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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1953-11-01 · 11 (Noviembre, 1953) · p. [Seite]

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XV (1953)
Issue
11 (Noviembre, 1953)
Date
1953-11-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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REDACCION« S.C. 1. S'NE J1SROEL AV. PORTUGAL. 6)0. TEL. 33096 BOLETIN INFORMATIVO CAS1U-A 2487. SANTIAGO-CHILE MITTEILUN G S B LA T T 1 SOCIEDAD CULTURAL ISRAELITA Ul Z m m m m JISROEL" I Año XIV — N.o 11 SANTIAGO DE CHILE Noviembre, 1953 JAHRZEIT FUER Dr. WEIZMANN Persoenliche Erinnerungen Von Dr. Mayer Ebner, JERUSALEM Auf einem alten Kongress, bild begruessen sich in eindrucksvoller Haltung Theodor Herzl und Max Nordau, Rings um das Podium stehen die Grossen unseres kaum daemmernden Koenigreiches und hinter ihnen, dicht gedraengt in zwanglosen Reihen, die Kongressdelegierten ■— alle mit dem Blick auf die einander die Haende reichenden Fuehrer Herzl und Nordau. ■Ganz dahinten; b u c hstaeblich in der letzten Reihe, steht an die Wand gelehnt ein junger Delegierter, schlank gewachsen und wie ein Mann Ende der Zwanzig aussehend. Ich erinnere mich dunkel an seine respektable Erscheinung, die unseren rus. sischen Freunden nicht unbexannt war. Der junge Mann hiess Dr. Chaim Weizmann, An ihm hat sich ein altes Wort erfuellt: Die Letzten werden die Ersten sein... Ein Menschenalter hindurch war er der Erste im Judentum der Welt und vor einem Jahr starb er als Paesident unseres Staates Israel. Weizmann 1927 in Czernoiwtftz. In den Jahren zuvor waren auch Ussischkin, Soko. low und andere hervorragen, de Zionisten zu uns gekommen und wurden mit hohen Ehren aufgenommen. Der Empfang Weizmanns war der Hoehepunkt. Diese Versammlung war wohl die groesste, die ich jemals in meiner alten Heimat erlebt habe. Wir sassen mit Weizmann am Praesidialtisch hinter dem Buehnenvorhang, und nun will ich ein kleines menschliches Detail erzaehlen: Als der Vorhang in die Hoehe ging, und Weizmann den mit Tausenden gefuellten Saal erblickte, wurde er sichtlich unruhig und er sagte mir ins Ohr fluesternd: “Sprechen Sie in Ihrer Eroeffnungsrede etwas laenger, damit ich mich an den Anblick der Masse ge. woehne”. Ich entsprach seinem Wunsche und er hielt hernach, von tosendem Beifall oft unterbrochen, seine mehr als einstuendige Rede. Mit diesem unscheinbaren psychologisch interessanten Detail komme ich auf den Red. ner Weizmann zu sprechen. Sonderbar: Er hatte kurz zuvor in der Albert-Hall in Lon. don vor 15.000 Menschen gesprochen u|nd dennoch vor dieser kleineren Versammlung einen Ausbruch von Lampenfieber! Obwohl Weizmann weder u£ber starke Stimmmittel verfuegte und auch nicht ein Rhetor war, hielten wir ihn fuer einen grossen Redner. In allen Versammlungen, in denen ich Weizmann hoerte, lauschte man mit gespanntester Aufmerksamkeit auf seine Worte. Sicherlich galt sie der zu allen Zeiten macht. Völlen Persoenlichkeit des Redners und der Sache, die er mit heiligem Eifer betrieb. Aber auch die Art, wie er sprach, seine polemische Methode, fesselte und ueberraschend wirkte auch, wie er seine Gegner mitunter Imit wenigen Worten abtat. 1930 war ich bei der in Ber. lin abgehaltenen Sitzung des 10. Nov. 1952: Aktionskomitees, als Weizmann in der Debatte seiner Meinung Ausdruck gab, dass er nur den “binationalen Staat” fuer moeglich halte. Man nahm ihm, dem Fuehrer, diese Offenherzigkeit sehr ue. bei. Manchmal ueberstieg sei. ne Offenherzigkeit seine Klugheit. Ich habe unserem Weizmann seine Skepsis betreffend den Judenstaat nicht uebel genommen. Dass er sich mit einem binationalen Staat befreundete, hierin sah ich ein hohes seelisches Opfer. In unserer Bewegung gab es ein Auf und Nieder in den Hoffnungen. Propheten gibt es nicht, und unsere Macht in der Welt liegt mehr in der Einbildung unserer Feinde. Weizmann sah dies viel klarer als wir juedischen Optimi. sten. In einer Stunde des ZweifeLns oder gar des Verzweifelns wird man bescheidener und will lieber einen binationalen Staat als gar keinen. Auch unserem grossen Weizmann war nichts Menschliches fremd. Doch wohl ihm, dass er den Juden. Staat erlebt hat und als Prae. sident van ISRAEL von hinnen ging. Die Trauerbotschaft in Israel otnyn wx rot arm ra nTtf»» •porm trau oth nrn <~>n » arm i»» V< r»ti gm .1 «nnn mn» «w« Ta«? -wo m »w« 1 ss sys*«! w»" ~ts«» «nr m nn ium 1M*n Mi« ira» *s ja » -ow ^wi -mawmjuw mim mau ream* nartmtr myn ST «¿TTT «t* ♦mta rts mí mvn V») « .ijo'W'M «1 m rras ««1 Von i.t* m» nuv m ,*«■ m wir* mnrro vmii “TT*W-T Kl «Wwi in» t» nw imFIh nsn voi. xxxv i tumi »ovtlan m. / nunmw3*3.-3 nra-awan / n"inim/t u-rmn urx D”n tt ,'tkw kw um1? pimt rao pVin oyn-Jiiaimá 2.30-3 ms rmVn-jiom bv Vm wap ovn-.nrrsn by tv tö 73K % •ritn. «tm dm bims wn niTwaa 7x-ibp 73X3 D’Dnnira inn» 'rr pwm linngj mv mi p mni iiram-o waa ,i”n« im m»a .m* o» Van* -»bi >*-w»!?« io«» w WM t» mrj wji ja ropjin inio UBi npVna -na n«a ’nr amr-ira. .ipiaa jjj-a .vts» arria iitbb Tj narnan wren pb*j - 'nana tío Vtnr* ttfln - r¡oi D't: trmi - omnt »ct* 'JD?r rrarna 3jvnp jmi 10 7j -U3y7 377 n?7 PBT13 jo .•! or ,mo jvQtms x'wn m vmu»7 ibx**i v-T X3V trmin nnx uo nyn jpiaima irra T7 nirmxn ■pro mrnsrm pan rrrf im w a> rs frrri73 «im »wr* * V« rafc B'yirpn 'na «s 2) >1 BP wn» «pn o 0B1’ ■> awr , o’jtoikít vö» irrin •P rt-wl ■?»n m .ora's rmn 'r* vi3* tw avn p^r? p* km 10 tor*e mm en t'mrur imr mr;!» wo »n« Kr-ti ■*** t» np* I >a B’tPKW?rj I-a’ *v pVl vi m,m 7j «’irr p« TB t» jipTW r.-e «vt» ra t mw an frrro7Cnno na «vewi BOirrTi gm rara* -9 rar T«ai«na mrivin m»ji bn»*i pirro no3Dn mrryv' uvn eUTiT Mi. fl» nolsn »K>a»v min» nrvp iq > «* w tr>v.i i» •»" •**> *T"ei rmr i-nn tboö n'jriaonrxi '? Brapn ie SW» B’TI bv rw Q')it imn Tm» ■ rma Kflp» DIB 7» *»**6« PTI T» VIT'B» Tf TB »r> -a - b'vj *>* win ip» po* rnr - |/lrl DBn TI f »KHK rwu nraufo nvSnm rrViui* »VPP* V» nanan irva nm fa nr»** vnr ir» n tp □*■»39it aviwn mnnen n iam piari ion nnnin □mail» nani \m D"n im isa Vana-a.TTiiw ririn BK’Bl 9v uns 1» »VI»" B3TT BUBI n» 'a ñu» n*t*. mW ms TB N1TOUI TU**» HviflimiMiww IMiE-l o"n tl Wi»Ta nvaifr «p n«>o **Trt na nnaiunn in» irgnniuni TBX’l B»n »na pav Faksimile des HAAREZ: Praesident Israels, Dr. Weizmann, ist nicht mehr Seine letzten Tage Dr. Chaim Weizmann hatte seit Jahren ein schweres Herzleiden. Vor zwei Jahren trat die Krankheit in ein aku. tes Stadium und die Aerzte hegten nur geringe Hoffnung sein Leben zu retten. Prof. Zondek sagte, dass er nie im Leben einer geduldigeren Patienten gehabt hat, der stets mit heroischer Geduld seine lange, schwere Krankheit ertrug und ueber dessen Lippen niemals ein Laut der Klage kam. Immer hatte er nur Worte des Dankes fuer die Bemuehungen derer, die um ihn waren. Dr. Weizmann wusste sehr gut, dass sein Ende naht und trotz der Besserung, die in den letzten Wochen in seinem Zustand eingetreten ist, sagte er zu Prof. Zondek: “Sie koennen den natuerlichen Gang der Dinge nicht aufhaltenV und ein anderes Mal: “Ein langer Weg steht mir bevor”. Trotz seiner koerperlichen Schwaeche blieb sein Geist bis zum letzten Tage wach, er zeigte Interese fuer alle Vorgaenge im Lande und in der Aussenwelt. Nie, auch in den letzten Tagen liess er die Anstandsformen ausser Acht und geriet auch nicht in Verwirrung, obwohl er, je nach der Situation, durcheinander hebraeisch, jiddisch, russisch, englisch n. deutsch sprach. Allerdings duerfte er nur kurze Gespaeche fuehren, denn er ermuedete sehr rasch und nickte auch haeufig ein. Als Prof. Zondek am Schabbat den Praesidenten besuch, te, fand er ihn sehr muede und schwach, glaubte aber nicht an eine akute Gefahr, denn Prof. Weizmann unter, hielt sich mit den Aerzten in gewohnter Weise und zeigte volle geistige Frische. Am selben Tage besuchte den Patienten sein Bruder aus Haifa und fuer die Schwester, die am Tag vorher bei ihm war, fand der Kranke sogar Worte des Scherzes. Dr. Weizmann schlief, als am Sonntag die erste Herzattacke erfolgte. Das letzte Gespraech fuehrte er am Samstag mit seinen Aerzten und besprach mit ihnen eifrig das amerikanische Wahlergebnis. Er zeigte sich mit dem Wahlresultat sehr zufrieden und sagte von Eisenhower: “Er ist ein anstaendiger Mensch”. Dies waren auch seine letzten Worte. Er erwachte auch nicht nach der ersten Herzattacke, der Tod kam, ohne dass er Schmerzen empfand oder Atembeschwerden hatte und Dr. Joel sagte nach seinem Hinscheiden: ‘fEr Hst duirch den Kuss des Todes gestorben. Der Tod hat ihn im Schlaf ueberrascht und er hat ohne Leiden und Schmerzen seine Seele ausgehaucht”.

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