Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XVII (1955)
- Issue
- 11 (Noviembre, 1955)
- Date
- 1955-11-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Noviembre, 1955 BOLETIN INFORMATIVO 3 Nov. Kislew Sewrci()lÇe4tgû&e>!'! Sonnabend 19 4 Toldot Sonnabend 26 11 Wajeze Dez. Sonnabend 3 18 Wajischlach. Sonnabend 10 25 Waj eschew Neumondsweihe I. Tag Chanukah. Donnerstag 15 30 Ro"eh Chodesch VI. Tag Chanukah I. Tag Tewet Freitag 16 1 Rosch Chodesch VII. Tag. Chanukah II. Tag -->• - Sonnabend 17 2 Mikez VIII. Tag Chanukah Sonnabend 24 9 Wajigasch Werktags Sonnabend und Feiertage Sonntag und staatl. Feiertage morgens 7.30 9.00 8.00 abends 19.15. Schabbat: -.. : T*’** MT. 11. 26.11. 3.12. 10.12. 17.12. 24.12 Mincha: 19.25. 19.30. 19.30. 19.30. 19.45. 19.45 Ausgang: 19.52. 19.56. 19.59. 20.03. 20.07. 20.10 Im Anschluss an den Morgengottesdienst am Schabbat finden regelmaessig Lehrvortraege statt. Fuel die zahlreichen Beweise aufrichtiger Teilnahme anlaessiich des Ablebens unserer geliebten Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter MIMI STEINBERG sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. HANS STEINBERG und Frau MIRIAM WERNER LEVY und Frau MARGOT geb. STEINBERG Fuer die Beweise inniger Anteilnahme anlaessiich des Hinscheidens meines lieben Mannes und Pappis, sagen auf diesem Wege allen Freunden und Bekannten herzlichen Dank. META RADZEWSKI DE KROTOSCHINER und TOECHTERCHEN VERA Wir beklagen tiefbetruebt d?.s Ableben unserer Gefaehrtin * FRAU AMALIA HERZFELD £ die lange Jahre unserem Chor angehoerte und zu ihren Mltbegruendern zaehlte. Dank ihrem liebenswuerdigen Wesen und | ihrem geistvollen Humor war sic uns allen in Freundschaft verbunden. Ihr Andenken wird bei uns weiterleben. Oktober 1955. DIE DAMEN DES GEMEINDECHORSj STATT anlaessiich des KARTEN Hinscheidens unserer geliebten HERZFELD H. Fuer die 1 Mutter M A L L Y so ueberaus zahlreich bewiesene Anteilnahme aller unserer Freunde und Bekannten danken wir auf diesem Wege allerherzllchst. Insbesondere allen denen, die waehrend ihrer schweren Krankheit ihr Mitgefuehl bewiesen haben. CATALINA und HELMUT HERZFELD H. Fuer die Beweise der Teilnahme beim Ableben meines geliebten Mannes JUAN TRAMER danke ich auf diesem Wege hcrzlichst. FANNY de TRAMER GRABSTEINE ln saemtlichen Steinarten zu billigsten Preisen TH. REIS José Miguel de la Barra 412,5.o piso Dep. Ä. esq. Merced. Tel. 33200 WIR ERLEBTEN ISRAEL sä« Vertrag Dr» Landau in der 66W ne Jisroef5 Am Donnerstag, den 22. September sprach im Rahmen einer Kulturveranstaltung der Gemeinde —nach einleitenden Worten des Herrn Leon Rosenthal— deren Praesident, Herr Dr. Siegfried Landau, ueber seine Reise .nach Israel. Der bis zum letzten Platz gefuellte grosse Saal legte Zeugnis davon ab, dass ein hochinteressanter Bericht zu erwarten war; die Auszehrungen des Referenten waren dazu angetan, die Erwartungen, soweit dies moeglich war noch zu uebertreffen. In einem zweistuendigen Bericht, der die Zuhoerer vom ersten bis zum letzten Moment in gespannte Aufmerk samkeit bannte, entwarf Herr Dr. Landau in wirklich meisterhafter Form ein lebendiges Bild von “Altneuland”. Er fuehrte uns durch Kibbuzim und Staedte, durch Industrien, in die Verwaltung, Knesseth, Sochnuth und den Keren Kajemeth, erzaehlte von der juedischen Atmosshaere Jerusalems, dem hastigen Treiben Tel Avivs und dem Zauber Haifas, die er als die Stadt der Zukunft ansieht: ueberall Aufbau, Fortschritt, Hingabe an das Werk und Begeisterung. Aber auch mit den Problemen des Landes machte er das Publikum vertraut, wobei er Fragen der Verteidigung des Staates unterstrich, sowie die der Rettung der Juden aus Marokko, die Rolle der Histadruth und die Problematik des hohen Lebensstandards. richtete er, dass jede Spen- Vom Keren Kajemeth behaftigkeit ihrem besonderen de mit aeusserster Gewissen. naftigkeit ihrem besonderen Zweck und Bestimmung zugefuehrt wird und v. gr. jeder Baum tatsaechlich gepflanzt und registriert wird. Die heilige Aufgabe, unseren 6 Millionen Maertyrern durch einen Wald ein Denkmal zu setzen, wird in wuerdigster Form verwirklicht. In diesem Zusammenhang richtete Herr Dr. Landau einen Appell an die Anwesenden, ihren in Europa dahingeralften Naechsten ein Ehrenmal zu setzen. Selbstverstaendlich hatte es sich unser Praesident auch nicht nehmen lassen, die Kibbuzim der chilenischen Alijah zu besuchen und es war eine besondere Genugtuung, unsere Menschen in ihrer Arbeit, in ihrem Streben und auch in ihrem Glueck wiederzusehen. Die Alijah der Eltern unserer Chaluzim, die wirklich eine Heimat gefunden haben und Herrn Dr. Landau stolz in ihren Hae usern und Gaerten aufnahmen, fand eine besondere Beachtung im Rahmen des Berichts. Die unmittelbare Art des Vortrags, sowie dessen Klarheit und die ihn tragende Begeisterung teilten sich der Zuhoererschaft dergestalt mit dass nicht nur Herrn Dr. Landaus Enthusiasmus fuer die Bewaeltigung der schweren Aufgaben, die seiner harren, durch seine Reise gestaerkt wurde. Auch den letzten der Besucher seines Vortrags hat dessen Geist erfasst, denn auch wir erlebten Israel. RodolOo Nossen AM VORABEND DES 29. NOVEMBER 1947 In diesen Tagen jaehrt sich zum 8. Male der Tag, an dem die Vereinten Nationen mit 33 gegen 13 Stimmen die Errichtung des juedischen Staates beschlossen. Nur wenige Tage zuvor begehen wir zum dritten Male die Jahrzeit des Mannes, der an diesem Beschluss entscheidendsten Verdienst hatte: Israels erster Praesident, Prof. Chaim Weizmann. Das “B, I.” glaubt, in dem folgenden Auszug aus Weizmanns Autobiographie den symbolischen und den tatsaechlichen Zusammenhang beider Gedenkta. ge getreu zu erfassen und damit beiden Aufgaben gerecht zu werden. Es gab noch vieles, was sich nicht auf die mutmassliche Abstimmung der Delegierten bezog, worauf man gespannt war, ehe die endgueltige Entscheidung am 29. November gefaellt wurde. Wie wuerde z. B. das Gebiet nun tatsaechlich geteilt werden? Als darueber verhandlet wurde, fan den einige amerikanische Delegierte, dass die Juden eine zu grosse “Scheibe” von Palaestina erhalten sollten, wogegen die Araber mit Recht Einspruch erheben wuerden. Es wurde vorgeschlagen, aus dem juedischen Staat einen betraechtlichen Teil des Negew herauszuschneiden, wodurch wir Akaba verloren haetten, Seit den Zeiten der Balfour - Deklaration hatte ich immer grossen Wert auf Akaba und das umliegende Gebiet gelegt. Ich hatte den Golf von Akaba schon 1918, als ich Emir Feisal besuchte, umschifft, und 'ich kannte den Charakter der Landschaft. Sie sah im Augenblick noch wie eine trostlose Wueste aus, und dadurch wurde die Bedeutung dieses Gebietes nicht ersichtlich. Doch bei einiger Ueberlegung musste es einem klar werden, dass Akaba das Tor zum Indischen Ozean war und der Weg von da nach dem Fernen Osten viel naeher war, als ueber Port Said und den Suezkanal. Kein Wunder, dass zu Salomos Zeiten Akaba der Hafen war, wo das meiste Material fuer deh Tempel in Jerusalem verschifft wurde. Ich war einigermassen be. stuerzt, als ich in der zweiten Novemberwoche erfuhr, dass N’VE WEIZMANN Wohnviertel fuer die Mitarbeiter das Weizmann-Instituts in Rechovoth die amerikanische Delegation in ihrem Wunsch, einen Kompromiss zu finden, der fuer die Araber annehmbar war, fuer die Abtrennung des suedlichen Negew einschliesslich Akabas eintrat. Nachdem ich mich mit Freunden beraten hatte, entschloss ich mich, nach Washington zu fahren und die ganze Sache Praesident Truman vorzutragen. Am Mittwoch, den 19. November vormittags, wurde ich sehr herzlich von Praesident Truman empfangen. Ich sprach zuerst ganz allgemein vom Negew, den ich fuer einen wichtigen Bestandteil des zukünftigen j uedischen Staates hielt. Der noerdliche Teil von Gaza bis Asluj oder Beerscheba ist landschaftlich sehr schoen. Er ist selbstverstaendlich auch wasserarm, doch man kann das Wasser, entweder wie es im Lowdermilk-Plan vorgesehen ist, vom Norden herunterleiten, oder man kann es an Ort und Stelle gewinnen, indem man das Brackwasser, das reichlich vorhanden ist, entsalzt. Dieses Verfahren hatten wir schon in unserem Institut in Rechowoth sehr eingehend studiert, und es war uns gelungen, auf diese Art Trinkwasser zu einem wirtschaftlich tragbaren Preis herzustellen. Die Frage der Herstellung in groesseren Mengen fuer Bewaesserung sollte noch geprueft werden. Die Siedlungen, die dieses Wasser bereits aus Roehrenleitüngen bezogen, hatten ausgezeichnete Resultate aufzuweisen. Mr. Henry A. wallace, der kuerzlich von einem Besuch aus dem Negew zurueckgekom men war, hatte sich ueber die grossen Karotten - Pflanzungen gewundert, die auf demselben Boden wuchsen, der vorher eine gute Kartoffelernte gebracht hatte, waehrend nebenan eine Bananenpflanzung gedieh. Das scheint phantastisch, wenn man bedenkt, dass auf diesem Fleck Erde seit Tausenden von Jahren kein Grashalm gewachsen ist. Doch dasselbe — sagte ich auch dem Praesiden. ten — haben die Juden auch in anderen Teilen Palaestinas geleistet. Dann sprach ich von Akaba. Ich bat, den Negew, wenn er schon geteilt werden sollte, vertikal und nicht horizontal zu teilen; das sei die einzig gerechte Teilung, denn auf diese Art erhielten beide Parteien einen Teil fruchtbaren Landes und einen Teil Wueste. Fuer uns war es wesentlich, dass bei einer sol- (Fortsetzung Seite 5)