Mannheim
Compact Memory

Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1952-11-01 · 11 (Noviembre, 1952) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XIV (1952)
Issue
11 (Noviembre, 1952)
Date
1952-11-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/8553624-8556124-9192763--0989-8556293
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Noviembre, 1952 BOLETIN INFORMATIVO a j /Äm é/em éfemcétuíeieteH, 1/ ZUM ABSCHIED Dr. HIRSCHBERGS Worte des Praesidenten der S. C. I., Dr. Siegfried Landau Meine sehr verehrten Damen und Herren: ► Wenn wir uns ueberlegt haben, in welcher aeusseren Form wir von Herrn Dr. Hirschberg am Tage bevor er seine Ali ja nach Israel an tritt, Abschied nehmen wollen und wenn wir zu dem Entschluss gekommen sind dies im Rahmen eines gemuetlichen Beisammenseins in den gleichen Raeumen und in der gleichen Form zu tun, in der er vor nunmehr ca. 3 Jahren zu seinem grossen Stolze dieses unser Haus einweihte, so aus der Erwaegung heraus, dass man sich so am leichtesten ueber den Abschiedsschmerz hinwegtaeuscht. In einer gemuetlichen, harmonischen Umgebung, bei einem hoffentlich guten Essen und bei einem guten Tropfen Wein vergisst man leichter, was Niemand von uns glauben will, dass Josef Hirschberg morgen nicht mehr in Santiago weilen wird. ABSCHIEDS-BANKETT Wir haben von Herrn Hirschberg schon bei verschiedenen Gelegenheiten Abschied g nomraen, denn bei der Vielseitigkeit seiner Taetigkeiten und Verdienst? waere es unimosgltch, einen einzigen Abschied zu iehm. So haben wir uns von ihm als Praesidenten <c:er Gemeinde, als Vorsitzenden der Kultus —Kommission, als Direktion«—■ Mitglied der Union Slonista als ¡Log nbruder veTabscniedet. Heute bleibt uns nur noch uebrig, ihm als Freund Lebewohl zu sagen. loh welss aus meiner langjaehrlgen Zusammenarbeit mit ihm und dnsb'sondeie aus den Unterhaltungen der letzten Zelt, dass er keinerlei Wert auf Aufzadhlung aller seiner Verdi "nste legt, da er von sich mit Recht sagen kann, er habe alles was er tat, nicht im Hinblick auf persoenliche Erfolge und, Ehren g tan, sondern weil ihn eine innere Berufung zur Arbeit fuer die Gemeinschaft fuehrte. Und wenn Herr Hirschb'rg nunmehr das grosse Glueck hat, seinen innigsten Lebe ns wünsch ln Erfuellung gehen zu sehen, w'-nn er morgen mit seiner Gattin, Tochter und Mutter seine All Ja nach Israel antritt, so bowlst diese Tatsache, dass sich sein Idealismus mit dem er an adle Probleme heranging, auch in diesem Punkt-? dunohgesetzt hat. Wir kennen verschdent? Arten von AUJoth: wegen schwerer materieller B dingungen, wegen schwieriger politischer Zustaende ln irgendeinem Lande Öhr Golah, die die Auswanderung zum einzigen Auswege zur Rettung der physischen Exstenz macht. Wir kennen die Alija wegen des Glaub'ns an Moschiach und wir kennen endlich die einzige wahre Alija, die Alija der Idee, die Alija der Begeisterung und des Willens, das nationale Helm weiter aufba/uen zu helfen und durch seine eigene Haltung eia leuchtendes Beispiel zur Mobilisierung juediseber Herzen zu geben. Uns'r Freund Hirschberg tritt diese letzte ebenerwaehnte Alija an, keine aeusseren Umstaend1' zwingen ihn dazu. Im Gegenteil, es wird ihm gewiss schwer, sich von einem T'ile seiner eo lieben Familie varuebergehemdl zu trennen. Er wird gewiss seinen engen Freund'¡skreis stark vermissen, er wird -bestimmt wehmuetig daran denken, dass er nicht mehr an dem Weiteraufbaiu unserer Gemeinde mitarbeiten kann. Aber was bedeutet dies alles gegenuebex der Tatsache, dass er in kurzem t(n Israel e'in Lebensw'erk fuer die Juedieche Sache weitettfuehren kann? Aber, um ehrlich zu sein, den ganz'n Verdienst fuer dieses ihm zuteil gewordene 'Glueck kann Herr Hirschberg nicht fuer sich allein in Anspruch nehmen. Er' weiss es, wie wir alle, dass d r Mensch ein Produkt seiner . Erziehung und seiner Umgebung ist, und dass das, was wir ‘‘sechus owaus” nennen, k"dn leerer Wahn ist. Er ist lm Elterhause in einem so vorbildlichen Sinne erzogen worden, er hat die Tradition seines Elternhauses so in 6ich aufgenommen, dass er, ohne es zu merken, das werden musste was er geworden ist, ein stolzer aufrechter Jude. Dankbar daiuer, dass er durch dieses JrtedIsche Familien-Mi'lieu. durch diese Erziehung zum Menschen und Jud n es zu einer Position im Juedischen Leben gebracht hat, wie nur wenige von uns, hat er s'ihen Kindern die gleiche bewusste, religioese und nationale Erziehung angedeihen und, sie zur Mitar-b it am Aufbau des Landes nach Israel auswandern lassen, zu einem Zeitpunkt, ln dem er noch nicht wiesen konnte, ob und wann er Ihnen w rde nachfolgen koennen. IShat es sich aber auch zur Aufgabe gemacht, auch anderen Menschen das gleiche Glueck, die gleiche innere Befriedigung zuteil werden zu lassen. Daher seine Arbeit ln erster Linie fuer die Erziehung unserer Jugend ln Kind-'Tgaexten, Schulen, in Jugendforen und. Hachscharoth, damit sie Juedlsches Leben, Juedischen Geist, Juedische Kultur ln sich aufnehmen, es als etwas Selbetverstaenliches aneeben, fuer unsere gern-Ensarne Ju dische Sache zu arbeiten und nicht der Gefahr einer Assimilation ausgesetzt sind. Da zur Örreich-ung dieses Zieles aber auch, wie er es ln d r Praxis erlebt hat, das Juedische Elternhaus gehoert, erstreckte sich sein? Aufgabe auch auf die Erziehung und Beeinflussung der Erwachsenen damit diese in der Lage sind1, ihren Kindern Wissen von unseren r'ligioesen, historischen und geistigen Werten beizufbrlngen und so dem Unterricht der Schule erst den richtigen Erfolg sichrn koennen. So soll nach seinem Ideal «ine Generation hrramgeb’idet werden, fuer die vJucdischkeit” kein -leerer ¡Begriff ist. Wie der Ihnen allen bekannte Professor Arie TaTtakower in einer seiner Red'n ausgef-uehrt hat, bedeutet Juedis-chkeit die Verbin dung mit dem Juedischen .Volke in d x Welt und mit der Juedisohen Kultur. Diese Juedischkeit soll nach Tartakower eine “sel-bstversta-endliche”, und von der "Llebheit” zum Ju-'dischen Leben erfuellt sein. Eine solche selbstverstaendliche “Juedischkeit und Llebheit” beseelt H Trn Dr. Hirsch _ berg und der aeussere Ausdruck dieser inneren Gefuehle ist sein stolz r kaempferischer Juediseber G?äst, der ihn auszeichnet, und den er sich bemueht hat, auf alle seine Mitarbeiter, auf alle sein” Freunde und auf alle Mitglieder unserer Gemeind? zu uebertragen. Wenn uns die Sehliehim aus Israel versichert haben, dass es die Worte “ummoeglich” und “Angst” in Isra'l nicht gibt, so koennen wir Herrn, Dr. Hirschberg bestaet'gen, dass es auch fuer ihn ln seinem Kampf fuer unsere gemeinsamen Ideale diese Begriffe nicht gegeben hat. Mit Angst und mit Zweifeln haette er nie eine solche Energie bei der Durchfuehrung der Campaña aufbringen und sie zu einem Erfolge fuehren koennen, der viel dazu beigetragen hat, dass eine grosse Anzahl unserer Brueder und Schwestern, die in den letzten Jahren aus allen Laendern der Welt nach Israel eingewandert sind, in das Wirtschaftsleben e i n g eg’.ledert werden konnten, und dass wir .in der Lage waren, unseren Aiten, Kranken und hilflosen Kindern in Chile wuerdlge Hilfe su leisten. Mit Angst und Zweifel waere nie dieses unser Haus vollendet worden, das heute den Stolz unserer Gemeinde und der gesamten Kollektivi-taet darstallt und von dem er mit Recht sagen kann, es ist sein Haus. Wenn wir Ihnen, Herr Dr. Hirsch'berg, fuer alles das, was Sie fer uns und unsere Gemeinde getan haben, dank’n wollen, wenn wir Ihnen zum Ausdruck bringen wollen, dass Sie nicht nur Inre Pflicht erfuellt, sondern weit mehr getan -haben, wenn wir Ihnen b?- ctaetigen wollen, dass Sie von Ihrer werten Frau Gemahlin, -selbst das Ideal einrr Kaempferln fuer unsere Juedische Sache, ln verstaendnlsvoller Weise unterstuetzt, di-' besten Jahre Ihres Lebens nur deT Arbeit unserer Gemeinde gewidmet haben, so Ist es nicht lei-cht, sich zu entscheiden, in welcher Form man diesen Dank zum Ausdruck bringt. Einer uns'Ter Herren Ra/bbimer hat in einer A-bschiedsfeier den Vorschlag gemacht, dies durch einen stummen Ha'n-dedruck zu tun. Ich glaube aber, dlass dies nicht genu gt. Es bedarf vielmehr vieler Worte, um, Ihnen Herr Dr. Hiisohberg, beredt fuer Ihre 14 Jaehrlge Arbeit fuer unsere Gemeinde zu danken, Ihnen fuer den fortschrittlichen Geist zu danken, mit dem Sie unsere Gemeinde gefuehrt undmlt dem Sie es verstand n haben, sich Jeder Situation, die sich bot, anzupassen und eine vorbildlliche Einheltsgemeindie zu schaffen. Es gibt einen Dan-k —und wir haben ihn ausgesprochen— durch Eintragung ln. das Goldene Buch, eine Ehre, die Sie sich mehr als verdient haben. Aber nach meiner Auffassung genuegt dies nicht. W'nn es eine erzemes Buch gaefoe, muesste man Ihren Namen in dieses Buch eintragen, denn aere perennius wird der Name Hlrschberg lm Buch unserer Gemeinde etogegrab n sein. Die dritte Art eines bescheidlenen> Dankes ist ein Geschenk. Und wenn ich mir g'statte, Ihnen, lieber Dr. Hirschbeng, hiermit im Namen unserer Gemeinde eine kleine Aufmerksamk it zu ueberre'dhen, «o soll dies nur den aeusseren Ausdruck unseres inneren, tiefgefuehlten Dankes wiedergeben. Wir haben gerade dieses G schenk gewaehlt, well wir glauben, dass Sie durch den taeglichen Gebrauch desselben immer, auch unter neuen aeusseren Lebensbedingungen mit unserer Gemeinde, die Sie liebt und die Sie lieben, verbunden blelden. Aber nach meiner Auffassung ist der wirkliche Dank, den Sie, Herr Dr. Hirsch'berg, sich verdient haben, ein anderer. Es ist der, dass wir alle Ihnen versprechen wollen, so weit «s in unseren bescheidenen Kraeften steht, in Ihrem Sinne fuer eine Einh'it6gsmeinde weiterzuarbeiten, die sich nicht nur durch einen aeussoren Zusammenhalt-, sondern auch innere Einigkeit auszelehnet. Wenn diese Gemeinde sich so weiter entwickelt, wie sie es seit ihrer Gruenrtung unter Ihrer Leitung getan hat, und wenn Jeder von uns hierzu heitraegt, so ist das der -Dank, der Ihnen sicher die m'iste Freude bereiten wird. Als wir Sie. Herr Dr. Hirschberg, bei Ihrer letzten kantoralen Funktion am Simchas Tora damit ehrten, dass Sie als Chossen B.ereschlss aufgerufen wurden, las man Ihnen folgende Worte vor: “Wesirdauf zedokoh w'slmcho kobaud wochesses wechajlm hagunlm wlatrucho chaj-im wescholaum”. Mir scheint, dass diese Worte auch die geeigneten fuer diese unsere Ab6chiedsfel'r sind. Genau so, wie am Simchas Tora ein neuer Abschnitt in unserem religio?s?n Leben (beginnt, in dem die Tora von neuem verlesen wird, genau so beginnt fuer Sie lieber Herr Dr. Hirsch-beTg. ein neuer Abschnitt in Ihr'in Leben. Und der gleiche Wunsch, der dem Chosse-n B'reschiss zugerufen wird, soll Ihnen und Ihrer Heben Famll-ie auch bei dem Antritt Ihrer Alija von -uns entgeg'ng’-bracht werden: “Jagen Sie der Wohltaetigkelt nach, moegen Sie Ehre, Gnadi' und gl-ueckliches Leben finden, moege Ihr Lebensweg immer ein friedlicher sein”. Nachdem Institutionen und Kommissionen der Gemeinde sich bei den verschiedensten Anlaessen von Dr. Josef Hirschberg verabschiedet hatten, lud das Direktorium der Sociedad Cultural Israelita “B’ne Jisroel” die Mitglieder unserer Gemeinde fuer Sonntag. den 26. Oktober ein, ihm, seiner Gattin Lotte, seiner Mutter und seiner Tochter zum letzten Mal Lebewohl zu sagen. In unserem schoen ausgeschmueckten Saal vereinte sich eine stattliche Anzahl von Freunden una Mitarbeitern, die bei einen festlichen Menu, das von den Klaengen der Kapelle des Herrn Herper umrahmt wur. de, noch einmal den Abschiedsworten derer zu lauschen, die unseren Empfindungen, die uns in diesem Augenblick bewegten, Ausdruck gaben.■ Zunaechst sprach der President unserer Gemeinde, Dr. Siegfried Landau, dessen Worte nebenstehend wiedergegeben werden^ Darauf folgten die Redner -der verschiedensten Institutionen, die von Herrn Dr. Benno Kiwi dem Publikum vorgestellt wurden. Es sprachen: Herr Isidoro Dimant, im Namen des Comité Representativo, Herr Roberto Aron, im Namen der Federación Sionista, Herr Samuel Goren, der Legationsrat Israels in Chile, Herr Dr.. Emil Weintraub, im Namen der “Union Sionista”, die ihm bei PROTOKOLL der ausserordentlichen Sitzung des Repraesentanten-Kollegiums vom 2. Oktober 1952. Anwesend d‘e Herren: Feldmann. Ebstein, Windmueller, Bab, Hanff, Pincus, Roesler, Veis, Ismar Schu eftan, Michel, Hollaender, Will sowie die Ersatz-Repraesentanten, die Herren Augusto Rothschild, Zausmer, Nossen, Walter Schueftan, Isaak, Ricardo Rothschild. Nicht anwesend die Herren Darmstaedter, Friedmann und May. An der Sitzung nahmen ausserdem alle Herren des Direktoriums teil ausser Herrn Hofmann, der sich ausserhalb Chiles aufhaelt. Herr Peldttnann eroeffnet die Sitzung und begruesst den von seiner Auslandsreise zurueckgekehrten Herrn Augusto Rothschild. Nachdem er den Grund der Einberufung dieser ausserordentlichen Sitzung mitgeteilt hat, werden zunaechst die nachfolgenden Angelegenheiten erledigt: 1) Magbit 1953: Herr Dr. Landau wird einstimmig zum Leiter der Magbit 1953 ernannt. 2) Hospital Israel: Al6 Delegierte fuer den “Consejo General de la Corporación Hospital Israel” werden die Herren Alfred Feldmann und! Dr. Boris Levy benannt. 3) Gemelndeball: Der dlesjaehrige Gemelndeball soll am Sonnabend, den 22. November stattfinden. Herr Walter Schueftan wird zum Vorsitzenden der Ball-Kommission ernannt. 4) Nunmehr ergreift Herr Dr. Landau das Wort und legt ausführlich und eingehend die Vorgaenge dar, die sich im Anschluss an das an die Mitglieder der Gemeinde gerichtete Rundschreiben vom 14. September 1952 ergeben haben. Hieran schliesst sich eine eingehende Aussprache, in der insbesondere die Herren Walter Schueftan, Windmueller, Veis, Roesler, Augusto Rothschild, Will, Isaak, Zausmer, Hanff, Michel, Hollaender und Ebstein zu den Ausführungen des Herrn Dr. Landau im einzelnen Stellung nehmen. Nachdem diese Aussprache ergeben hat, dass zu den umlaufenden« Geruechten keinerlei Veranlassung besteht, wird von Herrn Augusto Rothschild der Antrag gestellt, dem Direktorium ein Vertrauensvotum zu erteilen und hiervon unseren Mitgliedern auf schnellstem Wege Kenntnis zu geben. Der Antrag des Herrn Augusto Rothschild wird einstimmig angenommen und es wird daraufdieser Gelegenheit eine Urkunde als Ehrenmitglied der “Union Sionista” uebeneich.e, Herr Rabbiner Loewenstein. Die Anwesenheit des Gesandten Israels in Chile, Dr. Jacob Tzur, gab diesesr Aoschieasfeier ihren besonderen Glanz. Bevor Herrn Dr. Hirschberg das Wort zu seiner Abschiedsrede uebergeben wurde, kenn, zeichnete seine Ex. Herr Jacob Tzur die Bedeutung dieses Zusammenseins. Herr Dr. Hirschberg verab. schiedete sich von allen Anwesenden in der Hoffnung, dass die Gemeinde auch in Zukunft in Einheit und mit dynamischer Kraft an der Zukunft des juedischen Volkes mitarbeiten wuerde und seinem Nachfolger bei seiner Arbeit zur Seite sein werden. Abschliessend verabschiede te sich noch Herr Ass im Namen des Centro de los Amigos de Ramot Menasche, Frau Ilse Rosenthal in Namen der Wizo.Gruppe Henrietta Szold, die Frau Lotte Hirsckberg eine Urkunde ueber ihreTEin. tragung ins Goldene Buch des K. K. L. ueberreichte und schliesslich erheiterte Herr Dr. Leopold Rosenbaum mit einem humoristischen Gedicht die Anwesenden. In frueher Morgenstunde er. l#ang als letztes Wort die “Hatikwah”, unser Lied der Hoffnung, und alle nahmen persoenlich von der Familie Josef Hirschberg Abschied: “Lech Leschalom”. Wiedergutmachung Nach einer Mitteilung, die vom Comité Representativo de la Colectividad Israelita der S.C.I. B’ne Jisroel sowie der Gerne i n d e ‘Habonim’ (Valparaiso) zu ging, enthaelt der am 10. September 1952 in Luxemb u r g Unterzeichnete Vertrag ueber die von Westdeutschland an Israel und an die juedischen Organisationen zu zahlende Entschädigung auch eine Bestimmung ueber Schadenersatz an Einzelpersonen. Die Regierung in Bonn hat sich ausdrueck lieh verpflichtet, d i e hierueber bestehenden Gesetze zu reformieren, insbesondere in Bezug auf ehemalige Haeftlinge der Konzentrationslaeger. Der Juedische Weltkongress wird ueber das Comité Representativo weit er es mitteilen, damit die Opfer des Nazi-Regimes ihre Ansprueche ordnungsgemaes geltend machen koennen. hin beschlossen, noch in der Okto. ber-Nummer des Gemeindeblattes folgenden Beschluss zu veroeffentlichen: “In der ausserordentlichen Sitzung des Repraesentanten-Kollcgiums vom 2. Oktober, die sich ln ausfuehrlicher Aussprache mit dem unseren Mitgliedern zugegangenen Rundschreiben vom 14. September 1952 befasst hat, ist dem Vorstand nach eingehender Pruefung aller Vorgaenge einstimmig das volle Vertrauen der Versammlung ausgeprochen worden”. Herr Landau dankt im Namen des Vorstands fuer das diesem ausgesprochene Vertrauen. 5) Hohe-Feiertage: Die Herren Roesler, Michel, Hollaender und Isaak aeussern sich zu den Gottesdiensten, die waehrend der Hohen- Feiertage stattgefunden haben. Herr Abramczyk bittet die Aussprache hierueber bis zum Schluss der Sukkot-Feiertage zurueckzustellen. L

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.