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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1973-04-01 · 4 (Abril, 1973) · p. Seite 3

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXXV (1973)
Issue
4 (Abril, 1973)
Date
1973-04-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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ABRIL 1973 3 VOR 25 JAHREN ZWISCHEN DEM 29. NOVEMBER UND DEM 14. MAI Israels erstes Viertel Jahrhundert Von MEIR FAERBER Sitzung der Regierung im Jahre 1948 U M ' '4m f (Von links nach rechts: Fritz Bernstein, Handelsminister, Dr. Juda Leib Fishman, Minister für Religion, Kriegsschäden und Reparationen, David Ben Gurion, Ministerpräsident und Verteidigungsminister, Dr. Felix Rosemblueth, Justizminister, Aharon Zisling Ackerbauminister. Zwischen dem 29. November und dem 14. Mai gedenkt das Volk in Israel der historischen Zeitspanne vor 25 Jahren, die zwischen dem UNO-Beschluss und der Staatsgründung lag! Wenn wir uns, auf den 29. November 1947 zurückblickend, die Frage zu beantworten suchen, ob Israel mit seinen Errungenschaften in diesem Vierteljahrhundert zufrieden sein darf, so haben wir uns vor allem die damalige Situation zu vergegenwärtigen, als die UNO in Lake Success die Teilung Palästinas und die Gründung des jüdischen Staates beschloss. Jene Sternstunde unseres Volkes, in der die Vollversammlung der Vereinten Nationen mit Zweidrittelmajorität, darunter Staaten aus Ost und West, die historische Entscheidung fällte, der jüdischen Nation nach fast zwei Jahrtausende langer Heimatlosigkeit die Wiedererrichtung des eigenen Staates zu ermöglichen, war von der Trauer über den Massenmord überschattet, dem sechs Millionen Juden zum Opfer gefallen waren. Das Schuldgefühl der Kulturwelt gegenüber dem jüdischen Volke spielte bei der Entscheidung eine grosse Rolle. Hätten sich die Araber damals mit dem Teilungsbeschluss abgefunden und hätten sie mit dem im Werden befindlichen jüdischen Staate in freundnachbarlichen Beziehungen zusammengearbeitet, so wären die Grenzen des Staates Israel geblieben, wie sie von der UNO vorgesehen waren. Die Jewish Agency, die neue Regierung und das Volk hätten diese Teilung des Landes als ein notwendiges Uebel hingenommen. Die Bevölkerung, die den Teilungsbesehluss am 29. November in den Strassen der Städte jubelnd und tanzend feierte, war sich selbst in diesem Freundentaumel der seitens der Araber drohenden Gefahren bewusst. Unter den etwa 650.000 Juden, die zur Zeit der Staatsgründung im Lande lebten, hätte damals kaum einer vorausgesehen, dass Israels Militär 25 Jahre später Grenzen verteidigen werde, die das Ostufer dps Suezkanals, die Sinaihalbinsel bis Scharm el- Scheich, den Jordan entlang verlaufend im Norden das Golanbergland umfassen werden. Man hatte vom Tage des Beschlusses der Teilung Palästinas an mit den judenfeindlichen Unruhen zu rechnen, die bald darauf tatsächlich Hunderte von Todesopfern erforderten. Die fünfeinhalb Monate vom UNO-Beschluss im November 1947 bis zur Staatsgründung am 14. Mai 1948 waren von ständigen Ueberfällen seitens arabischer Banden auf Juden, Siedlungen und Verkehrsmittel gekennzeichnet, bis nach Ende des britischen Mandates am 15. Mai der konzentirsche Angriff der Invasionsheere von sechs Staaten — Aegypten, Jordanien, Syrien, Libanon, Irak und Saudi-Arabien — erfolgte, um den jüdischen Staat im Keime zu ersticken. ISRAELS MI LIT AKK Damals, vor 25 Jahren, konnte man noch nicht wissen, dass sich aus der Hagana und den anderen illegalen Verteidigungs- und Kampfverbänden ein so erfolgreiches Militär entwickeln werde, das aus all den vielen Prüfungen, die ihm im Laufe der zweieinhalb Jahrzehnte bevorstehen sollten, so glänzend hervorgehen werde. Niemand konnte zur Zeit des UNO-Beschlusses von 1947 voräussehen, dass 25 Jahre später das Verteidigungsheer Israels die kräftigste Militärmacht der ganzen Region des Vorderen Orients sein und die Sicherheit des Staates so effektiv bewährleisten werde, dass die arabischen Staatsmänner nach vier verloren Kriegen (dem Unabhängigkeitskrieg 1948, dem Sinai- Feldzug 1956, dem Sechstagekrieg 1967 und dem tausendtägigen Zermürbungskrieg, der nun auch schon über zwei Jahre zurückliegt und in eine Waffenruhe an der ägyptischen Grenze mündete) ihre Hoffnungen auf Besiegung Israels ohne Festsetzung eines neuen Termines vertagen mussten. Man braucht die Entwicklung keineswegs nur mit rosigen Brillen und kritiklos zu betrachten, um das Gesamtbild als zufriedenstellend bezeichnen zu dürfen. Auch wenn Versäumnisse mitgerechnet werden, z. B. dass der Frieden mit den Nachbarn immer noch auf sich warten lässt; dass das Problem der Beziehungen zwischen Staat und Religion, das das Haupthindernis für das Zustandekommen einer Konstitution bildet, nicht gelöst ist und immer wieder neue Konflikte schafft; dass die Erziehung der heranwachsenden Jugend manches zu wünschen übrig lässt; dass die Kluft zwischen reich und arm, dass die Menschheitsgeissei von Not und Armut auch im altneuen Lande mit seiner “neuen Gesellschaft” nicht überwunden ist; dass die Moralbegriffe im Volke ins Wanken zu geraten drohen, — all das brauchen wir nicht zu verheimlichen, wenn wir die Bilanz zwischen Errungenschaften und Versäumnissen, zwischen Erfolgen und Misserfolgen ziehen. Israel darf trotzdem mit Freude und Genugtuung, mit Stolz und Zuversicht für das nächste Vierteljahrhundert sagen, dass der seit 1947 zurückgelegte Weg auch für die nächste Zukunft zu besten Hoffnungen berechtigt. AUFBAU-ARBEIT Der Staat Israel hat auf allen Gebieten seine Lebensfähigkeit bewiesen. Er hat nicht nur — aus dem Zwang der Defensive heraus — seine Grenzen in respekteinflössendem Umfang ausgedehnt und vor feindlichen Angriffen gesichert, er hat auch seine jüdische Bevölkerung, während zwei Drittel aus der Integration der Einwanderung und ein Drittel aus der natürlichen Vermehrung stammt, auf mehr als das Vierfache vergrössert; hat einen modus vivendi und eine wirtschaftliche Ko-Existenz mit der arabischen Bevölkerung auch der neuen Gebiete zustandegebracht; hat mehr als dreissig Städte im Lande entwickelt und zusätzliche Gebiete wirtschaftlich erschlossen und besiedelt; hat ein demokratisches Regime entfaltet, das sich der Anerkennung aller fortschrittlichen Völker erfreut; hat — auch dank einem Zustand der Vollbeschäftigung — schwierige soziale Probleme mehr oder minder gemeistert; pflegt korrekte diplomatische Beziehungen mit mehr als hundert Ländern unterschiedlicher politischer und sozialer Struktur; hat das Schulwesen im Gleichschritt mit der Bevölkerungsvermehrung und noch darüber hinaus entwikkelt und ausgebaut; die Hebung des Lebenshaltungsniveaus durch Produktionssteigerung in Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistungen ermöglicht und das Esportvolumen von Jahr zu Jahr gesteigert; hat im Bauwesen mit dem Tempo der Einwanderung und der natürlichen Vermehrung mehr Fortsetzung Seite 4 PARAGUAS "COSMOS“ A. Prat 26 BOUTIQUE Providencia 2682 FIAMBRERIA 0S0RN0 WOLFGANG SCHIROKAUER Avda Yrarrázaval 1900 Telefon: 497472 Urbarmachung des Bodens mm, r : ¿ Über Nacht entstand eine neue Siedlung - : INT? r*»»SÍ*lw¿

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