Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXXV (1973)
- Issue
- 4 (Abril, 1973)
- Date
- 1973-04-01
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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10 ABRIL 1973 ZUM 30. JAHRESTAG DES AUFSTANDES Die Schlacht im Ghetto von Warschau jr »Pfeil?:W. Warschauer Frauen und Kinder auf dem Weg in den Tod Im Konzentrationslager WM ’S r-’ ~y/ V TT0\- - l"' V ER GHETTO DAS WARSCH #4«K 0«b*Ay*MC».U»ö- íWti tt*i “Zehntausende werden untergehen, aber Tausenden wird es gelingen, am Leben zu bleiben”. i (Kampfparole der Juedischen Freiheitskaempfer) In der ganzen Weltgeschichte gibt es kaum einen Kampf, der mit dem Aufstand in Warschau zu vergleichen waere. Auf der einen Seite war die unbegrenzte Macht des deutschen Panzerheeres, die Gestapo und ihre schwerbewaffneten Einheiten der SS. Auf der anderen erhoben sich die letzten Reste der hungernden Juden von Warschau, 40.000 unterernaehrte und koerperlich erschoepfte Zivilpersonen, angefuehrt von der Juedischen Kampforganisation, die aus kaum einigen Hundert Maennern und Frauen bestand. Die Lebensmittelzufuhr in das Ghetto war abgeschnitten, die Juden waren nur spaerlich bewaffnet, und, was noch schwerer ins Gewicht fiel, in ein enges Gebiet zusammengespresst, wo sie nicht mancevrieren konnten. Trotzdem hielten sie die Nazis zweiundvierzig Tage lang im Schach. Obwohl die Mehrzahl der Kaempfer ums Leben kamen — so wie ihr blinder Vorfahre Samson — nahmen sie doch mehr als 5000 ihrer gehassten Feinde mit in den Tod. DER KAMPF BEGINNT Die Leiter der Juedischen Freiheitskaempfer beschlossen im Maerz des Jahres 1943, dass der Aufstand “jetzt oder nie” beginnen muesste, was immer auch sein Ergebnis sein moege. Es wurde die Alarmparole ausgegeben und die verschiedenen Gruppen begannen mit den Vorbereitungen. Ein Schuss in der Nalewski-Strasse, um sechs Uhr morgens des 19. April 1943, war das Signal zum Aufstand. Die Kampfgruppen kamen aus den Haeusern, Hoefen und Kellern hervor und griffen die Nazi-Patrouillen an. Die Nazis zogen sich rasch zurueck, aber unmittelbar darauf gingen sie zum Gegenangriff . ueber, wobei sie Tanks, Flammenwerfer und Bombenflugzeuge einsetzten. Trotzdem gelang es den Aufstaendischen, die nur mit Gewehren, leichten Maschinengewehren, Handgranaten und Benzinflaschen bewaffnet waren, aber mit dem Heldenmut der Verzweiflung vorgingen, die Nazis neuerlich zurückzuwerfen. Der Gestapo-General Juergen Stroop, der mit der Liquidierung des Ghettos betraut worden war, fuehrte nunmehr selbst einen Grossangriff an. Aber der Widerstand war so stark, dass die Nazis auch am 2. Tag zum Rueckzug gezwungen waren. Daraufhin richtete der Nazikommandant seine schwere Artillerie gegen das Ghetto und begann Haus fuer Haus zu demolieren, wobei viele Juden unter den Truemmern begraben wurden. Trotz allem setzten die juedischen Einheiten die Widerstand fort. Ihr heldenhaftes Beispiel riss auch die Wankelmuetigen mit, die sich ihnen scharenweise anschlossen. Niemand machte sich Illusionen. Im Grunde des Helzens wussten sie alle, dass der Kampf allzu ungleich war und dass sie keine Aussicht auf Erfolg oder Ueberleben hatten. Aber sie bewahrten, gegen jede Logik, ihre Hoffnung und Zuversicht. Ihre Anfuehrer erklaerten, dass noch nichts endgueltig verloren sei, solange sie sich aufrecht erhalten und kaempfen konnten. Es war jedoch die Zeit, die zusaetzlich gegen die arbeitete. Die Tage vergingen und die Situation der Rebellen wurde immer verzweifelter. Die Munitionen, das Wasser und die Dfebensmittel gingen aus. Die Kanonen, Bombenflugzeuge und Flammenwerfer taten das uebrige. Die besten Kaempfer waren gefallen, die Verteidigungsposten waren, einer nach dem anderen, zerstoert worden. Der Oberkommandant Anielewicz starb mit seinem gesamten Generalstab im Zentralstand der Operationen, in der Mila-Strasse No. 18. Niemand hat sich ergeben. Alle kaempften bis zum letzten Atemzug. Fortsetzung Seite 11 , Wir beraten Sie unverbindlich bei der Zusammen- ’ Stellung Ihrer Reisen im In- und Ausland. I Hotel Reserven - Ausfluege - Passagen Guestige Zahlungsbedingungen SPORTSTOUR TEATINOS 304, TELS. 68832-83058-63100 Elly Kaufmann — Den Märtyrern zum Gedenken REVOLUTIONSGERICHT FUER TERRORISTEN Die vier Palästinenser, die am 28. Dezember die israelische Botschaft in Bangkok überfallen haben, sollen sich angeblich in Syrien vor einem Revolutionsgericht verantworten. Wie dazu aus palästinensischen Kreisen verlautete, sollen die vier Mitglieder der militanten Guerillaorganisation “Schwarzer September” Aufschlüsse über die Gründe geben, die zum Fehlschlag ihrer Aktion führten. Der überfall war am Tage der Investitur des thailändischen Konprinzen verübt worden, als die israelische Botschaft nur schwach besetzt war. Die sechs Geiseln waren von ihnen wieder freigelassen worden. Dafür hatten die Guerillas freies Geleit von Thailand nach Kairo erhalten. Die palästinensische “Befreiungsorganisation” (PLO) und die El Fatah bestätigten lediglich, dass die vier Attentäter inzwischen von Kairo nach Damaskus gekommen seien. Die künftigen Entscheidungen seien Sache des “Schwarzen September”. Aus anderen Quellen hiess es gleichzeitig, die vier seien schon in Abwesenheit verurteilt worden, und zwar drei von ihnen zum Tode und der vierte zu zwanzig Jahren Gefängnis. (Jüd. Wochenzeitung, Düsseldorf) DEUTSCHE MASSEUSE Uebergewicht, Rückgrat, Kreislauf, Klimatische Beschwerden. Massage zur Erhöhung des allg. Wohlbefindens. Nur für Damen. Telefon 287388