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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1972-07-01 · 7 (7.1972) · p. Seite 18

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXXIV (1972)
Issue
7 (7.1972)
Date
1972-07-01
Page
Seite 18 (sequence 18)
Language
German
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18 JULIO 1972 “ÎCuïb TSeiíc&tet In Wien hat der zweite grosse österreichische Auschwitz- Prozess begonnen. Zwei frühere Angehörige der SS werden beschuldigt, als Mitglieder der Wachmannschaft im Konzentrationslager Auschwitz an Massenmorden beteiligt gewesen zu sein und auch in Einzelfällen Juden erschossen und erschlagen zu haben. Der 50-jährige Geschäftsmann Franz Wunsch und der 52-jährige Lackierer Otto Graf waren der Anklageschrift zufolge unter anderem zeitweise an der Laderampe des Konzentrationslagers mit der Selektierung und dem Transport der Häftlinge in die Gaskammern beschäftigt. Wiedergutmachung in Österreich Der österreichische Aussenminister. Dr. Rudolf Kirchschläger, erklärte in einem Interview in Israel auf die Frage, warum die österreichischen Juden im Vergleich zu den deutschen Juden so wenig an Entschädigung erhalten haben, folgendes: “Die Wiedergutmachung aus Deutschland wird stets demgegenüber, was Österreich auf diesem Gebiet getan hat, hervorgekehrt. Man sollte jedoch berücksichtigen, dass Bonn der Erbe des gewissen ‘Faktors’ ist. Laut Ansicht Österreichs ist alles, was sich zur Zeit des Anschlusses ereignete, auf Grund deutscher Gesetze und von Deutschen geschehen”. Amerikas jüdische Bevölkerung Während die allgemeine Bevölkerung in den Vereinigten Staaten zunimmt, bleibt der Anteil der jüdischen konstant. Machten noch vor wenigen Jahrzehnten die Juden 4% der Gesamtbevölkerung aus, so sind es heute nur noch 3%. Da ihre Geburtsrate klein ist, zeigt sich bereits eine gewisse Überalterung Innerhalb der jüdischen Gesellschaft. Dieses Jahr erwarten die USA 800 Sowjet juden als Einwanderer. Demgegenüber waren es im Vorjahr 214. Gegenwärtig liegen 5000 Anträge von Sowjetjuden auf Einreise nach den USA zwecks Familienzusammenführung vor. Kurze oder lange Haare? “Die Alte Fritz siegte seinerzeit mit langhaarigen Soldaten. Kurzhaarige deutsche Soldaten haben noch keinen Krieg gewonnen”. Helmut Schmidt, Verteidigungsminister der Bundesrepublik Deutschland (“Aufbau”) Bar-Kochba-Münzen in Rumänien entdeckt Bei archäologischen Ausgrabungen in Südwest-Rumänien, in der Gemeinde Pojojena, wurden in der Nähe einer Befestigungsanlage aus der Römerzeit einige Münzen mit hebräischer Inschrift gefunden. Der bekannte Jerusalemer Numismatiker. Dr. Arnold Spaer stellte fest, dass die Münzen, - auf deren Vorder Seite eine Palme und der gekürzte Name Simeon und auf der Rückseite ein Weintraubenblatt und die ebenfalls gekürzte Inschrift “das 2. Jahr des Hauses Israel” eingezeichnet ist, aus dem Jahre 133-135, während der Herrschaft des Kaisers Hadrianus, die mit dem 2. Bar- Kochba-Aufstand zusammenfällt, stammen können. Anzunehmen ist, dass die Münzen in der Zeit der römischen Besetzung Datiens (106-271) in dieses Gebiet gelangt sind, möglicherweise durch aus Judäa geflüchtete oder von den römischen Legionen zum Wehrdienst gezwungene Juden. Juden in Japan In Japan leben ungefähr 1000 Juden, die Hälfte davon in Tokio. Im Jahre 1953 wurde ein jüdisches Gemeindezentrum in Tokio eröffnet, das neben einer Synagoge auch eine hebräische Schule und eine Bibliothek hat. Das Interesse der Japaner am Judentum ist ungemein gross. So hat man den Rabbiner der Jüdischen Gemeinde in Tokio, Marvin Tokayer, gebeten, eine Artikelserie von zwanzig Folgen über “die Juden und das Judentum” zu schreiben. Ein von Rabbiner Tokayer veröffentlichtes Buch in japanischer Sprache mit dem Titel “Weisheiten des Talmud” erzielte schon in den ersten Monaten eine Auflage von 50 000 Exemplaren. Zwei israelische Auszeichnungen für Propst Grüber Der Vorsitzende des Direktoriums von Yad Vashem, Gideon Hausner, überreichte Propst Grüber eine Medaille zur Erinnerung an den Warschauer Ghetto-Aufstand. Zuvor hatte der Oberbürgermeister von Jerusalem, Teddy Kollek, dem Gast die Jerusalem-Medaille übergeben. Beide Medaillen sind Auszeichnungen für seine Verdienste um deutsche Juden während der NS-Zeit. SAN ANTON 10 367 FONO 31238 . SANTIAGO Â OBERRABBENER AUS ÄGYPTEN AUS¬ GEWANDERT Der einzige und letzte Oberrabbiner von Kairo, der 68 Jahre alte Chaim Douek, hat Aegypten verlassen und ist in Frankreich eingetroffen. Er hatte anscheinend ein Ausreisevisum der ägyptischen Regierung erhalten, hüllt sich aber über alle näheren Umstände seiner geheimnisvollen Ausreise in Schweigen; es ist aber bekannt, dass seit langem ausländische Kontakte zur Kairoer Regierung bestehen, mit dem Ziel, möglichst vielen der noch in Aegypten lebenden Juden die Auswanderung zu erlauben. Soweit bekannt, haben sowohl das Internationale Rote Kreuz als auch die französische Diplomatie dem Rabbiner bei seiner Ausreise Hilfe geleitet. In Paris erklärte Rabbiner Douek, dass er im Jahre 1967, kurz nach dem Sechstagekrieg, zweimal ausländischen Journalisten Erklärungen über die Lage der Juden in Ägypten gegeben habe, die nicht der Wahrheit entsprachen. Ein Beamter des Innenministeriums habe seinen Unterredungen mit einem Vertreter der “New York Times” und einem Vertreter der arabisch-nationalistischen “Jeune Afrique” beigewohnt, sodass er nicht frei sprechen konnte. Der Rabbiner konnte seine Familie nach Paris mitnehmen. In Aegypten befinden sich, so sagte er, seiner Meinung nach noch etwa 500 Juden. Eine Nachfolge im jetzt verwaisten Rabbinat sei nicht zu erwarten. Stefan Laskowitz Ahumada 254 Local 10 Fono 69464 Joyero 1 PONIENTE 239 TEL. 882146 - CASILLA 829 Abierto todo el año. Cada pieza con baño exclusivo. Piezas 2 ó 3 camas E" 77.— de 1 cama E5 90.— incl. desayuno e imp. Almuerzo - Comida - Once VIÑA DEL MAR HELENE MISCH MEDICO VETERINARIO Nuevo Fono Israel : Die meisten Herzkranken stammen aus Europa Das umfangreichste Forschungsprojekt über das Vorkommen von Herzkrankheiten i in Israel, das sechs Jahre dauerte, ist schon seit längerer Zeit abgeschlossen worden und die Resultate werden jetzt gründlich studiert. Über 10 000 männliche Beamte der Regierung und der Stadtverwaltungen in Jerusalem, Tel Aviv und Haifa im Alter von über 40 Jahren und von ver- I schiedener ethnischer Abstammung beteiligten sich an diesem wissenschaftlichen Projekt. In einem Abstand von zwei Jahren wurde jeder “Patient” dreimal einer gründlichen Untersuchung unterzogen, einschliesslich Fragen über Essensgewohnheiten und soziale Bedingungen. Im Zentrum der Untersuchung stand jedesmal ein Kardiogram, das schriftlich und auf Tonband aufgenommen wurde. Die Analyse der ersten Resultate zeigte, dass Einwanderer aus mittelöstlichen Ländern dreimal weniger von Herzkrankheiten befallen werden als solche .aus Europa oder Afrika, während Einwanderer aus Zentral- und Osteuropa am meisten von der Krankheit betroffen sind. Zwischen diesen beiden Kategorien befinden sich Einwanderer aus Südosteuropa und Nordafrika und Sabras. Ferner haben die ersten Analysen gezeigt, dass es bedeutend mehr Herzkranke gibt bei Menschen mit höherer Bildungsstufe und dem damit verbundenen höheren sozialen und wirtschaftlichen Lebensstandard, Menschen mit besonderen Sorgen und Spannungsindizien (anxiety indices), und denjenigen, die Raucher sind. Es hat sich herausgestellt, dass Herzkrankheiten direkt mit hohem Cholesteringehalt und hohem Blutdruck verbunden sind. Das Forschungsprojekt ist ein Unternehmen, das von der Hadassah in Jerusalem und dem National Heart Institute in den USA durchgeführt und vom letzteren finanziert wird. VERTRAUENS¬ PERSON iuer industriellen Betrieb; muss auch Warenlager verwalten. Offerten mit Personalangaben an: TRAILER Casilla 2487, Santiago! Grundwasserforschung Der fünfte internationaler Lehrgang auf dem Gebiet der Grundwasserforschung wird gegenwärtig an der Hebräischen Universität in Jerusaj lern durchgeführt. Die Teil- |nehmer an diesem sechs Monnaie währenden Intensivkurs, j die sämtlich bereits eine ab- I geschlossene Universitätsaus- : bildung besitzen, kommen | aus vierzehn Ländern in vier Erdteilen. Südamerika hat; Akademiker aus Brasilien, I Chile, Kolumbien und Venezuela zur Teilnahme an diesem internationalen Lehrgang nach Jerusalem entsandt; Zentralamerika ist durch Nikaragua, El Salvador, die Dominikanische Republik und Mexiko vertreten. Indien, Thailand und Israel stellen die asiatischen Teilnehmer dieses Forschungslehrganges dar; Griechenland und Rumänien sind die Repräsentanten Europas, während der afrikanische Kontinent lediglich durch ein Land, Nigérien, vertreten ist. Diese seit 1967 alljährlich stattfindenden Kurse, die die Unterstützung der Abteilung für Internationale Zusammenarbeit beim israelischen Aussenministerium geniessen, konzentrieren sich in der Hauptsache auf Hydrologie, Hydrogeologie und andere mit der Suche nach Grundwasser zusammenhängende Probleme und Forschungen. Gegenüber den früheren Lehrgängen dieser Art bringt dieser fünfte bestimmte Neuerungen auf verschiedenen Gebieten: Erstmalig nimmt ein osteuropäisches Land, Rumänien, an diesem wissenschaftlichen Kurs teil. Erstmalig unterstützt UNESCO den Lehrgang durch finanzielle Beihilfe während OAS (die Organisation amerikanischer Staaten) Reise- und Studienzuschüsse für Teilnehmer aus südamerikanischen Staaten gewährt. WERNER SCHNITZLER S. 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