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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1955-03-01 · 3 (Marzo, 1955) · p. [Seite]

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XVII (1955)
Issue
3 (Marzo, 1955)
Date
1955-03-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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REDACCION« S. C. I. B’NE J1SROEL AV. PORTUGAL 610. TEL. 33096 CASILLA 248?. SANTI AGO'CH IL£ BOLETIN INFORMATIVO MITTEILUNGSBLATT SOCIEDAD CULTURAL ISRAELITA " B ' N E J I.SROE.L" Año XVII — N.o 3 BOLETIN INFORMATIVO Marzo, 1955 :üRT WILK. BUENOS AIRES LORD BALFOUR RAMAT-GAN (Zum 25. Todestage des Staatsmannes) Wenn man in der niclitjuedischen Welt am kommenden 19. Maerz, seinem 25. Todestage, des grossen britischen Staatsmannes gedenken wird, dann duerfen wir Juden an diesem Datum nicht achtlos voruebergehen, denn nur selten im Laufe der neueren Geschichte unseres Volkes ist der Name eines .nichtjuedischen Staatsmannes in unseren Reihen mit solcher Ehrerbietung genannt worden wie der des Lord Arthur James Balfour, des Verfassers der historischen Erklaerung Grossbritaniens vom 2. November 1917, die wir kurz als ■•Balfourdeklaration” zu bezeichnen pflegen. Damals verpflichtete sich England, in Uebereinstimmung mit seinen Alliierten, die Errichtung eines “Nationalheimes'’ fuer das juedische Volk aktiv zu unterstuetzen, jene Voraussetzungen mitzuschaffen, damit, um das bekannte Wort Weizraann’s zu benutzen, “Palaestina so juedisch werde wie England englisch”. Diese zu jenem Zeitpunkte festgelegte Politik war dann, durch drei Jahrzehnte, starken Erschütterungen ausgesetzt, und vieles, was in jenem Zeit, raume in Erez Jisrael von zionistischer, von juediseher Seite aus aufgebaut werden war wir duerfen es ruhig zugeben — ist trotz der “Balfour- Deklaration”, also im Kampfe gegen eine haeufig negativeingestellte Mandatarmacht entstanden. Und dennoch, ohne sie, welche den Rechtsstatus unserer Arbeit im Lande bildete, bis die “Vereinten Nationen” einen juedischen Staat proklamierten, haette jene gewaltige Leistung des konstruktiven Aufbaues nicht vor sich gehen, haetten weder Menschen poch Kapital in dem Umfange mobilisiert werden koennen, wie es trotz allem geschehen ist. So waren “Balfour-Deklaration”, “Mandat”, die Grundlagen nicht nur der “Nationalen Heimstaette”, sondern verankerte den spaeteren Staat Israel fuer alle Zeiten mit dem heiligen Boden von Erez Jisrael Balfour ist untrennbar mit der Geschichte Grossbritaniens verknuepft. Der Dreissigjaehrige hatte schon im Jahre 1878 als Sekretaer dem ‘•Berliner Kongresse” beigewohnt und mit weiser Voraussicht die britische Orientpolitik eines Disraeli gefoer* dert. Fuehrend in der konservativen Partei, ist Balfour von 1902 bis 1905 Premierminister gewesen, von 1915 bis 1919, also in den entscheidenden Jahren des Weltkrieges, Aussenminister. Aemter und Wuerden aller Art, Adel, Lordschaft, sind ihm zuteilgeworden, und er hat zum Ruhme seines Vaterlandes wesentlich beigetragen. Aber .noch tiefer als in die Tafeln der Geschichte Grossbritaniens hat dieser Mann fuer immer seinen Namen in die Tafeln der Geschichte des Zionismus, der Geschichte des juedischen Volkes, eingezeichnet. Dieser geniale Mensch, von dem sein liberaler Gegenspieler, Asquith, einmal sagte, dass “er unschaetzbar fuer seine Freunde, furchtbar fuer seine Gegner, interessant und anziehend fuer Freund und Feind sei”, dieser Staatsmann hat uns als erster nach vielen Jahrhunderten von Ungerechtigkeit und Leid die Hand als Freund entgegengestreckt, ist fuer unser Recht und fuer unsere gerechte Sache eingetreten. Mit tiefem Verstaendnis fuer die juedische Lage, aus seiner ethisch-religioesen Grundhaltung heraus, als wahrer Charakter, der ein ganzes langes Leben hindurch Treue gegenüber der eigenen Ueberzeugung, Treue zum Staate und Menschheit geuebt hatte erblickte er in der Verwirklichung der Herzl’schen Idee einen Programmpunkt fuer den Weltfrieden, eine grosse ¡moralische Kraft, die dazu beitragen duerfte, eine neue und sessere Welt auf den Truemmer.n aufzubauen, die der Krieg hinterlassen hatte So hat er es einmal formuliert, “dass die Botschaft vom werdenden Juedischen Nationalheim dem ueber die Welt zerstreuten juedischen Volke verkuenden solle, wie das Christentum nicht vergesse, welche Dienste ihm das Judentum geleistet habe”. Es ist bekannt, dass die enge Beziehung Balfour’s zum Zionismus nicht zuletzt auf die persoenliche Freundschaft zurueckzufuehren ist, die ihn mit Chaim Weizmann verband. Sie hatten sich zu Anfang des Jahrhunderts kennengelernt, als der damals junge Chemieprofessor in Manchester dem Staatsmanne erklaerte, weshalb er und seine Freunde auf dem 6. Zionistenkongresse (1903) das britische Ugandaprojekt “voruebergehende Loesung der Judenfrage” abgelehnt und am Ziel der zionistischen Idee festgehalten haetten. Balfour erhielt damals einen Begriff von den starken moralischen Kraeften, die besonders unter den juedischen Massen Osteuropas das Reservoir des Zionismus bildeten. In der Epoche, da England sich entschloss, mit der zionistischen Leitung als der Repraesentanz des juedischen Volkes zu verhandeln, war diese Gewissheit, die Balfour in sich trug, wesentlich. Und von dieser Meinung liess er nicht ab. Sie bewog den 77jaehrigen Greis, nach Jeruschalajim zu reisen, um am 1. April 1925, vor nunmehr dreissig Jahren, auf dem Scopusberge in Gegenwart von Oberrabb. Kuk, von Sokolow und Weizmann, die Hebraeische Universitaet feierlich zu eroeffnen. Dies war zugleich sein persoenlichstes zionistisches Bekenntnis, das ihm die besondere Liebe des juedischen Volkes eintrug. Und es trauerte die juedsche Welt, als Balfour am 19. Maerz 1930 im.^gesegneten Alter von 82 Jahren dahinging. Er hatte sieh das groesste aller Verdienste, nach juedischer Auffassung, erworben, naemlich “Kether Schern Tow” “Die Krone des guten Namens!”. C-'-V. .yji Kurz nach Veroeffentlichung der Balfour-Dekleration be* gann man mit dem Bau der Vorstadt Tel-Avivs, die man programmatisch den “Gartenhuegel”, Ramat-Gan, benannte. Heute ist die Gartenvorstadt bereits selbsstaendig und gleichzeitig ein wichtiges Wohn- und Industriezentrum. Liebe Freunde Wollen Sie, dass der gute Ruf, dessen sich unsere S. C. I. in der gesamten Kollehtivitaet erfreut, aufrecht erhalten bleibt? Wollen Sie, dass wir wie immer an erster Stelle derjenigen stehen, die ihre juedische Pflicht erfuellen? Wollen Sie, das wir mit Stolx sagen koennen, dass wir der Magbit xu einem gtanxvollen Resultat verhotfen haben? Dann warten Sie nioht einen Tag laenger, komen Sie xu uns und xeichnen nach besten Kraeften fuer diesen heiligen Zweck. DIE LEITUNG DER MAGBIT

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