Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XV (1953)
- Issue
- 6 (Junio, 1953)
- Date
- 1953-06-01
- Page
- Seite 17 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Junio, 1953 BOLETIN INFORMATIVO 17 Das Huhn Es war einmal ein Huhn. Das lebte einem Huehnerhof zusammen mit vielen anderen Huehnern. Es war ein ganz normaler Hof, der sich in Nichts von allen anderen unterschied. Die Huehner frassen, legten Eier, brueteten und wenn sie schoen Fleisch angesetzt hatten, wanderten sie in den Kochtopf um sich in nuetzliche Kalorien zu verwandeln. Unter den Hennen befand sich ein Tier, das von der Natur etwas stiefmuetterlich bedacht war. Nicht nur entbehrte es jeglichen aeusseren Reizes —es war miekrig und struppig, sodass die Haehne es geflisssentlich uebersahen— es war auch selbst fuer ein Huhn aussergewoehnlich dumm, und das will etwas heissen, da ja Huehner bekanntlich zu den duemmsten Tieren gehoeren, was jeder Autofahrer gerne bestaetigen wird. Es machte aber aus der Not eine Tugend und behauptete, es mache sich nichts aus Haehnen. Es hatte auch Pech mit seinen Eiern, die es legte und die zwar sehr gross waren, aber vollkommen leer. Nur Schale ohne etwas drin. So nahm man ihm seine Eier auch garnicht mehr ab. Was aber das liebe Tierchen nicht hinderte, jedesmal, wenn so ein leeres Ei gelegt war, viel lauter zu kaklen als alle anderen Hennen. So kam es, dass das Huhn langsam zum Gespoett des ganzen Hofes wurde, es aber in seiner Dummheit garnicht merkte und wie es nun zu sein pflegt; es wurde immer groessenwahnsinniger. Es ist ja zumeist so, dass Minderwertigkeitsgefuehle durch uebertriebene Einbildung kompensiert werden. Ein Psychiater haette dem Tier helfen koennen, aber welcher Huehnerzuechter kuemmert sich schon um die seelischen Traumata seines Federviehs. Und so kam was kommen musste. Eines Tages schnappte das arme Vieh vollkommen ueber. “Ich kann schreiben”, kakelte es laut, “ich kann schreiben”. “Du kannst doch garnicht schreiben”, sagten die anderen Huehner. “Doch kann ich schreiben!” sagte das Huhn und dann trat es mit seinen Pfoten ganz kraeftig in den Huehnerdreck und tappte solange durch den Stall bis ueberall die Abdruecke zu sehen waren. "Seht doch”, sagten die Huehner”, es kann wirklich schreiben!” und sie fragten das Huhn, was es denn geschrieben habe. Da sagte das Huhn es habe vor allem einmal die Inneren Zustaende des total verrotteten Hofes aufgedeckt. Da habe eine Henne mehr Korn bekommen als eine andere, eine andere habe ein geschmuggeltes Ei ausgebruetet und einer der Haehne sei in einen Nachbarhof zu den Hennen gegangen. “Und das” sagte es voller Entruestung, “wo wir doch so viele hier sind!” Als am anderen Morgen das Maedchen kam, um die Eier zu holen sah es die Bescherung und rief den Herrn. “Da hat einer was auf den Boden geschrieben!” sagte es ganz aufgeregt. Der Herr kam, sah es sich an und sagte dann “Sie sind wohl nicht ganz bei Trost. Sehen Sie doch hin, das ist doch nur Mist”. Und liess es wegwischen. Da lachten selbst die Huehner, aber unser Huhn sagte: “Wenn es auch Mist ist, mir macht es Spass”. Und so wuehlte es tagaus, tagein im Misthaufen und mit der Zeit verschmutzte es so, dass man ihm nicht mehr in die Naehe kommen konnte. Eines Tages sagte der Herr: “Chicade, heute schlachten wir die Kleine, Miekrige. Eier legen kann sie nicht, vielleicht langts zu ‘ner Bruehe”. Chica de ging in den Stall, als sie aber das Huhn in seinem Dreck sitzen sah, hielt sie sich die Nase zu und sagte: “Pfui, so etwas Unappetitliches ruehre ich nicht an" und griff sich ein anderes Tier. Als unser Huhn sah, dass es nicht geschlachtet wurde, blieb es erst ganz benommen sitzen und kakelte dann laut”: Ein Wunder, ein Wunder Ich bin etwas ganz Besonderes”. Und wenn es nicht gestorben ist, so lebt es heute noch, das Huhn, sitzt in seinem Nest, legt Windeier, schreibt Mist und duenkt sich auserwaehlt. 82. Geburtstag 23 de Junio. Herr Ludwig Bruchfeld, Av. Suecia 667. 80. Geburstag 8 de Junio, Frau Regina Goldmann, Guardiamarina Riquelme 4884. 75. Geburtstag 22 de junio, Frau Alwine Mayer, José Ignacio Vergara 3467. 70. Geburtstag 7 de Junio, Herr Alfred Nathan, California 2355. Wir gratulieren den Jubilaren auf das Herzlichste und wuenschen ihnen noch viele glueckliche und segensreiche Jahre. Directorium und Repraesentanten - Kollegium der S. C. I. “B’ne Jisroel”. (Schluss von ’Kapitaen’) —und etwas kokett— “Josch” nennt, Obwohl es fuer Schiffsstuecke —mit und ohne Meuterei— schon zahlreiche Vorbilder gibt, hat dieses Werk doch seine eigene und originelle Praegung. Die Handlung ist spannend, die Charaktere sind gut und scharf gezeichnet, der Dialog ist fluessig und wirkt sehr echt. Die Gegensaetzlichkeit der Hauptfiguren ist klar herausgearbeitet: der Despotismus des Kapitaens, der zweifellos sein Fach versteht, dem es aber mit jeder Fahrt auch “sein Schaefchen ins Trockene zu bringen”; ganz natuerlich erscheint, der Idealismus Jorams, Repraesentant des jungen Nachwuchses, dem es darum geht, den guten Namen der juedischen Seefahrt zu wahren und jegliche Korruption zu bekaempfen; die Wankelmuetigkeit des nicht sehr gluecklichen und daher alkoholsuechtigen Polonsky; die Perfiditaet des charakterschwachen, nicht sehr begabten Daphni, der auf die schiefe Ebene gekommen ist. Der Tod Jörams freilich wirkt hier eher zufaellig und nicht schicksalsmaessig bedingt. Das Stueck gewinnt dadurch nichts; im Gegenteil, es wird der Eindruck erweckt , als muesste die Korruption eben siegen. Wir wollen annehmen, dass der junge Verfasser sich nur vor einem Happy End fuerchtete, und dass nicht etwa der Sartre’sche Einfluss auch bei unseren jungen Autoren schon Schule gemacht hat. Man kann Jehoschua Halevi nur ermuntern, seine Kraefte weiter zu erproben, und man darf gespannt sein, wie ein Schauspiel von ihm aussehen wird, das nicht in Seemannskreisen spielt, in denen er zuhause ist. Dieses Werk jedenfalls steht weit ueber den original-hebraeischen Stuecken, die wir in den letzten Jahren sahen. Es enthaelt eine gesunde Kritik, ist frei von billiger Propaganda, falschem Pathos und Parteidogmen. Habimah ist es zu danken, dass sie die Bekanntschaft mit diesem Autor vermittelt. AESOP Fuer die mir zu meinem SOtcn Geburtstage zu Teil gewordenen Aufmerksamkeiten danke ich allen Freunden u. Bekannten aufs Herzlichste. JENNY ROSENBERG Santa Isabel 0940 STATT KARTEN Fuer die mir anlaesslich meines 80. Geburtstages erwiesenen Aufmerksamkeiten sage ich allen Freunden und Bekannten meinen herzlichsten Dank. Pablo Nathan Santiago, Casilla 1408. Die glueckliche Geburt unserer Tochter MONICA TERESA zeigen hocherfreut an ENRIQUE ROCHOCS u. Frau RUTH geb. PAGELSON stgo. 11 Mai 1953 — Agttftlnaa US dep. 303. Gleichzeitig danken wir allen unseren Freunden u. Bekannten luer die uns in so ueberreichejn Masse erwiesenen Aufmerksamkeiten. Hocherfreut zeigen wir die glueckliche Geburt unserer Tochter MONICA JEANETTE an und danken gleichzeitig allen Verwandten u. j Freunden fuer ihre erwiesenen Aufmerksamkeiten. j HANS HERRMANN u. Frau ANNEMARIE geb. Wahrenbr g ] Gral. Boonen Rlvera 2338 j t Allen unseren Freunden und Bekannten teilen wir mit, dass die Barmlzwah unseres Sohnes | MANFRED j am 13. ten Juni 1933 in der Synagoge Portugal 810, stattfindet, j MORITZ und NELLY SIMON | Lo Espejo 145, Cistema. i Hierdurch teilen wir unseren Freunden und Bekannten mit, dass die Barmlzwah unseres Sohnes ERNESTO am 27. ten Juni 1953 in der Synagoge Portugal 810 stattfindet.! SIEGFRIED HANFF und FRAU RUTH i geb. BERGMANN j Empfang 5-7 Club Hüngaro DORA SCHINDLER SCH. MAX LAARSEN K. VERLOBTE Empfang, 28. Juni 1953, Av. Los Leones 2142 von H—1 Uhr MARION KAHN BERNHARD VEIS BUENOS AIRES - BERNAL Lavalle 2 VERLOBTE SANTIAGO Casilla 9829 Bandera 670 D-5 Fuer die uns anlaesslich unserer Verlobung erwiesenen Auf- | merksamkeiten sagen wir auch im Namen unserer Eltern allen { Freunden und Bekannten unseren herzlichsten Dank. i I Raquel Pérez L. - Heinz Podbielski P. j Hiermit geben wir die am Sonntag den 28 Juni 1953 um 19 Uhr in der Synagoge Portugal 810 stattfindende Trauung unserer Kinder CATHY und RALPH ENRIQUE WAISBERG u. Frau ANA geb. RUBINSTEIN JUAN KOESTENBAUM u. Frau ELSE geb. LEWIN STATT KARTEN Fuer die Uns anlaesslich unserer Silberhochzeit so zahlreich erwiesenen Aufmerksamkeiten und Glueckwuensche danken wir allen Freunden und Bekannten aafs herzlichste. MARTIN HIRSCHBERG lind Frau ANNIE | geb. SCHACHMANN , Valparaiso, Mai 1953 Casilla 922 STATT KARTEN Fuer die ausserordentlich vielen und liebenswuerdigen Aufmerksamkeiten zu meinem 70 Geburtstag sage ich hiermit allen Verwandten, Freunden und Bekannten meinen herzlichsten Dank, sowie taer die ehrenvollen Gratulationen der Wizo, Liga de Damas, B’ne Jisroel und Altersheim. CAROLA HEILBRONN Quinta Tilcoco “Caylloma” ISIDOR HESS dankt allen Freunden und Bekannten fuer die so zahlreichen Glueckwuensche und Aufmerksamkeiten zu seinem 70ten Geburtstag. Valparaiso, April 1953. EUGEN SACHS dankt herzlichst allen Freunden und Bekannten fuer die vielen Glueckwuensche und Aufmerksamkeiten anlaesslich seines 70ten Geburtstages. Valparaiso, Mai 1953. Casilla 435 Fuer die mir anlaesslich meines 75. Geburtstages so zahlreich erj wiesenen Aufmerksamkeiten danke ich auf diesem Wege herzj liehst. , EMIL RUSS Valparaiso, April 1953,