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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1972-06-01 · 6 (6.1972) · p. Seite 13

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXXIV (1972)
Issue
6 (6.1972)
Date
1972-06-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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JUNIO 1972 13 Bekanntmachung der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland ABLAUF EINER WICHTIGEN ANTRAGSFBIST FÜR VERFOLGUNGS- UND KRIEGSSCHÄDEN I. Nach dem Beweissicherungs- und Feststellungsgesetz können Schäden in Mitteldeutschland, die dort als Verfolgungsschäden ab 1933, als Kriegssachschäden ab Kriegsbeginn, als Reparations-, Restitutions-, Zerstörungs- oder Rückerstattungsschäden sowie vor allem als Wegnahmeschäden in der Nachkriegszeit entstanden sind, durch Feststellung oder Beweissicherung erfasst werden. Dies betrifft also Schäden in der damaligen sowjetischen Besatzungszone Deutschlands und im Sowjetsektor von Berlin und in der heutigen Deutschen Demokratischen Republik und Ostberlin. Anträge auf Feststellung der Vermögensschäden in diesem Gebiet können nur noch bis zum 31. Dezember 1972 gestellt werden. Eis gibt keine Nachfrist für Personen, die den Endstichtag versäumt haben, auch dann nicht, wenn sie daran kein Verschulden trifft. Sonderregelungen gelten nur für Spätberechtigte. Ohne rechtzeitige Beantragung der Schadensfeststellung gibt es keine Entschädigung. Die Botschaft fordert deshalb dazu auf, Anträge nach dem Beweissicherungs- und Feststellungsgesetz, soweit noch nicht geschehen, so schnell wie möglich einzureichen. Antragsteller, die nicht alle Fragen beantworten können oder denen noch Beweismittel fehlen, wird geraten, den Antrag trotzdem so gut wie möglich auszufüllen. Fehlende Angaben können nachträglich ergänzt und fehlende Beweisunterlagen nachträglich beigebracht werden. Angaben darüber, welche Schäden geltend gemacht werden, können allerdings nur bis zum Jahresende nachgeholt werden. II. Die Frist für Anträge auf Entschädigung nach dem Rsparationschädengesetz läuft zwar erst 1974 ab, doch wird auch diesen Geschädigten geraten, soweit noch nicht geschehen, Anträge alsbald zu stellen. III. Für die Antragsannahme sind in Chile ausschliesslich die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Santiago und die Generalkonsulate Valparaiso und Concepción zuständig, die die Antragsteller bei der Ausfüllung ihrer Anträge sachdienlich beraten. FUER IHRE NAECHSTE REISE innerhalb Chiles oder nach EUROPA, VER. STAATEN etc. haben wir SPEZIALOFFERTEN Verlangen Sie Vorschlaege und kostenlose, unverbindliche Ausarbeitung eines Reiseplanes ES LOHNT SICH antes "Gondrand Turismo" Santiago Valparaiso Agustinas 1049 Prat 725 OL 205 TeL 82662/3 TeL 57149 25 JAHRE A.T.I. Es war im Jahre 1947, als sich rund ein Dutzend jüdischer Handwerker in den ungastlichen und ungeheizten Räumen der ehemaligen ORT-Schule in der Irarräzaval versammelte und die Gründung eines jüdischen Handwerkervereins beschloss. Nach 2 bis 3 Sitzungen zog man in die gemütlichen Räume des Club Húngaro um, der damals an der Plaza Italia war. Ein provisorischer Vorstand mit Martin Michel als Präsident wurde gewählt, und die Statuten entworfen. Als Abkürzung des offiziellen Namens des Vereins, “Asociación Israelita de Técnicos Industriales” entstand die Bezeichnung A.T.I. Im Jahre 1948 begann der Vorstand mit der Ausarbeitung der Statuten. Am 13. November jenes Jahres fand der 1. A.T.I.- Ball statt, der ein voller Erfolg wurde und für viele Jahre zu einer Tradition geworden war. Dank der durch diesen Ball erreichten Publizität erhöhte sich die Zahl der Mitglieder in kurzer Zeit auf ca. 150. Der Abschluss der eigentlichen Gründungsperiode war die Generalversammlung vom 24. 5. 1951, auf der die Statuten in Anwesenheit von Notar Luis Azocar Alvarez und Frau Rechtsanwältin Sofia Mayanz definitiv angenommen wurden. Beide waren erschienen, um die Formalitäten für die Personería Jurídica zu erledigen. Es dauerte 6 Jahre bis in dieser Beziehung alles unter Dach und Fach war: 1957 erhielt die A.T.I. die Personería Jurídica. Am 27. Mai 1962 wurde Bernhard Katz zum Präsidenten der A.T.I. gewählt und ist es bis zum heutigen Tage geblieben. Er hat die Leitung der A.T.I neu orientiert, da die Voraussetzungen, unter denen der Verein 1947 gegründet wurde, nicht mehr ganz zutreffen Er führte bei den Verantaltungen den gemütlichen und kollegialen Charakter ein, wodurch die A.T.I. anderen Organisationen ein Vorbild geworden ist. Wir wünschen Bernhard Katz und seinen Kollegen anlässlich des 25 jährigen Jubiläums der A.T.I. alles Gute für die Zukunft. Hermann Herz Dr. Nahum Goldmann über “Israel und Diaspora” Aus einer bedeutungsvollen Rede des Präsidenten des “Jued. Weltkongresses” anlässlich der “Woche der Brüderlichkeit” in Anwesenheit des bundesdeutschen Präsidenten und des Bundeskanzlers. Dr. Goldmann erwähnte einleitend, dass es sich bei uns Juden um ein Volk handle, zu dem es keine Parallele gäbe und nicht nur deshalb, weil bei uns Religion und Volk ein- und dasselbe sei. Die Besonderheit liege auch darin, dass die Minorität im eigenen Lande lebe, während die Majorität über die ganze Welt zerstreut sei, über mindestens 62 Länder. “Die jüdische Geschichte begann mit einem Protest, nämlich mit dem Wegzug Abrahams von seinem Standort; er wurde beordert, nach Palästina zu ziehen und zwar aus einem ideologischen Protest heraus: Er hatte seine monotheistische Religion im eigenen Lande verkünden wollen; die Juden blieben ein protestierendes Volk, das nonkonformistischste der Geschichte, immer auf Seiten der Unterdrückten, des Fortschrittes, des Protestes.” Der Redner führte weiter aus, dass Völker nicht durch Leistungen ihrer Majoritäten existieren, sondern durch die der Minoritäten. Die Frage nach dem Überleben der Juden beantwortete Dr. Goldmann mit dem Heine- Wort vom “portativen Vaterland”. Die jüdische Situation habe sich gewandelt, seit Israel besteht, sie sei sinnvoller und reicher geworden, aber keinesfalls einfacher. “Ohne die Rückendeckung der Juden in der Welt hätte Israel eine düstere Zukunft; aber auch das Judentum ausserhalb Israels kann nicht überleben, würde der Staat vernichtet werden.” Des weiteren bemerkte der Referent, dass das Judentum in der Welt das Gefühl der Mitverantwortung tragen müsse, so, als sei Israel der Seniorpartner und die Juden draussen der Juniorpartner. Aber ein Mitspracherecht könne den Juden ausserhalb Israels nicht eingeräumt werden, denn Israel sei ein souveräner Staat. “Es gibt kaum ein Volk, an dem durch zwei Jahrtausende hindurch derartige Verbrechen begangen wurden wie am jüdischen; dies legt allen anderen Völkern der Welt eine wesentliche Verpflichtung auf. Die Völker der Welt müssten die Existenz des jüdischen Staates gewährleisten, und der jüdische Staat müsse ausserhalb der Machtblöcke stehen, um es jedem Juden, dem in totalitären Ländern wie dem in demokratischen Staaten, zu ermöglichen, mit Israel solidarisch zu sein.” Pflicht der Nichtjuden sei es, solidarisch mit Israel zu sein, das in permanenter Gefahr lebe, auch wohl dann noch, wenn der Friede geschlossen sei. Wichtig für die Völker sei es, dass sie nicht eine einzige Episode ihrer Geschichte ausser acht lassen. Ein Volk müsse seine Geschichte lieben, seine Höhen und seine Tiefen. Auch Israel dürfe nicht so tun, als gebe es keine Geschichte der Diaspora; es sei unverantwortlich, wenn man zuweilen in Israel die Diaspora vergesse. “Allgemeine”-Düsseldorf W. I. Z. O. Unsere Feier des Jom Haazmauth bedeutete für die 80 Frauen, welche an ihr teilnahmen, einen schönen und angeregten Nachmittag mit guter Unterhaltung bei Kaf fee und Kuchen. Mit Freude hörten wir die Ansprachen unserer Ehrengäste Frau Sira de Goren und Frau Ela de Rabinovich, und mit grossem Interesse verfolgten wir die Ausführungen von Frau Rosa Schaulsohn de Kreisberg über “Juventud en Israel”. Es waren die sehr persönlichen Eindrücke einer jungen Frau, welche mit offenen Augen und klaren Gedanken die Erlebnisse einer Israelreise zusammenfasste und bewertete, mit besonderem Hinblick auf die Lebensverhältnisse, Zukunftsmöglichkeiten und Probleme der jüngeren Generation. Als nächste gemeinsame Veranstaltung für alle Gruppen haben wir ein Bridgeturnier vorgesehen, das Ende Juni oder Anfang Juli im Estadio Israelita stattfinden wird, und dessen Leitung Herr Roberto Asriel, Bridgemeister von Chile, in liebenswürdiger Weise übernommen hat. Es wird auch Tische geben zum spielen von Canasta, Telefunken und Skat, sowie Bridgetische für diejenigen Spieler, welche nicht am Turnier teilnehmen wollen. Der Nachmittag wird organisiert von Frau Fridel Kobler und Frau Eva Nathan; bei ihnen und anderen Chaveroth werden Anmeldungen entgegengenommen und Eintrittskarten verkauft. Die Federación Wizo plant zwei Veranstaltungen für alle Zentren und Gruppen, an denen bestimmt auch eine grosse Anzahl unserer Mitglieder teilnehmen werden. Es handelt sich um einen Nachmittag zur Ehrung aller Mütter, deren Kinder in Israel leben, sowie um eine Modenschau im Estadio Is* raelita am 22. Juni, mit Ansprache von Frau Tov, der Gattin unseres Botschafters, sowie einer interessanten Verlosung. Alle weiteren Neuigkeiten und Veranstaltungen geben wir wie üblich durch Telefondienst bekannt. WERNER SCHNITZLER S. Contador Colegiado N* 4000 Contabilidad Leyes Sociales Leyes Tributarlas RIO JACHAL 1454 TEL. 371755 RUDI JELEN Feine Goldschmiede Arbeiten Moderne Aenderungen Uhren -Reparaturen Staendige Auswahl von Schmucksachen Barmizwahgeschenke Edif. 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