Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XVII (1955)
- Issue
- 9 (Septiembre, 1955)
- Date
- 1955-09-01
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Septiembre, 1955 BOLETIN INFORMATIVO1 13 620 MILLONEN FUER ANSIEDLUNG Potasch Produktion soll 180.000 Tonnen jaehrllch erreichen Die Potaschwerke in Sdom (am Toten Meer) haben nunmehr die Gewinnung der Potasche aus den neuen Karneliten aufgenommen und auch den groessten Teil der neuen Maschinerie in Betrieb genommen, so dass nun mit einer durchschnittlichen Monatsproduktion von 10.000 Tonnen baldigst gerechnet werden kann. Es sollen bis Dezember 8.000 Tonnen pro Monat erzeugt werden, dann im Januar 1956 10.000 und im Februar 1956 12,000 Tonnen. Als Jahresproduktion versprach Entwicklungsminister Dr. Joseph 135.000 Tonnen. Aber nach dem vollen Ausbau des Werkes soll die Produktion bis auf 180,000 Tonnen gesteigert werden. Minister Dr. Joseph wusste bei einer Besichtigung der Potasch-Werke darauf hinzuweisen, dass die Voraussage, die er vor einigen Monaten in jäer Knesset gemacht hatte, damit erfuellt worden sei. Nach einer Wuerdigung der vollbrachten Leistungen, wobei er auch des Stabes der Mitarbeiter und der Arbeiter gedachte, ging der Minister auf die Zukunftsaussichten des Werkes ein. Der Transportfräge soll nun mehr besondere Beachtung geschenkt werden — das Transportproblem ist ein ausschlaggebender Kalkulationsfaktor. Mit der Eroeffnung der Eisenbahnlinie nach. Beer Scheva wird der Transport per Achse wesentlich erleichtert. Die Hoffnung der Zukunft sei eine direkte Bahn Linie nach Elat und die Verschiffung von dort, besonders nach dem Femen Osten der ein grosser und guter Abnehmer sei. Der Minister ging auch auf die Probleme der Bromgewinnung ein, die nunmehr in die Hand genommen wird. Spaeter soll die Erzeugung von Magnesium folgen, wenn billige Elektrizitaetskraft zu Verfuegung steht. Der Generaldirektor des Werkes Aluf Maklef erklaerte dann die durchgefuehrten Arbeiten, insbesondere die grossen Kanal und Teichanlage zur Gewinnung der Karnelite. Diese bedecken eine Flaeche von ueber 21 qkm, fast die dreifache Flaeche, die dem alten Werk zur Verfuegung stand. Auch die grossen Elektrizitaetsanlagen der Gesellschaft, bei denen vier neue grosse Dieselgeneratoren installiert wurden, konnten bewundert 'werden. Es unterliegt keinen Zweifel, dass hier eine grosse Arbeit geleistet wurde. Brom Produktion ln Sdom Dimona soll eine Stadt d. Arbeiter und Beamten aus Sdom und den Phosphatwerken werden. Es bestehen auch Plaene dort Fabriksgebaeude zu errichten. Der Ort hat ein angenehmes Klima, weil es 600 Meter ueber dem Meeresspiegel liegt. Die Eisenbahn aus Beer Schewa wird bis Dimona weiter ausgebaut, denn diese Stadt soll das Versorgungszentrum des Negew werden. Dimona liegt an d. Kreuzung der Wege Beer Schewa- Sdom - Phosphatwerke. Die biblische Stadt Dimona war eine der suedlichsten Staedte im Negew. Die “Israel” Kommt zu Rösch Haschana Der neue “gemischte Frachter“ aus Reparations geldern, die 11.000 To. grosse “Israel”, wird am Tage vor Bosch Haschana mit 320 Reisenden aus England und Frankreich sowie einer Fracht von 6000 To. Reparationsguetem nach Haifa kommen. Das Schiff wurde im August von der deutschen Werft, die es baute, an ZIM uebergeben. Zuerst wird die “Israel” zwischen Deutschland. Holland und Daenemark mit Fracht hin und her fahren, dann Reparationsgueter laden und nach Southampton segeln; von dort faehrt sie nach Le Havre, und wird in beiden Haefen Passagiere aufnehmen. Es handelt sich um Gaeste zu den Hohen Feiertagen. Alle Plaetze fuer die Jungfernfahrt sind bereits ausverkauft. Nach 14 Tagen Aufenthalt in Haifa begibt sich das Schiff auf seine erste Reise nach USA. Auf dieser Strecke, die es in 12 Tagen zuruecklegen kann wird das Schiff dann staendig verkehren. Bis zum Mai 1956 wird “Schoham” noch 8 Schiffe aus Westdeutschland, davon 3 Passagierdampfer und 5 Frachter erhalten. Das groesste Schiff wird der 18.000 To. Tanker “Haifa“ sein. Fracht Israel - USSR Infolge d. Unterzeichnung des israelisch - sowjetischen Schiffahrtsabkommens wird eine betraechtliche Verbilligung der Schiff-Frachtspesen fuer israelische Exportgueter nach der USSR eintreten. Die entsprechenden Vertragsdokumente wurden zwischen dem israelischen Botschafter in Moskau, Aluf J. Awidar und d. Sowjet - Aussenministerium ausgetauscht. Handel mit Tuerkel vergroessert Der Handel mit der Tuerkei ist im letzten Monte verstaerkt worden und hat einen Warenumlauf von 2 Millionen Dollar erreicht. Israel exportierte nach der Tuerkei Waren fuer 975000 Dollar und importierte solche fuer 1,1 Million-Dollar. Hoehle aus dem Altertum entdeckt Eine grosse Hoehle aus den Tagen des Zweiten Tempels wurde durch einen Zufall in der Schchunat Katamon in Jerusalem entdeckt. In Katamon wurde ein Graben fuer Kanalisationsanlage ausgehoben und zufaellig fuehrte dieser ueber den Haupteingang in die Hoehle, die eine der schoensten und groessten ist, die in den letzten Jahren entdeckt wurde. Das Personal der Abteilung fuer Altertuemer begab sich sofort an den Fundort und hat bei der ersten Untersuchung die “luxurioese Ausstattung” der Hoehle festgestellt, die scheinbar einer reichen Familie gehoerte. Landwirtschaftsproduktion crhocht Um 13% mehr Milch (28,8 Mill. Liter) um 30% mehr Eier (104,7 Mill. Stueck), um 56% mehr Gemuese (31.770 Tonnen) und um nicht weniger als 134% mehr Kartoffeln (12.184 Tonnen), wurden in den ersten drei Monaten des Jahres 1955 im Vergleich mit dem Vorjahre den Maerkten zugefuehrt, geht aus den Zif. fern des statistischen Zentralamtes hervor. Die durchschnittliche Arbeitslosigkeit ist im Maerz von 12.800 im Vormonat auf 8.840 zurueckgegangen. Der Lebenshaltungsindex ist im Maerz bekanntlich nur um einen Punkt auf 230 Punkte gestiegen. Der Grosshandelsindex stieg in der gleichen Periode von 1.310 Punkten auf 1314 Punkte. 20 MU1. Anleihe fiuer die Elektrizitaets Gesellschaft Die Anleihe fuer die PEC in Hoehe bis 20 Millionen IL, die zur Zeichnung aufgelegt werden, sollen mit 6%% Zinsen ausgestattet werden. Die Finanzkommission hat in einer Sitzung bereits zu. gestimmt, dass die Regierung die Garantie fuer diese Anleihe uebernehmen soll. Generaldirektor Sapir sagte bei dieser Gelegenheit vor der Kommission, dass das Elektrizitaetswerk jetzt eine Kapazitaet von 230.000 Kilowatt erreicht hat. Diese soll bis 1960 auf 320.000 Kilowatt gesteigert werden. Jedes zusaetzliche Kilowatt macht die Investition von 700 IL, erforderlich, insgesamt sollen also weitere 210 Millionen IL. Investiert werden. Die Gelder sollen von der Gesellschaft selbst, von der Regierung aus Mitteln des Entwicklungsbudgets und durch Anleihen der Oeffentlichkeit aufgebracht werden. Seit Entstehung d. Staates wurden 420 Mill. IL fuer die Ansiedlung von neuen Olim von der Sochnut ausgegeben. Dazu kommt noch eine Summe von 200 Millionen IL, die benoetigt wurden, um die Neusiedler mit entsprechendem Inventar und landwirtschaftlichen Geraeten auszuruesten — sagte anlaesslich einer Pressekonferenz Dr. G. Josephtal von der Leitung der Sochnut. Die Ali ja hat in den letzten 10 Monaten einen grossen Aufschwung genommen, 25.000 Olim sind in diesem Zeitraum ins Land gekommen, also fast 3% Mal mehr, als im selben Abschnitt des vorigen Jahres. Sogar in der Zeit des “Zauberteppichs der Jemeniten” wurde so eine Anzahl von Neueinwanderer nicht notiert. Von den jetzt angekommenen Olim gingen 60% aufs Land, 5% in die Entwicklungsorte des Landes. Ins “Schaar -Alija” kommen nur 9% der Neueinwanderer, b e s o n d ers wegen Krankheitsuntersuchungen. Das Losungswort “V o m Schiff in den Bestimmungs. ort” wird jetzt gaenzlich eingehalten. Die Olim kommen direkt in eine Siedlung oder ln den Bestimmungsort des Entwicklungssektors. Die Sied lungen zwischen Naharia, Gedera und am Ufer des Meeres, sind jetzt fuer die Neueinwanderer geschlossen. Die Ausgaben der Sochniit fuer die Besiedlung einer einzigen Familie betragen nur im ersten Jahre schon durchschnittlich 8.000 XL,, wobei diese Summe spaeter sich immer erhoeht. A1 s Entwicklungsgebiete kommen in Betracht: Galil, Emek Beth Schan, Migdal Aschkalon, Beer Schewa. Jetzt bemueht sich die Sochnut besonders um das Gebiet Elat, um den Aufbau von Demona, besonders fuer die Arbeiterfamilien, die in den Pottaschwerken arbeiten. In Nazaret werden jetzt ca. 150 Wohnungen fuer. Einzelfamilien gebaut: Wir trachten — sagte Dr. Josephtal — jetzt mehr Gewicht auf die Entwicklungsgebiete, zu legen. In diesem Jahr betraegt das Budget der Sochnut fuer Besieülungszwecke 114 Millionen IL. Die Quellen, aus denen die Sochnutgelder stammen, sind Keren Hajessod, Magbit, der jetzt durch Neuorganisierung und durch die gute wirtschaftliche Lage der Vereinigten Staaten viel groessere Summen einbringt. In diesem Jahre erhielten wir aus dieser Quelle 25 Millionen IL, also um 10 Millionen IL mehr als im vorigen Jahre. Dazu kommen auch Summen aus dem deutschen Eigentum und aus verschiedenen Darlehen. Aus dem Jahresbudget der Sochnut werden 64 Prozent fuer Besiedlung, 20 Prozent fuer Alija, Einordnung und fuer die Jugendalija bestimmt, 8 Prozent werden fuer die Bezahlungen der Darlehen ausgegeben. Die administrativen Spesen der Sochnut stellen sich auf 1 1|4% der Budgetsumme und 9% fuer Gehaelter, Arbeiten, Fahrten usw. BETTEL - UNWESEN VOR DEM FRIEDHOF ...mir erlauben, auf dem Wege ueber das “Boletín Informativo” dem Vorstand eine Petition zu unterbreiten: Waere es nicht moeglich, dem Bettel-Unwesen vor dem Friedhof Conchalí ein Ende zu bereiten? Ich beziehe mich weniger auf die Tatsache selbst, als auf die Form, in der sich Scharen verwahrloster Kinder einen Spass daraus zu bereiten scheinen, die Leidtragenden bei Ankunft und Abfahrt zu belaestigen. Eventuell muesste man gemeinsam mit der “Chewra Kadischa” irgendwelche Schritte ergreifen. Eine entsprechende Eingabe bei der zustaendigen Stelle von “Carabineros” wuerde sicher die gebuehrende Beruecksichtigung finden. Es genuegt nicht, nur auf dem Friedhof selbst fuer Ruhe und Wuerde zu sorgen; wenn die unmittelbare Nachbarschaft einen solch schreienden Kontrast bietet. L, A. Z. Club Juvenil Apolítico Deguel Israel Situado en Vicuña Mackenna 175 En el Programa: Tradiciones de Israel, Historia Sionista, Deportes, Juegos, Paseos, Excursiones, Canto Hebreo, ete. ¡Manda tus hijos! Comité Organizador: S. Hanff, J. Will,