Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XVI (1954)
- Issue
- 11 (Noviembre, 1954)
- Date
- 1954-09-01
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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- Ernst Toller 2× ep/1004427
- Alfred Polgar 1× ep/1025477
- Alfred Wolfenstein 1× ep/1013902
- Arnold Zweig 1× ep/1009291
- Arthur Schnitzler 1× ep/1025577
- Berthold Auerbach 1× ep/1025877
- Emil Ludwig 1× ep/1026446
- Erasmus 1× ep/1024967
- Ernst Lissauer 1× ep/1026442
- Felix Salten 1× ep/1026698
- Franz Werfel 1× ep/1000003
- Friedrich Gundolf 1× ep/1025075
- Giacomo Meyerbeer 1× ep/1025390
- Gustav Mahler 1× ep/1025344
- Henriette Herz 1× ep/1025122
- Hugo Zuckermann 1× ep/1033808
- Jakob Wassermann 1× ep/1005248
- Karl Emil Franzos 1× ep/1026099
- Karl Wolfskehl 1× ep/1025782
- Lion Feuchtwanger 1× ep/1005753
- Ludwig Fulda 1× ep/1026697
- Max Brod 1× ep/1024844
- Peter Altenberg 1× ep/1024724
- Rahel Varnhagen 1× ep/1025716
- Richard Strauss 1× ep/1025661
- Stefan Zweig 1× ep/1025800
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10 BOLETIN INFORMATIVO November Gedenktag Der 9. November 1938 war noch nicht der Beginn der letzten Phase der “endgueltigen Loesung der Judenfrage”, aber er war ein Fanal, das den Uebergang zu brutaler Gewalt anzeigte. Noch folgte eine kurze •Frist von einem Jahr die vielen Juden die Moeglichkeit eines Entkommens gab, freilich unter demuetigenden grausamen Umstaenden. Erst bei Ausbruch des Krieges schloss sich die Falle, und die Katastrophe des Judentums nahm unvergleichlich breiteren Umfang an, da durch die deutsche Besetzung Polens auch das ganze polnische Judentum in den Strom des Unterganges hineingerissen wurde. Obwohl also spaeter viel Schrecklicheres kam, ist der 9. November ein bedeutungsvolles Datum in der Geschichte der deutschen Juden geblieben. Bild rechts: Das Grab Moses Mendelssohns, des Mannes mit dem die Emanzipation der deutschen Juden zegann. Bild unten: Die praechtige Synagoge in der Prinzregentenstrasse. Grabstein wie Bethaus wurden von Nazi-Vandalen zerstoert. mm ¡g¡8¡É •/'■/.••‘/¿■íXíXv Rabbiner Leo Baeck sprach anlaesslich des 9. November “Wie oft sind die Bilder jener Nacht, in der vor fuenfzehn Jahren der grosse Frevel geschah, dass die juedischen Gotte-haeuser zerstoert wurden, wieder, ob wir es wollten oder nicht, vor uns hingetreten! Wieder meinten wir, auch wenn wir die Ohren abwandten, die Stimmen zu hoeren, die in jener Nacht uns zugerufen hatten: “Die Synagogen brennen”. Was ist es, was damals vernichtet worden ist? Nicht nur die juedischen Gotteshaeuser wurden zerschlagen, sondern mit ihnen brachen Pfeiler und Stuetzen eines menschlichen Bundes, auf den man vertraut hatte. Eines, so hatte man gedacht, binde alle doch noch immer zusammen; eine Ehrfucht vor der Staette, zu der Menschen kommen, damit sie aus der Enge und Not des Tages sich zu dem Ewigen erheben, dorthin, wo das Unsichtbare an sie herantritt und die unendliche Stille sich an sie wendet. Damals in jener Nacht, ob man damals es wissen wollte oder nicht, ist auch an die Kirchen im Lande Hand angelegt worden. An sie auch — denn die Synagoge ist, geschichtlich und geistig, die Mutter der Kirche. Eine'und dieselbe Gewissheit will hier und dort sich offenbaren, moegen auch Weise und Weg verschieden sein. Juedische und christliche Gotteshaeuser haben am letzten Ende ein unteilbares Schicksal. Was dem einen angetan wird, ist zugleich dem anderen zusrefuegt. So mancher Tag danach hat in Deutschland dies deutlich gemacht und nur der, der blind sein wollte, hat es weder damals noch spaeter gesehen. Noch ein anderes ist damals zerstoert worden. Eine lebendige Geschichte, die auf dem deutschen Boden und aus deutschem Boden aufcewaehsen war und die eine Verheissung fruchtbarer Zukunft in sich trug, ist damals zerbrochen worden. Von alten Tagen her war sie. Die Juden sind eines der grossen Kolonisa.tinns - Voelker der Geschichte. Seit der Zeit Alexanders des Grossen sind sie von der alten Heimat wagemutig ausgezogen und haben das M<ttelmeer entlang und die Finesse hinauf ihre Gemeinden gegruendet — Kolonien der Wirtschaft und des Geistes. So sind sie auch zum Rhein und zur Donau hingekommen, schon ehe. in der Voeikerwanderung Deutschland sich geformt hatte. Zur Weser, zur Elbe und zur Oder sind sie dann weitergelangt. Bis zur Duena und zum Dnjenr hin haben sie s«aeter die deutsche Sprache, die ihre Sprache geworden war, hingetragen. Eine lebendige Geschichte ist es, die Jahrhunderte hindurch. Sie ist zerstoert worden. Wird sie aufgebaut werden koennen? Einer bedeutungsvollen wmm $<S í J KvKiMi- - *»; ■¡ÉÉ Äl Kultur ist damit zugleich ein gewaltsames Ende bereitet worden. In den juedischen Gemeinden hatte immer der Geist gelebt undstetig sich entwickelt. Er war dann ueber die Grenzen der Gemeinden hinausgeschritten. Eine Liebe zur Wissenschaft und zur Kunst, ein starker Sinn fuer neue Formung und Gestaltung, eine seelische Dynamik hat sich hier, in diesen Menschen der juedischen Gemeinden, offenbart und hat nun dem alten Namen “deutscher Jude” den besonderen, neuen Klang jn der Welt noch gegeben. Was alles ist hier noch geschaffen worden. Aus der grossen Geschichte des Geistes kann diese Leistung nicht fortgedacht werden. Und auch das ist auseinander gebrochen worden. Wird es je wieder zusammengefuegt werden koennen? Manch einer erinnert sich, wie er in jener Nacht auf der Strasse stand. Ein banges, bedrueckendes. Schweigen, lag ueber der Stadt. Aber das Schweigen hob dann zu sprechen an, und wenn das Schweigen zu sprechen beginnt, dann ist es eine erschuetternde, eine gewaltige Sprache. Und der, der sie hoerte, sah zugleich etwas. Es war eine dunkle Nacht, und es duenkte ihm, als sehe er, wie an den naechtigen Horizont weithin ueber das deutsche Land, eint; unsichtbare Hand schrieb, Wort an Wort fuegte, drei Worte, die, die einst der Prophet geschaut hatte; die Worte: “Men?,; ’ekel; Upharsin”, und die 5 Prophet gedeutet hätte; “uezaehlt ist worden, gewogen ist worden, und zerteilt wird wer- -den”. (Daniel 5,25). Jedoch das will nicht das letzte Wort sein. Das letzte, das entscheidende Wort ist das einer Hoffnung, welche bleibt, der echten, wahren Hoffnung, und der Jude darf sagen; der alten juedischen Hoffnung. Aus dem ewigen Gebote, aus dem ewigen “Du sollst” des Wortes Gottes spricht sie — Gebot und Trost und Zuversicht in einem. Denn das ist die bleibe n d e Hoffnung in der Menschheitsgeschichte, der Mensch, der Einzelne wie das Volk, kann, und soll, neu beginnen, zu jeder Zeit. Die Kraft der Umkehr zu Gott ist in jeden hineingelegt, und vor jedem oeffnet sich der Weg des Ewigen. Aus der Zerstoerung hervor bricht diese Mahnung, die zugleich die Hoffnung ist; “Bahnet dem Ewigen den Weg!” (Jesaias 40,3). Und durch das Dunkel bricht ein Licht hervor”. Ni Der Juden Rm DICHTER KOMPONISTEN M. Heinrich Heine (1797-1856) Dichter des Buch der Lieder, der Lorelei, der Harzreise, und der hebraeischen Melodien. Henriette Herz (1764-1847). bekannt durch ihren Salon, in dem Schleiermacher. Schlegel, Humboldt, Schad.ow, Fichte und v. a. verkehrten. Rahel Varnhagen (1771-1833) in ihrem Salon verkehrten Humboldt, Schlegel, Tieck, Brentano, Goethe, Grillparzer u. a. Ludwig Boerne (1786-1837) Führer des jungen Deutschlands. Karl Emil Franzos (1848-1954) u. a. “Die Juden von Barnow” “Der Pojaz”. Berthold Auerbach (1812- 1882). “Schwarzwaelder Dorfgeschichten” bekannt wegen seiner alldeutschen Gesinnung. Stefan Zweig. “Jeremias” “Fouche”, Erasmus von Rotterdam”, ‘Sternstunden der Menschheit’ u. v. a. m. Arnold Zweig, u. a. “Der Streit um den Sergeanten Grischa”. Arthur Schnitzler (1862-1931) fuehrender deutscher Dramatiker. Franz Werfel, Lyriker und Dramatiker u. a. “Verdi”, “der Weltfreund” “Wir sind”. Jakob Wassermann (1873- 1934). u. a. “Mein Weg als Deutscher und Jude”, “Caspar Hauser”, “D a s Gaensemaennchen”, “Der Fall Mauricius”, “Etzel Andergast”, “Kerkhofens Dritte Existenz”. Alfred Doeblin, Arzt und Schriftsteller, u. a. “Meere und Giganten”, “Berlin-Alexanderplatz”. Alfred Wolfenstein, u. a. “Juedisches wesen und deutsche Dichtung”. Ernst Toller Ludwig Fulda erfolgreicher Bu'shnenschriftsteller. Georg Hermann u. a. “Jettchen Gebert”, “Henriette Jacobi”. Alfred Mombert, Freund Richard Dehmels und Moeller van den Brucks. Peter Altenberg (1859-1919) Lion Feuchtwanger, u. a. “Jud Suess”, “Der juedische Krieg”, “Soehne”, “Erfolg”. Ernst Lissauer, (1882-1939) u. a. “Luther und Thomas Muenzer”. Richard Beer-Hoffmann, “Jacobs Traum”, “Schlaflied fuer Miriam”. Giacomo Meyerbeer (3.791- 1864). u. a. “Hugenotten”. “Der Prophet”, “Die Afrikanerin”. Felix Mendelssohn-Bartholdy (1791-1867) Dirigent des Leipziger Gwandhauses, General-Musikdirektor in Berlin, wlederentdecker Bachs. Jaques Offenbach (1819-1880) u. a. ‘Orpheus in der Unterwelt”, “Hoffmanns Erzaehlungen”, “Die schoene Helena”. Gustav Mahler (1860-1911) Leiter der Wiener Oper, u. a. “Das Lied von der Erde”, 10 Symphonien. Josef Joachim (1873-1907). beruehmter Geiger, Ritter des Pour-Le-Merite, 4-facher Doktor hs., Direktor der Hoschschule fuer Musik in Berlin, u. a., “Hebraeische Melodien”. Arnold Schoenberg, Vertreter der “neuen” Musik, (12 Toene-System). Kurt Weil, u. a. “Drei-Groschen-Oper”. Erich W. Korngold, “Die Tote Stadt”. Felix Salten Karl Wolfskehl, Vorkaempfer Stefan Georges. Hugo v. Hoffmannsthal (1874 -1929) Texte zu den meisten Opern von Richard Strauss. Alfred Polgar Theaterkritiken und Feuilletons. Friedrich Gundolf (1880-1931) Literatur - Historiker, Professor in Heidelberg, u. a. “Caesar”, “Shakespeare”, “Goethe”, “Kleist”, “Stefan George”. Emil Ludwig u. a. “Napoleon”. Max Brod u. a. “Tycho Brahas Weg zu Gott”, “David Reubeni”. Hugo Zuckermann (1881-1914) u. a. “Oesterreichisches Reiterlied” . W K, Isenstein: ERNST TOLLER Max Pr Ah tei Tr de ste sic Phil So so: Edu: 18 Di Al Le Eugi De Less be Emi: G Hen Arti E: tu Bi Ado Sigv Luw Jos« Frit Elisi Mas Mar Ai Mor Mar Arti Pau Leo; Frit Broi Ottc Leo; Mas Hen W Kar Leo Dii opi Ottc Di: opi Brui Sale M J. E Ei Eric Osk; Ales Ze Ales 19 Ei nil