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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1954-05-01 · 5 (Mayo, 1954) · p. [Seite]

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XVI (1954)
Issue
5 (Mayo, 1954)
Date
1954-05-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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CASILLA 24B7. SANTIAGO - CHILE MITTEILUNGSBLATT BOLETIN INFORMATIVO . . w «A’ REDACCION. S.C. I. B'NE JISROEL AV. PORTUGAL 610. TEL. 33096 Ui O C 1 E D A D CULTURAL ISRAELITA "B'NE JISROEL" I Año XVI — N.o 5 SANTIAGO DE CHILE Mayo, 1954 WM W:. *«<S’ **:’•*; iS lii« Israel — 6 Jahre Vom der Haöama zum Volksheer Der Gedanke der Verteidi-1 gung des Jischuv tauchte fast I gleichzeitig mit dem Beginn I der neuen Kolonisation, in den 70-er Jahren des vorigen j Jahrhunderts, auf. Die Ein-1 Wanderer wussten, dass ihnen, wie allen Vorangegangenen, Gefahr drohte. Den Verteidigungsplan entwarf damals ein Jerusalemer Rabbi, Akiba Joseph Schlesinger. Danach sollte die Verteidij gung sich aus zwei Kraeften | zusammensetzen: Lochme-El I und Schomre-El. I Die ersten wirklichen; Kaempfer stelten jedoch die Gruender Petach Tikvas dar. Dort trat der persoenliche Kampfgeist schon deutlich hervor. In Ness Ziona organisierte man zum ersten Mal die /Verteidigung. Michael Heilprin hatte damals schon die Idee, ein organisiertes Heer zu schaffen. Im Jahre 1886 wurde dies zeitweise in die Tat umgesetzt. Es wurden die Organisationen „Agudat Hapoalim” und die „Histadrut Haassaroth” gegründet. Die eine fuer wirtschaftliche und die andere fuer militaerische Fragen. Mit dem Beginn der Arbeit des Rotchschildschen Beamtenapparates trat die Verteidigungsbewegung etwas in den Hintergrund. Denn die Beamten wollten die Wache ueber das Land auf die gute Nachbarschaft mit den arabischen Einwohnern fundieren und nicht auf unsere eigenen Kraefte. Aber dieses System konnte nicht sehr lange durchgefuehrt werden. Der Wandel kam mit dem Beginn der 2. Alija im Jahre 1905. Diese Einwanderungswelle hauchte dem Jischuv einen neuen Lebensgeist ein und wurde die Verwirklicherin des Zionismus in Arbeit und Verteidigung. Arbeiter der zweiten Alija aus Sichren Jakob und Umgebung, besonders in Schefeja, waren die ersten, die den Gedanken der juedischen wache wieder aufnahmen und die Grundlage fuer die moderne juedische Verteidigung des Landes legten. Am Sukkoth 1907 wurde in Sichron Jakob der erste Verteidigungs -Verband „Bar Giora” gegründet, der zu Beginn neun Mitglieder zaehlte. Der Verein wuchs. Pessach 1909 spaltete er sich. Es entstanden die- Vereine „Haawoda” und „Haschomer”. Die Aufgabe des ersten war es, die Arbeit zu erobern, die des zweiten, sich der Verteidigung zu widmen. Aus diesem entwickelte sich die Haganah. Nach den Heldentaten der juedischen Legion im ersten Weltkrieg hofften viele, dass der Jischuv nun zur Ruhe kommen wuerde. Aber sie wurden enttaeuscht. Forderten frueher die anarchischen Zustaende unter den Tuerken eine gut organisierte Verteidigung, so musste diese nun der politischen Intrigen der Baltischen Mandatsverwaltung wegen aufrechterhalten werden. Es wurde deutlich, dass die Aufgabe nicht nur darin bestand, einsame juedische Punkte zu bewachen. Das ganze juedische Leben in allen Teilen des Landes musste geschuetzt werden. Die zweideutige Haltung der Englaender wurde von den Arabern als Einladung fuer Angriffe auf das juedische Siedlungswerk aufgefasst. Das bewiesen die Unruhen des Jahres 1920 im oberen Galil und Jerusalem; die Krawalle von 1921 in Jaffa und Tel Aviv; die Progrome von 1929 in Hebron und Safed und die Unruhen 1936-39 im ganzen Land. Waehrend der letzteten wurden bedeutende Aenderungen in der Organisation der Haganah vorgenommen. Die Siedlungswache wurde geschaffen, in der sich die Wingate’schen Sondertruppen auszeichneten. Trotz der „Hawiagah“ seitens der juedischen Bevoelkerung beschloss die Britische Mandatsverwaltung, den Arabern nachzugeben. Das schaendliche Weissbuch wurdeveroeffentlicht. Der zweite Weltkrieg brachte einen „Waffenstillstand” zwischen Briten und Juden. Wir wollten und mussten uns am Kriege gegen Hitler beteiligen. Im Jahre 1941 wurde die Palmach, eine Elitetruppe, geschaffen, die der englischen Armee half, nach Sy¬ JOSEF HIRSCHBEHG z vor Redaktionsschluss erreicht uns die erschuetternde Nachricht aus Israel, dass der Ehrenpraesident unserer Gemeinde, Dr. Josef Hirchberg, von dieser Welt abberufen worden ist. Wir koennen leider heute nur in einigen wenigen Zeilen dem Schmerz, der uns alle bewegt, Ausdruck geben und werden in der naechsten Nummer unseres Boletin Informtivo Gelegenheit haben, ausführlich des Dahingeschiedenen zu gedenken. Ueber Josef Hirschberg schreiben, bedeutet die entscheidenden Jahre der Geschichte unserer Gemeinde niederzulegen. Es waren Jahre des Kampfes und des Wiederaufbaus, dem er sich zuerst als Vice-Praesident und dann als Praesident unserer Gemeinde mit voller Hingabe gewidmet hat. Und nun glaubten wir, dass er, wie es in einer der Abschiedsreden fuer Josef Hirschberg zum Ausdruck kam, der “Embajador” unserer Gemeinde in Israel sein wuerde. Dies war ihm nur allzu kurze Zeit vergoennt. Selbst von tiefer Trauer erfuellt, druecken wir ueber Kontinente und Meere hinweg seiner von uns allen geschaetzten Gattin, seiner Mutter und seinen Kindern die Hand und sprechen ihnen unser tiefempfundenes Beileid aus. Die S. C. I. “B’ne Jisroel” ist mit ihnen in tiefer Trauer. rien vorzudringen und es zu erobern. 30,000 Juden traten in die britische Armee, und ein betraechtlicher Teil von ihnen in die juedische Brigade, ein. Die britischen Behoerden setzten ihre zionisten-feindliche Politik fort. Sie stoerten nicht nur den Aufbau Erez Israels, sondern auch das Rettungswerk fuer die vom Tode bedrohten europäischen Juden. Da uebernahm die Haganah es, die gefaehrdeten Brueder ins Land zu bringen. Die „illegale Einwanderung” wurde organisiert. l Schluss auf Seite 10) Im Bild (Oben): Schiffder “illegalen” Alija; das brennende Gebaeude der! I’Sochnut; Verteidiger Jerusalems; die Gruendungsurkunde des Staates.; (Unten): Arbeit und Spiel; im friedliebenden Israel.; mmm. ►Xsv.X.v. Iplifl Ä J f J*** r_ mm

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