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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1952-02-01 · 2 (Febrero, 1952) · p. Seite 9

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XIV (1952)
Issue
2 (Febrero, 1952)
Date
1952-02-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Febrero, 1952 BOLETIN INFORMATIVO [ERHEIT Fruechte zum 15. Schwat ab. IDA Was koennen sie .aushek ken, wenn der Terrorhaeupt ling und Brandstifter Begin in. ihren Augen nicht radika genug ist? Und was Begin, der ihnen das Gegenteil beweisen will? Wehe, wenn sie losgelassen. Daherr: sperrt sie rechtzeitig ein! Tumul. eiteren, i naehies Ter- . muss, Gewalt, in will, seiner greift, geistidie ein venn er jnismus akzeprorstellein halruppen, patrion Purn. Die z. B., -Partei” ung einer die Stellung Jrenzen »n Aufaer dieion ■ ein?in kor- Dass izmann u ver- Schmuel, der Melamed, sprach, in eine Rauchwolke gehuellt, die seiner Pfeife entstieg: “Kinder, wollt ihr euch mit mir zusammen an den Fruechten zu Chamischah Assar beteiligen? Auch ich habe keinen Pfennig, um Fruechte zu kaufen, und ich moechte, gleich euch, durch Erzaehlen eines Maerchens der Pflicht des Tages genuegen. Wollt ihr euren Rabbi als Genossen?” “Wir wollen, wir wollen”, riefen alle wie aus einem Munde. Der Rabbi erhob sich, setzte sich auf seinen Stuhl, und die Knaben nahmen ihm gegenueber im Halbkreis Platz. Fast hielten sie den Atem an, um den Rabbi bei seiner Erzaehlung nicht zu stoeren. Und der Rabbi erzaehlte: “Ein kostbarer Schatz war in der Lade des alten Schelo. möh verborgen, ein Beutel mit heiliger Erde von Erez Israel. die ihm sein Vater aus Tiberias geschickt hatte. Einen ebenso kostbaren Schatz hatte auch sein kleiner Sohn Avigdor: es war der Stein einer Dattel, der ihm von den Fruechten zu Chamischa Assar zurueckgeblieben war. Alle Knaben assen ihre Fruech te, und die Steine warfen sie fort. Und er: nur eine Dattel fiel auf seinen Teil — und sein Herz liess es nicht zu. den Stein fortzuwerfen. Denn der Baum, der diese Dattel reifen liess, entstand doch aus einem solchen Stein. Wenn schon ein Johannisbrotbaum, dessen Fruechte nicht so suess sind, 70 Jahre braucht, um Fruechte zu tragen, dann braucht eine Palme, deren Fruechte suesser sind, erst recht eine lange Zeit. Und wenn die Palme erst nach 70 Jahren Fruech te zu tragen beginnt, so lebt de doch gewiss 1000 Jahre. Es ist naheliegend, dass mein Stein ein Enkel jenes Baumes 'st, der vor tausenden von Tahren in der Gegend Jerusa lems gestanden hat. Von die sem Baum, yom Grossvater meines Steines, brachte man Von JEHUDA STEINBERG topf, und siehe: eine gruene Bluete spriesst daraus hervor. Seine Freude war grenzenlos! Dieser Tag war fuer ihn ein wirklicher Feiertag! Ein grosses, wundervolles Fest! Nicht wie fuer die anderen Kinder, die sich an den Fruechten, die sie essen, freuen, nicht wie die Erwachsenen, fuer die dieser Tag ein Erinnerungsfest ist an vergangene Tage, an die Zeit, da alle Fruechte Erez Israel unser waren. Die Freude des Knaben Avigdor war die Freude der Zukkunft. Versteht ihr, Kinder? Er hoffte, dass in Zukunft sein Baum immer groesser und groesser werden und nach vielen Jahren, wer weiss, vielleicht doch Fruechte geben wird. Und ich denke: Ganz gewiss wird er Fruechte tragen”. (Aus dem Hebraeischen uebersetzt). Der Wald von morgen: dem Schosse deg Erde anvertraut wohl Erstlingsfruechte nach Jerusalem. Von diesem Baum' nahm man Palmenzweige<und | schmueckte mit ihnen den Altar. Dieser Baum kannte gewiss den Jirmijahu, den Jeschajahu, Schelomoh und Schulamith. Vielleicht war er sogar die Palme Deborahs. Waehrend er diesen Gedanken nachging, aengstigte und weitete sich sein Herz, erfuellt von Liebe zu seinem Stein. Es schien ihm, dass die Erzvaeter, die Propheten, die Koenige, alle Generationen der Bibel ihm diesen als Geschenk schickten, ihm, dem Avigdor Ben Schelomoh. Und er huetete seinen Stein aufs sorgfaeltigste. Einmal stieg ein Gedanke in seinem Herzen auf: ich werde etwas Erde aus Erez Israel, die in dem Beutel meines Vaters ist, nehmen und sie in einen Blumentopf tun. Auf fremden Boden werden die Baeume Erez Israels nicht gedeihen; aber wir wollen sehen, was aus dem Stein wird, wenn er in seiner Erde bleibt. Der Knabe wusste genau, dass, selbst wenn diesem Steii. eine Bluete entspringen Heute noch ein einsamer Baum in der weiten Wueste. DEN KRIEG TRAUEN WIR NICHT Was die Beziehungen Israels zu seinen arabischen Nachbarstaaten anbetrifft, so haben wir allen Grund, dem “Frieden nicht zu trauen”. Das Gegenteil ist der Fall bei dem Streitfall England-Aegypten. Wir haben allen Grund, dem Krieg nicht zu trauen. Es ist wahr, dass Tag fuer Tag die Zeitungen mehrere Spalten den blutigen Episoden des Streits um Suez widmen. Die Alternativen sind bekannt und werden auch im allgemeinen richtig dargestellt. Was aber des oeftern irrefuehrt, ist die falsche. Analogie mit dem Kapitel Iran. In Iran ist nicht anzunehmen, dass es in absehbarer Zeit zu Gewaltanwendung oder Verstaendigung kommt. Dort hat England ausgespielt. (Inwieweit die Perser diesen Pyrrhussieg geniessen koennen, interessiert uns im Moment nicht). Die beiden hauptsaechlichen Gruende fuer die britische Niederlage sind: 1) Die nordamerikanische Oel-Konkurrenz, die sich in Form von indirekter Un. terstuetzung der persischen Ansprueche fuehlbar gemacht hat, und 2) die Tatsache, dass eben die Interessen der Anglo-Iranian, trotz ihrer Be deutung, nicht unbedingt die gesamten imperialen Interessen kompromittieren. In Aegypten dagegen gibt es 1) keine nordamerikanische Konkurrenz, sondern eine halbe Unterstuetzung und 2) handelt es sich nicht um ein noch so grosses Monopol, sondern um das britische Heer und einen seiner wichtigsten Stutzpunkte. Das weiss aber die aegyptische Regierung auch. Und sie weiss auch, dass ein Heer, das vor Negba geschlagen wurde, Suez nicht erobern wird. Und das ist der Grund, wes. halb die aegyptischen Studenten den britischen Loewen ein bischen am Schwänze ziehen, waehrend ihr Professor sich mit dessen Waerter um die Anknuepfung von Verhandlungen bemue'ht. Wann war das klarer zu sehen als an dem Tage, als man morgens beschloss, die Studenten und Freiwilligen zu bewaffnen und nachmittags diesen Beschluss zurueckzog (wie leicht haetten sich die Waffen gegen die Urheber der Idee wenden koennen!)? Was zu befuerchten steht, ist ein Abkommen zwischen den beiden Laendern, von der fuer England klassischen Art, wonach beide Teile zufriedengestellt werden... auf Kosten! eines Dritten. Wer diesmal I der Dritte sein muesste, be. I darf keines Kommentars. So spricht man bereits von einem teilweisen Rueckzug aus der Kanalzone gegen Ueberlassung der Enklave von Gaza, die heute noch widerrechtlich von des Pharaonen Truppen besetzt ist. Es heisst auf der Hut sein... und dem Krieg nicht zu trauen... ATSCUEKA wuerde, es ihm nicht ver-1 goennt sein wuerde, seine Fruechte zu essen. Wer weiss, wie viele Jahre da noch vergehen wuerden bis er Fruechte traegt? Aber Fruechte wollte er ja gar nicht, die konnte er ja im Laden kaufen. Er wollte und erwartete, aus seinem Stein einen Baum entstehen zu sehen, der ein Enkel des Baumes sein wuerde, von dem man Erstlingsfruechte brachte, und so, wie er es sich dachte, tat er es auch. Er fand einen Blumentopf, in welchem seine Schwester kuenstliche Blumen hatte; er entfernte die Blumen, schuettete die Erde aus dem Blumentopf, legte die heilige Erde und den Stein hinein und wartete Tag fuer Tag, um zu sehen, ob sein Stein eine Bluete spriessen laesst. Aber eine Bluete brachte er nicht hervor. Der Knabe liess es auch an Muehe nicht fehlen; er stellte den Blumentopf an die Sonne, zweimal am Tage begoss er ihn, aber vergeblich. Die heilige Erde haelt ihre Kraft auf fremden Boden zurueck. Inzwischen vergingen viele Tage. Chamischa Assar b’Schwat kam heran; der Knabe war an diesem Tage krank und ging nicht in den Cheder. Er setzte sich zu Hause neben seinen Blumentopf, um seine Fruechte zu essen. Nachdem er sie aufgege^sen hatte, sagte er den Segenssnruch, die Berachah acharonah. endend mit den Worten “al haarez weal perl haarez”, dann schaute er unwillkürlich auf seinen Blumen- Die Wahrheit ueber die indischem Olim “Die Behauptung, dass man uns, die Olim aus Indien, vor unserer Herreise irregefuehrt und angelogen habe, entspricht absolut nicht den Tatsachen. Oft genug hatte man uns gewarnt und uns auf die Opfer hingewiesen, die man hier im Lande bringen muesste. Die Olim, die mit mir aus Indien hierher kamen, betrachteten sich als Chaluzim, auch wenn sie in Indien keine genuegende Vor. bereitung erhalten hatten. Es ist auch nicht richtig, dass man uns hier im Lande gezwungen hatte, uns niehtreligioesen Kibbuzim a n z u - schliessen. Jeder von uns konnte die Art der Siedlung waehlen, die ihm genehm war. Doch das Kibbuzleben, das so voellig verschieden von dem war, das wir frueher in Indien gefuehrt hatten, brachte fuer viele von uns unüberwindliche Schwierigkeiten mit sich, und so entstand in ihnen der Wunsch, in ihr Ausland zurueckzukeh. ren. Schliesslich kam es auch bei der Alija aus anderen Laendern zu solchen Vorfaellen... (Brief an die Jerusalem Post”)

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