Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XIV (1952)
- Issue
- 3 (Marzo, 1952)
- Date
- 1952-03-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Mano, 1952 BOLETIN INFORMATIVO 9 ird eie verloeseheo noter den Jodeo ER ehudi, war Burg, mit Sohn Jair, Sohne« t worden mit den iie wegge. it Jechon. hudah, den ukadnezar, Hadassah. Lie Tochter m sie hat. )ch Mutter .chen war lung, und en—, und hre Mutter tm sie Morr. Die erkorenen Maedchen (Buch Esther, II, 2.9) Und es geschah, als gehoert wurde das Wort des Koenigs und sein Gesetz, und als zu. sammengebracht wurden vle. le Maedchen in Schuschan, die Burg, unter Aufsicht He. gai’s, da wurde (auch) Esther geholt in das Haus des Koenigs, unter Aufsicht Hegai’s, des Hueters der Frauen. Und das Maedchen gefiel in seinen Augen und gewann Gunst vor ihm, und er be. schleunigte die Salbungen fuer sie und ihre Gaben, ihr zu geben, und die sieben Maedchen, die ausersehen wa. ren, ihr zu geben aus dem Hause des Koenigs, und er zeichnete sie aus und ihre Maedchen aufs beste in dem Frauen-Hause. o ^rfesntrorirw rüw jto dív$ a*ph o’pirnm xry hotov nsi -ns tnrè sa airmans ins nba aPo rbasai rroKprs a rô -pro irs ima rt&» nrm nrr a *3’ npjpTvjrHS’N vis ’Ssn «nonfaproarnis ' ñyn smiarsm vwh vrm »r-’isonspias -psn vsn a rs' nsñn ibn fy y nnn np -nanabiÿ ¡rranSNnznñ îSÎ/'Ennai iwpwnrm win t Sy apr iyi &ry aanaa n;sn a>o*n âi? rw nas cnaô rñsn yym 1 "’h m'W wnal rff ta nnsran D'îlCî^ rai oninn^îiaroj" SO FEIERTE ISRAEL PURIM 5711 Bekanntlich werden alle Feiertage in Israel im Gegen, satz zur Golah verkuerzt gefeiert. Nur Rosch Haschanah dauert in Israel zwei Tage wie in der Golah, waehrend alle anderen Feiertage in Israel nur an einem Tag gefeiert werden. Purim ist ein Feiertag, der ganz aus diesem Rahmen faellt. In der ganzen Welt wird Purim nur an einem Tag gefeiert; Jeruschalajim jedoch begeht auch den Tag nach Purim als Purim-Festtag. Dies ist nach einer alten üeberlieferung: da Jerusalem zur Zeit des Purimwunders mit einer Mauer umgeben war und die Kunde der Rettung erst einen Tag spaeter nach dort gedrungen, wird die Megillath Ester, nicht wie im ganzen Lande an Purim, sondern am darauffolgenden Tage gelesen. Trotzdem wurde im Vorjahre die Megillah in Jerusalem an Purim gelesen und zwar fuer diejenigen Bewohner, die vorhatten, den nächstfolgenden Tag, den Purim-Feiertag Jerusalems, ausserhalb der Stadt zu verbringen. Purim ist eine gute Gelegenheit fuer die Bewohner Israels, Reisen und Ausfluege zu machen, noch dazu, wenn diese zwei man den Eindruck hatte, dass Purim ein Fest der Kinder ist; man sah ln den Strassen sehr - viele Kinder, kostuemiert, maskiert in allen Landestrachten der Welt, interessant mit wenig Kitsch und mit .sehr viel Geschmack und Kunst; die Erwachsenen hatten ihre Freude, wie z. B. an dem sechsjaehrigen Verkehrspolizisten, der stundenlang an dem sehr regen Verkehrsknotenpunkt am Mograbi stand und den Verkehr regel te, meisterhaft begleitet von dem disziplinierten Verhalten der Erwachsenen und der Fahrer; aber den landwirtschaftlichen Siedlungen ist Purim zu einem Fest der Alten und! Jungen zusammen geworden. In einer Kwuzah wurden z. B. Verkaufsbuden — pavillonartig — von verschiedenen Laendem aufgestellt, und man konnte dort Getraenke und Speisen der betreffenden Laender bekommen, wenn auch nur gegen Punkt-Rationscheine. Fuer jeden Bewohner Tel Avivs ist Purim ein Tag, an dem man sich an die frueheren Glanztage Tel Avivs erinnert. Bis vor 15 Jahren, als die Phase des Ringens des Jlschuw um Selbstaendigkeit íft'í^-r'V -M * ¿¿iß % -• ■ * * *■ itiil •_- : M j-vy,/"¿yspsr - ip»! ~ V “ * 1 . - J L .¿.j Das ist Tel Aviv, die weisse Stadt auf Meeressand, die all. jaehrUch zu Purim Geburtstag feiert. verschiedenen Purimtage, wie im vergangenen Jahre, auf Donnerstag undFreitag fallen. Alle verfuegbaren Verkehrsmittel waren ueberfuellt, und die Autostrassen waren sehr bevoelkert. Die Jugendorganisationen haben sehr reichlich von diesen zwei Feiertagen Gebrauch gemacht, und sehr viele Lastautos, beladen mit Jugendlichen, reisten quer durch das Land. Alle Organisationen und Vereine veranstalteten Purimbaelle, und man freute sich an diesem Purim in froehlicher Zuversicht auf bessere Zeiten. Das Zentrum! der Purimfestlichkeiten war nicht wie einst Tel Aviv, sondern die landwirtschaftlichen Siedlungen im Emek, wo sich Purim als Fest von Alt und Jung durchgerungen hat. Dies im Gegensatz zu den Staedten, wo begann, gefolgt von Unruhen, Weltkrieg und juedisch-ara, bischem Krieg, war Tel Aviv der zentrale Anziehungspunkt. In Tel Aviv war der grosse Karnaval ad-lo-jadah, und an der Spitze des Umzuges pfleg-, te der fruehere Buergermei-1 ster, der verstorbene Meirj Diezengoff, zu reiten. Zu! Purim 5711 wurde dies den Tel Avivem besonders in Erinnerung gerufen, da der 90. Geburtstag von Diezengoff an Purim gewesen waere, und dies wurde bei den verschiedenen Feiern anlaesslich des vierzigjaehrigen Bestehens der Stadt von den Festrednern, Aussenminister Sharett und Bürgermeister Rokach, sehr hervorgehoben. Auch am Rothschild Boule, vard ist ein Erinnerungsstein an Purim enthuellt worden, an der Stelle, wo vor vierzig ---J PURIM-ANEKDOTEN j VON DEN FEIERTAGEN Rabbi Jonathan Eibenschuetz, der beruelvmta; Prager Oberrabbiner, wurde vom Bischof Hassel. bauer gefragt: “Bei euch Juden beginnen Feste und Feiertage schon am Vorabend, nur das Festmahl am Purim-Feiertag findet erst am Ausgangsabend statt. ■ Was ist der Grund hierfuer?” “Ich muss eure Frage, Hochwuerden”, erwiderte . Rabbi Jonathan, “mit einer Gegenfrage beantworten: ■ Wie kommt es, dass ihr Katholiken dem Geburtsfeste ' eures Heilands und Erloesers schon am Vorabend die Weihe gebt, wo doch alle eure Feiertage erst mit An-; bruch des Tages beginnen? Aber in Wahrheit ergibt . sich das eine aus dem anderen: Unser Purim-Fest ■ verdanken wir einem Nichtjuden, euer Geburtsfest ] verdankt ihr einem Juden... ’’ DIE PFLICHT Es ist Pflicht der religioesen Juden, am Purim- Festtag an Arme Geschenke zu verteilen. Denn es heisst: “.. .Gaben zu schicken einer dem anderen und Geschenke zu verabreichen an die Duerftlgen”. Als nun Rabbi Josef Saul Nathansohn an einem Purim-Festtag einen reichen und lernbeflissenen Ju. den im Bethaus traf, der sich ueber einen Talmud, foüanten breit machte, meinte er: “Heute, mein Lie. ber, hast du mit dem Talmud nichts zu schaffen! Heute sollst du bei deinem Tisch vor einem Haufen klingender Muenzen sitzen und sie an Arme und Beduerftige verteilen!” DIE MASKIERTEN JUDEN An einem Purimtage waren ln Micdziborz viele Chassidim versammelt, die gekommen waren, am sich an diesem Tage mit ihrem Meister in Wonne zu ver. einen. Dieser aber sass traurig, in Gedanken versunken da und sprach kein Wort. Die Chassidim waren darueber sehr besorgt, denn sie hatten gehofft, wenigstens an diesem Tage ihren Meister freudig ge. stimmt zu sehen, auf dass sich aus dieser Freude ein Strom von Glueckseligkeit und Guete neuer das Weltall ergiesse. Doch der Geist der Traurigkeit umk! ¿mmerte den Rabbi und er seufzte schwer. Sein Geist war trueb und “Hersch der Schalk” musste ins heilige Gemach gerufen werden. “Rabbi!”, sprach' er, “sagt mir, ich bitte euch, wie kommt es, das3 der heilig ernste Vensoehnur-gs. tag, an dem jeder Jude fasten muss, Jom K’putim— ein Tag wie Purim heisst? Hat unsere Thora, diesem ehrwuerdigen Tage keine schoenere Bezeichnung geben koennen, als ihn mit diesem ausgelassen-heiteren Tag, an dem jeder Jude trunken sein muss, zu ver. gflGichön?” Der Rabbi sprach mit trauriger Stimme: “Ich weiss nicht; sprich du!” “Das ist doch einfach”, erwiderte Hersch, “weil •an beiden Tagen die Juden sich verstellen: Am Purim maskieren sich Juden als Gcjlrn, am Jom Kippurim aber verstellen sich “Gojim” als Juden, indem sie in die Synagoge gehen und sich fromm stellen”. Der Rabbi hob <üe Wimpern hoch, sah sich Hersch an und laeehelte. Nun erst ertoe'nte die Melodie: “Die Rose Jakobs ist freudig-" HAMAN Rabbi Jakob Emden wurde gefragt: “Warum setzte Haman fuer die Vernichtung aller Juden nur einer. Tag an?” “Er ahnte wohl”, antwortete Rabbi Jakob, “dass sich dieser Tag fuer die Juden in einen Fpsttag wandeln werde, und. goennte ihnen keine zwei Festtage”. (Aus CHAJIM BLOCH: Das jeed. Volk in seiner Anekdote). Jahren 67 Menschen beschlossen hatten ,den Grundstein fuer Tel Aviv zu legen. Es wurde den Erben' und noch am Leben gebliebenen Diplome verliehen; von den 67 Gruendern Tel Avivs sind 16 noch am Leben, darunter 14 Ehepaare und zwei Witwer. Es ist doch fuer den Aufbau des Staates und fuer die Entwicklung Tel Avivs sehr charakteristisch, dass als Resultat des waghalsigen Abenteuers dieser (¡7 Menschen und der 300,000 Francs, die der Keren Kajemeth als Anleihe fuer den Ankauf der Sandhuegel Tel Avivs gab. 350.000 Menschen Einwohner der Stadt sind1, und dies kann man vielleicht als ein Purimu Wurder ln unseren Zelten ansehen. ‘ MENACHEM KJLA1