Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XIV (1952)
- Issue
- 9 (Septiembre, 1952)
- Date
- 1952-09-01
- Page
- Seite 3 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Septiembre, 1952 BOLETIN INFORMATIVO 8 i V AUSauu AUS DEM PROTOKOLL der Sitzung des Anwesend die Herren Ebstein, Roesler, Pincus, Ismar Schueftan, Will, Veis, Darm staedter, Hollaender, Friea. mann, Bab, Windmuellei. Michel, sowie die Ersatzrepraesentanten Herren Hanff. Nossen, Zausmer, Isaak. Nicht anwesend die Her ren Feldmann, May, Richard Rothschild, Augusto Roth Schild. An der Sitzung nahmen ausserdem teil alle Herren des Direktoriums ausser Herrn Hofmann sowie die Herren Rabbiner Loewenstein und Lubliner. Der Vizepraesident, Herr Adolf Ebstein leitet anstelle des durch Krankheit an der der Teilnahme verhinderten Presidenten, Herrn Feldmann, die Sitzung. Protokolle: Die Protokolle der Sitzungen vom 3. und 17. Juli wer den verlesen und genehmigt Lleberreichimg des Ehrendiploms an Herrn Tr. Hirsch, berg Herr Dr. Landau ueberreicht im Namen von Vorstand und Repraesentanten- Kollegium dem Ehrenpraesidenten, Herrn Dr. Hirschberg, das kuenstlerisch ausgefuehr. te Ehrendiplom und wuerdigt nochmals in herzlichen Worten die grossen Verdienste, die sich Herr Dr. Hirsenberg um die S. C. I. erworben hat. Herr Dr. Hirschberg dankt erneut fuer die ihm durch die Ernennung zum Ehrenpraesidenten zuteil gewordene Ehrung. Bericht des Vorstands: Herr Landé berichtet, dass seit der letzten Repraesentanten-Versammlung vom 3. Juli zwei Neuaufnahmen sowie zwei Abgaengè durch Todesfall zu verzeichnen sind. Er gibt weiterhin von folgenden Veranstaltungen Kenntnis, die in der Berichtszeit im Gemeindehaus stattgefunden haben: Am 15. Juli wurde gemeinsam mit der Unión Sionista die alljaehrliche Herzl Biallk- Feier veranstaltet. Als Redner war Herr Matías Schapiro gewonnen worden. Vor seinen Worten gedachte der gerade aus Israel hier anwesen. de Herr Elkin des verstorbenen Finanzministers Elieser Kaplan. Die wuerdige Feier wurde durch die Mitwirkung des juedischen Orchesters unter Leitung seines Dirigenten Erwin Herper verschoent. Am Donnerstag, den 27. Juti wurde der Direktor des JOINT fuer Suedamerika Herr Dr. Julius Lomnitz, vom Vorstand und dem Reprae sentanten . Kollegium emp. fangen. Am Montag, den 28. Juli fand ein vom Comité Repre sentativo veranstaltetes ge meinschaftliches Essen zu Ehren von Herrn Dt. Arien Tartakower statt, an dem u. a. Herr Legationsrat Samue) Goren sowie die Praesidenten des Comité Representativo und der Federación Sionista, Repraesentanten.Kollegiums vom 7. August 1952 die Herren Dimant und Gom leroff teilnahmen. Von der Gemeinde-Vertretung waren folgende Herren anwesend: Or. Siegfried Landau, Alejandro Landé, León Rosenthal, Adolfo Ebstein, Arturo Roes- .er und Nuta Nebenschoss. Ausserdem nahmen die Herren Rabbiner Loewenstein und Lubliner an dem Essen •„eil. Bei dieser Veranstaltung machte Herr Dr. Tartakower hoechst interessante Auszehrungen ueber die politische Lage der Juden in der Welt. Am Dienstag, den 29. Juli sprach Herr Dr. Tartakower vor einem zahlreich erschle nenen Publikum ueber das interessante Thema: “Ost und West in Israel”. Herr Landé berichtet weiterhin, dass Herr Dr* Mauricio Joel als unser Delegierter in die “Asociación Amigos de la Universidad Hebrea de Jerusalén” und Herr Erwin Herper als Delegierter in das “Comité Directivo Pro Coro Folklórico” entsandt wurden. Er teilt mit, dass der Voistand beschlossen hat, 7 Grabsteine fuer Verstoroene aufstellen zu lassen, die keine Angehoerigen haben oder deren Angehoerige hierzu nicht in der Lage sind. Im Anschluss an diesen Bericht des Vorstands findet eine kurze Aussprache statt, m der die Anwesenden zu den einzelnen Punkten des Berichtes Stellung nenmeii Jugend-Kommission : Rabbiner Loewenstein berichtet ueber eine Sitzung der Jugend-Kommission, ln der ueber das Problem der 7-13-jaehrigen, 14-18-jaehngen und der ueber 18 jaehrigen gesprochen wurde. Das Problem der 7-13-jaehrigen sei durch die von de” B’ne Berith Loge angeregte und durch die Herren Hanff und Will und andere ins Leben geruftene Kindergtruppe “Deguel Israel” einer Loesung entgegengefuehrt worden. An jedem Sonnabend Nachmittag haben sich bisher etwa 50 Kinder dieser Jahrgaenge im Ungarischen Club getroffen, wo unter Leitung einiger aelterer Jugendlicher die von Herrn Ben Kopfstein beraten werden, fruchtbare Arbeit geleistet wird. Eine Schwierigkeit sei allerdings dadurch entstanden, dass das Lokal aus technischen Gruen. den neuerdings nicht mehr zur Verfuegung steht. Hierzu bemerkt Herr Dr. Landau, dass er in einer Aussprache mit Herrn Hanff sofort fuer die drei Gruppen dieser Jugendlichen drei Raeume im Gemeindehaus zur Verfuegung gestellt habe, damit die Veranstaltungen keine Unterbrechung erleiden und in Ruhe ein geeignetes Haus fuer saemtliche Jugendgrup. oen gesucht werden koenne. Herr Rabbiner Loewenstein schlaegt im Namen der Jugend-Kommission eine Kin. ierbeilage fuer unser “Boletín Informativo” vor. Hierzu wird beschlossen, die Angelegenheit durch die Presse- Kommission eingehend pruefen zu lassen, wobei sich Direktorium und Repraesentanz befürwortend aussprechen Fuer die ueber 18-jaehrigen werden in regelmaessi. gen Abstaenden “Bunte Abende” vorgeschlagen, die dem Zusammenhalt der Jugend dienen sollen. Herr Neben, schoss bringt zum Ausdruck dass nach seiner Meinung andere Wege beschritten werden muessten um die Jugend im juedischen Sinne zu beeinflussen und erinnert in diesem Zusammenhang an die sogenannte “Loewenstein. Gruppe”, aus der sich spae. ter das “Forum” entwickelt hat. Im Laufe der Aussprache, an der sich fast saemtliche Mitglieder der Repraesentanz beteiligen, macht Herr Michel den Vorschlag, Jugendliche fuer die Gemeinde- und Verwaltungsarbeit zu aktivieren, das heisst, geeignete Jugendliche in die verschiedenen Dezernate aktiv einzufuehren, damit sie rechtzeitig ein Bild von der Arbeit und den Beduerfnissen der Gemeinde- Fuehrung erhalten. Nachdem auf die Anfrage von Herrn Isaac bezueglich der 14-18-jaehrigen der Bescheid erteilt wurde, dass auch fuer diese Mittel und Wege gesucht werden muessen um sie juedlsch zu organisieren. bringt Herr Dr. Landau in laengeren Auszehrungen nochmals zum Ausdruck, dass er die Frage der Finanzierung fuer absolut untergeordnet halte, da fuer die Jugend selbstver. staendlich alle Mittel zur Verfuegung gestellt werden muessen, die man benoetige, um die Jugend zur juedischen Arbeit heranzuziehen. Er be. gruesst an sich die Anregüng von Herrn Michel, aeussert aber grosse Bedenken wegen der praktischen Durchfuehr. barkeit, da die Jugendlichen, die ja alle im Erwerbsleben stehen, schwerlich in den Buerostunden der Gemeinde anwesend sein koennen, um sich von den Dezernenten in die entsprechenden Arbeits. gebiete einfuehren zu lassen Er vertritt daher die Auffas. sung. dass man versuchen muesse die Jugendlichen zu. naechst fuer Kommisionsar. beiten zu gewinnen, da die Kommissionen meist in den Abendstunden tagen. Auf " die. se Weise wuerden die Jugend liehen mit den Gemeindepro. blemen vertraut und fuer eine spaetere Mitarbeit in den Gemeinde-Gremien vorbereitet. Herr Abramczyk bringt zum Ausdruck, dass darueber hinaus auch versucht werden muesste, auf die reiigioese Erziehung unserer Kinder staerker einzuwirken. Anschliessend gibt Herr Rabbiner Loewenstein seinei Freude fuer das Verstaend. nis Ausdruck, das das Jugendproblem bei Vorstand und Repraesentanz gefunden hat und schlaegt darueber hinaus vor, fuer die Jugend (Schluss auf Seite 29) SONNTAGS - SAMMLUNG Wir haben vor wenigen Wochen das 10-jaehrige Ju bilaeum unserer Sonntagssammlung fuer die “Juden not in der Welt” gefeiert. Wir moechten diese Gelegenheit nicht voruebergehen lassen, ohne denjenigen Sammlern, die in diesen 10 Jahren das Opfer gebracht und ununterbrochen fuer diese Aktion als Sammler taetig gewesen sind, unseren herzlichsten Dank auszu sprechen. Es sind dies: Hannerose Weiss-Rosenbaum Lotti Biaycher Heinz Gruenbaum und Max Rosenbaum Die vielen Armen, denen durch ihre Sammlertaetigkeit geholfen wurde, werden sich diesem Dank arischliessen. Vorstand und Repraesentanten-Kollegium der S. C. I. “B’ne Jisroel” ERWEITERUNG UNSERES NACHRICHTENDIENSTES Wie unsere Leser im Laufe dieses Jahres bereits feststellen konnte?., haben-wir seit einiger Zeit die Nachrichten aus Israel, die wir schon jahrelang seitens unermuedlichen “J ADLA”. Agentur erhärten, im Umfang erweitert. Die praktische Moeglichkeit hierzu haben wir dem “Canfit”. Dienst (Haifa) zu verdanken, mit dem wir im Interesse des "B. I.” und seiner Leser in Verbindung getreten sind und der uns allwoechentlich per Luftpost ueber die letzten Neuigkeiten aus Israel auf dem Laufenden haelt. Mit der vorliegenden Ausgabe haben wir das Vergnuegen, unsere Le ser mit einem neuen in. formativen Fortschritt des “B. I.” bekannt zu machen. Es handelt sich um einen Vertragsabschluss mit der zuercher “Argus” - Agentur, die uns fortan mit journa. listischem Material aus dem deutschsprachigen ¡Mitteleuropa versorgen wird. Als erste Bearbeitung unserer zuercher Korrespondenz weisen wir unsere Leser auf die dem tragischen Ausgang des Auerbach-Prozess’ gewidmeten Spalten hin. Die Redaktion UNSER SCHMUCKBLATT Dsr Kalender (Luach), den das “B. I.” wie im Vorjahre den grossen finanziellen und arbeitsmaesilgen Anforderungen zum Trotz auf den vier Mittelselten dieser Feiertags-Ausgabe seinen Lesern bietet Ist das Ergebnis der Zusammenarbeit der folgenden Personen: Die kalendarische Zusammenstellung besorgte Herr Rabbiner Egon I. Lo-won t“‘n .-v-- k erifche Gestaltung die Herren Britzmann und Lesser, die Koordination und Drucklegung Herr Hans Kaufmann. Zionistischer Landeskongress j In der Woche zwischen dem 26. und dem 31. Juli fand der alljaehrliche Zionistische Landeskongress statt, der sich in diesem Jahr daduren auszeichnete, dass die Majoritaetsparteien sich ohne Kampf ueber die wichtigsten Fragen einigten. Unter den Beschluessen, die gefasst wurden, ist vor allem fuer unsere Freunde in der Provinz die Schaffung ei. nes “Departamento de Pro. vincias” bedeutsam und wir hoffen, dass dieses das jue. dische und zionistische Leben in der Provinz beleben wird. Als Praesident der neuen Exekutive wurde Chawer Ro. oerto Arón einstimmig ge. waehlt den wir auch von dieser Stelle aus zu seiner Wahl oeglueckwuenschen. Chawer Aran, der in diesen Tagen aus Israel zurueckehrt, wird es sicher verstehen, der zionistischen Bewegung auch in Zukunft die Stellung zu geben, die ihr heute zukommt. Aus unserem Sektor wurden die Chawerim Dr. Landau, Dr. Weintraub und Rab. biner Loewenstein in die . E e Ji E Exekutive gewaehlt. Hervorzuheben ist aüch. dass der Kongress beschloss, Chawer Dr. Hirschberg, der wegen seiner Alijah aus der Exekutive ausscheidet, in das goldene Buch des K.KX. einzutragen, um ihm dadurch fuer seine fuer den Zionismus geleistete Arbeit zu danken. L... .stein. VORTRAG Dr. TARTAKOWER Am Dienstag, den 29. Juli, sprach Herr Dr. Arieh Tartakower Professor fuer Juedische Soziologie der Hebraelschen Universitaet von Jerusalem, vor den Mitgliedern der S.C.I. “B’ne Jisroel” und der “Unión Sionista” im gut besuchten Saal des Gemeindehauses ueber das Thema “Ost und West in Israel”. Der Vortrag dessen Klarheit und ungewoehnlich hohes Niveau die Anwesenden ueber eine Stunde lang im Banne hielt, ging von einer philosophischen und psychologischen Gegenüberstellung des morgen— und abendlaendischen Temperaments aus, analysierte sodann die daraus resultierenden Gegensaetze in der Historie, um zum Schluss in einer Betrachtung der potentiellen Moeglichkeiten des Zusammenpralls zwi. sehen den beiden Elementen im modernen Israel zu gipfeln. Anschliessend richtete 4er Gastredner, der bekanntlich auch der Exekutive des “Jueaischen Weltkongress” angehoert, einige ernste Worte der Information und Mahnung an die erschienenen Mitglieder, im Zusammenhang mit 1er augenblicklichen Situation in der juedischen Welt. Der Vorsitzende brachte in bewegten Worten den Dank aller Anwesenden fuer den unvergesslichen Abend zum Ausdruck.