Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XVII (1955)
- Issue
- 3 (Marzo, 1955)
- Date
- 1955-03-01
- Page
- Seite 19 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Marzo, 1955 BOLETIN INFORMATIVO 19 _ de ótu** i CkgaetfUfc/enet, '!■ Fuer unsere WIZO GRUPPE VERA WEIZMAN: Montag, 14. III. nachm. “Neue Erfahrungen in der Kindererziehung”. (Frau Dr. Irene Haimos). Montag 28. III. nachm “Uueber das Buch: Bleibe jung und lebe laenger” v. Gaylord Hauser. (Frau Margot Lande). GRUPPE GOLDA MEYRSON: Montag 14. III. abends "Arlosoroff” (Frau Cilli Reich). Montag 28. III. abends “Der Mensch und sein Gott”. (Frau Lene Back). GRUPPE HANN AH MEISEL: Dienstag 22. III. nachm “Die juedische Frau in der Literatur Israels”. (Frau Ilse Bab). Im Hause v Frau Ilse Bab. GRUPPE HENRIETTA SZOLD: Donnerstag 17. III. nachm. “Was bedeutet mir die Wizo?”. (Diskussions-Nachmittag). Donnerstag 31. III. nachm. “Kuenstlerisches Allerlei”. OC LA COLlCtlVIDAO iS^AUrt “HetfüHttH "de Va/ftatorád, CASILLA SS4 «Au*4ftA(Se Bar-Mitz woth 2. April Ricardo Tichauer Sohn des Herrn José Tichauer. 2. April Manfredo Tichauer Sohn des Herrn Adolfo Tichauer. Mat rimonios Sonntag den 27. Maerz findet die Trauung von Renate Goetz. S. mit Herrn. Frank Herbert Engel S., um Uhr. 5,00 in der Synagoge calle Deformes statt. Gottesdienst Jeden Freitag um 19 Uhr, Samstags Vormittags um 9 114 Uhr Gottesdienst. Ausserdem an Jahrzeiten. Diese Daten muessen jedoch rechtzeitig an die Casilla 984 oder bei Herrn Ricardo Wolff, teléfono 6240 gemeldet werden. Verkuendung des Neumondes Nissan am Schabbos den 19. Maerz. Neumondstag am Donnerstag den 24. Maerz. Gottesdienst fuer die Pessachfeiertage: Erew Pessach am 6. April um 7 Uhr Abends. 1. Pessachtag am Donnerstag den 7. April Morgen 9.00 Uhr. 1. Pessachtag am Donnerstag den 7. April Abends 7.00 Uhr. 2. Pessachtag am Freitag den 8. April Morgens 9.00 Uhr. Freitag Abends um 7 Uhr. Dienstag den 12. April Abends 7.00 Uhr. Mittwoch den 13 April Morgens 9.00 Uhr. Mittwoch den 13. April Abends um 7.00 Uhr mit Seelenf6Í9r< Donnerstag den 17. April Morgens 9.00 Uhr. Bis dieses “Boletin” sich in unseren Haenden befindet, hat der Sommer seinen Kulminationspunkt ueberschritten, unsere Kinder gehen wieder zur Schule, und die WIZO arbeitet bereits mit Volldampf der Erfuellung der Ziele des neuen Arbeitsjahres entgegen. Unser Hauptaugenmerk ist derzeit, wie schon in der vorigen Nummer des “Boletins” angedeutet, auf die Feier unseres JOM HAZMAUTH gerichtet. Kalendermaessig faellt sein Datum d. Jahr auf den 27. April, Wir aber verlegen seine Feier — verstaendlicherweise— auf den Sonnabend, den 30. April. Die Haupt attraktion dieses Abends wird eine grosse Modenschau sein, deren Originalitaet diesmal eine neuerliche Ueberrasehung fuer Alle bilden wird. Wenn Rabbi Akibah sagte: "Alles ist schon dagewesen”, dann koennen wir in diesem Jahre nur hinzufuegen, dass wir dessen nicht ganz so sicher sind. Denn diesmal hat unser getreuer “splritus rector”, Frau TRUDE SPIESS, diese Veranstaltung auf eine ganz neue Idee basiert, die bestimmt allgemeine Begeisterung finden wird. Unsere alte Bibel und unsere fashionable Jetztzeit werden einander in Bildern gegenueberstehen, die wie im Vorjahre, von Mitgliedern unserer Reihen dargestellt werden. Alle uebrigen Details koennen wegen verschiedener technischer Schwierigkeiten noch nicht veroeffentlicht werden, doch wird Wizo in gewohnter Weise dafuer Sorge tragen, ddass bis dahin alle unsere Freunde rechtzeitig ueber alle erforderlichen Einzelheiten informiert sind. Wir bitten Sie Alle schon heute, das Datum vom Sonnabend, den 30 April d. J. fuer unsere Jom Hazmauth- Feier vorzumerken und freizuhalten! LIGA DE DAMAS ISRAELI¬ TAS “CARIDAD”. KINDERHEIM Wir suchen fuer unser Kinderheim ein Haus mit Hof oder Garten, 3-4 Schlafzimmer, Gegend Macul-Ñuñoa. Wir waeren jedem dankbar, der uns etwas Geeignetes nachweisen kann! SPARKASSENLEERUNG Wir haben die gesamte Sparkassenleerung umorganisiert, da die Leerung in letzter Zeit, mangels ausreichender Mitarbeit, leider nicht puenkt lieh erfolgen konnte. Wir werden jetzt regelmaessig, im Monat April beginnend, vierteljaehrlich saemtliche Sparkassen leeren. Lassen Sie bitte unsere Helferinnen nicht vergebens kommen. Wir verausgabten im vorigen Monat fuer Kinderfuersorge, und Betreuung alter und kranker Frauen und Maedchen, ausschliesslich der laufenden Buerounkosten N $ 165.696.50 LIGA DE DAMAS Dr. ALBERT LEWKOWITZ S. A. Unerwartet erhielten wir vor wenigen Tagen die Nachricht, dass unser einstiger Lehrer und Dozent am Breslauer Rabbinerseminar. Dr. A. Lewkowitz in Haifa im 72. Lebensjahre von uns gegangen ist. Am. 6. April 1833 in Georgenberg O. S. geboren, trat er im Jahre 1903 in das Breslauer Rabbinerseminar ein, dessen Dozent fuer moderne Religionsphilosophie und angrenzende Gebiete er im Jahre 1914 wurde. Bis zur Schliessung unserer alma mater am 9. November 1938 —hat er eine grosse Anzahl von Schuelern nicht nur in die philosophischen Grundlagen des Judentums eingefuehrt, sondern er wurde ihnen auch Freund und Berater in mancher schweren Stunde. Neben den wissenschaftlichen Arbeiten, die die Jahresberichte des Seminars begleiteten, wurde er vor allem durch sein Werk bekannt “Das Judentum und die geistigen Stroemungen der Neuzeit”, das von der Aufklaerung ausgehend ueber die Renaissance hinweg, sich bis in das 19. Jahrhundert erstreckt. Er liebte das Seminar und seine Schueler und hat es verstanden, uns diese Liebe f.rillen zu lassen. Als der 3. Band seines Werkes erschien, schrieb er uns als Widmung folgende Worte hinein “Moege Reinheit des Herzens und Wahrheit des Denkens uns immer tiefer vereinen in der Liebe zum Judentum”. Darin brachte er alles zum Ausdruck, was ihn kennzeichnete. Darueber hinaus nahm er am juedischen Leben regen Anteil. Es koennen an dieser Stelle nicht alle juedischen Institutionen aufgezaehlt werden, denen der g e i s t r ei c he, formvollendete Redner sein Wissen und Koennen schenkte. Leider unterbrach die Hitlerszeit seine segensreiche Taetigkeit, die ihn so vollkommen ausfuellte. Er ging nach Holland, wo er 4 Jahre am Amsterdamen Rabbinerseminar taetig war. Auch das Konzentrationslager Bergen — Belsen musste er kennen lernen, wurde jedoch gerettet und wanderte 1944 in Erez Israel ein. Dort war er-neben seiner Taetigkeit als Lehrer und Dozent-Rabbiner der Haifaer Gemeinde “Ahawat Zion”. Die Zeitung “Jediot Chadaschot” schreibt ueber seine dortige Taetigkeit: was er dort leistete, um Menschen in ihrer Not beizustehen, stets mit einem willigen Ohr und einem offenen Herzen fuer alle, ist edelstes Menschentum, das ihm die aufrichtige Verehrung und Liebe weitester Kreise gewann”. Die Reihen derer, zu deren Fuessen wir einmal gessen und von deren Born der Weisheit wir getrunken, lichten sich immer mehr. Alle, die Albert Lewkowitz gekannt und verehrt haben, werden ihm ein ehrendes Andenken bekahren. Wir aber wollen fortsetzen, was er gewollt. Rabb. E. Loewenstein Man f aengt schon a LO.®«« Man faengt schon an, ans neue Herbstkostuem zu (denken, Obwohl es immer noch erheblich heiss, Doch irgend etwas im System der Frauen weiss, Der Sommer hat nicht mehr so viele Tage zu verschenken. Die Sommerkleider sind schon etwas uebertragen, Es fehlt dem Chintz, der Seide jener neue Glanz, Die teuren Strandsandalen sind nicht mehr so ganz, Und angetruebt ist auch der oft gewasch’ne Kragen. Der braune Teint is lang nicht mehr so wichtig, Wie er (voll Neid fuer and’re) Anfang Sommers war, Man sehnt sich wieder nach gepflegtem Haar, Und findet kragenlose Maenner nicht mehr richtig. Kurzum, vom Sommer hat man nun genug gehoert (und auch gelesen, Man wartet voller Spannung auf das Kuehl, Der Mensch ist ja bekanntlich im Gefuehl, Recht undankbar und unstet immer schon gewesen. So komm nun Herbst, die Sommerernte ist geborgen, Man will schon Andres, Neues wieder sehn. Ihr braucht dafuer nur ins Gemeindehaus zu gehn, Fuer alles weitere wird die Wizo-Modesehau schon (sorgen. K. A. Freiherr von Sehoenaieh Am 7. I. 1954 starb in Norddeutschland 88jaehrlg Freiherr von Sehoenaieh, der Ehrenpraesident der Deutschen Friedensgesellschaft und fruehere Vizepraesident des Internationalen Friedensbureaus in Geht. Sehoenaieh hatte nach dem ersten Weltkrieg als Generalmajor seinen Abschied genommen und wandte sich voellig der Friedensarbeit zu. Von den Nationalsozialisten wurde er wiederholt inhaftiert. Sehoenaieh ist als Freund des Palaestina-Aufbaus hervorgetreten. Ueber eine Reise gab er 1926 den anschaulich geschriebenen Bericht heraus: “Palaestina, eine Fahrt ins Gelobte Land”. In dem einleitenden Abschnitt “Warum ich nach Palaestina fuhr” legt er ein ergreifendes Bekenntnis zum Pazifismus ab und spricht volle Anerkennung von den Juden und ihren aufbauenden Leistungen im Heiligen Land. In der abschliessenden Zusammenfasfsung weist er als einer, “der durch den Weltkrieg umgelernt hat” auf die Faktoren hin, die zur Vermeidung weiterer Kriege fuehren koennen; “Die grosse Bedeutung der Dinge aber, die im heutigen Palaestina vor sich gehen, ist nicht allen Friedensfreunden bekannt. Es handelt sich dabei in der Hauptsache um zweierlei: Eine scheinbar rein inner juedische Angelegenheit und eine grosse weltpolitische, aber auch im ersteren Falle truegt der Schein, auch sie hat in ihrer Auswirkung weltpolitische Bedeutung”. Freiherr v. Sehoenaieh war viele Jahre Mitglied der Pro-Palestina-Kommittes und ein echter Freund der juedischen Sache und der zionistischen Bewegung.