Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XVII (1955)
- Issue
- 9 (Septiembre, 1955)
- Date
- 1955-09-01
- Page
- Seite 27 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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Septiembre, 1955 BOLETIN INFORMATIVO 27 /fr&e.. V Dr. Ebo Rotschild auf Alijah Erklaerungen des Ex - Senators Radomiro Tomic “El Mercurio’’ vom 3. August bringt ein Interview mit demt bekannten Falangisten (Christlich-Sozialen)— Fuehrer Radomiro Tomic, in dem dieser sich ueber die Weltlage aeussert und Eindruecke von s e in e r mehrwcechentlichen Europa-Reise wiedergibt. Wir erachten es als interessant fuer unsere Leser, den folgenden Auszug aus seinen Erklaerungen wiederzugeben: “Nada sería más torpe que Ignorar la reordenación en escala mundial, a cuyos primeros esbozos estamos asistiendo. La guerra y la postguerra; las alteraciones en el equilibrio mundial de fuerzas; los cambios físicos, políticos e ideológicos; los descubrimientos de la ciencia y la técnica, han transformado a las naciones —o las están transformando— de un modo apenas creíble. Chile mismo es un ejemplo, en escala modesta, de este fenómeno universal. Para no citar a países como Yugoslavia, Israel o India, en que el ritmo de la transformación ha creado una realidad irreconocible en la fisonomía de hace 15 y, hasta apenas 10 años. O, en otro orden, el desarrollo colosal de Estados Unidos, Rusia o Alemania”. Die Betrachtungen des ehemaligen Senators fuer die Provinzen Tarapacá und Antofagasta verdienen vor allem deshalb besondere Beachtung weil ihn seine anerkannte Versierung in weltpolitischen Fragen sowie seine Spezialkenntnis des Kupfer - Problems zu einem staendigen moeglichen Anwaerter auf das Amt des Aussenministers macht. THOMAS MANN Bei Redaktionsschluss ereilt uns die Trauerbotschaft vom Ableben des grossen Schriftstellers und Humanisten Thomas Mann. Der unersetzliche Verlust, den die Welt des Geistes und der Menschlichkeit mit dem Tode dieses weisen und grossen Dichters erleidet, soll im bescheidenen Rahmen unseres “Boletín Informativo” in seiner naechsten Ausgabe gewuerdigt werden. Moegen diese wenigen, hastig eingefuegten Zeilen, einstweilen nur Zeugnis ablegen von dem Gefuehle tiefer und aufrichtiger Trauer um den Dahingegangenen. Die Bibel... Fortsetzung von Seite 5 Der Jude unserer Zeit ist —gerade in Israel— zum ersten Male “gleichzeitig” geworden. was das heissen soll, ist nur durch einen Blick auf die juedische Geschichte verstaendlich zu machen. Die juedische Geschichte verlaeuft in anderen Intervallen und Rhythmen als die europaeische, die abendlaendische Geschichte, mit der sie dennoch zutiefst verbunden war. Waehrend die “Weltgeschichte” allgemein in Altertum, Mittelalter und Neuzeit geteilt wird, kann die juedische Geschichte zwar auch alter, ein, das von Rabbi Akiba bie Moses Mendelssohn gezaehlt werden kann, vom 1. nachchristlichen Jahrhundert bis zum 18. Jahrhundert, ja fast bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts und es zeigt sich immer wieder die Ungleichzeitigkeit der Juden. Waehrend etwa das Abendland durch die Reformation zerrissen wurde, konnte dass Judentum hiervon voellig unberuehrt bleiben. Heute aber ist der Jude gleichzeitig geworden. Er ist Mensch des 20. Jahrhunderts —wie der Nichtjude auch. Dieselben oekonomischen, so- Am. 4. August verliess der langjaehrige Praesident der Gemeinde Concepción, Herr Dr. Ebo Rotschild, in Begleitung seiner Gattin Chile, um seine Alijah nach Israel anzutreten, wo seine beiden Soehne seit einigen Jahren bereits in der Marine dienen bezw. studieren. Mit der Abwanderung der Familie Rotschild verliert der chilenische Jischuw eines jener fuehrenden Elemente, das sich in vorbildlicher Art und Weise um das juedische Leben auf allen seinen Gebieten verdient gemacht hat. Die Entstehung der Einheitsgemeinde in der suedlichen Provinzhauptstadt, deren harmonische Arbeit er als hervorragendster Vertreter des letzteingewanderten Sektors leitete, ist zum grossen Teil ein Verdienst Dr. Rotschilds. Er verstand es, das dortige Gemeindeleben sowohl in nationaler wie in religioeser Hinsicht zu orientieren und es gelang ihm vor allem, Hervorragendes auf dem Gebiete der zionistischen Erziehung der Jugend zu leisten. In dieser Beziehung war ihm der unermuedliche Einsatz seiner Gattin Grete zugunsten des Iwrith-Unterrichts von unschaetzbarer Hilfe. Auf den Zionistischen Landeskongressen setzte er sich, oftmals in seiner Eigenschaft als Vizepresident, in energischer Weise fuer die Erfordernisse der Provinzstaedte ein. Wie weit er es auch verstanden hatte, in der nicht - juedischen Umwelt zu hohem Ansehen zu gelangen, geht am Besten aus dem Kommentar hervor, das in der Zeitung “La Patria” erschien und das wir unseren Lesern auf dieser Seite wiedergeben. Die guten Wuensche unzaehliger Freunde begleiten die Familie Rotschild auf ihrem Weg nach Israel, wo sie die innere Befriedigung finden sollen, die Menschen ihrer idealistischen Einstellung und bewundernswerter Dynamik dort nicht versagt bleibt. K. Muy franco y sincero, sin j herir sentimientos de nadie, habló a veces de los problemas de Chile con singular claridad. Cree en el retorno a la tierra como paso necesario de recuperación y fortalecimiento moral. En el instante de su despedida, ojalá estas líneas constituyan una débil respuesta de afecto para el hombre que, haciendo abstracción de razas, credos o doctrinas, supo conquistarse las simpatías de la ciudad. Ch. (De “La Patria”, de Concepción 10-vn-55). Der Eingebildete Kranke Dem “Teatro de Ensayo”, das unter den Auspizien der “Universidad Católica” arbeitet, ist es gelungen, eine sehr gelungene Version von Molieres “Der eingebildete Kranke” zu inszenieren. Wenn auch gerade die ungeheuren Fortschritte der Wissenschaft im allgemeinen und der Medizin im besonderen der Kritik an der Aerzteschaft, die diesem Werk eigen ist, jede Aktualitaet genommen hat, so kann man doch die bald drei Jahrhunderte Publikumserfolg verstehen. Ohne Anspruch auf Unsterblichkeit machen zu koennen, ist das Stueck urwuechsig, munter und sehr lebensklug. Der alte Jean Baptiste muss eben doch in seinem Vagabundenleben viel gesehen haben und noch mehr gelernt und so mancher Psychologie-Professor unserer Tage duerfte ihn noch als Meister ansprechen. Raúl Montenegro als Argan bestaetigte in dieser ersten grossen Hauptrolle alle Erwartungen, die die Besucher der inzwischen leider eingegangenen Miniatur- Buehne der Cave Jamaica in ihn setzten. Ana González (Desideria) als Toñita fasste das Stueck wohl zu sehr als derben Schwank auf und trug etwas dick auf. Sie hatte, wie zu erwarten, den staerksten Publikumserfolg. Die Arbeit der uebrigen Schauspieler war sehr einfuehlend und korrekt; Enrique Heine als Freier hinterliess den staerksten Eindruck. Die Dekoration, etwas aermlich, vermochte den Stil der Epoche nicht sehr eindringlich klarzumachen; im allgemeinen waren die Details jedoch sehr gepflegt. Eugenio Dittborn als Uebersetzer und Regisseur hat eine sehr anerkennenswerte Arbeit geleistet. K. Wir verausgabten im vorigen Monat fuer Barunterstuetzungen, Barzahlungen, Arzto-, Arznei und Krankenhauskosten, Schul— und Berufsausbildungsbeihilfen, sowie fuer die Unterhaltung unseres Altersheims, ausschliesslich der laufenden Buerounkosten $ 788.242 Santiago, 15. August 1955. CISROCO diese Zaesuren vornehmen, muss sie aber zeitlich ganz anders setzen. Das Altertum reicht von der orientalischen Fruehgeschichte ueber die griechische und roemische Antike bis zum Zerfall des roemischen Imperiums. Das Mittelalter setzt mit der Voelkerwanderung ein und reicht bis zur Entdeckung Amerikas und zur Reformation. Die Neuzeit setzt .mit der Reformation ein und fuehrt ueber Absolutismus und Aufklaerung ins Zeitalter der Demokratien und totalitaeren Staaten. Dieses Schema passt keineswegs auf die juedische Geschichte. Das hebraeische “Altertum ist von Abraham ueber Moses zur Zerstoerung des zweiten Tempels zu rechnen. So dann setzt das ungeheuer lange juedische Mittelzialen Probleme bedraengen ihn, aber auch die selbe religioese Krise hat ihn, erfasst; der Einbruch des Nihilismus, die Ernuechterurig zur Endlichkeit, das Ausgesetztsein g e g e n u e ber dem Nichts — bedrohen ihn nicht weniger als seinen europaeischen und amerikanischen Zeitgenossen. Aus der festgefuegten Welt als Gesetz und Brauch, wurde auch der Jude geschleudert in ein Vakuum ohne feste Masstaebe und versucht sich politische Ersatzreligionen zu schaffen, nicht anders als die entwurzelten Zeitgenossen rings um ihn. Der Jude wurde gleichzeitig — oder wieder gleichzeitig. Denn in der hebraeischen Antike war diese Gleichzeitigkeit schon einmal gegeben. (Fortsetzung Seite 29) Silueta de don Ebo Rotschild Hoy, por la vía aérea, echando desde el cielo una última mirada a la ciudad que tanto ama, se dirigirá a Santiago para seguir rumbo a Israel, don Ebo Rotschild. Se va un hombre culto, un caballero a carta cabal, y es menester decir dos palabras en torno a su personalidad. Hablemos un poco, antes, de su viaje. El señor Rotschild con su esposa, la señora Grette de Rotschild, va a Israel. Lo precedieron sus hijos Mario y Miguel, ex alumnos del Liceo y Escuelas Industrial y Agrícola. Ha sentido el señor Rotschild el llamado de la nueva patria judía y abandonando otras posibilidades, va a trabajar con sus correligionarios. Como Ben Gurlón irá a trabajar la tierra, compartiendo estas tareas humildes y fortalecedoras del espíritu, con las del intelecto, porque el señor Rotschild es un abogado distinguido. ooOoo Llegó a Chile hace quince años. Desempeñó humildes oficios en Santiago, y luego se avecindó en Concepción. La zona la conoce palmo a palmo. Nació en Alemania y estudió Derecho en la Universidad de Heidelberg. En su estudio, en Berlín, se formó otro joven abogado. K. Von Brentano, que hace poco ascendió al cargo dé ministro de Relaciones en el Gabinete de Konrad Adenauer. Von Brentano ha r ec 1 a m a d o en Alemania la presencia del doctor en Derecho don Ebo Rotschild para que regrese a ocupar un cargo de importancia en el escalafón judicial. Pero la decisión del señor Rotschild ya está tomada, y una granja pedregosa, en la linde misma del de desierto, lo espera en tierra israelí. El señor Rotschild era el presidente del Centro Sionista Dr. Epstein en nuestra ciudad. Desde que llegó a Concepción se transformó en el nexo de unión de la colectividad, logrando formar el núcleo social y religioso, por el camino de la amistad, la sencillez y el afecto. Sobrio, recto, ponderado, cultísimo —poliglota—, el Dr. Rotschild fundó también el Instituto Chileno - Israelí de Cultura de Concepción, contribuyendo a divulgar los principios que informaban el nacimiento de la patria judía en el Medio Oriente. ooOoo Asociado con el señor Max Tischauer se dedicó a la industria de la ropa hecha —establecimiento Artex— formándose una buena situación económica. Pero no es industrial ni comerciante. Intelectual, ha .preferido la tierra, la tierra pedregosa y estéril de Israel, para vaciar allí su esfuerzo, sumándose al trabajo colectivo de convertir un erial en un jardín. ooOoo En todos los círculos de nuestra ciudad era conocida y respetada la figura sencilla, modesta y siempre amable del doctor Rotschild. Quiere a Concepción y a Chile. De ese afecto da una prueba el hecho de que podía sin recurrir a mapas o geografías dar les nombres de los puntos más extraños de nuestro territorio, en el sector regional. Andarín incansable, subía y bajaba cerros, disfrutando con los descubrimientos de los más bellos parajes.