Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XVII (1955)
- Issue
- 7 (Julio, 1955)
- Date
- 1955-07-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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✓ BOLETIN INFORMATIVO Julio, 1956 WAHLVORBEREITUNGEN AtlS ZUR DRITTEN KNESSET D i e Wahlvorbereitungen und die Durchfuehrung der Wahlen zur dritten Knesset sind zwischen dem Innenministerium und der Zentralwahlkommission auf geteilt. Zmn Aufgabengebiet des Innenministeriums gehoeren die Wahllisten, die Verteilung der Wahlkarten und die Aufnahme derer auf die Wahllisten, die aus irgendeinem technischen Fehler auf diesen Listen nicht erscheinen. Alles andere, insbesondere die DUrchfuehrung der Wahlen, die Verteilung der Wahlurnen und besonders die Wahrung strikter Objektivitaet bei den Wahlen, gehoert zu den Arbeiten der Zentralwahlkommission, sagte bei einer Pressekonferenz der Richter des Obersten Gerichtshofes Dr. Agranat, der zum Vorsitzenden der Wahlkommission ernannt wurde. Das ganze Land wurde aus geographischen Gruenden in 14 Wahlkreise geteilt, in denen sich' 220 Wahlurnen befinden werden. Bis jetzt fanden sechs Konferenzen der Wahlkommission statt und die vollstaendige Reorganisierung dieser Kommission wurde durchgefuehrt. Es wurden nur fachmaennische Kraefte aus dem Beamtenstab des Staates zur Mitarbeit zugezogen. Eih Budget von 690,000 &, wurde aufgestellt, das von der Knesset - Finanzkommission im Laufe dieser Tage be. staetigt werden soll. Die Wahl urnen befinden sich immer _ in der Wohngegend des! sen aenderung nicht aufzu- Waehlers. Dieser muss bei der Wahl nicht nur den eigenen Namen und Vornamen, son. dern auch den seines Vaters angeben. Um Ungenauigkei- Israels Pari uemerie-Export gestiegen Zwei Drittel der Erzeugnisse der Perfuemeriefabrik. Taya werden exportiert — erklaerte der Direktor der Fabrik Max Gineger bei einer Pressekonferenz in der Fabrik. Er wies darauf hin, dass die Fabrik, die einst als kleiner Betrieb mit vier Arbeitern begonnen hatte, heute 45 Arbeiter beschaeftige. Im letzten Jahre habe sie fuer 225.000 Dollars Waren exportiert. Die Fabrik stellt her Zahnpasta, Puder, Creme, Nagellack und verschiedene andere kosmetische Artikel, die sich sowohl im Lande wie im Auslande einen guten Namen erwerben konnten. Sie exportiert ihre Waren in ueber ein Dutzend Laender. Heute ist die Fabrik eines der groessten Unternehmen des Nahen Ostens auf diesem Gebiet, sie wird aber ihre.Leistungsfaehigkelt noch erheblich erhoehen koennen, wenn sie die modernen Maschinen bekommt, dje sie aus Deutschland bestellt hat. Handelsabkommen mit Frankreich unter- »ichnei Das neue Handelsabkotodesweg-en, weif oft die Adresj den sen mangelhaft waren oder b^r iÄatioftaden wareng ¿te anlaes“: j trerrezSef'in Jerusalem U1U lich dieser Pressekonferenz 1 terzeiennei. Dr. Cylan, der Beauftragte j Das neue Handelsabkomdes Innenministeriums fuer men, das noch von beiden Reten vorzubeugen, muss auch der Waehler sein amtliches Identitaetszeugnis vorweisen. Wahlberechtigt ist der Buerger von Israel, der am 31. Dezember 1954 das 18. Lebensjahr vollendet hat. In 1276 Orten wurden die Wahllisten zur Einsichtnahme ausgelegt. Reklamationen koennen bis zum 12. Mai an das Innenministerium gerichtet werden, welches die Einsprueche unbedingt bis zum 3. Juni ds. J. beantworten muss. In besonderen Faellen kann sich ein Waehler an das Bezirksgericht um eine Entscheidung bezueglich seiner Wahlberechtigung wenden. Die Wahllisten sind auch gueltig bei den Gemeindewahlen, die zugleich bei denselben Urnen im selben Wahllokal stattfinden. Israel ist der einzige Staat in der ganzen Welt, der nicht wartet, bis sich ein Waehler an die massgebenden Stellen bezueglich seiner Wahlberechtigung wendet, sondern der Waehler bekommt seine Wahlrechtskarte direkt nach Hause zugeschickt. Von Insgesamt 1.050.000 Wahlberechtigten in Israel erhielten 900.000 Staatsbuerger ihre Wahlberechtigungskarten ln ihre Wohnung zugestellt. Wenn 42,000 Reklamationen im Ministerium, des Innern eingingen, so geschah es nur die Wahlen. TROCKENLEGUNG DER HULE - SUEMPFE ZWEITE ETAPPE BEENDET Die Beendigung der zweiten Etappe der Arbeiten der Trockenlegung des Hule wurde einer Sitzung der Leitung des KKL, durch den Vorsitzenden der Organisation, Dr. Granott bekannt gegeben. Die Arbeiten wurden im September 1953 begonnen und am 5. Mai d. J. abgeschlossen und der groesste Teil der amerikanischen Fachmaenner, die die Arbeiten zur Trockenlegung des Hule durchfuehrten, sind schon nach den USA zurueckgekehrt, nachdem sie hier israelische Fachkraefte ausgebildet hatten. Insgesamt wurden zur Trockenlegung des Hule drei Kanaele gegraben; 1) ein oestlicher Kanal. 50 Meter breit und 12 Kilometer lang; 2) Ein westlicher Kanal von 20 Meter Breite und 10,5 Kilometer Laenge und 3) ein noerdlicher Kanal von 15 Meter Breite und 4,5 Kilometer Laenge Ausserdem wurden mehrere kleinere Kanaele, zum Anfliessen des Wassers, zu Reinigungszwecken, usw. gegraben. Insgesamt wurden ca. 3 Millionen IL zur Durchfuehrung dieser Arbeiten eingesetzt. Jetzt werden die Vorbereitungen zur Durchfuehrung der dritten und letzten Etappe der Arbeiten der Trockenlegung des Hulegebietes gemacht. GEDENKWALD GEPFLANZT In Anwesenheit des jugoslawischen Gesandten in Israel und 500 Vertretern der jugoslawischen Olimorganisationen fand in der Naehe des Kibbuz “Lehagschama” im Korridor von Jerusalem die Pflanzung eines Gedenkwaldes fuer die jugoslawischen Opfer des Nazismus statt. Der Wald wird 60.000 Baeume enthalten, die durch Spenden der juedischen Gemeinde Jugoslawiens und von j nicht juedischen Persoenlich-1 kelten bezahlt werden gierungen bestaetigt werden i muss, sieht einen israelischen 1 Export nach Frankreich vor, j der um 20% hoeher sein wird 1 als der im vorherigen Abkom- 1 men vorgesehene Export. Dagegen wird der franzoesische Export nach Israel im Handelsabkommen nicht begrenzt. Das Abkommen wird am 1. Juli d. J. offiziell in Kraft treten. Im Rahmen des bisherigen Vertrages betrug der israelische. Export 2 Millionen Dollar, der Import aus Frankreich 2,5 Mill. Dollar. Israelischer Zucker ab Mai 1956 Ab Mai 1956 wird zum ersten Male Zucker voll in Israel produziert. Die Fabrik, die in Affule im Entstehen begriffen ist und mit einem Aufwand von 7 Mill. IL erbaut wird, soll jede Saison 12.000 Tonnen Zucker fabrizieren und den Import um 1 Mill. Dollar verkleinern. Sie wird in drei Schichten 200 Personen beschaeftigen. Etwa 1500 Familien sollen zu einem spaeteren Zeitpunkt bei der Zuechtung von Zuckerruebe ihr Auskommen finden. Es werden Bemuehungen gemacht, die kurze Zuckerrueben-Saison zu verlaengern, um der Fabrik fuer das ganze Jahr volle Beschaeftigung zu ermoeglichen. Israelische Handelsflotte wird erneuert Der Bau von 12 neuen Schiffen mit Hilfe der Reparationsmittel und die Ausschaltung von 12 alten Schiffen ist der erste Schritt zur Sicherung der Existenz der Flotte Israels — erklaerte die Leitung der Seeliga in ihrem Aufruf zum “Tag des Meeres”, der im ganzen Lande begangen wurde. Aus Anlass des Tages fin den zahlreiche Feiern statt, und die Sender Kol Israel und Kol Zion Lagola wuerdigten in besonderen Sendungen diesen Tag. Auch seitens der Jugend- und Sportorganisation fanden Feiern zum Tag des Meeres statt. Die Leitung der Seeliga weist in ihrem Aufruf weiter darauf hin, dass das israe-; lieche Seefahrtswesen grosse j Fortschritte machen konnte, j Der Umschlag im Hafen Hai- I fa hat einen Rekord erreicht.'; Gegenueber 1953 ist zum Beispiel der Export von Zitrusfruechten ueber Haifa um 165% gestiegen. Die Fiseluangergebnisse zeigten im letzten Jahre eine Steigerung von 18%. Die öeeiiga weist auch auf ihre Bemuehungen hin, Nachwuchs fuer die Schiffahrt, und fuer die Fischerei zu erziehen. Die Entwicklung der Fischerei-Flotte. tungen wie z. B. ein Echo- Tiefenmesser, ein Radiotelephon u. eine Kuehlanlage mit einer Fassungskraft von 15 Tonnen. Alle diese Boote koennen ohne Unterbrechung 20 Tage lang auf dem Meer bleiben. Sie sind landwirtschaftlichen Siedlungen, die sich mit Fischerei befassen, und Fischerei - Kooperativen ueberlassen worden, Jedes dieser Boote kostete IL 170.000 Die israelische Fischereiflotte ist von drei Schiffen, die sie bei Errichtung des Staates umfasste, auf 26 angewachsen. Der Entwicklung? plan sieht vor, dass sie im! Laufe des naechsten Jahres auf 35 anwachsen soll. Die Finanzierung des Ausbaues dieser Flotte geschieht insbesondere aus dem Entwicklungs-Budget, durch die israelische Landwirtschafts - Bank, deren Generaldirektor Halperin mit einigen seiner wichtigsten Mitarbeiter den Anlegeplatz im Haifaer Hafen und einige der groessten Boote, die in letzter Zeit im Lande eingetroffen sind besichtigte. Diese Schiffe verfuegen ueber hoechst moderne Ausstat- USA GEGEN ISRAELS ZI- TRUS-EXPORT NACH ENGLAND Die USA werden in England gegen den “uebertriebenen Import” israelischer Zitrusfruechte protestieren, nachdem dieser Import dem amerikanischen Zitrusexport einen Absatzmarkt verschliesst. Der stellvertretende amerikanische Aussenminister Herbert Hoover erhielt einen energischen Protest in dieser Frage vom Verband der amer ik an i sehen Zitruspflanzer und leitete diesen Protest nach England weiter. Der Verband erklaert, Israel wuerde dank der finanziellen Unterstuetzung der USA seine Zltruswirtschatt so ausbauen, dass sie eine Konkurrenz fuer die amerikanische Zitruswirtschaft wurde. Ziirus Export 7 Millionen Kisten Der Zitrus-Export der diesjaehrigen Saison naehert sich seinem Ende und es wird mit einem Gesamt-Export von 7 Millionen Kisten gerechnet. Bisher wurden bereits 6,25 Millionen Kisten ins Ausland verschickt. Der kleine Prozentsatz von Abfall und die gute Qualitaet der Fruechte hat trotz der schlechteren Ernte die Verluste wettgemacht., Die diesjaehrigen hoeheren Preise haben auch dazu gefuehrt, dass die Deviseneinkommen aus dem Export nicht kleiner sein werden, wie im vorigen Jahre, wo 8,2 mill. Kisten exportiert wurden. Neue Volksanleihe Die Knesset verabschiedete in erster Lesung einen Gesetzesvorschlag,' der die Regierung berechtigt, eine neue Serie der Volksanleihe, in Hoehe von 7,5 Mill. IL, aufzulegen. Die Anleihe wird in Stuecke con 20 IL. eingeteilt sein, und 25 Jahre laufen; die Zinsen con 3% werden jaehrlich als Praemien ausgelost. In der Debatte griff die Linksopposition das System der Verlosung an und verlangte eine Anleihe die 5% Zinsen tragen soll, und wertbestaendig sein wuerde. ANZEIGEN ANNAHME fuer das Boletín Informativo WALTER LECHNER Nueva York 52 Of. 605 Tel. 86603