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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1972-03-01 · 3 (3.1972) · p. Seite 15

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXXIV (1972)
Issue
3 (3.1972)
Date
1972-03-01
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
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MARZO 1972 BOLETIN INFORMATIVO 15 20 JAHRE IM DIENSTE UMSCHAU VON ORT Max A. Braude, Generaldirektor der OHT-Weltunion In diesen Tagen sind 20 Jahre verflossen, seit Max A. Braude als Chef der Verwaltung in den Dienst der ORT- Weltunion eintrat, um nach kurzen Jahren der Einarbeit unter Dr. Aron Syngalowski, nach dessen Ableben im Jahre 1956, die Gesamtleitung des im Jahre 1880 gegründeten jüdischen Berufsschulwerkes zu uebernehmen. Max Braude, 1913 in Harmony, Pa., geboren, entstammt einer Familie, die tiefe Wurzeln im jüdisch-humanistischen Erdreich des Russland der Jahrhundertwende hat. Sein Weg führte ihn denn auch nach Abschluss seiner Universitaetsstudien (B. A.) in Pittsburgh zum Hebrew Theological College in Chicago, wo er 1941 die S’micha (Rabbinerpatent) erwarb. Bis zum Eintritt der USA in den Krieg verblieb Max Braude als Lehrer am erwaehnten Seminar, um hernach in der amerikanischen Armee als Rabbiner zu dienen und nach Kriegsende seine organisatorischen Faehigkeiten in den Dienst der Internationalen Flüchtlingsorganisation (IRO) zu stellen. Es war waehrend seiner Taetigkeit für die Flüchtlinge in Deutschland, dass Max Braude erstmals mit dem Werk in Verbindung kam, dem er die besten Jahre seines Lebens und die besten Qualitaeten seines Geistes und seines Herzens widmen sollte. Ueberall, wo es galt, gefolterte oder degradierte jüdische Menschen zu rehabilitieren und ihnen eine neue Würde zu verschaffen, war naemlich ORT zur Stelle, ein Umstand, den Braude tief beeindruckte. Dass es damals überhaupt noch einen ORT gab, war das Werk der grossen ORT-Führer der vorigen Generation, der Bramson, Lwowitsch und Syngalowski. Aber das ORT heute in mehr als 20 Laendern auf vier Kontinenten in 700 Schulen mit Hilfe von 3000 Lehrern runcj 60.000 Jugendliche in 91 Berufsarten Max A. Braude ausbildet, das ist weitgehend das Verdienst von Max Braude, der dem ORT zu seiner Weltgeltung und zu seinem aussergewöhnlichen Ansehen, auch im Kreise zahlreicher Regierungen, darunter der schweizerischen, verholfen hat. Dieser im wahrsten Sinne “isch anaw”, dieser bescheidene und jeglicher Lobhudelei abholde, von “ahawat Jisrael” durchtraenkte Mann ist seiner ursprünglichen Rabbinerberufung nie untreu geworden— nur übt er sein heiliges Amt nicht in der Synagoge oder in der Jeschi wa aus, sondern dort, wo Kinder und Jugendliche an der Werkbank und am Zeichentisch zu stolzen, ihres Wertes als Mitglieder der menschlichen Gemeinschaft bewussten Juden erzogen werden. Sie alle sind in einem tiefen Sinne seine Kinder, denen er alle Liebe schenkt, deren ein Vater faehig ist. Max Braude praegt dem modernen ORT der die Berufe des 21. Jahrhunderts lehrt, den Stempel seiner ruhigen, souveraenen Menschlichkeit auf. Er kann füglich als einer der “gedole hador”, als eine der grossen Führerpersönlichkeiten des zeitgenössischen Judentums bezeichnet werden. B. W. (Isr. Wochenblatt, Zuerich) A Richmond FABRICA DE IMPERMEABLES, PARKAS, ROPA DE CUERO Víctor Krauskopf y Cía. Ltda. San Diego 1817 WERNER SCHNITZLER S. CONTADOR COLEGIADO N<? 4000 Conlabilidad - Leyes Sociales - Leyes Tribulazias RIO JACHAL 1454 — TEL. 371755 KANADA Die Nationalbibliothek erhaelt aus Russland Mikrofilme alter jüdischer Manuskripte Eine freudige Ueberraschung war es für die kanadische Judenheit, als soeben bekannt wurde, dass die Nationalbibliothek in Ottawa mehr als 20 000 Mikrofilmaufnahmen von bisher meist unbekannten historischen hebraeischen und anderen jüdischen Manuskripten erhalten hat, die bisher in der Sowjetunion ein Schattendasein geführt hatten. Dieses Material, darunter Literatur der Karaiten, biblische Abhandlungen, historische und wissenschaftliche Dokumente, war seit der bolschewistischen Revolution von 1917 in der Sowjetunion eingelagert und für westliche Forscher unzugaenglic-h. Einige dieser Schriften sind bis zu tausend Jahre alt, und das gesamte, nunmehr gefilmte Material ist für die jüdische und auch die gesamte Wissenschaft von unschaetzbarem Wert. Der frührere Vorsteher der jüdischen Bibliothek in Montreal, David Rom, bezeichnete den Erwerb der Mikrofilmstreifen von der Sowjetunion als ein Ereignis von grösster Tragweite. Man glaubt, dass die Ueberlassung der Filme durch die russischen Behörden beinflusst worden ist zufolge der verbesserten Beziehungen zwischen Kanada und der UdSSR, die sich im Moskaubesuch des kanadischen Premiers Pierre Trudeau und der Gegenvisite von Alexej Kossygin in Kanada manifestiert haben. BUNDESREPUBLIK Eichmann-Milarbeiter vor Gericht Vor einem Westberliner Gericht hat der Prozess gegen den 64 jaehrigen ehemaligen SS-Sturmbannführer Friedrich Bosshammer begonnen. Die Anklage legt ihm die Beteiligung an der Ermordung von 3336 italienischen Juden zur Last sowie die Beihilfe zum Mord an mindestens 75 000 rumaenischen, 51 000 bulgarischen und 17 000 slowakischen Juden. Die 593 Seiten umfassende Anklageschrift befasst sich ausführlich mit den Wirkungskreisen von Bosshammer, der bereits am 1. Mai 1933 in die NSDAP eingetreten war und sich im Jahre 1937 der SS angeschlossen hatte. Er gehörte dann dem Sicherheitsdienst an und wurde zum SS-Richter ernannt. Seit 1942 trieb er sein Unwesen mit Eichmann im Judenreferat des Reichssicherheitshauptamtes, wo er an der Organisation der Verhaftung und Deportation osteuropaeischer Juden mitwirkte. Wie die Anklageschrift ausführt, wurde Bosshammer 1944 als Chef der Nazi - Sicherheitspolizei nach Italien gesandt, wo er von Verona aus die Ermordung italienischer Juden leitete. In der Nachkriegszeit arbeitete dieser Naziverbrecher als Rechtsanwalt in der rheinischen Stadt Wuppertal, wo er endlich am 11. Januar 1968 festgenommen, gegen Kaution aber spaeter wieder auf freien Fuss gesetzt wurde. Letzten Monat nahm man ihn erneut fest. Man rechnet mit mehrmonatiger Dauer des Gerichtsverfahrens, waehrend dessen ueber 150 Zeugen aus vielen Laendern einvernommen werden müssen. DIE AMERIKANER BIETEN EIN HOCHEXPLOSIVES ARCHIV AN Die Vereinigten Staaten haben der Regierung der Bundesrepublik die Uebernahme einer bisher unter amerikanischer Obhut stehenden Dokumentationszentrale, die in einem Gebaeude des Berliner Grunewald untergebracht ist, angeboten. Dieses Archiv enthaelt auch Dokumente, die einst zufaellig in München gefunden wurden und die politische Mitwirkung weiter Kreise des deutschen Volkes an der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft widerspiegeln. Die offizielle Reaktion auf das Uebernahmeangebot war alles andere als positiv. Der Bonner Staatssekretaer Dorn, im politischen Magazin Monitor darüber befragt, antwortete, dass man grundsaetzlich darüber sprechen könne, jedoch nicht über den Zeitpunkt der Uebergabe. Dazu hat Dr. Robert M. Kempner, einstiger Anklagevertreter der USA im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess gegen die höchsten Naziführer, bemerkt, dass man deutscherseits Angst vor dem Inhalt der Akten haette, der unliebsame Enthüllungen über das Verhalten vieler, heute noch an massgebenden Stellen sitzender Personen ans Tageslicht fördern könne. Professor Eugen Kogon bezeichnete die Dokumentensammlung als eine wichtige Informationsquelle, deren Auswertung geboten sei. ITALIEN Neuer Oberrabbiner in Mailand In einer feierlichen Zeremonie ist im Bet Haknesset des Mailaender Rabbinats an der Via Guastalla der neue Oberrabbiner, Professor Elia Kopciowski. in sein Amt eingesetzt worden. Die Gemeindemitglieder waren in grosser Zahl anwesend, um Professor Kopciowski zu ehren, der in langjaehriger Lehrtaetigke i t in der juedischen Schule sich um die Erziehung der Jugend verdient gemacht hat. Es war seit dem Jahre 1892 das erste Mal, dass in Mailand in offiziellem Akt die Einsetzung eines Oberrabbiners stattgefunden hat, da die politischen Umstaende es verhindert hatten, eine Amtseinsetzung feierlich zu begehen. Nach verschiedenen Ansprachen, darunter derjenigen des Gemeindepraesidenten Guido Jarach, überreichte der Praesident des Keren Kajemet Lejisrael, Jacob Tsur, dem Oberrabbiner die Urkunde über die Eintragung ins Goldene Buch des KKL. THERESIENSTADT- GEDENKSTAETTE IN ISRAEL Vor kurzem wurde im. Kibuz Giwat Chajim (Ichud) mit dem Bau des Bet Theresienstadt begonnen, das einen Gedenkraum, ein Archiv und eine Bibliothek entha 11 e n wird. Dokumentation, systematische Forschung, Nachschlagearbeit und lebendiges Interesse an dem ausgestellten Material sollen Namen und Wirken, Leben und Leiden der unfreiwilligen Bewohner des Gettos Theresienstadt auch spaeteren Generationen zugaenglich und verstaendlich machen. Die Gedenkstaette wird durch ein Komitee getragen, dem unter anderen Professor Hugo Bergmann. Dr. Nachum Goldmann, Dr. A. Jusfiz-Dayan, Dr. Siegfried Moses, Dr. Hans Tramar und Professor Dr. B. Simonson (Frankfurt) angehoeren. Diesem Komitee ist es gelungen, einen Teil des zur Errichtung erforderlichen Betrages aufzubringen, doch benoetigt es noch eine weitere Hilfe, um den Bau zu vollenden, einzurichten und sein Wirken fuer laengere Zeit zu sichern. Es wendet sich daher an eine breitere juedische Oeffentlichkeit, durch Spenden an dieses Unternehmen des Gedenkens beizutragen (Bank fuer Gemeinwirtschaft. Frank f u r t, Konto Nr. 100-7245-4, Prof. Dr. B. Simonson, fuer Theresienstadt-Memorial). SCHAAREZEDEK-SPITAL AUF DEM HERZL-BERG Auf dem Herzl-Berg wurde mit dem Bau des Schaare-Zedek-Spitals, einem Riesenprojekt begonnen, das nicht nur Spital, sondern auch Erziehungsstaette fuer die Bevoelkerung auf den Gebieten der Koerperhygiene, der Ersten Hilfe und der Lebensmittelbereitung sein soll. Als Entwicklungsdirektor fuer das Spital wurde Zwi CaspL frueher Israels Konsul in Amerika, vom Aussenministerium ausgeliehen. Er muss in dieser Funktion neue Gruppen in Amerika, Suedafrika und Europa formieren, die sich an dem Projekt beteiligen wol len. Caspi wurde in Deutschland geboren, kam mit der Jugend- Alija ins Land, besuchte die landwirtschaftliche Schule Mikwe Israel und gehoerte zu den Gruendern des Kibuz En Hanaziw. B0UTIQUE “Cosmos” TODO PARA LA PLAYA Av. Providencia 2682 Fono 40393 Lámparas El surtido más grmndo en todos los estilo« Ferreluz Merced 555 Tel. 391905 IräWHLUSS am 31.

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