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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1955-05-01 · 5 (Mayo, 1955) · p. Seite 3

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XVII (1955)
Issue
5 (Mayo, 1955)
Date
1955-05-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Mayo, 1955 BOLETIN INFOÂMAÎIVO GEPLANTES UND ERREICHTES Meine Damen und Herren; man einen Arbeitskomplex vor sich hat, muss man routinemaessig, schablonenhaft zu erledigen. Nicht darauf darf es ankommen, dass die Arbeit formell zu einem gewissen Abschluss gebracht worden ist sondern wie sie materiell bewaeltigt wurde, welches produktive, konstruktive Ziel erreicht worden ist. Dies trifft besonders auf diejenigen zu, denen die Leitung einer juedischen Gemeinde uebertragen ist. Man darf bei der unvermeidlichen schematischen Arbeit, die jede Ver waltung mit sich bringt, das grosse Ziel nicht aus^den Au" rnSÄ?aeWeiter“tt“- Sle ^oesserUÄ & Es ist daher eine wohlbedachte Bestimmung unserer RatberTht’ P^f,ti%ehrliC5 den Mitgliedern erRechenscLftserstattet werden muss, damit diese einen Ueber dle,Gemeindearbeit erhalten und die Moeglich Ä,ZU de* emzelnen Problemen Stellung zu nehmen und Ratschlaege fuer die weitere Arbeit zu erteilen. Ein solcher Rueckblick ist aber auch—besonders nach cl ner abgelaufenen Wahlperiodefuer alle diejenigen ^eckmaessig denen die Leitung unserer Gemeinde von Ihnen an vertraut war damit sie eine Selbstkritik ueben und ehrlich S?5uefen> auf welchen Gebieten sichtliche Erfolge erzielt wurden und wo es andererseits noch intensiver Bemuehungen bedarf, um alle diejenigen Ziele zu errefchln imeren*1 Arbeitsgebiet einer Gemeinde in unserer Zeit gell e c h e hschaftsbe rieht des Praesidenten Dr. Siegfried Landau, gehalten in der Ordentlichen General . Versammlung vom 24. April 1955. gend „Aus allen Berichten der juedischen Presse, aus allen Berichten der Schelichim aus allen Berichten der Touristen, die aus Israel zurueekkehren, ergibt sich augenfällig und --“*”* , Pinsdass es fuer,den Staat Israel kein, wichtigeres Problem gibt, als die Erziehung der Jugend. Die Erwachsenen schraenken sich ein, wohnen bescheiden, aber fuer die Kinder ist alles da: hygienische, 1 u f t i ge Aufenthaltsraeume, moderne Schulgebaeude, Spielplaetze usw., damit eine koerperlich gesunde, geistig hochentwickelte Jugend erzogen werden kann. Fuer - die juedischen Gemeinden in der ganzen Welt, denen nach dem Unglueck, das unser Volk betroffen hat, die Aufgabe des Wiederaufbaus zugefallen ist, ist das Problem ein doppeltes; Die Erziehung und die Erfassung unserer Jugend. Es ist daher nur allzu verstaendlich, dass lediglich dann eine Gemein detaetigkeit als erfolgreich „-Hi v.6±c"-'11 uer siaauicnen schuwichtigsten ja __* * Hafner sorcren. dass gewisse positive Ergebnisse zu erzielen. Die Eindruecke, die ein Kind in fruehester Jugend in sich aufnimmt, sie haften fuer das ganze Leben. Es ist daher von besonderer Wichtigkeit, Kinder von frueh auf in juedischem Geiste zu erziehen, ihnen Kenntnisse unserer Geschichte, unserer Religion, unserer Kultur zu vermitteln, sie zu “stolzen jungen Juden” zu machen, die wissen, dass von ihnen der Fortbestand u n s er e s Volkes abhaengig sein wird. Kenntnisse und Verantwortunsgefuehl wollen wir unseren Kindern vermitteln; nur dann koennen wir vor uns selbst bestehen. Feiertag eine Ansprache in spanischer Sprache an unsere Jugend zu richten. Besonders hervorzuheben ist, dass am Schabbath - Chanuka ein Gottesdienst mit zahlreichem Besuch seitens unserer Jugend stattfand, an dem nur Jugendliche zur Thora aufgerufen wurden. .Eltern, helft! Was unumgaenglich notwendig ist, ist die Zusammenarbeit von Elternhaus und Schule auf diesem Gebiet Nur wenn unsere Eltern den Unterricht in der Religionsschule fuer mindestens so wichtig halten wie denjenigen in der staatlichen Schuie wir sie e Unsere jungen Kinder wur. den auch im vergangenen Jahre in unserer Religionsschule in sechs Kursen durch unsere Herren Rabbiner und zwei Lehrerinnen in unserem Gemeindehaus, im Schulgebaeude Macul und in einer Privatwohnung unterrichtet. Alle Lehrkraefte haben sich mit Erfolg bemueht, den Kind e r n Kenntnisse in He. braeisch, (vor allem der Gebetstexte), der juedischen Geschichte und unserer juedischen Sitten und Gebraeuche beizubringen. Aller nationalen Ereignisse ist im Unterricht und durch Extrafeiern gedacht worden. Die Jugendgottesdienste am Schabbath- Nachmittag litten darunter, dass die Jugendorganisationen zur gleichen Zeit tagten. Es ist daher geplant, im kommenden Jahre dazu ueberzugehen, alternativ jeden Monat einen Jugendgottesdienst am Freitag Abend mit Oneg- Schabbath und am Schab, bath Nachmittag abzühalten. Wenn ich im letzten Jahre berichten durfte, dass eine grosse Anzahl Schueler ueber 13 Jahre noch am Religionsunterricht teilnahm, so koennen wir mit Befriedigung feststellen, dass in diesem Jahre ein besonderer Post- Barmizwah-Kurs stattgefun. den hat. Wir wollen nicht vergessen, dass wir in unserer frueheren Heimat uns keineswegs mit 13 Jahren schon fuer so gebildet gehalten haben, dass wir eines Unterrichts nicht mehr bedurft haetten. Es ist fuer uns eine Selbstverstaendlichkeit gewesen bis zum Verlassen der staatlichen Schule uns auch juedisch weiterzubilden. Dies ist hier um so notwendiger, als zufolge der verschiedensten technischen Umstaende die Kinder nur wenige Stunden woechentlich unterrichtet werden koennen. Um diese Post-Barmizwah- Jungen fuer unsere Gottesdienste zu interessieren, ist es zu einer staendigen Einrichtung geworden, an jedem ten und dafuer sorgen, dass die Schularbeiten gewissenhaft erledigt werden, nur dann kann der Unterricht wirklich erfolgreich sein. Unter Beruecksiehtigung der Tatsache, dass zahlreiche Kinder im Wege des Privatunterrichts juedische Bildung erhalten oder die integrale Schule besuchen, glauben wir feststellen zu koennen, dass etwa 80% unserer Kinder erfasst wurden. Wir sind mit diesem Ergebnis nicht zufrieden, alle Kinder unserer Gemeinde sollen eine juedische Ausbildung erhalten. Es wird Aufgabe der neuen Gemeindevertreter sein, die restlichen 20% noch an uns heranzuziehen. Hierzu bedarf es der Hilfe der Eltern, um die wir Sie hiermit herzlichst bitten. Unsere Gemeinde hat der Jugendorganisation Degel, die einen wichtigen Faktor fuer die juedische Erziehung unserer Kinder darstellt, ihr waermstes Interesse entgegengebracht. Es werden von dieser Organisation, die ihr Heim in dem Grundstueck Vic Mackenna 175 hat, etwa 80 Kinder erfasst, die regelmaessig jeden Sonnabend Nachmittag Zusammenkommen. Es wurden drei Ausfluege, zwei scoutische Spiele und vier Feiern aus Anlass unserer religioesen und nationalen Feste veranstaltet. Nach unseren Erfahrungen nehmen die Kinder mit Begeisterung an diesen Kursen teil, in denen sie ohne jede parteipolitische Bindung in juedisch nationalem und traditionellem Geiste erzogen werden. Es ist' daher fuer uns eine Selbstverstaendlichkeit gewesen, dieser Organisation unsere materielle Hilfe angedeihen zu lassen. Den verantwortlichen Leitern dieser Jugendgruppe sprechen wir unseren herzlichsten Dank aus. In dem fuer die Jugend bestimmten Gebaeude Viv. Mackenna 175 hat auch die reifere Jugend, die in der “Ivria” organisiert ist, ihr Heim gefunden. Wenn wir schon frueher feststellen durften, dass diese Jugendgruppe einen h o e c h s t bedeutenden Aufschwung zu verzeichnen hatte, so koennen wir Ihnen heute berichten, dass die “Ivria” etwa 200 Mitglieder zaehlt, dass also im abgelaufexien Jahre die Entwicklung eine ausserordentlich erfreuliche gewesen ist. Von besonderer Bedeutung ist, dass in der “Ivria” Jugendliche aus allen Sektoren vereinigt sind, und dass es einer regen Werbetaetigkeit zu verdanken ist, dass eine grosse Anzahl Studenten erfasst werden konnte. Auf diesem Gebiete ist, —wir stellen es mit Stolz fest, — eine vorbildliche positive juedische Kulturarbeit zur Verhuetung der so gefaehrlichen Assimilation geleistet worden. Es wurde ein Kulturabend zu Gunsten des Keren Kajemet veranstaltet, der besonders erfolgreich war. Die “Ivria” hat waehrend der Sommerferien ein Sommerlager unterhalten, das von insgesamt 50 Jugendlichen besucht wurde und das wegen seiner vorildlichen Organisation allgemeine Anerkenbetraegt* etwa 40%. Es wird unsere Aufgabe sein, das Interesse der noch Abseitsstehenden fuer diese Organisation zu gewinnen. Besonders soll in diesem Zusammenhang hervorgehoben werden, dass sich die “Ivria”, die politisch absolut neutral ist und diejenigen Jugendlichen an sich heranziehen will, die keiner chaluzischen Jugendbewegung angehoeren, der Federación Sionista angeschlossen hat. Es ist vor wenigen Monaten eine Delegierte der “Ivria”, die besonders begabt und fuer die Jugendarbeit geeignet ist, in einem Ausbildungs-majon nach Israel delegiert worden. Welch schoener Erfolg nach einem so kurzen Bestehen einer Jugendorganisation! Durch unseren Rabbiner Loewenstein, der der spiritus rector der “Ivria” ist und dem der besondere Dank unserer Gemeinde fuer diese Taetigkeit gebitehrt und durch die Tatsache, dass Kinder von ehrenamtlichen Mitarbeitern unserer Gemeinde in der Leitung der “Ivria” fuehrend sind, ist der Kontakt unse - rer S. C. I. zu dieser Organisation, ein sehr enger. Unser warmes Interesse fuer die Jugendbewegung glauben wir auch dadurch ausserlich zum Ausdruck gebracht zu haben, dass wir die Ferienlaeger saemtlicher Jugendorganisationen finanziell unterstuetzt haben. Es ist mif ein aufrichtiges Beduerfnis, den Lehrern unserer Religionsschule und allen ehrenamtlichen Leitern der Jugendgruppen im Namen der Gemeinde unseren herzlichsten Dank fuer ihre verantwortungsvolle Taetigkeit auszusprechen und dem Wunsche Ausdruck zu verleb hen, dass ihre gewiss nicht leichte Arbeit durch steten Erfolg gekroent sein moege Wir unsererseits wollen ihnen versprechen: Die S. C. I. wird stets fuer alle jugendlichen Bestrebungen zur Verfuegung stehen, sowohl mit unserem Rat, wenn er benoetigt wird, als auch mit finanzieller Hilfe, denn das ist das, was ifih pinffQMfre ol« AMu«U - -• Geschaeftsjahr das grosse Zim mer in der 3. Etage unseres Hauses durch Anschaffung moderner Moebel zu einem gemuetlichen Aufenthaltsraum fuer diejenige Gruppe junger Ehepaare ausgestattet, die regelmaessig zusammenkommt, um sich mit juedischen Problemen, mit juedischer Kulturarbeit, mit juedischen Sitten und Gebraeu* chen zu befassen. Wir versprechen uns hiervon einen besonderen Erfolg fuer die Erziehung der Kinder in juedischem Geiste, ist doch so die so notwendige Unterstuetzung des Elternhauses fuer die juedische Erziehung unserer Kinder gewaehrleistet. Wir wuenschen ihr eine erfolgreiche, erspriessliche Arbeit und eine stete Verbundenheit mit unserer Gemeinde. (Schluss auf Seite 5)!Neues Praesidium Laut Beschluss des Repraesentanten- Kollegiums von 28. April 1935 setzt sich das neue Praesidium unserer Gemeinde wie folgt zusammen: Praesident; Herr Dr. Siegfried Landau. Vice-Praesident : Herr León Rosenthal. Schriftfuehrer: Herr Alfred Feldmann. stellv. Schriftfuehrer: Herr Alejandro Lande. Schatzmeister: Herr Dr. Boris Levy . stellv. Schatzmeister: Herr Kurt Hof mann. Beisitzer: Herr Heymann Abramczyk.

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