer wachsendes Koennen unter Beweis stellte. Besonders erfolgreich war seine reife Wiedergabe von Stravinskys “Feuervogel” und der “Bilder einer Ausstellung” von Mussorgsky, die zweifellos schon in eine internationale Klasse fallen, wie ja auch das Ausland schon auf diesen begabten Musiker aufmerksam geworden ist (er dirigierte mit grossem Erfolg ln Buenos Aires). Seine Programmgestaltung war leider nicht auf der Hoehe seiner persoenlichen Leistungen; es wurden mehrere Werke aufgefuehrt, die auch in fruehe. ren Jahren schon auf dem Programm gestanden hatten, anstatt neuere und interessantere darzubieten. Eine dieser Wiederholungen war z. B. der “Messias” von Haendel, der'sich diesmal durch einen besseren Chor und ueberaus schwache Solisten auszeichnete. Die wechselnde Qualitaet der Auffuehrungen, vom denkbar hoechsten künstlerischen Niveau des ersten Konzertes bis zu den umstrittenen modernen Italienern, wurde etwas ausgeglichen durch einen Faktor, der gluecklicherweise eine positive Tendenz zeigt: Der Klangkoerper des Symphonie-Orchesters, der von Jahr zu Jahr zu groesserer Praezision und einheitlicherer Klangschoenheit verschmilzt. L. H. REZITA TIONSABEND JEHUDA EHREN Man hat hier in Chile nicht oft Gelegenheit einen Rezitationsabend in deutscher Sprache geboten zu bekommen, besonders wenn es sich um einen Rezitator vom Range Jehuda Ehrens handelt, der es wie kaum ein Zweiter versteht dem Hoerer juedisehe Literatur nahe zu bringen. Jehuda Ehren verbrachte einige Wochen hier in Chile, und gab, auser einen Vortragsabend in hebraeischer und jiddischer Sprache, auch einen Abend mit Vor. traegen in deutscher Sprache, der in den Raeumen der B’ne Jisroel stattfand. Jehuda Ehren lebt in Israel und ist vielen von uns, von seiner rezitatorischen Taetigkeit in Oesterreich her, in bester Erinnerung. Das Programm des Abends umfasste einen weiten Bogen juedischer Literatur. Angefangen von Beer-Hofmann und Stefan Zweig, ueber Martin Buber und Jizchak Leib Pérez, bis zu Bruno Weiser Aber Jehuda Ehren wurde allen Teilen seines Programms gerecht. Sein ausserordentlich modulationsfaehiges Organ wird muehelos den verschiedenen Stimmlagen gerecht, die seine Personen, die er vor uns erstehen laesst, von ihm fordern. Seine Interpretation von (Frauenstimmen erinnert manchmal in seiner fast singenden Intonation an Alexander Mois, si. Der erste Teil des Programms brachte die Engelszene aus “Jakobs Traum” von Beer-Hofmann, die Prophezeiung des Jesaia in Hebraeisch, und zwar in einem klassischen Iwrith, das selbst demjenigen, der nur wenig Kenntnisse von der Sprachp hat, einen klaren Eindruck * von dem vermittelte, was der; Vortragende rezitierte. Die! dritte Nummer des ersten i Teils war der Dialog zwischen Jeremias und seiner Mutter aus “Jeremias” von Stefan Zweig. In diesem Zwiegespraech trat besonders eindringlich die visionaere Kraft der Maennerstimme und die leidvtelle Innigkeit der Mutter zu Tage. Der zweite Teil, der aus zwei chassidischen Legenden bestand, brachte den dramatischen Hoehepunkt des Abends in der Legende “Die Kabalah” von Jizchak Leib Pérez. Diese Legende vom greisen Lehrer und dem einzigen, noch verbliebenen Schueler ist schon, wenn man sie liest, erschuetternd. In der Darstellung von Jehuda Ehren war das Ringen des Schuelers um den reinen Gottesbegriff und sein Sterben meisterhaft zum Ausdruck gebracht. Der dritte Teil des Abends war dem Humor gewidmet. Die Legende vom Chelmer Melamed und seinem Kampf I gegen den boesen Trieb, i ebenso wie die Sitzung in den I Naciones Unidas — letztere j von Bruno Weiser loesten Heij terkeitsausbrueche bei den; Zuhoerern aus. Aber den groessten Erfolg hatte die Szene auf dem israelischen Rekrutierungsbuero, die man beinahe als Ein-Mann-Show bezeichnen kann. Jede der einzelnen Typen, von den Beamten angefangen mit ihren Schwierigkeiten sich mit den Rekruten zu verstaendi. gen, die kein Iwrith koennen, bis zum Chasan, der Stimmung machen will, waren glaenzend dargestellt. M. L. ANZEIGEN ANNAHME fuer das Boletín Informativo Waller Lechner Nueva York 52, OI. 605 Tel. 86603 EIN NEUER FILM VON ANDRE CAYATTE: “Antes del Diiuvio” im “Real” und “Santa Lucia” "Vor der Suendflut” ist ein Filmkunstwerk, das vor allem die Jugend, die Juden und schliesslich jeden denkenden Menschen angeht, der mit den Problemen unserer Zeit ringt. Nach dem bewaehrten Rezept, die Hin. tergruende einer Gerichtsverhandlung aufzuzeigen, das bereits sein “Y se hizo Justicia” und “Somos todos Asesinos” zu unvergesslichen Erlebnissen gemacht hat, braut der unruhige Regisseur Cayatte in diesem neuen Film mehrere Probleme zu einem aufwuehlenden Elixier zusammen. Die Unzulaenglichkeit der menschlichen Justiz, die ihn als zentrales Problem zweifellos am tiefsten beunruhigt, klingt auch hier als Grundton mit, ebenso wie das unschuldige in Schuld geraten von Menschen, die Ihrer —unsrer— Zeit und deren Anforderungen nicht gewachsen sind. Grell in den Vordergrund gerueckt aber sind zwei Fragen: die Ver. antwortung der Eltern fuer das seelische Gleichgewicht ihrer halbwuechsigen Kinder einerseits und der Antisemitismus andererseits. Was letzteren anbetrifft, gelingt es Regisseur und Schauspielern meisterhaft, die heillose Stupiditaet des Judenhasses zu brandmarken, ebenso wie seine stupide Heillosigkeit am tragikomischen Ende pessimistisch zugegeben wird. Die Verirrung einer Jugend, die trotz Freundschaft, idealistischer Traeumerei und zum Teil sehr vernuenftiger Vaeter an der Problematik einer Zeit zerbricht, in der jeder glaubt, dass die Suendflut —der bevorstehende Dritte Weltkrieg — alles hinwegschwemmen wird, ist in einer spannenden Handlung mit brillanten Dialogen und raschen Bildfolgen in der be. sten Tradition des besten franzoesischen Films gezeigt. Die Einen wollen nur ihren Reichtum in Sicherheit bringen und die andern den Kelch der Genuesse noch rasch bis zur Neige leeren: menschliches Strandgut, das bereits von den Wellen des eigenen, inneren Schiffsbruchs, den keiner bemerkt hat, angespuelt worden ist, bevor die Flut kommt, vor der alle Angst haben. Inmitten aller seelischen und gei. stigen Misere ein herzerfrischender Lehrertypus von Bernard Blier glaenzend charakterisiert,. der als alter Sozialdemokrat in der Schule, der Gesellschaft und seiner Familie tapfer seinen Mann steht und... sein Fiasko er. lebt. Ein grosser Film, tiefbefriedigung, aber bitter. H. K. ZU FAMILIEN - FESTLICHKEITEN Telegramme. Blumen-Abloesungsspenden, Baeume, fcroMoiies Buch, Bar—Mizwah—Buch, Kinder—Bucha des REBEN KAJEMETH LEJISRAEL Telefonische Bestellungen: 33098 (Gemeinde) oder 87707 DE OTRAS ORGANIZA CIONES EINWEIHUNG DES NEUEN JUGENDHEIMS DES MACCABI Am Donnerstag, den 29. September wurde offiziell das neue Heim des C. A. I. Maccabi eingeweiht. Rabbiner Dr. Blum erroeffnete den Einweihungsakt durch Uebergabe einer Mesusah. Herr Luis Aron begTuesste die anwesenden Gaeste, vor allem Herrn Samuel Goren, General E. Ducaud, Staatssportdezernent General Frías und Major der Polizei Aranquivia sowie die anwesenden Autoritaeten des chilenische Yishuvs. Nach einer Reihe von Begruessungsreden vereinte ein Cocktail die zahlreich anwesenden Freunde des Maccabi. Auch wir beglueckwuen. schen den Maccabi von ganzem Herzen zu seinem neuen Heim und freuen uns, dass damit eine wichtige Jugendinstitution unseres Yishuvs ihr kulturelles und soziales Centrum gefunden hat. Wir wuenschen dem Maccabi in diesem Haus recht viel Erfolg und hoffen, dass es ihm gelingen wird, eine grosse Anzahl der noch heute abseits stehenden Jugend in seinen Reihen zu erfassen. W. J. C. PARTICIPO EN RESCATE OBJETOS RELI¬ GIOSOS TRAIDOS DE ALE¬ MANIA A CHILE Ultimamente, en el local B’ne Jisroel de la capital de Chile, se procedió a la distribución entre las sinagogas del yichuv chilero de los objetos de carácter religioso procedentes de Alemania, rescatados por la IRSO en combinación con W. J. C„ y enviados a Santiago al Comité Representativo de la Colectividad Israelita de Chile, para su reparto. TRES PREMIOS SE OFRE¬ CEN EN CONCURSO HIS¬ TORICO DE W. J. C. Tres premios por un total de mil dólares han sido asignados al Concurso Robert ¡5. Marcus sobre temas históricos judies auspiciados por el Congreso Judío Mundial (W. J. C.), departamento cultural. Estos trabajos serán recibidos en New York, 15 East 84th Street, hasta el día l.o de Marzo de 1956. En Chile, el Comité Representativo facilitará mayores datos a los interesados en concursar. CERTAMEN MATMONIDES ORGANIZA DEPARTAMEN¬ TO DE CULTURA DE W. J. S. Con motivo de conmemorarse este año el 750.O aniversario del fallecimiento de Maimónides (Rambam), la directiva de la Comunidad Israelita de Viena, Austria, anunció premios por valor de 12,000 chelines que se entregarán a los autores de estudios sobre la vida y obra del célebre escritor, teólogo y filósofo. Los premios serán distribuidos por el Departamento de Cultura de W. J. C. en Londres. EINSTEIN ES RECORDADO POR SECCION FRANCESA DE W. J. C. La Sección francesa de W. J. C. y la Organización Sionista de Francia organizaron un acto de conjunto en memoria de Einstein. Concurrieron más de 2.000 personas. Entre los oradores figuraron los señores P^-e Cas. sin, Jacob Tsur. ErHnond Fleg, André Blumel y otros

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