Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XVI (1954)
- Issue
- 6 (Junio, 1954)
- Date
- 1954-06-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Junio, 1954 BOLETIN INFORMATIVO 15 m Med izinische Erfindung Der Augenarzt Dr. Adolf Gutmann wurde zur Teilnahme am Panamerikanischen Kongress fuer Augenheilkunde eingeiaden, weicher in Sao Paulo zwischen dem 11 und 17 Juni ds. J. stattlinden wird, um vor diesem Fachzirkel seine Eriindung zeigen zu koennen, die er “Piezometer” benannt hat. vv'ie Dr. Gutmann erklaerte, dient der Apparat dazu, die Diagnose ueoer verschiedene Veraenderungen, wie gutmuetige oaer krebsartige Gewaechse, ernste Erkrankungen und oeginnende Entzuendungen hinter dem Augapfel, stellen zu koennen. Die Methode Dr. Gutmanns bedient sich einer konkaven Platte, die auf das Auge des Patienten gelegt wird, und die durch ein Gewicht von 25 gr. beschwert, auf einer mit Millimetereinteilung versehenen Skala die verschiedene Dichte im retroglooaren Gewebe anzeigt. Der erwaehnte Spezialarzt hat seine Erfindung bei zahlreichen Patienten in Deutschland, Oestereich und Chile angewandt. (Diese interessante Notiz ueber den wissenschaftlichen Erfolg unseres Gemeindemitglieds Dr. A. Gutmann ist dem Mercurio vom 28. April entnommen und uebersetzt). A uf&aben der Zionisten ©€ CA COllCTivrt)AO llAACi.r* flaJúHÍtH "de CASikWA M« * MAbPAftAlte in der Ihr sehr interessanter Artikel im Gemeinaeoiatt “Erste Tage im Land” sowie Neschuschtan’s Besuch bei B. G. son Veranlassung zu Folgendem geoen. Ben-Gurions soeoen nerausgexommenes Buch gibt zum Denxen Anlass. Uowohl wir von ihm vorbereitet waren — waehrend seines letzten Aufenthaltes in aen Staaten, hoerten wir bereits seine Meinung: wer ist Zionhtv— hat seine Ansicht oetreffs Existenzberechtigung der zionistischen Organisationen viel Staub aufgewiroeit. Der Ex Premier vertritt die Ansicht, heute, nach Errichtung des Staates, nur noch einen Juden, uer selbst nach Israel uebersiedelt, als Zionisten anzuerkennen. Die anderen Juuen, die Israel materiell und mcraiisch unterstützen, sind fuer B. G. Freunde Israels, aber keine Zionisten. Gegen diese Auffassung stellten sich naturgemaess die amerikanischen Zionisten. Aber auch von fuehrenden Zionisten Israels wuruen entsprechende Erklaerungen abgegeben. Perl Lockers Meinung ist, dass ein Jude, der tagtaeglich mit zionistischen Gedanken erfuellt, Zionist sei. Frau Rose Halperin (Hadassah) und Frau Rebekka Sieff (Wizo) gaben folgende Erklaerungen; In Abgrenzung gegenueber den Israel-Freunden einerseits (die die Hauptmasse der Zahler der Vereinigten Campagne und der Zeichner der Unabhaenkigkeitsanleihe ausmachen), und der Ben Gurionschen Formulierung, ist ein Zionist der Jude, weichet die Einheit des juedischen Volkes bekennt, das Zentrum der Nation in Israel sieht, und bestrebt ist. am Aufbau, Wohlfahrt und Sicherheit der Medina mitzuarbeiten. Niemand wird in Frage stellen, dass ein Jude, der ohne aeusseren Druck, getrieben nur von seiner Liebe zum juedischen Volk und zum Land Israel, den Weg in die Medinath geht, ein Zionist ist. Die Frage ist nur, ob nur er ein Zionist ist. Die historische Wahrheit zeigte, dass Zionismus und Alijah nie identisch waren. Auch die Fuehrer des russischen und polnischen G o 1 a h Zionismus wänderten nur zum geringsten Teil in der Zeit vor —und nach dem ersten Weltkrieg nach Palaestina ein. Ihre Arbeit in der Galuth war nicht von geringerer Wichtigkeit. Die konkreten Aufgaben der zionistischen Organisationen haben sich wenig geaendert. Weder iuer Israel noch fuer die Galuth. Der juedische Staat befindet sich aber erst in den Antaengen seiner Existenz. Vorlaeuxig lebt nur ein kleiner Teil unseres Volkes in Israel. Herzl wollte die Konzentration der juedischen Masssen auf eigenem Territorium. In New York leben immer noch mehr Juden als in Israel. Trotz der Staatsgruenaung ist das Ziel des Zionismus noch nicht erreicht. Die Diskussion, wer ein Zionist sei, und ob nur derjenige diesen Ehrentitel tragen auerfte, der nach Israel geht, trifft nicht den Hauptkern des Problems, solange die zionistischen Organisationen und die Menschen in der Galuth wichtige Aufgabe zu erfuellen haben. Ihre Arbeit erstreckt sich auf die verschiedensten Gebieten. Die Wichtigkeit der zionistischen, kulturellen und hebraeischen Jugenderziehung ist dieselbe wie frueher. Juedische Menschen zu Zionisten zu erziehen, ist eine alte und niemals ganz erfuellte Forderung. Das Gleiche gilt fuer die “Eroberung der Gemeinden” als der Kerpunkt des juedischen Lebens in der Galuth. Wenn man diese Funktionen der zionistischen Organisationen Revue passieren laesst, dann wird man begreifen, dass sich an der Bedeutung der Arbeit nichts geaendert hat. Die Krise der zionis t is c h e n Organisationen, wenn wir ueberhaupt von Krise reden, ist keine ideologische. Sie ist eine Krise der Menschen, die als Folgeerscheinung gewaltiger Ereignisse, wie Gruendung des Staates usw. zu beurteilen ist. Das juedische Volk hat in allen Krisenzeiten seine Kraft bewiesen. In der Stunde wenn man es ruft, wird es immer an seinem Platz stehen. WIZO Liebe Wizoschwestern; Wie Sie aus unserem Programm ersehen, haben wir durch die verschiedenen juedischen und anderen Feiertage eine grosse Verschiebung unter den sonst regelmaessigen Daten unserer Sitzungen ln allen Gruppen vornehmen muessen. Dafuer aber sind wir in der gluecklichen Lage, Ihnen diesmal ZWEI AUS¬ SERORDENTLICHE Atraktionen bieten zu koennen: Es ist uns gelungen, die Gattin des allseits bekannten Senators Don Angel Faivovich, die Señora SARA de FAIVOVICH zu einer Charla zu werben, die sie bereits in der Federación de la Wizo unter ganz besonderem Beifall gehalten hat. Wie Sie wissen, ist Herr Senator Faivovich von der Regierung in Israel offiziell eingeladen und von allen prominenten Stellen besonders empfangen worden. Seine Gattin, die ihn oegieitete, wird uns daher Vieles erzaehlen, was im allgemeinen wohl nicht sehr oft zu hoeren ist. Wie Sie wissen, ist am 21. Juli d. J. Jahrzeit nach Theodor Herzl und am 22. d. J. nach Ch. N. Bialik. Wie in jedem Jahre, wollen wir auch in diesem Jahre diesen beiden Groessten unseres Volkes einen Gedenknachmittag widmen. Nun freuen wir uns Ihnen mitteilen zu koennen, dass sich Herr HANS KAUF¬ MANN, Ihnen allen von frueheren Gelegenheiten her bereits ruehmlichst bekannt, bereit erklaert hat, ueber diese beiden Maenner bei uns zu sprechen, wofuer wir ihm heute schon auf diesem Wege herzlichst danken. Am Mittwoch, den 14. Juli d. J. also wird in diesem Rahmen unsere Herzl-Bialik-Feier stattfinden und wir bitten Sie schon heute, beide Daten, und zwar. Donnerstag, den 1. Juli d. J., 5 h. Nachm., (Sra. S. de Faivovich), Mittwoch, den 14. Juli d. J. 5 h. Najchm. (Herzl-Bialik- Feier) . in Ihrem Kalender besonders vorzumerken. Wir rechnen mit Ihrem Erscheinen! Am 28. April fand unsere dies- Jaehrige General - Versammlung statt. Nachdem die Vorstandsdamen Ihre verschiedenen Berichte abgegeben hatten —aui Wunsch der anwesenden Damen, werden die Ausfuehrungen der Frau Felicia Katz unten anschliessend wiedergegeben— wurde eine Erhoehung der Mitgliederbeitraege beschlossen.. Dieselbe soll mindestens 30% 'betragen, doch bitten wir diejenigen Damen, die sich in wirtschaftlich guten Verhaeltnissen 'befinden, ihre Quote nach oben weiter zu erhoehen. Die Aufgaben der Liga wachsen in dieser schweren Zeit begreiflicherweise von Tag zu Tag und durch die immer groesser werdende Teuerung sind wir manchmal nicht in der Lage unseren Be_ duerftigen zu helfen, wie es angebracht waere. Bedenken Sie bitte, welch grosse Aufgaben wir mit der Erhaltung des Kinderheimes und der Betreuung von alleinstehenden und kranken Frauen und Maechen auf uns genommen haben und helfen Sie uns dieselben zu erfuellen, indem Sie Ihre Beitraege Ihren wirtschaftlichen Verfaaeltnissen entsprechend recht weit nach oben erhoehen. Wir verausgabten lm vorigen Monat fuer Kinderfuersorge und Betreuung alter und kranker Frauen und Maedchen, ausschliesslich der laufenden Buerounkosten $ 151.945,50 GOTTESDIENST: Jeden Freitag abend um 19 Uhr. Jeden Samstag vormittag um 9V* Uhr. Ausserdem an Jahrzeiten. Diese Daten muessen jedoch rechtzeitig an die casilla 984 mitgeteilt werden. VERKÜNDUNG DES NEU¬ MONDES: Samstag, den 26. Juni. Tamus. NEUMONDSTAGE: Donnerstag, den 1. Juli, Freitag, den 2. Juli. GOTTESDIENST FUER SCHWOUTH: Sonntag, den 6. Juni abends um 19 Uhr mit Predigt Montag, den 7. Juni Meine Damen: Da schon unsere liebe Praesidentin ueber das Wichtigste unserer Arbeit ber.chtet hat, moechte ich mir noch erlauben, einen Fall, der uns aufs Tiefste erscnuettert, hat, zu erzaehlen. Vor einigen Tagen erschien lm Kinderheim ein 76 Jahre alter, kranke Mann, mit einem 9 Jahre alten Maedelchen, weinend bat er uns das Kind vor dem Verkommen zu retten. Um ein klares Bild zu geben, muss ich in kurzen Worten seine Lebensgeschichte vorausschicken: Dieser Mann kam im Jahre 1915 nach Chile und arbeitete als Flickschuster in Valparaiso; vor ungefaehr 15 Jahren, als er schon nicht mehr so arbeiten konnte, stellte er ein 23 Jahre altes chilenisches Maedchen als Gehilfin ein. Das Maedchen, sehr arm. nahm die Gelegenheit wahr, umschmeichelte ihn, und er, damals schon ein Sechziger, sah sie als Geschenk des Himmels an und heiratete sie. Aus dieser Ehe entstanden 2 Kinder, der heute 11 Jahre alte Junge und das 9 äaehrige Maedchen. Als das zweite Kind zur Welt kam, nahm die Frau alles, was an barem Gelde da war, und verliess den Mann und die Kinder. Er tat alles, um die beiden grosszuziehen. Die Erziehung, die sie genossen haben, koennen. Sie, meine Damen, sich vorstellen. Verwildert, verkommen. richtige Naturkinder. Nun lebt das Maedchen jetzt lm Heim. Als ich gestern dort war kam sie gerade aus der Schule und sagte zu unserer Heimleitevormittags um 9V4 Uhr. abens um 19 Uhr mit Seelenfeier. Dienstag, den 8. Juni vormittags um 914 Uhr. Das traditionelle Schwouth -Lernen findet am Sonntag, den 6. Juni abends um 21 Uhr. unter Leitung von Herrn Rabbiner LoewensteLn in der Residencial Van Geldern, Paseo Gervazoni 492, statt. MITGLIEDERBEWEGUNG: Neuaufnahme: Frau Adele Schneider. Herr Eduard Jacobi. rin Frau Reise: “Tanti, sabes, las profesoras en coleg.o rrfc qmeren, me quleren de verdad”. Wenn man diese Worte und dazu die strahlenden Augen des Kindes gesehen hat, 60 kann man sich ein Bild machen, welche Tragik diese wunde Kinderseele umgibt. Daraus, meine Damen, koennen Sie ersehen, wie viel S.e mit einer kleinen Gabe, ohne dass Sie es vielleicht ahnen, tun koennen. Gewiss, man wird muede vom Geben, so erlauben Sie mir bitte, noch einige Zeilen von. Kurt Lubinski hlnzuzufuegen: Gebt! damit die Kinder lachen die das Lachen niemals kannten seit den) grauenhaften Zeiten die zle frueh zu Waisen mach- (ten. Wer nicht gibt, kann nie recht (schlafen Sein Besitz verliert denn Sinn, in dem wahren Wolstandshafen Ist Bur Geben Reingewinn. Ich hoffe, meine Damen, dass diese Worte auf fruchtbaren Boden gefallen sind, Wir bitten und erwarten weiterhin Ihre guetlge Mithilfe. CISROCO Wir verausgabten im vorigen Monat fuer Barunterstuetzungen. Barzahlungen Arzt—, Arznei— und Krankenhauskosten, Schul— und Beruf sausbildungsbelhilfen, sowie fuer die Unterhaltung unseres Alterhelms, ausschliesslich der laufenden Buerounkosten W _ efe otea* Ctegantea done?t! GRUPPE GOLD A MEYRSON: Montag, Montag, 14.6. abends: Schowuauss-Feier, (Ort der Zusammenkunft wird telef. bekanntg.). 28.6. abends: “Juden in Indien”, (Frau Eva Mackary). Montag, , 12.6. abends: “Der Frieden des Geistes”, (Frau Hannah Berliner). GRUPPE VERA WEIZMAN: Mittwoch, 9.6. Nach. “Albert Schweitzer”, (Frau Edith Goidschmidt). Montag, 21.6. Nachm. “Frauenu. Kinderfuersorge in England”. (Frau Anna Mottek). GRUPPE HANNAH MEISEL: Dienstag, 15.6. Nachm. “Der Frieden des Geistes”. (Frau Hannah Berliner). GRUPPE HENRIETTA SZOLD: Donnerstag, 1.7. Nachm. “Meine Israel-Reise”. (Frau Sara de Faivovich). Mittwoch, 14.7. Nachm. “Herzl-Bialik-Feier”, (Herr Hans Kaufmann). Mittwoch, 14. Juli Nachm. 5 h. (Herr H. Kaufmann) Donnerstag, 1. Juli Nachm. 5 h, (Frau Sara ae Fauovich). gemeinsam fuer aller Gruppen. LIGA DE DAMAS ILSE BAB 8 441.885