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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1954-03-01 · 3 (Marzo, 1954) · p. Seite 3

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XVI (1954)
Issue
3 (Marzo, 1954)
Date
1954-03-01
Page
Seite 3 (sequence 8)
Language
German
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Han», 1964 - fi O L E T IN INF OSHAflTÚ .n.j. -•- ~ ■ - T-. - v-'—-- -- ■•)' ’’•-i “ - futd-Amí .'.-jfciTTrii "t^-i; -- ..• * E1NLA DUNG Hiermit lade ich die Mitglieder der Sociedad Cultural Israelita “B’ne Jisroel” gemaess Art. 22 der Satzungen zur ORDENTLICHEN GENERALVERSAMMLUNG fuer Sonntag, den 11. April 1954, 9.30 Uhr vorm, in das Gemeindehaus. Portugal 810, ergebenst ein. Falls zur der vorstehend festgesetzten Zeit nicht mindestens 20% der Mitglieder anwesend sein sollten, wird die Generalversammlung eine Stunde spaeter, also um 10.30 Uhr., abgehalten und zwar mit der Zahl der alsdann anwesenden Mitglieder 'Art. 24 der Satzungen). Zutritt zur Generalversammlung haben nur Mitglieder und deren im Fragebogen aufgefuehrte Familienmitglieder, letztere ohne Stimmrecht. TAGESORDNUNG 1. ) Verlesung und Annahme des Protokolls der letzten Generalversammlung. 2. ) Rechenschaftsbericht des Praesidentem 3. ) Kassenbericht des Schatzmeisters. 4. ) Antrag auf Erhoehung der monatlichen Mitgliedsbeitraege. 5). Antraege und Verschiedenes. Der Finanzbericht ueber das Geschaeftsjahr 1953 liegt vom 4 April ab im Gemeindesekretariat zur Einsicht fuer die Mitglieder aus. Antraege bitte ich bis spaetestens 4 April schriftlich (Casilla 2487 oder Sekretariat) einzureichen. Ferner bitte ich von Fragen ueber Einzelheiten der Geschaeftsfuehrung, die in der Generalversammlung gestellt werden sollen, bis spaetestens 4. April dem Gemeindesekretariat Kenntnis zu geben, damit rechtzeitig vorher aus den Akten die erforderlichen Unterlagen entnommen und Auskuenfte in der Versammlung ohne Verzoegerung erteilt werden koennen. Santiago, den 1. Maerz 1954. SIEGFRIED LANDAU, Praesident CITA CION De acuerdo con el articulo 22 de los Estatutos, cito a ios socios de la Sociedad Cultural Israelita “B’ne Jisroel” a la Junta General Ordinaria, que tendrá lugar en su Hogar Social, Portugal 810, el día Domingo 11 de Abril de 1954, a las 9.30 horas A. M. El quorum para sesionar es el 20% de los socios, y si este quorum no se reuniera a la hora fijada, la Asamblea sesionará una hora más tarde (10.30 horas), con el número de socios que asista (Art. 24 de los Estatutos). Pueden asistir sólo los socios y los familiares de éstos, indicados en los cuestionarios, los últimos sin derecho a voto. TABLA 1. ) Lectura y aprobación del acta de la última Asamblea GeneraL 2. ) Memoria del Presidente. 3. ) Informe del Tesorero sobre el estado de la Caja. 4. ) Aumento de las cuotas societarias. 5. ) Mociones y Varios. El estado de Caja referente al año 1953, estará a disposición de nuestros socios en la Secretaria, Portugal 810, desde el 4 de April del año en curso. Ruego remitir mociones para la Asamblea, por escrito, para que lleguen a más tardar el 4 de Abril, las preguntas sobre el giro de la Sociedad, que deseen hacer en la Junta General, para que se pueda disponer en la Asamblea misma de los documentos necesarios para dar informes rápidos y completos. Santiago, Lo de Marzo de 1954. SIEGFRIED LANDAU Presidente ERZIEHUNG FÜR DAS LEBEN BEB RECHTE WEG An den im Maerz neu beginnenden Lehrvortraegen werden die Mitglieder der Kultuskommission mit ihren Damen teilnehmen. So ist eine sichere Basis geschaffen, da mit 20-30 Personen als Stamm zu rechnen ist. Diese Abende werden bestimmt fuer die Teilnehmer einen Genuss bedeuten. In meinen diversen kurzen Aufsaetzen habe ich wiederholt auf die grosse fundamentale Bedeutung hingewiesen, was juedisches Wissen fuer den juedischen Menschen bedeutet und ganz besonders in unserer Zeit. In einer Gemeinde wie der unsrigen, die fast 5,000 Seelen verkoerpert, ist es voellig unverstaendlich wie desinteressiert unsere Menschen gerade diesem Gebiet der Wissenschaft gegenueberstehen War das Torah-Studium doch Immer das. .erhaltende Moment gewesen, das unsere Grossen als moralisch ethische Pflicht fuer den juedischen Menschen betrachteten, weil es zum rechten Weg fuehrt. Es ist weder meine Aufgabe noch waere Ich dazu in der Lage, den rechten Weg vorzuschreiben den der juedische Mensch gehen soll. Jedoch will ich mich bemuehen, den von unseren Weisen gezeichneten ‘‘rechten Weg" darzustellen. Woher soll das Wissen kommen, wenn man sich nicht bemuehte es zu suchen; Aber wenn wir mit aufrichtigem Streben an dieses Studium gehen, dann werden wir es gruendlich erfassen. Koenig Salomo sagt; ‘‘Nur wenn Du die Lehre suchst wie Silber und nach ihr forschest wie haeh verborgenen Schaetzea, dann wirst Du die Gottesfurcht verstehen”. Ferner heisst es im 86. vsalm Davids: “Lehre mich, Gott, Deinen Weg, dass ich den rechten vor Dir wandle, richte mein Herz einzig dahin, Deinen Namen zu fuerchten”. Unter den Bitten im taeglichen Gebet nimmt mit Recht die Bitte um Verstand und Erkenntnis die erste Stelle ein, weil durch sie der Mensch zur Annaeherung an seinen Gott gelangt. Maimonides sagt (in Hiichot teschuba): “Man liebt Gott nur vermoege der Erkenntnis und der Grad der Liebe entspricht dem Grade der. Erkenntnis, deshalb muss der Mensch ganz darin aufgehen, alle Wissensgebiete zu erforschen und die Erkenntnis zu erlangen, durch die er seinen Schoepfer begreift so weit er ihn zu fassen vermag. Ferner heisst es: Das Wissen gilt als das hoechste Element der Seligkeit, deren man schon hinieden teilhaftig werden kann. Ein Tag im Studium der Lehre ist Gott lieber als 1000 ‘Opfer (Jalkut 84). Der rechte Weg, den der Mensch sich erwaehlen soll, ist nach unseren Weisen der, der ihm selbst zur Ehre gereicht und ihm vor den Mitmenschen Ehre verleiht, der Weg auf dem der Mensch das wahrhaft Gute zur Vollendung fuehrt, auf dem er nach den Gesetzen der Torah lebt und das Wohl seiner Mitmenschen foerdert. Daher ist es so wichtig unser Lebensprogramm etwas umzugestsSten. indem wir die Hauptpflicht des juedischen Menschen “die Beschaeftlgung mit unserer Lehre” darin einschalten:. dies gilt nicht nur fuer die Aelteren, sondern ganz besonders fuer unsere Jugend. Auf der im Monat Dezember stattgefundenen Sitzung der A. T. I., kam das Problem der Berufswahl und Erziehung zur Debatte; ein Thema, welchem unsere Kollektivitaet mehr Bedeutung beimessen sollte. In den Kreisen von Handwerkern und Technikern wurde diese Diskussion von einem sonst wenig ueblichen Gesichtspunkte aus betrachtet, sodass positive Vorschlaege und Autokritik fuer die Zukunft von gewissem Einfluss sein koennten. Um allen diese Materie vor Augen zu fuehren, waere einleitend gesagt, dass die Jugend verhaeltnismaessig wenig Interesse zum Erlernen produktiver Berufe zeigt, und dass nur ein Bruchteil der Lehrlinge das Erlernen mit Igenuegendem Ehrgeiz und Ernst betreibt. Ohne in den Fehler des Verallgemeinere zu verfallen, muessen wir zugeben, dass der Mensch, der in einem freien suedamerikanischen Lande aufwaechst, mit viel weniger Problemen zu kaempfen hat, als andere in anderen Laendern. Die Freiheit, die wir zu schaetzen wissen, verfuehrt aber viele zur Oberflaechlichkeit und Leichtlebigkeit, die im Prozess der Jugenderziehung den Haun+faktor vieler Uebel darstellen. Die Jugend waechst auf, besucht die Schule, hat viel- Bemuehen wir uns alle, diese groesste Mizwah zu foerdern, indem wir in grosser Zahl alt und jung teilnehmen an unseren Lehrvortraegen. HrfmaPB Abramezyk leicht Religionsunterricht oder ist Mitglied einer Jugendorganisation. Die Eltern, ciie den ganzen Tag beschäftigt sind koennen sich nicht all zu viel um die Erziehung ihrer Kinder kuemmern. Schulweisheit, Religionskennt nisse und Zionismus sind aber nicht immer ausreichend fuer das Leben. Es sei denn, dass sie ihr Schulstudium in der Universitaet oder den Zionismus in der Aliyah verwirklichen koennen. Tritt dieses aber nicht ein, was dann? Leider hat der allgemeine Zeitgeist eines krass en Materialismus auch seinen oft ausschlaggebenden Einfluss auf die Entwicklung der Kinder. Sogar beim Spielen (Metropoli, Karten) koennen sie zur Ueberschaetzung des Geldes verleitet werden. Brauchen wir uns dann zu wundern, wenn der Schulentlassene seine Zukunft einer zufiaellig gutbezahlten Stellung ueberlaesst? Und nun zu den Lehrlingen, die nicht genuegend Interesse fuer ihren Beruf zeigen. Fuer viele Lehrlinge und Eltern ist es eine Selbstverstaendlichkeit, dass der Meister uneigennuetzig seine Arbeitszeit dem Lehrling zur Verfuegung stellt. Er stellt den Anspruch, so schnell als moeglich, in dem Fach aus gebildet, ohne aber zu den Arbeiten herangezogen zu werden, die er fuer ueberfluessig betrachtet. Am ehrlichsten gesagt, einen Schnell kursus. Man will einen Befuf kennen lernen, ohne die Arbeit zu erlernen. Das Ergebnis solch einer Lehrzeit! Ist sowohl fuer den Lehrling als auch fuer den Meister stets eine negative Episode. Man sucht den Schuldigen. Sind es Lehrling, Meister oder Eltern? Der Meister verlor das Interesse, da er fuer den Zeitverlust keinerlei Entgegenkommen seitens des Lehrling); erzielte. Der Lehrling haelt das Erlernen stupider und wenig bezahlter Arbeiten nicht der Muehe wert zu erlernen und die Eltern wollen, dass ihr Kind so schnell als moeglich das Noetigste weis?, um sich selbstaendig zu machen, oder wo anders Geld zu verdienen. Kommen wir nun zu den positiven Vorschlaegen, die vielleicht den Jugendlichen ln ihrer Anschauung beeinflussen koennen. Zunaechst einmal waere die Achtung vor der produktiven Arbeit. Die Bewertung des Menschen nicht nach seinem Geldbeutel, sondern nach seinem Streben und Schaffen. Konstruktive und technische Spielereien, wie Papparbeiten, Basteleien und Gartenarbeiten, kurzum, das ist das, was unserer Jugend gelehrt werden muss. Die produktive, positive und tatkraeftige Arbeit muss unserer Jugend Idealisiert werden. Menschen wie Siegfried Markus, Emil Berliner und David Schwarz sind fuer viele von uns Unbekannte.. Hier handelt es sich nicht um politische Richtlinien, nicht um Zionismus oder Galut. Hier handelt es sich um ein Problem, was jeden von uns angeht, denn die Zukunft unseres Volkes liegt in unserer zukünftigen Arbeit, in unserem zukünftigen Schaffen... M, K.

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