Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XIV (1952)
- Issue
- 5 (Mayo, 1952)
- Date
- 1952-05-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Mayo, 1952 BOLETIN INFORMATIVO 3 PROTOKOLL DER SITZUNG Dr. Hirschber¿ zum Ehrenpraesidenten ernannt des Repraesentanten-Kollegiums von 27. Maerz 1952. Anwesend die Herren Feld.. mann, Ebstein, Boris Levy, May, Windmueller, Bab, Ismar Schueftan, Veis, Hollaender, Michel und die Ersatzreprae. sentanten Herren Nossen, Will, Zausmer, Isaak, Walter Schueftan. An der Sitzung nehmen ausserdem alle Herren des Direktoriums teil. Protokoll Das Protokoll der Sitzung vom 10. Januar 1952 wird ver. lesen und genehmigt. _ t ■ - t-J-1 Bericht des Vorstands Herr Hirschberg teilt mit, dass am 26. Maerz der Kindergarten mit 14 Kindern er. oeffnet worden ist. Der Kin. dergarten befindet sich in der Av. Lota 2853, wo 3 grosse freundliche sonnige Raeume und ein schoener Garten unseren Kindern zum Lernen und Spielen zur Verfuegung stehen. Er berichtet weiterhin ueber das Ergebnis der bisherigen Werbung fuer das Blin. denheim und fordert die Anwesenden auf, selbst Mitglie. der zu werden und im Kreise ihrer Bekannten zu werben Der Mindestbeitrag belaeuft sich auf monatlich $ 25. Er gibt sodann davon Kenntnis, dass aus dem Er gebnis der Sonntagssamm lung Pakete nach Israel ge. sandt werden sollen und verliest ein Schreiben des Herrn Benno Cohn, Abteilungschef im Ministerpraesidium in Israel, vom 19. Februar, in dem dieser sich bereit erklaert, als Treuhaender fuer eine gerechte Verteilung der Pakete zu wirken. Er fordert im Anschluss an diese Mitteilung auf, sich mit groesseren Be. traegen an der Sonntags. Sammlung zu beteiligen und macht darauf aufmerksam, dass ein grosser Teil der z.Zt. geleisteten Spenden keineswegs mehr dem Werte eines Mittagessens entspricht. Herr Hirschberg berichtet nunmehr ueber den Stand der Enteignung eines Streifens auf unserem Grundstueck. die zwecks Durch, bruchs einer Strasse erfolgt ist und teilt mit, dass die diesbezueglichen Entschaedigungsverhandlungen mit der “Municipalidad”, die von der seit Gruendung unserer Ge. meinde ehrenamtlich fuer uns taetigen Anwaeltin, Frau Sofia Mayanz de Zahler ge. fuehrt werden, kurz vor dem Abschluss stehen. E*r gibt davon Kenntnis, dass die Religionsschule mit 60 Kindern eroeffnet worden Ist und dankt in diesem Zusammenhang Herrn Kurt Hoffmann fuer ,d,ie Schenkung der Einrichtung eines Sohulzimmers, die gemaess den testamentarischen Verlegungen seiner Tante, Frau Marta Delmonte, erfolgt ist. Er gibt weiterhin davon Kenntnis, dass beabsichtigt ist. am Mittwoch, den 9. April einen Gemeindeseder abzuhalten. Herr Walter Schueftan fragt an, warum fuer die Sonntagssammlung kein fester Beitrag vorgesehen wird und schlaegt vor, evtl, einen Beitrag von $ 100.— pro Familie festzusetzen und dies im Gemeindeblatt zu veroeffentlichen. Im Anschluss an diese Anregung ergibt sich eine Aussprache, in der auch ueber die Frage der Nachzahlung nicht kassierter Monatsbeitraege gesprochen und die Ausgabe von Quittungsformularen, die den bisherigen Hoechstsatz von $ 50.— uebersteigen, angeregt wird. Auch die Tatsache, dass Sammler fehlen, wird er. waennt, und man regt an, evti. die “Wizo” zu veranlassen, junge Frauen fuer diese Sammeitaetigkeit zu interessieren. Es wird beschlossen, das Direktorium zu bitten, sich mit diesen Fragen nochmals eingehend zu beschaeitigen. Zum Punkte Religionsschu. le fragt Herr Walter Schueftan an, warum es nicht moeglich sei, dass die Religionsschule so wie die anderen Schulen am 15. Maerz mit einem fertigen Stundenplan beginne. Er wird darauf hingewiesen, dass der Stundenplan der Religionsschule abhaen. gig von dem Stundenplan der anderen Schulen sei und daher erst spaeter fertiggestellt werden koenne. Etat Der vom Direktorium vorgelegte Etat fuer das Jahr 1952 wird sehr eingehend und in allen Einzelheiten beraten und mit geringfuegigen Abaenderungen einstimmig angenommen. Generalversammlung f Herr Hirschberg berichtet ueber die Verhandlung, die am 6.3.1952 zwischen dem Vorstand der Repraesentanz und dem Direktorium bezuegiich der am 20. April stattfindenden Generalversammlung stattgefunden hat. Campaña Unificada Herr Landau berichtet, dass die Campaña Unificada 1951 bisher ein zufriedenstellendes Ergebnis gehabt hat, obwohl noch eine Anzahl von Zeich. nungen fehlen. Er richtet nochmals einen ernsthaften Appell an die Mitglieder der Repraesentanz, ihre Freunde Als Ausdruck des Danks fuer seine aufopfernde Taetigkeit in der Leitung der Gemeinde beschloss die Repraesentanten-Versammlung einstimmig, Herrn Dr. Hirschberg zum Ehrenpraesidenten der “B’ne Jisroel” zu ernennen. Wir geben im folgenden den Wortlaut der Ansprache, in welcher der Praesident der Repraesentanz, Herr Feldmann diesen Beschluss der Generalversammlung vom 20. April mitteilte: Mein sehr verehrter Dr. Hirschberg: Die Ernennung zum Ehrenpraesidenten ist die hoechste Ehre, die wir einem hochverdienten Manne erweisen koennen, eine Ehre, die Sie sich in reichstem Masse verdient haben. Sie ist das Zeichen unseres tiefen Dankes fuer das, was Sie in 14 Jahren unermuedlicher Arbeit fuer diese Gemeinde getan haben. Ich weiss, dass Sie das, was Sie geleistet haben, nicht um des Dankes willen getan haben. Die Tradition Ihres Hauses ueberkommen von Ihrem Vater, den zu kennen ich die Ehre hatte, gestaerkt durch die Warmherzigkeit Ihrer verehrten Frau Mutter und das verstaendnisvolle Mitgehen Ihrer Gattin, hat es Ihnen zur selbstverstaendlichen Pflicht gemacht, Ihre Kraft juedischer Arbeit zum Besten der Gemeinschaft zu widmen. Tiefes juedisches Wissen, reiche Erfahrung in juedischer Arbeit, gepaart mit grosser Klugheit, starkes soziales Empfinden, grenzenlose Liebe zum juedischen Volke, freudige Bejahung unserer geheiligten Tradition ohne starres Festhalten an jeder Einzelheit, das alles zusammen mit einem unbesiegbaren Optimismus, einem ungeheuren Arbeitswillen und einzigartiger Arbeitskraft habexi Sie zum Fuehrer dieser Gemeinde befaehigt in einer Weise, wie sie wohl selten anzutreffen ist. Ihr heutiger Bericht, der ein wichtiges und wertvolles Dokument fuer die Geschichte unserer Gemeinde sein wird, war nicht vollstaendig. Sie haben etwas nicht gesagt, weil Sie es nicht sagen konnten, und es ist an uns, das zu ergaenzen. Es ist an uns, zu sagen, dass von dem vielen vielen Positiven Ihres Berichts der weitaus groesste Teil Ihr persoenliches Werk ist. Ihr Enthusiasmus, Ihr Elan, Ihr nie rastender Geist haben der gesamten Arbeit in der Gemeinde von Anbeginn an Ihren Stempel aufgedrueckt. und Bekannten zu Zeichnun. , gen zu veranlassen, damit die Campaña abgeschlossen werden kann. Üi A Verschiedenes Herr Isaak regt an, den Barmizwah - Unterricht ebenfalls unter die Obhut der Gemeinde zu nehmen un\ Miss. staende, die sich aus der jetzigen Handhabung ergeben, zu verhueten. Nach kurzer Aussprache wird das Direktorium gebeten, die Angelegenheit nachzupruefen. Und nicht nur Ihre eigene Begeisterung war es, Sie haben es auch verstanden, Ihre Mitarbeiter mit fortzureissen und auf allen Gebieten der Gemeindearbeit Ihr Tempo, Ihren unentwegten willen zur Aufwaertsentwicklung der Gemeinde zur Geltung zu bringen. Wenn die S.C.I. eine hochgeachtete Stellung in der Kollektivitaet einnimmt, so verdanken wir das in grossem Masse Ihnen. Ihre Person geniesst hoechstes Ansehen in allen* juedischen Kreisen in Santiago und weit darueber hinaus. Ich will nicht ueber alle Gebiete sprechen, auf denen Sie erfolgreichste Arbeit geleistet haben. Diese Ihre Gemeinde wird es sich nicht nehmen lassen, in einer besonderen festlichen Versammlung die Maenner und Frauen zu Worte kommen zu lassen, die mit Ihnen gearbeitet haben, die Ihr Wirken aus naechster Naehe kennen und am besten zu wuerdigen wissen. Wir haben nicht die Absicht, uns heute von Ihnen zu verabschieden. Sie sollen als unser junger Ehrenpraesident uns nahe bleiben, wir werden Ihren Rat noch oft brauchen. Verabschieden werden wir uns von Ihnen, wenn Sie aufbrechen werden, um den Wunsch Ihres Herzens zu erfuellen, wenn Sie aufbrechen werden nach Israel, dem Lande Ihrer Sehnsucht, dem Sie schon hier so treu gedient haben Wir wuensschen Ihnen, dass Sie, befreit von der Buerde des schweren Amtes, entlastet von der Verantwortung und der uebergrossen Arbeit, in Ruhe den Weg vorbereiten koennen, den Sie gehen wollen und der, Sie wissen es selbst, nicht ohne Muehe zu bewaeltigen ist. Dann, wenn Sie zum letzten Male aus diesem Hause gehen werden, das in allen seinen Raeumen fuer immer Zeugnis bleibt fuer Ihr Wirken, das Sie verlassen werden mit dem Bewusstsein, Ihre juedische Pflicht in ueber. reichem Masse erfuellt zu haben, dann erst werden wir Abschied nehmen von dem Manne, der die besten Jahre seines Lebens mit uns gelebt, und der fuer uns gearbeitet hat. Heute aber schon darf ich es aussprechen: Ihre Arbeit fuer unsere geliebte Gemeinde war gesegnet! Die vorstehenden Worte wurden von der Generalversammlung mit einer wahren Ovation begruesst. In bewegten Worten dankte Herr Dr. Hirschberg und brachte nochmals seine Verbundenheit mit der Gemeinde und ihren Aufgaben zum Ausdruck. DER NEUE PRAESIDENT: Dr. SIEGFRIED LANDAU Darauf ergriff der bisherige Vize.Praesident und nunmehr von Repraesentanz und Direktorium zum Praesidenten gewaehlte Herr Dr. Siegfried Landau das Wort und brachte zum Ausdruck, dass er im Anschluss an den Dank seines Vorgaengers nun seinerseits eine Bitte an alle Mitglieder zu richten habe, naemlich die, ihm von nun an ebenso mit konstruktiver Mitarbeit zur Seite zu stehen, wie dies bisher der Fall war. Auch er schloss mit einer Wuerdigung der Arbeit, die sein Vorgaenger geleistet hatte. Die Kampagne ist noch nicht zu Ende. V