Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XVI (1954)
- Issue
- 5 (Mayo, 1954)
- Date
- 1954-05-01
- Page
- Seite 13 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Mayo, 1954 BOLETIN INFORMATIVO 13 In Moskau regne In Kairo schiesst’s 9 9 9 Israel — "Bericht” eines Kundschafters in der TRIBUNA JUDIA — "Sachvers taendiges UrteiT’ im ESTANQUERO ueber die juedischarabischen Probleme Papier hat nun einmal die schoene Eigenschaft, geduldig zu sein; es erroetet nicht, es schlaegt nicht aus, im Gegenteil, wenn man es auf einem Blatt mit Luegen bedeckt, haelt es auch noch das andere hin... Gewiss, es ist nicht jedermanns Sache, diese Schwaeche eines Objekts gewissenlos auszunutzen und die Zensur des eigenen Gewissens einfach auszuschalten. Die “Tribuna Judla” jedoch, eine neue Monatsschrift, welche von Kreisen herausgegeben wird, die sich verschaemt “Progressiv” nennen, kennt diesbezüglich keinerlei Bedenken und bedeckt ihr Papier mit Berichten die dem Pass der Absurditaet den Boden ausschlagen. So erschien kuerzlich ein von einem Nayo Berdichesky Unterzeichneter Artikel ueber Israel. Nach dessen Titel (“Israel, leyenda y realidad”), zu urteilen, ist der Verfasser zu der Erkenntnis von der tragischen Diskrepanz zwischen Traum und Wirklichkeit gelangt. Diese Erkenntnis ist zwar nicht unbedingt als originell zu betrachten, —schon Plato raet uns, das Bestmoeglichste anzustreben, da das Ideale unerreichbar sei — doch ist sie im allgemeinen Zeugnis einer gewissen Reife. Bei diesem Artikelschreiber allerdings, wie man bald bemerkt, das einzige. Wieso eigentlich demonstriert er die historische Tragik der Ideen nicht an dem Schulbeispiel der alten Menschheits Sehnsucht nach sozialer Gerechtigkeit einerseits und ihrer fuenfjahresplaenigen Verwirklichung andrerseits? Die Frage stellen, heisst sie beantworten! Der Verfasser ist, wie wir erfahren, in Israel gewesen, er hat dort den Gegensatz zwischen Arm und Reich bemerkt, die Entwertung des G e 1 d es gespuert, Knappheit an Lebensmitteln und Behausungen gesehen. Das Entsetzen, das er vorgibt, darueber zu empfinden ist so gross, dass man annehmen koennte, er sei im luftleeren Rahm nach Israel und von dort zurueck gereist und sei also nirgends mit diesen Phaenomenen in Beruehrung, die man heute auf der ganzen Welt —vom Ural bis zum Mississipi beobachtet, gekommen. Nun kommt aber noch etwas hinzu: Nicht nur, dass Israel die negativen Lebensaeusserungen mit der ganzen Welt teilt, hat es sie aktiver und erfolgreicher bekaempft als ein Grossteil der Laender; und dies, obwohl sich dank der Masseneinwanderung in den letzten Jahren die Bevoelkerung verdoppelt hat. Ueber diese Alija als Ursache einer Pro. blematik, die man aber glaenzend zu loesen imstande war, huellt sich der Autor in verstaendliches Schweigen: Die Generallinie seiner Kreise sieht bekanntlich die Alija von Juden nach Israel nicht vor! Etwas beredter wird er jedoch als er auf die Araber in Israel zu sprechen kommt: ihre Aufnahme in die Arbeitergewerkschaft von ihrer Teilnahme am israelischen Leben, ihren Studenten an der Universitaet und Abgeordneten im Parlament hat er nichts bemerkt; aber da eine —inzwischen -abgeschaffene — Sicherheitsvorschrift fuer den Verkehr an den Grenzen bestand, vergleicht er' das Schicksal der Araber in Israel mit dem der Juden im zaristischen Russland und hat die Stirn, das Los der ersteren bemitleidenswerter zu finden!! Da sogar der oberflaechliste Kenner der juedischen Geschichte von der Existenz eines Ansiedlungsrayons, Numerus clausus, einer Zwangsentfuehrung juedischer Kinder durchs Militaer, und “gelegentlichen” Progromen unter dem Zarismus Kenntnis haben muss, ergibt sich eindeutig, dass es sich bei dieser Behauptung um boeswilligste und heuchlerische Demagogie handelt. Nur so ist auch die rethorische Frage wieso noch immer kein Frieden im Mittleren Osten sei, zu verstehen, welche der Artikelschreiber mit groteskem Vorwurf ausgerechnet an Israel richtet. Nachdem er kurz vorher festgestellt hat, dass “Israel im Kampf gegen vom britischen Imperialismus angestiftete feudale Invasoren siegreich hervorging” natuerlich nur, weil es die uneigennützige (!) Unterstuetzung der osteuropäischen Staaten genoss, ist es jetzt Israel, das zu keiner Verstaendigung mit den friedliebenden Araberstaaten gelangen will. Durch welchen dialektischen Hechtsprung sind die Araber ent - chauvinisiert und der Lebenswillen des juedischen Volkes ver-imperialisiert worden? Die Sache ist denkbar einfach: Die Unterstuetzung durch die Sowjetrussen adelt; als sie ihre Stimme dem Judenstaat gaben, wurde dieser als fortschrittlich anerkannt, heute geht Russland mit den Arabern, ergo sind diese wahre Volksregierungen mit besten Absichten. Woraus unwiderlegbar hervorgeht, dass der Verfasser des Artikels ueber Israel zu jenen uebereifrigen Parteil’euten gehoert, die hier vorsichtig ihre Regenschirme aufspannen, weil es in Moskau regnet... ♦ * * Im anti-israelischen Chor der Rache darf neben dem Kontrabass der Pseudokommunisten auch nicht die Fistelstimme der Faschisten fehlen. Dem “Estanquero”, der vor kurzem erbaermlich eingegangen war, weil ihn sogar seine Parteigaenger zu langweilig fanden und ihn zu kaufen verschmaehten, sind anscheinend neue Gelldmittel zur Verfuegung gestellt worden und dieser galvanische Strom verursacht lebens aehnliche Zuckungen in dem Zeitungskadaver. Vielleicht gibt sogar der Artikel, mit dem uns zu beschaeftigen wir die zweifelhafte Ehre haben, einen gewissen Aufschluss ueber das Woher des neuen Geldsegens. In einer April - Nummer naemlich wird auf der Titelseite mit grossen Buchstaben die Frage aufgeworfen “Wer hat recht, Araber oder Juden?” (Arabes y judíos, ¿quién tiene razón?) Den dazugehoerigen Artikel findet man viel weiter hinten, wenn man den Fehler begeht ihn zu suchen. Der Verfasser, Waheed Chauriye (der Name verheisst schon objektive Sachlichkeit, nicht wahr?) ergeht sich erst in elegischen Betrachtungen ueber die Instabilitaet der Lage im Mittleren Osten im allgemeinen. Wir koennen ihm das nachfuehlen, wenn wir bedenken, wie oft und schnell die Pan-Arabisten ihre hoffnungsfreudige Begeisterung nach jedem Staatsstreich auf ein neues untaugliches Objekt richten muessen. Von da aus gelangt der Kommentarist zu der Feststellung, dass auch in Palaestina, wo Er geboren wurde, der den Frieden predigte, kein Frieden herrscht... Der Streit zwischen Juden und Arabern lodert weiter. Wer nun also ist schuld daran •qnd wer andrerseits hat recht im Palaestina- Konflikt? Darueber laesst allerdings Herr Chauriye weder historische, noch politische oder moralische Erw!aegungen vom Stapel. Vielmehr erzaehlt er uns mit schlecht verhehlter Schadenfreude, dass bisher jeder Friedensbereite Araberfuerst, oder Politiker von fanatischen Elementen aus den eigenen Reihen umgelegt’ wurde. Somit ist der Friede auch fuer alle Zukunft ausgeschlossen, denn (Herr Chauriye zieht hier zweifellos den analogen Schluss aus seiner eigenen Zivilcourage!) er glaubt nicht, dass jemand bereit sei, sein Leben aufs Spiel zu setzen, um eine Verstaendigung mit Tel-Aviv anzubahnen. .. Nochmal: wer also hat recht, Juden oder Araber? Direkt beantwortet der Verfasser wie gesagt diese Frage nicht; jedoch geht es aus seinem seichten Artikel deutlich hervor: bei den arabischen Fanatikern liegt im Augenblick noch die Macht, das Recht aber liegt bei den Juden... BEN-ONIM NOS VISITAN JAVERIM En los últimos días de Mayo llegarán al país, Yaacov Jazán, miembro del Comité Central de MAPAM en Israel y representante de su partido ante la Kneset, y su esposa Berta Jazán, destacada dirigente educativa del Kibutz Artzí. Yaacov Jazán nació en Brest-Litovsk, en 1899. En 192$, a los 24 años de edad, realizó como javer de HASHO- MER HATZAIR, su aliá, luchas como dirigente del Movimiento Obrero de Eretz Israel. Jazán puede ser considerado como uno de los fundadores de los movimientos escautivos judíos que evolucionaron hacia el Hashomer Hatzair y desde 1929 ha concurrido como delegado del ishuv 'Eretz israelí a todos los Congresos Sionistas Mundiales. En 1931, asistió a Berlín para participar en el Congreso de la Liga Pro-Palestina Obrera. En la actualidad es javer del Kibutz Mishmar Haemek y ocupa las funciones de diputado a la Knesset, miembro del Comité de Acción Sionista, Director de la Central Mundial del K. K. L., miembro del Vaad Hapoel de la Histadurt, del Comité Central de Mapam, forma parte de la Mazkirut del Kibutz Artzí y de la Haganá Elioná del HA¬ SHOMER HATZAIR. BERTA JAZAN, nació en Viena. Terminó sus estudios en el Instituto Pedagógico de esa ciudad y dió allí comienzo a su trabajo en educación. Después de efectuada su aliyá se constituyó en una de las fundadoras del Primer Mosad Jinuji del Kibutz Artzi, en Mishmar Haemek. A partir de allá, ha sido una activa ¡participante en las materias relacionadas con la educación en el seno del Kibutz Artzí, como igualmente. en la coordinación de los diferentes institutos educativos que sostiene esta organización colonizadora. Berta Jazán, escribió varias novelas sobre temas israelíes. Los huéspedes que estarán entre nosotros alrededor de diez días, serán recibidos por diversos movimientos juveniles e instituciones de la colectividad. ALIJA// Am 22. des vergangenen Monats verliess eine Gruppe von 21 Chaverim Chile und traten ihre Alija nach Israel an. Es handelt sich um Mitglieder des Haschomer Hatzair, die, wie ihre in den letzten Jahren ihnen vorangegangenen 150 Chaverim, in einem der Kibutzim dieser Bewegung Unterkunft finden werden. Ausser den durch ihre chilenischen Mitglieder bekannten Kibutzim Maabarot und Ramot Haschavim, werden auch die Kibutzim Dvir (im Negev) und Amir (im Hule-Tal) die Olim aufnehmen. Die Siedlung Dan, an der syrischen Grenze ganz noerdlich gelegen, wird eine dritte Gruppe Jugendalija (halbtags Schulunterricht, und halbtags landwirtschaftliche Arbeit) untergebracht werden; die erste Gruppe chilenischer Jugendlicher befindet sich bereits dort seit zwei Jahren. Die chilenische Judenheit demonstriert mit dieser Alija ihren Glauben an unseren Staat Israel und die Bereitschaft, ihm bei seinem Aufbau und seiner Verteidigung mitzuhelfen. INFORMA PATWA î {Profesionales a Israel! Patwa, organización que se preocupa de impulsar la aliá profesional y técnica a Israel, hace saber a los posibles interesados que actualmente se ofrecen las siguientes posiciones: CONTADOR especialista en cálculo de costos. La Cía. de Fertilizantes y Productos Químicos de Haifa, busca un joven contador especialista en cálculo de costos. Se exige inglés y hebreo. CONTADOR. La Cía. Israelí - Americana de Papeles, en Hederá, necesita un contador con experiencia. No están, sin embargo, dispuestos a contratar a la persona, sin haber tenido una entrevista personal con el candidato. JEFE DE DEPARTAMENTO DENTLA. Kupat Jolim, Haifa. Para un dentista con larga experiencia profesional. Si el candidato tuviera práctica administrativa, ello sería una ventaja, pero no es esencial. INGENIERO ESPECIALIS¬ TA EN ELECTROTECNIA, para Instituto Científico Weizman en Rehovot. QUIMICO ANALITICO para Instituto de Investigaciones de Jerusalem. INGENIERO ESPECIALI¬ ZADO en construcciones de máquinas para una gran industria de Haifa. MEDICO ORTOPEDICO Y PSIQUITRA para Kupat Jolim. Se ruega a los interesados escribir al Ing. E. Frledman, San Antonio 378, departamento 1011, Santiago, dando detalles sobre: Profesión, edad, experiencia, etc. Todos estos datos serán tratados como estrictamente confidenciales. »