Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XVII (1955)
- Issue
- 8 (Agosto, 1955)
- Date
- 1955-08-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Agonto, 1955 BOlïTIir INTORMATIVO 7 rtfriWiiifili t Regierungsumbildung und Wahlen in Israel Wie unseren Lesern aus der allgemeinen Presse bereits bekannt ist, fanden am 26. Juli in Israel Neuwahlen zur Knesset (Parlament) statt. Unser durch drucktechnische Probleme sehr frueher Redaktionsschluss macht es uns leider, wie so oft, unmoeglich, zu deren Ergebnis bereits in dieser Ausgabe Stellung zu nehmen. Was die einen Monat vor den Wahlen erfolgte Regierungsumbildung anbetrifft, in derem Verlauf die Partei der Allgemeinen Zionistn aus dem Kabinett Sharett ausschieden, so enthalten wir uns eines Kommentars, um sie im Zusammenhang mit den Wahlen, mit denen sie selbstverstaendlich in ursaechlicher Verbindung stehen, zu eroertern. DIE RED DEVISENKONTEN MIT HOHEN ZINSEN AB SOFORT ERLAUBT Generaldirektor Sapir Kuendigt Abbau der Devisenvorschriften an — Devisenlage des Staates erheblich verbessert Buerger Israels sind ab heute berechtigt auf Konten bei Banken in Israel Devisenguthaben zu unterhalten, die ihnen auch in Devisen verzinst werden, erklaerte lezthin der Generaldirektor des Finanzministeriums, Pinchas Sapir, auf einer Pressekonferenz in Jerusalem. Der Zinssatz wird wesentlich ueber den im Ausland fuer solche Guthaben ueblichen Saetzen liegen, da diese Massnaiime auch im Rahmen der Bestrebungen, das Publikum wieder zum Sparen zu erziehen, unternommen wird. Auf diese Konten koennen Ueberweisungen erfolgen, die aus Veimoegensliquidierungen im Auslande stammen, oder aus Erbschaften, Nachlaessen, Lebensversicherungen, deutschen Wiedergutmachungsbetraegen oder oesterreichischen Sperrkonten, Frueher ins Ausland verbrachte Betraege wuerden unter Vermoegensliquidationen fallen, erklaerte Sapir auf eine diesbezuegliche Frage. Die Regierung beabsichtige zwar nicht eine offizielle Amnestie zu erlassen, sie werde aber auch keine Fragen stellen, wenn etwa ein Buerger Israels Dollarnoten, die er bei sich versteckt gehalten hatte, nun zur Einzahlung bringt, um in den Zinsgenuss zu kommen. Die Guthaben bei den Banken koennen jederzeit zum offiziellen Kurse verkauft werden. Das stark gewachsene Zutrauen in unser Pfund drueekt sich in den stark vermehrten Devisenablieferungen aus. Nicht nur werden j etzt pro Woche durchschnittlich eine halbe Mill. Dollar abgeliefert, sondern auch sonstige Ueberweisungen getaetigt. Aber auch der schwarze Kurs fuer das Pfund ist sehr gestiegen und die Spanne gegenueber der offiziellen Notierung ist heute so niedrig, wie sie seit der Staatsgruendung. noch nicht war. Auch das Disagio fuer die verschiedenen Arten Sperrkonnten ist sehr klein geworden. Kontrolle, und so auch d. Devisenkontrolle ist fuer uns kein Selbstzweck, erklaerte Generaldirektor Sapir und so hoffen wir auch die Devisenkontirolle schirittweise abbauen und stufenweise erleichtern zu koennen. Unsere Devisensituation hat sich im letzten Jahre wesentlich geaendert, wie aus der Zahlungsbilanz und Aufstellung der Schulden des Staatef in Devisen hervorgeht. Unsere gesamten kurzu. mittelfristigen Schulden tn fremder Waehrung, rund 69 Millionen Dollar sind mehr, oder weniger durch Devisenreserven voll gedeckt. Die dadurch geschaffene freiere Bewegungsmoeglichkeit beim Wareneinkauf hat uns auch groessere Ersparnisse gestattet. Die Deviseneinnahmen 1954 55, mit rund 400 Mill. Dollar, ueberstiegen den Voranschlag um rund 50 Mill. Dollar. Den groessten Einnahmeoosten mit fast 95 Millionen Dollar stellen die deutschen Zahlungen dar (24 Proz.), an zweiter Stelle steht der Export mit 88 Millionen Dollar (22 Proz.) Nationale Institutionen lieferten 73 Mill. Dollar ab (19 Proz.), die amerikanische Beihilfe betrug 45 Mill. Dollar (11 Proz.) die Bonds erbrachten 38 Millionen Dollar (9 Proz.), private Ueberweisungen 24 Mill. Dollar (6 Proz), und 34 Mill. Dollar indirekter Export, Wa- , rentransfer der Institutionen j und andere Einnahmen. Auf der Ausgabenseite figurieren rund 211 Millionen Dollar fuer Bedarfsartikel, wobei aber beruecksichtigt werden muss, dass in dieser Zeit unsere Vorraete wesentlich stiegen und allein die Lebensmitteireserven 10 Millionen Dollar betragen. Import zum Zwecke von Export 54 Mill. Dollar, Investitionen 85 Millionen Dollar und 49 Mill. Reserve fuer Schuldentilgung. D i e Gesamtschulden in fremden Devisen betrugen am 31. 3. 1955. 425 Millionen Dollar, gegenueber 410 Mill. Dol-‘ lar am gleichen Tage des Vorjahres. Zieht man hieri von aber die Bond3 ab, ao i wurden die Schulden um 16! Mill. Dollar verkleinert Erste NyKonCabrik des Mittleren Ostens Die erste und einzige Fabrik fuer Nylon-Kunstfasern im Mittleren Osten wird in Kuerze in Haifa, in dem neu geplanten staedtischen Industrieviertel “Erd El Ramel'' (bei “Schemen”) errichtet werden, wie der Leiter der staedtischen Entwicklungsabteilung J. Roll bei einer Skizze ueber die Taetigkeit seines Departaments vor der Presse bekannt gab. Die neue chemische Fabrik wird mit einer Ersten Investition von 1.Z50.0U0 Dollar (und IL) auf einer Flaeche von 3.000 qm. errichtet und in drei Phasen innerhalb von 3 Jahren auf 9.000 qm vergroessert werden. Die Investoren sind Kapitalisten aus England und der Schweiz; 60 Prozent des Kapitals wurde von ihnen in bar transferiert und bereits in IL eingewechselt. Die Staat Haha hat innen 20 Dunam Bo den in dem neuen “Zentrum fuer Kleinindustrien und Werkstaetten” zur Verlegung gestellt. Die Maschinen wuruen aus Repara. tionsgeldern bestellt. Der Bau des WeriC3 beginnt in 2 Monaten. 150 Arbeiter werden vorerst in der Fabrik beschaeftigt sein. Einige junge Ingenieure (Technlon - Absolventen) werden im Ausland die Produktionsmethode erlernen. Da es sich bei Nylon um ein Weltkartell von Du Pont und I. G. Farben handelt, erhaelt jedes neue Werk das Monopol fuer einen bestimmten Weltteil — in diesem Teil der Mittlere Osten (inklusive der arabischen Laender). Die Entwicklungsabteilung der Iria sieht ihre Aufgabe in der Foerderung neuer Industrien, denen sie mit Rat, Bodenbeschaffung u. Steuer erleichterungen beisteht. Das neue “Industrieviertel” wird von der Iria mit Hilfe der Gesellschaft “Hachscharat Hajischuv” und einer neu gegruendeten New - Yorker Investitionsgesellschaft (Ame rika-Haifa Entwicklungs Co.) errichtet. Kleinbetriebe und Werkstaetten, die sich jetzt in der Stadt befinden, koennen in Zukunft dort konzentriert werden. Es stehen 100 Dunam fuer die Errichtung von 1—4—¿toeckigen Gebaeu. den zur Verfuegung, von denen die ersten 6 (zur Unterbringung von 2—25 Betrieben) bereits fertig sind. “Bestaetigte” Investitionsbetriebe geniessen 5 Jahre lang Befreiung von d. staedtischen Besitz-Abgabe. Die Entwicklungsabteilung der Iria organisiert ausserdem Feste (Blumen-, Fruechte-Ausstellung, etc ). Plattenkonzerte im Gan Haem, Aus. fluege u. s. w., um die Touristik und damit die Verdienstmoeglichkeiten des Hotel- und Restaurantgewerbes des Handels und Verkehrszweiges au heben. Vertretung der J. T. A. in Chile Die Vertretung der Jewish Telegraph Agency (J. T. A.), in Chile ist unserem langjaehrigen Gemeindemitglied Herrn Emanuel Hutschnecker anvertraut, der alle Nachrichten von allgemeinem Interesse an diese Presse-Agentur weiterleitet. Herr Hutschnecker ist seit vielen Jahren journalistisch taetig und betaetigte sich in hervorragender Weise als Korrespondent bedeutender britischer Zeitungen waehrend des spanischen Buergerkriegs. Seine Artikel sind Woche um Woche in den Spalten einer stattlichen Anzahl europaeischer Zeitschriften zu finden. Anschriften von Interesse fuer die J. T. A. sind an seine Casilla, Nr. 9878 zu richten. AUFRUF AN DIE SAEUMIGEN Die Leitung der Magbith gibt bekannt, dass immer noch ungefaehr 80 Gemeindemitglieder, die dazu in der Lage waeren, dem Ruf der diesjaehrigen Magbith nicht Folge geleistet haben. Sie lichtet daher auf diesem Wege einen dringenden letz, ten Appell an die betreffenden Mitglieder mit der Bitte, sich diesbezueglich mit dem Gemeinde-Buero (Tel. 33096), hi Verbindung zu setzen oder waehrend der Buero-Zeit per. soenlich vorzusprechen. Den gleichen Appell richtet sie auch an jene kleine Minderheit von Zeichnern, die durch sacumlge Erfuellimg ihrer Verpflichtungen der Aktion einen organisatorischen und finanziellen Schaden zufuegen, der mit einem geringen Aufwand von gutem Willen zu vermeiden waere. Jugendgotiesdienst Schabbat. d. 25. Juli fand zum ersten Male in diesem Jahre ein Jugendgottesdienst statt, der von vielen Kindern besucht war. Er wies dieses Mal eine sehr interessante Neuerung auf, die wir uns bemuehen werden, auch in Zukunft fortzusetzen. Zwei Kinder unserer Religionschule, Rcby Rosenberg und Marco Wisch waren die Vorbeter, die die Gebete des Mincha Gottesdienstes vortrugen. Es ist erfreulich zu wissen, dass es auch hier moeglich ist, Kinder soweit zu bringen, dass sie aktiv an unserem religioesen Leben teilnehmen koennen-vorausgesetzt, dass auch die Eltern uns in diesem Bemuehen unterstuetzen. Wir hoffen, dass in Zukunft auch andere Kinder sich daran ein Beispiel nehmen werden. » lÜëÉl WH 8iW«>£i M H a."’, .ri »agit Ülljtlli! V mm um >Y ■tyN'-ÏÏ.V U¥.: mm pppi VirWv Sin Blick an die Nordgrenze: DSR KIBBUZ DAN '