Mannheim
Compact Memory

Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1955-08-01 · 8 (Agosto, 1955) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XVII (1955)
Issue
8 (Agosto, 1955)
Date
1955-08-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/8553624-8556771-9194128--1612-8556884
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Agosto, 1955 BOLETIN INFORMATIVO 3 í ■ m /4w (¿e+n i HERZL - BIALIK GEDENKFEIER Vor einem leider nicht allzu zahlreichen Publikum sprach am Donnerstag, d. 14. Juli der Praesident der Federación Sionista de Chile, Herr Matthias Schapiro im Rahmen der alljaehrlichen Herzl - Bialik Gedenkstunde ueber seine Eindruecke von «einer kuerzlichen Reise nach Israel. Nach Begruessungsworten von Herrn Rabbiner E. Loewenstein in denen er den Redner dem Publikum als den Menschen und Juden charakterisierte, nahm er selbst das Wort und gab den Zuhoerern einen begeisterten und inhaltsreichen Bericht ueber das von ihm gesehene und tief erlebte Israel. Er ging aus von dem Herzl.Wort: Wenn Ihr so wollt, ist es keine Legende. Die Legende von der Herzl und Bialik getraeumt haben, ist Wirklichkeit geworden. Aber wir stehen vor einer neuen Legende-dem Wunder des neuen Israels. Er erzaehlte von den Vertriebenen Israels, die sich ln Israel wieder vereinen, die oft so fremdartig anmuten und die sich in kurzer Zeit in das neue Leben hineinfinden, um an dem grossen Werk teilzunehmen. Er berichtete von dem unerhoerten Schwung des Bauens, dem Rythmus der Arbeit, die der juedischen und nichtjuedischen Welt ein Staunen abringen. Es wurde ein schoenes Bild von unserem Heer und seiner Kraft gegeben die sich vor allem am Jom Haazmaut zeigt. Dabei fand er das sehoene Wort: Es ist die groesste Tragoedie fuer ein Volk, wenn es sich selbst nicht verteidigen kann, denn dann ist es davon abhaenging, dass andere es verteidigen. Und die anderen verteidigen es, wann und wie sie wollen. In diesen Worten liegt im Grunde die Tragoedie unserer Geschichte von zweitausend Jahren. Heute erleben wir eine neue Kraftdie Kraft unserer Medina, die man ueberall in der Welt spuert. Wir werden aus Israel nicht so sehr Waren exportieren sondern Chochma und Tora. Das zeigt sich schon heute und auch dafuer wurden interessante Beispiele gegeben. Rabbiner Loewenstein dankte Herrn Schapiro fuer seine begeisternden und teilweise auch humorvollen Auszehrungen, die denen, die diese Gedenkstunde, miterlebten, erneute Kraft gegeben haben, in ihrer Arbeit fuer Medinat Israel. Nachrichten des Vaad Hajinuj Der langgehegte Traum unseres gesamten Jischuw wird nunmehr endlich Wirklichkeit: der Neubau des Gebaeudes fuer die Schulen des Vaad Hajinuj. Endlich werden unsere Kinder in grossen, schoenen und hygienischen Raeumen unterrichtet und zu selbstbewussten Juden erzogen werden. Grosse Geldmittel sind erforderlich, um dieses gewaltige Werk zu vollenden. In allen Kollektivitaeten unseres Jischuw sind ehrenamtliche Kommissionen taetig, die jedes einzelne Mitglied besuchen, um seinen Beitrag zu erbitten. Der Vaad Hajinuj hofft, dass auch unsere Mitglieder sich seinem Rufe nicht versagen und in grosszuegigster Weise an der Schaffung dieses grossen Kulturzentrums m i t h e 1 fen werden. Keiner, dem die Zukunft unserer Jugend und damit unseres gesamten Volkes am Herzen liegt, darf sich ausschliessen! Das neue Schuljahr soll bereits in den neuen Raeumen begonnen werden. Am Vormittag des 15. August soll in Anwesenheit des Israeli Gesandten Dr. Kubowy, der zu diesem Zwecke aus Buenos Aires herueber kommt, der Rohbau des Kindergartens und der erste Stock des gesamten uebrigen Gebaeudes eingeweiht werden Alle unsere Gemeindemitglieder sind bereits heute zu dieser Feier herzlichst eingeladen. Kulturveranstaltung Am Dienstag, d. 5. Juli hielt Herr Dr. S. Krebs, Delegierter der Hebraeischen Universitaet in Sued-Amerika in unserer Gemeinde einen Vortrag ueber das Thema: Von Rom nach Jerusalem. Leider war es nur einem sehr kleinen Kreis von Freunden moeglich die aeusserst interessanten Auszehrungen des Vortragenden zu hoeren, da Verkehrsstreik und schlechtes Wetter ein grosses Hindernis waren. Nachdem Herr Leon Rosenthal den Gast begruesst hatte, erzaehlte Dr. Krebs von roemischen Kunstdenkmaelern, die in Beziehung zum juedischen Volk stehen. Vor allem deutete er sehr bemerkenswert das Werk des grossen Michelangelos und stellte ihn in die geistige Krise der Gegenwart hinein. Von dort aus Zehrte der Weg nach Jerusalem in das neue Schaffen unseres Staates Israel. Der Redner legte jene Kraette dar, die fundamental fuer das Judentum sind: Messianismus und Prophetie und gab der Hoffnung Ausdruck, dass von unserem Staate noch einmal neue geistige Stroeme ausgehen werden, die der Menschheit in ihrer Krise einen Weg weisen koennen. Herr Rosenthal dankte Herrn Dr. Krebs fuer seine sehr bemerkenswerten Ausfuehrungen. Vcrtraege ueber Kinderpsychologie In den Raeumen unserer Gemeinde fanden durch Vermittlung der Abteilung fuer Extensiön Cultural de la Universidad de Chile im vergangenen Monat vier Vortraege ueber Kinderpsichologie statt, die fast durchweg ein zahlreiches Publikum hatten. Es sprachen Frau Dra. Mathilde Huici, Directora de Escuela de Pärvulos und Herr Prof. Egidio Orellana, Director des Pedagogicum. In diesen Vortraegen wurde ueber die Psychologie der Kinder vom vor-schulpflichtigen Altern bis nach der Pubertaet gesprochen. Beide Redner gingen von dem heute allgemein in der Paedagogik geltenden Standpunkt aus, dass jedes Kind nicht als ein noch nicht Erwachsener zu betrachten sei, sondern entsprechend seinem Alter und seiner Welt, in der es lebt, zu behandeln ist. Die sich daraus ergebenden Fragen und Probleme wurden in allen vier Abenden von der aufmerksamen Zuhoererschaar sehr interessant behandelt und diskutiert. HAUSSAMMLUNG Die naechste monatliche Hausammlung zu Gunsten des “Hilfswerks fuer die Judennot in der Welt’’ findet am Sonntag, den 21. August 1955 statt. Or. HIRSCHBERG Einige Tage vor Pessach versammelten sich die Angehoerigen und Freunde unseres unvergesslichen Dr. Josef Hirschberg am Jahrestag sei. nes Todes auf unserem kleinen Friedhof in Maabarot anlaesslich der Steinsetzung, Unter vielen anderen Santiaginern war auch Herr Sender mit seiner Gattin erschienen, der gerade zu Besuch in Israel weilte. Er war so liebenswuerdig in Abwesenheit des durch eine Operation verhinderten Herrn Tichauer die rituellen Funktionen zu erfuellen. Mit schoener Stimme sang er das El male rachamim und hielt eine Ansprache, die er auf den Saetzen aus dem Kohelet tow schem mischemen tow, Ein guter Name ist koestlicher als Oel und aus dem Hallelgebet; lo amut ki echje, Ich werde nicht sterben, denn ich werde leben, auZaute. Damit hatte Herr Sender in kurzen schlichten Worten uns allen aus der Seele gesprochen und dafuer wollen wir ihm noch einmal von hier aus Gruss und Dank zurufen! Josef Hirschberg ist nicht gesto*. ben, er lebt in uns weiter. Wir brauchen nicht das Denkmal aus Stein, das wir ihm gewohnheitsgemaess gesetzt haben, sondern er bleibt in uns lebendig, durch sein Wirken und seinen Einsatz fuer das Judentum und seine Santiagoer Gemeinde, durch seine ganze dynamische Persoen. lichkeit, durch sein “Ja” sagen zum Leben, zum juedischen Volk und zu Israel. So lange wir leben, werden wl» in jedem Jahr zu Pessach in tiefer Trauer und in dankbarem Gedenken unser Jiskor sagen. Dies sei seiner lieben Frau und seinen Kindern, seiner Mutter und seinen Geschwistern ein stolzer Trost in ihrem bleibenden Schmerz. BETTY EHRLICH AENDERUNGEN IM MITGLIEDERBESTAND a) Neuaufnahmen: Moritz Bank Federico Dresel Klaus Fink José Hollaender Leo Pelzel Ralf Singer b) Ausgetreten: Ben Kopfstein (zurueckgewandert nach Israel). JUGEND-GOTTES SONNABEND, DEN 20. AUGUST 4 h. P. M PORTUGAL 810 Alle Kinder sind herzlichst eingeladen. REGELMAESSIG UM ELTERN BRINGT EURE KINDER GOTTESDIENST

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.