Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXXV (1973)
- Issue
- 3 (Marzo, 1973)
- Date
- 1973-03-01
- Page
- Seite 28 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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- Oran 1× ep/1048048
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28 KURZ MARZO 1973 BERICHTET Die Juden in Algerien . Die Zahl der Juden in Algerien beträgt heute etwa 1500. 1960 gab es noch 135.000. 125.000 Juden waren nach der Unabhängigkeitserklärung Algeriens im Jahre 1962 als französische Bürger nach Frankreich ausgewandert. Etwa 10.000 gingen nach Israel. Die alte und berühmte Synagoge von Oran soll in eine Moschee verwandelt werden mit der Begründung, die Jüdische Gemeinde habe sich ausser Stande erklärt, für die Pflege des Gebäudes weiter sorgen zu können. Ebenfalls wurde der jüdische Friedhof durch Exhumierung von mehreren hundert Gräbern und der dadurch gewonnenen Fläche wesentlich verkleinert. Spanien .In Alicante wurde eine jüdische Gemeinde ins Leben gerufen. Fünfzig jüdische Familien sind dort ansässig. Jüdische Gemeinden in Spanien gibt.es nun in Barcelona, Madrid, Melilla, Ceuta, Malaga und Valencia. In letzter Zeit kann in Spanien eine jüdische „Renaissance“ beobachtet werden. Durch die Einwanderung Nordafrikanischer Juden ist dieser Aufschwung begünstigt worden. Dies ist auch in manchen Warenhäusern zu bemerken, insbesondere in Madrid, wo Magen-David-Sterne angeboten werden. In Madrid befindet sich ein koscheres Restaurant. Finnland — 1200 Juden in Finnland Die Zahl der Juden in Finnland wird auf etwa 1200 geschätzt. Trotz der geringen Zahl in der Gesamtbevölkerung — Finnland hat 4.600.000 Einwohner — entwickelt die dortige jüdische Gemeinschaft sowohl auf gesellschaftlichem als auch auf kulturellem Sektor eine fruchtbare Tätigkeit. Diese organisierte jüdische Aktivität konzentriert sich auf das Gemeindezentrum, wo sich auch eine jüdische Tagesschule befindet, die bis zur mittleren Reife führt. Finnische Juden sind in allen Zweigen des öffentlichen Lebens zu finden. „Unbesungene Helden“ Vor 34 Jahren rettete Friedrich Kaiser, der damals in DEUTSCHE MASSEUSE Uebergewicht, Rückgrat, Kreislauf, Klimatische Beschwerden. Massage zur Erhöhung des allg. Wohlbefindens. Nur für Damen. Telefon 287388 Gräfenrath wohnte, einem jüdischen Mitbürger das Laben. Er versteckte in seinem Haus den jüdischen Kaufmann Max Rothschild aus Wuppertal, der von der Gestapo gesucht wurde. Nun wurde ihm für diese Tat das Bundesverdienstkreuz verliehen. Der Bundespräsident schrieb in seiner Begründung für die Ordensverleihung: „Friedrich Kaiser hat sich um Volk und Staat verdient gemacht.“ Dank des Weizmann-Instituts für Hilfe aus der Bundesrepublik Mit einer besonderen Urkunde hat das israelische Weizmann-Institut für Naturwissenschaften in Rechovoth der Bundesregierung für ihre langjährige finanzielle Unterstützung gedankt. Der Dank galt vor allem einer Spende in Höhe von zwei Millionen Mark, die den Bau eines „Europahauses Otto Hahn“ ermöglichte. In diesem Gebäude sind vorwiegend deutsche Wissenschaftler untergebracht, die im Austausch mit israelischen Forschem dort tätig sind. Die Ehrenurkunde des Weizmann- Institutes hat der deutsche Botschafter in Tel Aviv, Jesco von Puttkamer, aus den Händen des Präsidenten des Weizmann-Institutes entgegengenommen. Spenden für die Hinterbliebenen der Opfer von München Dr. Michael Broke überreichte im Beth-Hillel-Haus in Jerusalem die Summe von 78.000 Mark, die zur Verteilung an die Hinterbliebenen der Opfer der Olympiade in München bestimmt ist. Der Betrag ist das Ergebnis einer zweiten spontanen Spendenaktion des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Juden Nicaraguas und das Erdbeben Unter den Toten der Hauptstadt Nicaraguas, Managua, die durch Erdbeben verwüstet wurde, waren keine jüdischen Opfer zu beklagen. Allerdings ist die 200 Seelen zählende kleine jüdische Gemeinde von Nicaragua mittellos geworden. Fast alle Juden dieses Landes lebten in Managua. Die vor fünfzehn Jahren errichtete Synagoge wurde vernichtet. Mittelalterliche Strafen Libyen hat wieder mittelalterliche Strafen für Diebe und Strassenräuber eingeführt. Zwei neue Gesetze sehen vor, dass ihnen die rechte Hand und auch der linke Fuss amputiert werden können. Dem Gesetz entsprechend sollen den für Diebstahl und Strassenräuberei Verurteilten Hand und Fuss unter Narkose in einem Krankenhaus abgenommen werden. Der Verurteilte müsse vorher ärzlich untersucht werden, um sicherzustellen, dass er durch den Eingriff nicht anderweitig geschädigt oder eine eventuelle Schwangerschaft beeinträchtigt werden könne. In einem solchen Fall könne die Amputation aufgeschoben werden. Weiter in Haft! Wie wir vom Jüdischen Weltkongress erfahren, waren die Nachrichten über die Befreiung von Juden in Syrien und Irak leider verfrüht. Hingegen wurde bestätigt, dass noch neun Juden (acht Männer und eine Frau) in Irak und eine unbestimmte Zahl Juden in Damaskus inhaftiert sind, unter ihnen Albert Elia, Generalsekretär der Beiruter Gemeinde, der voriges Jahr im Libanon entführt worden war. Aus den Nachrichten war zu entnehmen, dass zwar die irakesischen Politiker der Befreiung zustimmten, die militärischen Sicherheitsbeamten jedoch jegliche Freilassung zu rückwiesen. Japan Air-Lines boykottieren Israel Die sehr aktive Anti-Defamation League der Bene Berith aus New York kündigte eine Reihe von Protestdemonstrationen gegen die japanische Luftlinie wegen ihrer Teilnahme an dem von den arabischen Ländern verhängten Boykott gegen Israel an. Seit Jahren lehnen die leitenden Persönlichkeiten “wegen Zeitmangel” Unterhaltungen mit ihren Kollegen der israelischen Linie El Al über die Aufnahme von Direktflügen zwischen den beiden Ländern ab. Die ADL erklärte, dass sie “für jetzt” nur die öffentliche Meinung der USA auf diese Handlungsweise der japanischen Fluggesellschaft, die einen starken Luftverkehr mit allen nordamerikanischen PEDICURO “LUSTIG,, CASA CENTRAL SANTIAGO SUC. VINA DEL MAR San Antonio 5X0, Plaza de Viña del Mar 172 Of. 203, 2» piso Of. 10, Entrepiso Fono 33902 Edificio El Escorial Fono 883958 KINESIOLOGIA — ORTOPEDIA MANICURE: DAMAS CABALLEROS DEPILACION A LA CERA Flughäfen durchführt, aufmerksam machen will. Weltrekord im Pillenschlucken Und wieder hat Israel einen neuen Weltrekord aufstellen können. Für diese Höchstleistung freilich werden keine Gold- und Silbermedaillen verliehen, und sie scheint nicht einmal besonders erwünscht. Es handelt sich nämlich um den Verbrauch von Arzneimitteln. Israelis sind, so scheint’s, besonders pillengläubig, denn sie schlucken etwa zwanzig Tabletten pro Kopf (oder vielleicht besser Kehle) und Jahr, während die Amerikaner, die an zehnter Stelle im Weltverbrauch an Arzneimitteln stehen, sich mit 4,7 Tabletten pro Kopf im Jahr begnügen. Selbst die Österreicher, die den zweiten Platz einnehmen, liegen mit 13,3 Pillen weit hinter den Israelis zurück, während die Franzosen mit ihren 12 Tabletten im Jahr nur den dritten Platz gewinnen konnten. Zwei Faktoren spielen wahrscheinlich eine grosse Rolle bei dieser merkwürdigen Überdosis in Israel. Einmal ist die Tatsache zu berücksichtigen, dass die Krankenkassen, denen der weitaus überwiegende Teil der Bevölkerung angehört, Arzneien ohne Bezahlung verabrechen. Andererseits hat der grosse Prozentsatz der orientalischen Bevölkerung des Landes ein übermässig festes Vertrauen in Arzneien. So hat die Kupat Cholim, die Krankenkasse der Histadrut, im letzten Jahr nicht weniger als 52.278.000 Antibiotika-Tabletten verausgabt, die oft von Patienten für alle Arten von Krankheiten geschluckt werden, gegen die sie weder gedacht noch wirksam sind. Ein weiteres Arzneimittel, das sich besonderer Beliebtheit bei den Israelis erfreut, sind Sedativa. Die leicht erregbaren Israelis haben eine Fülle dieser Beruhigungstabletten im letzten Jahr eingenommen — und doch brausen sie noch immer allzu leicht auf... Ferschungsteam Technion Rückt einem landwirtschaftlichen Problem zuleibe Erstmals seit 15 Jahren gelang es in der Hula-Region im nördlichen Israel —■ in der, trotz grosser Erwartungen, die bisherigen Ernteerträge kaum die Kosten des Anbaus deckten — eine Rekordernte in Weizen und anderem Getreide einzubringen. Es wurden heuer im Durchschnitt 5600 kg pro Dunam (1 Dunam 1000 m2) erzielt, auf manchen Feldern gab es sogar einen Ertrag von 11200 kg pro Dunam. (Der Landesdurchschnitt liegt bei 4800 bis 6400 kg.) Die Hula-Region, früheres Smpfgebiet, wurde in den mittleren fünfziger Jahren entwässert und urbargemacht. Die gute Beschaffenheit der Erde schien kühne Pläne zu rechtfertigen, und so pflanzte man auf 20 000 Dunam Weizen, Mais, Baumwolle und Haifafaser; doch die erhofften Riesenerträge blieben, trotz sorgfältiger Bewirtschaftung, aus. Kaum 3200 kg pro Dunam konnten jährlich erzielt werden, und der Staat musste Jahr für Jahr schwere Verluste decken. Ein Forschungsteam des Boden- und Kunstdüngerlaboratoriums der landwirtschaftlichen Fakultät des Technion in Haifa, unter Leitung von Dr. Joram Awnimelech, suchte drei Jahre und fand auch die Ursache der Missernten: Sie bestand in einer ungenügenden Wasser- und Sauerstoffzufuhr zu den Wurzeln. Die Zufuhr ist nur im Winter ausreichend, solange die Erde reich an Kohlensäure ist und Wasser, Sauerstoff und andere Nährstoffe in genügender Menge zu den Wurzeln gelangen. Im Frühling jedoch erwärmt sich die Erde in den oberen Schichten, und die Feuchtigkeit schwindet schneller. Die Mikroorganismen verbrauchen grössere Mengen von Sauerstoff und reduzieren daher fühlbar die Menge, die in die tieferen Erdschichten, also bis zu den Wurzeln dringen sollte. In den tieferen Lagen ersticken daher die Wurzeln aus Sauerstoffmangel, während diejenigen in den oberen Erdschichten aus Wassermangel verdorren.” Es wurde also, in Zusammenarbeit mit der Hula- Entwicklungsbehörde und mit Unterstützung seitens des Landwirtschaftsministeriums ein System ausgearbeitet und dieses Jahr —■ mit Erfolg, wie es die Rekordernte beweist — angewendet, dem eine vierwöchige kontrollierte Bewässerung gegen Ende des Winters zugrunde liegt. Es besteht nun die berechtigte Hoffnung, dass in der Hula-Region die Landwirtschaft künftighin recht profitabel wird. (Isr. Wochenblat, Zürich) TÜCHTIGE SEKRETÄRIN mit Erfahrung in Büroarbeiten, zu sofortigem Eintritt gesucht. Gute Bezahlung. 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