Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XVI (1954)
- Issue
- 11 (Noviembre, 1954)
- Date
- 1954-09-01
- Page
- Seite 17 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Noviembre, 1954 BOLETIN INFORMATIVO 17 EINE FRAU IN DER ATOMPHYSIK WOLLEN SIE EIN GUTES WERK TUN DANN Der Begriff des Atems existiert schon bei den alten Philosophen. Trotzdem bedeutet unsere moderne Atomphysik eine scharfe Zaesur. Etwas voellig Neues, das den Anbruch eines Zeitalters einleitet, aem wir bis jetzt nicht onne Grauen enigegenzusehen vermoegen, ist ninzugekoinmen. Unsere VorsoeiiUiigsweit wurue umgewaeiu,t; uie Natunenre, wie sie mit gewissen Aowanaiungen seit oanrtausenuen gueitig war, ist von entseiieiueiiu neuen mrceuntnisstn ueoernoit. uas wesentlicne. cue umwanuiung aer Elemente ist muegiiun geworaen. Ein Atom naim m ein anueres verwanueit weiden. Aicmmstiscne vvunschtj.aeume einaneu ein Eunuament, ruecxen in den bereien des Meegncnen. Unter ueni Druex der vernae.tuUse ist jeuocn bisher menr von den zerstoerenuen ais von den auioauenden Kraeiteu dieser neuen Entwicxiung die Reae. Forscher und Forscherinnen, nie fuer den wissenschaftlichen Fortschritt arbeiteten, sehen sich vor cue Gewissheit gestellt, dass inr Winten zum Fiuch fuer die M e n s c n n eit ausartet. Die Menschheit droht zu versagen, sie ist hoch nicht reif luer uas neue weitona, uas durch uen wissenscnai tuchen WeitDiicK Emzemer nane geruecKt wurde. Lise Meitner, am 7. November 18/ö m Wien geboren, sollte durch ihre Begaoung und ihr Wissen entscneiuenaen Anteil an dem modernen Weltgeschehen nehmen, Sie stuuierte Pnysik, promovierte unu Kam laiz ais Assistentin zu Max Planck. Ais wissenschaitiicnes Mitglied des Kaiser-wimeim-inaiituts fue„ Onemie in isernn-Dahiem arbeitete sie zusammen mit Otto Hann an Prooiemen uei RamoaKtivitaet, wooei ihnen wichtige EntuecKungen gelangen. sie naointierte sicn als Privataozentin und wurde 19zö a. o. Professor an der Universitaet Benin. Die politischen Spannungen rueckten d i e mnitaerische Ausoeutung in den Vordergrund. Der Wettiauf um die furchtbarste Waffe der Weit begann. Lise Meitner fuehite sicn ais Juedin in Deutschland nicht mehr sicher, obwohl Hitler sie zwingen wollte, in Deutschland zu bleiben und ihre Forschungen fortzusetzen 1938 gelang es ihr, nach Schweden auszubrechen. Die damaligen deutschen Machthaber mussten sich darueber klar sein, dass Lise Meitner Kenntnisse und auch Aufzeichnungen mitnahm, die im Kriegsfall von entscheidender Bedeutung fuer Deutschland gewesen waeren. Auch die USA interessierten sich fuer die europaeische Atomwissenschaftlerin. Li.e Meitner lernte John Wheeler und Albert Einstein kennen. Unter Lise Meitners Mitarbeit wurde die erste “Kettenreaktion” der Atome erzeugt und die erste “Uranbatterie” in den USA gebaut. Es war ein schwarzer Tag fuer alle Atomwissenschaftler, als durch die Atombomben ihre unermuedliche wis enschaftliche Arbeit sich gegen die Menschheit gewandt hatte. 1946 wurde Lise Meitner, die Gastvorlesungen an der katholischen Universitaet in Washington hielt, in den USA zur “Frau des Jahres” erklaert. In Schweden hatte sie ein reiches Betaetigungsfeld, u. a. ernannte man sie zum Ehrendoktor der philosophischen Fakultaet der Universitaet Stockholm. Lise Meitner widmete ein Leben der Atomforschung. Es hat ihr an Erfolgen und Anerkennungen nicht gefehlt: “Die Fuehrung der internationalen Atomforschung lag l?ei Otto Hahn und seiner genialen Mitarbeiterin”, heis.t es in einer Wuerdigung. Aber das, was sie am meisten ersehnte, die Beschraenkung der angewandten Atomphysyk. auf das Positive, fuer den Aufbau, fuer den Fortschritt der Menschheit, blieb ihr und allen anderen Atomwissenschaftlern vor enthalten. Was werden die Menschen dieses Zeitalters mit den freigewordenen Kraeften machen? Wie werden sie das ihnen enthuellte Wissen nutzen? Am Abend ihres Lebens sieht Lise Meitner sich vor diese bange Frage gestellt: Wird ihr Lebenswerk zum Fortbestand des Seins beitragen, wird es der Menschheit nuetzlich sein —oder—? L. Krabbe .. bieten Sie Ihre Hand den blinden juedischen Kindern, die in Israel leben und auf Ihre Hilfe angewiesen sind. Meist durch Krankheiten, insbesondere Trachom, di“ gefuerchtete orientalische Augenkrankh eit, aber auch durch Kriegsgeschicke und Unfaelle des Augenlichts beraubt, kamen sie aus Nordafrika und den arabischen Laendern, aber auch aus Teilen Europas, dorthin und b“- d u e r f e n koerperlicher und geistiger Betreuung, damit sie ein lebenswertes Dasein fuebren, sowie, aktive, und selbstaendige Mitglieder der Gesellschaft der Sehenden und nuetzliche Buerger unseres jungen Staates werden koennen. NUR DAS JUEDISCHE BLINDENHEIM IN JERUSA¬ LEM GIBT IHNEN HIERZU DIE MOEGLICHKEIT. Nur dort koennen sie eine Erziehung und Ausbildung erhalten, die ihrer Behinderung durch Verlust der Sehkraft angepasst ist. Nur dort sind Berufsanalyse und Blindenschrift, Blindenbibiiothek, Musikunterricht fuer Blinde u. s. w.) so ausgebaut und entwickelt, dass die vielfachen Bemuehungen beruflicher Rehabilitierung —neuerdings werden z. B. blinde Maedchen zu Telefonistinnen und Weberinnen ausgebildet erfolgreich oder doch erfolgversprechend sind. Allein zur Zeit warten noch 46 blinde Kinder, vorlaeufig unter beklagenswerten Verhaeltnissen in Maabaroth untergebracht, auf Aufnahme in das Heim, das staendiger baulicher Erweiterung und hierzu —sowie ueberhaupt zu seiner Unterhaltung— grosser geldlicher Mittel bedarf. Schliessen Sie sich von der Hilfe fuer diese unglueckiichen Kinder nicht aus! Werden Sie Mitglieder unserer Vereinigung mit einem Beitrag nach Ihrem Ermessen!! Unterstuetzen Sie unser wichtiges sociales Werk mil einer groäszuegigen Spende!! Senden Sie Ihren Scheck an die Order des “Tormei-Or” oder lassen Sie uns telefonisch wissen, wann und wo wir Ihren Beitrag oder Ihre Spende abholen lassen koennen! ASOCIACION DE LOS AMI¬ GOS DE LOS CIEGOS ISRAE¬ LITAS “TORMEI-OR” — Santiago de Chile — Casilla 2487 — Av. Portugal 810 — Fono: 33196. Comité Representativo Respondiendo al llamado de la Colecca Nacional que se organizo en septiembre ppdo. a iavor de la oora b-nenca aei KOPr.RO Del, PUhuílO que auspicia y preside la esposa aei Primer Mandatario ue Chile, el comité Kepresentacivo ue ia cuiectiviuau -israelita ue cniie y la reu-raciuii aiomsta ue Cnue patrocinaron conjuntamente una acemn interoocietana entre ias principales mooitUCiuiJ.es judias ue ia capital, nanimen en aquella upuitumuau, cuatro comisiones ue señoras y señoritas iormaron comisiones que recorrieron las casas y negucios ue ios ísraentas residentes. Con el objeto de hacer entrega del aporte colectivo, una delegación formada por el Presidente en ejercicio uel Comité Representativo, señor León Kosentnai; ei Secretario General, señor Robert Levy; el Vocal-Director uel Departamento ue intercambio cultural, señor Enrique iesta y las señoras ue Roseninai, resta, Lubiiner y Lanue, íué recibida en audiencia esp-Cial el miercjies zu ue occuore, a las lo ñoras, en Moranue N.o bu, p-r xa sonora, turacieia Letener ue loanez, a quien hicieron entrega ía suma recolectada. La esposa del Presidente de Chile agradeció calurosamente el gesto de nuestra colectividad, dejando de manifiesto que nuevamente, los israelitas del país colaboraban en sus activiuades de solidaridad social en beneficio 'de las clases menesterosas y recordó en forma emocionada que habian siuu ios primeros en acudir con su aporte cuando se fundó el ROPERO DEL PUEBLO, por cuyo motivo merecían especial reconocimiento. DEUTER... (Schluss) (Herodes, Der Fall des Tempeis). Das Buch Sukkoth (Petrus bis Mohammed, Der Schatten Roms, Der Halbmond Ismaels). Das Buch: Purim (Der Garten des Kalifen, Der Kreazzug der Raoois, Das Feuer der Moenche). Das Buch Schabbat (Calvin bis 1. Weitkrieg). Allein das Buch Pessach enthaelt 19 Dichtungen, angefangen mit der VLion Abrahams, der den Befehl erhaeit, in das ihm gezeigte Land auszuwand ern, ueber die Stammvaeter und die aegyptische Knechtschaft, bis zur Geschichte Moses und der Bandestafeln. Die Gesamtheit dieser Gedichte ist ein grossartiges Poem zur Ofienoarung des ewigen Sinns in der Leidensgeschichte des jueaischen Volkes. An seinem 80. Geburtstage durften dem Dichter, der vor zwei Jahren anlaesslich seines Besuches in Israel Gegenstand grosser Huldigungen gewesen ist, Ehrungen aus allen Weltteilen, von Juden und Nichtjuden, zuteilwerden, die in dem Wunsche gipfeln, da:s ihm ein langer gluecklicher Lebensabend beschieden sei. CURT WILK, Buenos Aires. UNSERE VETTERN EMIR FEISALS INTERVIEW MIT REUTER Wem gehoert der Garten In einer Aussage gegenüber Vertretern der Agentur Reuter, veroeffentlicht am 12. Dezember 1918, in der “Times”, sagte der Emir Feisal: “Die beiden Hauptweige der semitischen Familie, Araber und Juden, verstehen einander, und ich hei'fe, dass, als ein Ergebnis des Meinungsaustausches bei der Friedenskonferenz, welche durch die Ideale der Selbsbestimmung und des Nationalismus geleitet werden wird, jede Nation entschiedene Fortschritte machen werde in der Verwirklichung ihrer Wuensche. Die Araber sind nicht eifersuechtig auf die zionistischen Juden und beabsichtigen, ihnen freies S.iiel (fair play) zu lassen, und die zionistischen Ju- . den haben den arabischen Nationalisten versichsit, dass auch sie ihrerseits wuenschen, den Arabern in ihrem Gebiet freies Spiel (fair play) zu lassen. Tuerkische Intrigen haben in Palaestina Eifer- sucht zwischen den juedischen Siedlern und den ansaessigen Bauern verursacht; doch das gemeinsame Verstaendnis der Ziele der Araber und der Juden wird augenblicklich die letzten Reste dieser ehemaligen Bitterkeit fortschaffen, welche eigentlich schon ziemlich verschwun den ist — sogar schon vor dem Krieg— und zwar durch die Taetigkeit des Arabischen Geheimen Revolutions - Komitees, welches in Syrien und anderswo die Grundlage zu den arabischen militaerischen Erfolgen der letzten zwei Jahre legte. An einer Konferenz juedischer Frauen, an der ich kuerzlich teilnahm, referierte eine Nichtjuedin, Mitglied des Abgeordnetenhauses des betreffenden Staates und Dozentin an der Universitaet. Vor kurzem machte diese Dame eine Reise in die Laender des Mittleren Ostens und schloss sie mit einem Besuch in Israel ab. Sie erzaehlte u. a., man koenne die Wichtigkeit Israels im Rahmen der Staaten des Mittleren Ostens nur dann werten, wenn man Israel bereist, nachdem man in den angrenzenden Nachbarlaendern war. Sie zog ueber weite, oede Flaechen, ohne Baum und Strauch. Sooft sich vor ihren Augen eine Art Oase auf tat und sie ihren Begleiter danach fragte, bekam sie stets die Antwort: „Das ist die Villa jenes Effendi ’ oder „Das ist der Garten jenes Pascha”. Jedes bisschen Gruen und jede bearbeitete Scholle ist nicht Gut des Volkes und der Allgemeinheit, sondern Eigentum dieses oder jenes Grossgrundbesitzers. Rings um diese Villen und Gaerten dehnen sich Doerfer armer, unterdrückter Menschen aus, elende Fluechtlingslager. Nachdem sie die Grenzen Israels ueberschritten hatten, sahen sie ueberall gruene Felder, Orangenhaine und Gaerten. Wieder wandte sie sich an ihren Begleiter mit der gleichen Frage. Aber wie anders lautete jetzt seine Antwort: „Das ist die Wirtschaft dieses oder jenes Kibbuz”, oder;,Hier ist die Arbeitersiedlung von Einwanderern aus jenem Land”, „An diesem Ort befindet sich das Jugenddorf...”. Die Rednerin bemerkte, dass sie unwillkueriich Vergleiche angestellt und entsprechende Folgerungen pro und contra gezogen habe. Das Contra richtete sich gegen die vielen arabischen Herrscher und Scheichs, deren Taschen mit vielen Millionen von Dollars vollgestopft sind, der Bezahlung fuer das Petroleum aus den Boeden ihrer Laender und aus der Ausbeutung der Massen. Dort sind die Bodenschaetze ein Mittel zur Bereicherung einzelner, hier ist die Frucht der Erde der Segen fuer alle. Nicht aller Juden Blick dringt so tief wie der dieser nichtjuedischen Besucherin. (Aus Aufzeichnungen von ELIEZER DORON, Konsul in New York).