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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1973-03-01 · 3 (Marzo, 1973) · p. Seite 17

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXXV (1973)
Issue
3 (Marzo, 1973)
Date
1973-03-01
Page
Seite 17 (sequence 17)
Language
German
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« Deutschsprachiger Teil des INFORMATIVO und das andere Deutschland von Herbert Freeden (Jerusalem) Der grundsätzliche Beschluss der israelischen Regierung, gegen die Aufnahme der Deutschen Demokratischen Republik in die Vereinten Nationen zu stimmen, wenn der Aufnahmeantrag diesen Sommer erfolgt, hat hier eine recht gemischte Presse gefunden. Einige Zeitungen geben zu bedenken, dass eine Stimmenthaltung einem blanken Nein vorzuziehen wäre, damit Israel sich nicht unnötigerweise in eine “splendid isolation” begebe oder in einer Reihe mit halb oder ganz faschistischen Staaten marschiere. Der Regierungsbeschluss lässt allerdings eine Tür offen. Eine Aenderung der israelischen Haltung würde erfolgen, wenn die DDR ihre Israel-feindliche Nahost-Politik modifizieren und ihren Verpflichtungen gegenüber dem jüdischen Volk nachkommen würde, Jerusalem hat sich deshalb an eine Reihe befreundeter Staaten wie die USA, England, Kanada, Holland und Belgien mit dem Ersuchen gewandt, auf Pankow einzuwirken, von seiner starren, negativen Position abzugehen, die Aussenminister Abba Eban als “extrem, einseitig und einzigartig in ihrem Hass”, bezeichnete. Gerade ein deutscher Staat solle mit sich ins Gewissen gehen, bevor er eine solche antiisraelische Linie verfolge. Ein anderer Punkt ist die Wiedergutmachung. Israels Appell im Jahre 1951, die Verantwortung für das auf deutschem Boden begangene ßtaatsunrecht zum übernehmen, wurde von Ostdeutschland niemals formal beantwortet, aber seine Propagandisten behaupteten, alle Nazis sässen in der westlichen Bundesrepublik und Pankow wäre deshalb jeder moralischen Verpflichtung enthoben. Israel ist nicht bereit, sich mit dieser Geschichtsklitterung abzufinden. Bisher hat die DDR zu verstehen gegeben, dass sie sich nur aus dem Potsdamer Abkommen von 1945 verpflichtet fühle, Entschädigungen für Vorgänge aus der Naziseit an osteuropäische Amtsstellen zu leisten, darüber hinaus jedoch Kompensationen kategorisch ablehne. Nunmehr hat Belgien als erster Mitgliederstaat des Atlantikpaktes aus der neuen, nach dem Grundvertrag zwischen Bonn und Ost-Berlin entstandenen Situation die Konsequenz gezogen und alle physischen und juristischen Personen, deren Besitz im Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik beschlagnahmt worden war, aufgefordert, ihrem Verlust anzumelden. Eine derartige Registrierung wird von der israelischen Presse auch für jüdisches Eigentum vorgeschlagen, um einen Überblick über das Ausmass der Verluste und Forderungen zu erhalten. ‘‘Die DDR hat es nicht nötig, wie seinerseit die Bundesrepublik, ihren Eintritt in die Gemeinschaft der Nationen mit einer moralischen Tat zu erkaufen, nachdem die Welt sich so überstürzt beeilt, Pankow anzuerkennen”, schreibt das Tel Aviver Blatt “Yedioth Chadashoth”, “aber wenn der sittliche Masstab in den westlichen Ländern nicht ganz verloren gegangen ist, so sollten sie jetzt vom anderen Deutschland verlangen, wie die Bundesrepublik sich zu seiner Geschichte zu bekennen und daraus die nötigen Folgerungen ziehen”. APPPELL AN 'FREMDARBEITER, Der Internationale Suchdienst (ITS) in Arolsen hat die zahlreichen ausländischen Staatsbürger, die in der NS- Zeit im Dritten Reich als “Fremdarbeiter” eingesetzt wurden, aufgefordert, rechtzeitig vor dem Erreichen der Altersgrenze die notwendigen Papiere zu sammeln, um den Rentenanspruch durchsetzen zu können. In diesem Zusammenhang weist der ITS darauf hin, dass er über ein besonderes Archiv verfügt, in dem Originalunterlagen und Listen von Krankenanstalten, Einwohnermelde- und Arbeitsämtern, Firmen, Krankenkassen, Gesundheitsämtern sowie anderen Behörden und Organisationen aufbewahrt werden, die Auskunft über Beschäftigungs- und Aufenthaltszeiten sowie über entrichtete Sozialversicherungsbeiträge geben. Hinzu kommen Dokumente aus der Nachkriegszeit von Hilfsorganisationen wie UNRRA, IRO und anderen, die heute oft die einzigen Beweismittel für den Rentenanspruch früherer “Fremdarbeiter” bilden. Naturgemäss entfällt der grösste Teil der heutigen Anfragen auf Personen, die um die 65 Jahre alt sind. Wenn man davon ausgeht, dass die “Fremdarbeiter” im Jahre 1940 etwa 20 bis 25 Jahre alt waren, ist die höchste Zajjl der Anfragen zwischen 1980 und 1985 zu erwarten. Deshalb ist jedem Betroffenen zu empfehlen, sich schon heute um diese Belege zu bemühen. Der ITS wird in jedem einzelnen Falle alles tun, um die Unterlagen so schnell und so vollständig wie möglich zu beschaffen. Anfragen sind zu richten an den ITS, D 3548, Arolsen. (Jüdische Wochenzeitung, Düsseldorf) VIÑA DEL MAR HELENE MISCH 1 PONIENTE 239 TEL. 882146 - CASILLA 829 Abierto todo el año. Cada pieza con baño exclusivo. Almuerzo - Comida - Once FOTO TIMAR NUEVA YORK 54 — Fono 64943 Retratos Artísticos — Reproducciones y Ampliaciones de todas clases para Diarios, Imprentas — Fotografías de Propaganda para Industrias — Trabajos para Aficionados — Albumes para Matrimonios — Fotocopias al instante con XEROX W. I. Z. 0. Unsere langen Sommerfereien sind zu Ende, und wir hoffen, dass alle unsere Chaveroth eine angenehme Zeit verbracht haben. Unsere gemeinsame Arbeit hat mit einer Vorstandssitzung am 8. März begonnen, und auch die einzelnen Gruppen haben nach und nach ihre Tätigkeit wieder aufgenommen. Wie üblich werden alle Veranstaltungen den Mitgliedern jeder Gruppe durch Telefonsienst bekannt gegeben. In Anbetracht der stets anwachsenden Teuerung sehen wir uns veranlasst, den im Vorjahr bezahlten Beitrag um 100% zu erhöhen, sodass der Mindestbeitrag jetzt monatlich E° 50.— beträgt. Wir bitten alle Chaveroth, uns ihre Zahlungen bald zukommen zu lassen und, falls ihnen dies möglich ist, schon jetzt den vollen Jahresbeitrag für das Jahr 1973 zu bezahlen. Wir werden uns auch in diesem Jahr bemühen, unsere Zusammenkünfte interessant und anregend zu gestalten: Dringende und notwendige Arbeit erwartet uns, und wir hoffen, mit der tatkräftigen und verständnisvollen Mitarbeit aller unserer Mitglieder und Freunde rechnen zu können. smgm mm vif. /■ mm mm ** - ■£>/ -oi r* Denn zu Psalm 93: “Vom Tosen vieler Wasser wurden immer mächtiger die Wogen eines. Meeres. Einzig in seiner Macht ist Gott in der Höhe.” DIE RUNDREISE VON BENNS BIBELSINFONIE Nachdem Teile der Bibelsinfonie des Malers, Radierers und Zeichners Benn im Pariser Musée d’Art Moderne, im Städtischen Museum von Lyon, im Musée d’Art Sacré von Rocamadour im Laufe der letzten eineinhalb Jahre ausgestellt wurden, hat das Stadtoberhaupt des westlichen Pariser Vorortes St-Cloud in der Bibliothek seiner Gemeinde in zahlreichen Sälen eine weitere Veranstaltung organisiert. Insgesamt 53 der Serie, unter ihnen einige kürzlich ebenfalls in dem ausdrucksreichen visionären Stil dieses aussergewöhnlichen Werkes entstandenen Gemälde, wurden der Öffentlichkeit in Anwesenheit zahlreicher prominenter Persönlichkeiten zugänglich gemacht. Dann nahm eine benachbarte Kirche die Anwesenden auf, soweit ihr Fassungsvermögen es zuliess, um die von R. P. Riquet gegebenen Bibel-Erläuterungen zu hören. Niemand war wohl besser geeignet, den tieferen Sinn der von dem Künstler verfolgten Absichten hrauszuarbeiten, als dieser Geistliche, der seit seiner Rückkehr aus der Deportation nicht auf gehört hat, jüdische Belange zu verteidigen und sich für sie einzusetzen. (Pater Riquet war gerade aus Moskau zurückgekommen, wo er seine Stimme gegen die Forderung von Sondergebühren erhoben hatte.) Hierauf brachte der Chor der Pariser Synagoge Kopernic unter der Leitung des Kantors Emil Kaçmann in hebräischer Sprache die Psalmen 103, 91, 124, 137, 130, 116 und 146 zu Gehör, begleitet von dem Organisten Polgar. Die Anwesenden, hatten sich erhoben, als die Sänger “Aus der Tiefe rufe ich zu Dir” anstimmten. Edgar Schall (Paris) NEUE WEGE DER VERSÖHNUNG 150 junge Mädchen und junge Männer aus den Kibuzim der Arbeitspartei haben beschlossen, anlässlich des mohammedanischen Ramadan-Festes, eines der höhchsten muselmanischen Feiertage, in den arabischen Ort Baka-el-Garbiah in Israel zu gehen und mit den Einwohnern gemeinsam das Ramadan-Fest zu begehen. Sie wollen auch an dem den Gläubigen verordneten dreitägigen Fasten teilnehmen. Die 150 Jugendlichen werden bei Bürgern des Ortes wohnen und ihren Gastgebern bei den Landarbeiten behilflich sein. Der Aufenthalt soll vor allem dazu dienen, die Lebensgewohnheiten dieser israelischen Araber besser kennenzulernen. K. K. - Bl.

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