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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1971-10-01 · 10 (Octubre 1971) · p. Seite 15

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXXIII (1971)
Issue
10 (Octubre 1971)
Date
1971-10-01
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
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OCTUBRE 1971 BOLETIN INFORMATIVO 15 AN UNSERE MITGLIEDER* Wir geben hiermit bekannt, dass ab Januar 1972 in unserer Gemeinde Herr Kantor und Lehrer Birnbaum taetig sein wird. Herr Birnbaum, der perfekt deutsch und spanisch spricht, ist befaehigt, religioese Zeremonien aller Art (Bar-Mizwot, Trauungen etc.) vorzunehmen, so dass die rituellen Funktionen der Gemeinde in keiner Weise unterbrochen werden. Ausserdem haben wir uns mit dem Rabbiner- Seminar in Buenos Aires in Verbindung gesetzt, um einen geigneten Absolventen als Rabbiner zu erhalten. Der Vorstand der SCI B’ne Jisroel NOTIZEN AUS USA Rabbiner Irving Lehrman vom Tempel Emanuel in Miami Beach wurde zum Praesidenten der Synagogenratsversammlung von Amerika gewaehlt und tritt die Nachfolge von Rabbiner Solomon J. Sharfman aus Brooklyn, New York, an. Rabbiner Lehrman, der früher Profesor am Jüdisch-Theologischen Seminar war, ist Mitglied des UNO- Ausschusses für Erziehungswissenschaft und Kulturorganiation und der Kommission gegen Unzucht, die vom Praesidenten der Vereinnigten Staaten ernannt wurde. - - Im New Yorker Stadtteil Queens soll noch in diesem Jahre mit dem Bau einer jüdisch-orthodoxen Hochschule begonnen werden. Rabbiner Teitelbaum erklaerte bei der Grundsteinlegung des Gebaeudes, das schaetzungsweise 5 Millionen Dollar kosten wird, dass von hier die Führerschaft der jüdischen Gemeinschaft in den Vereinigten Staaten kommen werde. Mit 70 zu 67 Stimmen lehnte die Zentralkonferenz Amerikanischer Rabbiner, die dem Reformjudentum nahesteht, den Antrag ab, Mischehen in Zukunft zu verweigern. Vor einem Unterausschuss des Parlaments in Washington klagte der Vertreter der New Yorker Vereinigung jüdischer Gemeinden die Behörden an, dass Juden generell von den Programmen zur Bekaempfung der Armut ausgeschlossen würden. Er wies nach, dass etwa 800.000 New Yorker Juden unter der Mindesteinkommensgrenze liegen. Die Frage der finanziellen Unterstützung religiöser Schulen wurde auf einer Konferenz jüdischer Stadtgemeinden in Atlanta, Georgia, erörtert. Hierbei bestanden nur die wenigen Vertreter der Orthodoxie auf einer Trennung von Kirche und Staat, da ihrer Meinung nach auch finanzielle Unterstützung eine Einmischung in kirchliche Belange bedeutet. Der wiedergewaehlte Vorsitzende der nationaljüdischen Gemeinderatgeberversammlung, Albert E. Arent aus Washington, erklaerte, die jüdischen Gemeinden und Organisationen beschaeftigten sich zu viel mit rein jüdischen Angelegenheiten, ohne die grossen Aufgaben der amerikanischen Nation zu berücksichtigen. Wenn das Judentum sich auf diese Weise isoliere, sei es auf dem besten Weg zurück ins Ghetto. Am 21. Juli wurde im New York “The Fiddler on the Roof” (“Anatevka”) zum 2.845. Mal gespielt und damit alle Rekorde in der Theatergeschichte des Broadway gebrochen. Zur Feier des Tages wurde für die Schauspieler, Musiker und das technische Personal eine grosse Party auf der Strasse gegeben, an der zahlreiche Menschen teilnahmen. Gerhard G. Gerechter AUS ALLER FREUDS WOHNUNG GEDENKSTAETTE Sigmund Freuds Wohnung in der Wiener Berggasse, wo er von 1891 bis zu seiner Vertreibung am 5. Juni 1938 lebte und arbeitete, wurde kürzlich vom österreichischen Bundeskanzler Dr. Bruno Kreisky als Gedenkstaette eröffnet. Freud hatte die Wohnung von dem sozialdemokratischen Politiker Dr. Viktor Adler übernommen. 1938 wurden hier zunaechst Juden vor ihrer Deportation untergebracht, dann NS-Dienststellen, Ausgebombte, nach dem Krieg DP, und schliesslich entstanden daraus zwei kleine Wohnungen. Die Sigmund- Freud-Gesellschaft richtete nun die Raeume mit staatlicher und kommunaler Hilfe her. Die in London lebende Tochter des Begründers der Psychoanalyse, Anna Freud, stellte einige Dokumente und Gegenstaende aus dem Privatbesitz zur Verfügung. Das Wartezimmer konnte fast im ursprünglichen Zustand wieder möbliert werden. Die Einrichtung der anderen Raeume wird durch Fotos dokumentiert. An der Etagentür wurde wieder das Schild ‘Prof. Dr. Freud” angebracht. REINHOLD NIEBUHR GESTORBEN Der berühmte protestantische Theologe Reinhold Niebuhr ist nach langer Krankheit im Alter von 78 Jahren gestorben. In den dreissiger Jahren kaempfte er in Wort und Schrift gegen den Nationalsozialismus, gegen die Unterdrückung der Kirche in Deutschland und gegen den Antisemitismus. Als Sozialist und Mitbegründer der Liberalen Partei in New York, deren Praesident er für mehrere Jahre war, versaeumte er keine Gelegenheit, seine Einstellung zum NS-Regime öffentlich bekanntzugeben. Niebuhr, als Sohn deutsch-amerikanischer Eltern in Wright City, Missouri, geboren, war der Autor vieler Bücher und Mitarbeiter verschiedener Zeitungen, darunter auch der jüdischen Monatszeitschrift “Commentary”. Auf ausdrücklichen Wunsch des Verstorbenen nahm Rabbiner Abraham Heschel vom jüdisch-theologischen Seminar an der Beisetzung teil. "GRAFITTI" Ein neues Wort hat sich in die englische Sprache eingeschlichen; es heisst “grafitti”, das sind mit Kreide oder — vorzugsweise — mit unauswischbarer Farbe aufgeschriebene Schlagworte und Schlagzeilen, die Tueren, Tore, Mauern oder Zaeune verunzieren. Oxford, jahrhundertelang als die konservativste aller Universitaeten betrachtet, weist zahllose solcher “grafitti” auf. Wohl kein Beobachter der Lokalszene kann uebersehen, wie diese die architektonisch so eindrucksvollen Gebaeude der Stadt allenthalben verunstalten, wobei sie von vierlerlei Zeugnis ablegen moegen, nur nicht von erfolgreicher akademischer Bildung. Und trotzdem, wenn man Oxford besucht und sich den Durchschnitt der Studenten genauer ansieht, dann konstatiert man eigentlich in ihrem ganzen Benehmen und Aussehen keinen sehr wesentlichen Unterschied zu ihren Vorgaengern von vor 10 und 20 Jahren. Dies gilt auch fuer die verhaeltnismaessig zahlreiche juedische Studentenschaft der Universitaet. Man kommt zu dem Schluss, dass die “grafitti” das Werk einer kleinen Minderheit sein muessen. KONVERSIONEN — IN ZWEI RICHTUNGEN Nach einem Bericht des israelischen Religionsministeriums sind im Jahre 1970 207 juedische Israelis zum Islam uebergetreten. In der Mehrzahl der Faelle handelte es sich um juedische Maedchen, die mohammedanische Buerger heiraten wollten. Die meisten dieser Uebertritte erfolgten in Jaffa. — Anderseits bestaetigte der Minister, dass die Rabbinatsinstanzen angehalten werden, Uebertritte ins Judentum beschleunigt zu behandeln, insbesondere wenn es sich um Faelle von Einwanderern aus Laendern handelt, in denen keine Rabbinatsgerichte bestehen. [/laye por IS Palus do EUROPA con un boleto de 1* clase sin recargo pera trenes expresos o reserva de asientos con duración de I I i J meses EURAILPASS DIRIJASE A SU AGENTE DE VIAJES o a la oficina de emisión en Santiago BANDERA 75 OF. 111 Cas. 3938 FONO 85700 WELT KEINE BESCHLAGNAHME VON HITLERS "MEIN KAMPF" Die von “Pegaso”-Verlag in Bologna in Italien auf den Buchmarkt gebrachte Ausgabe von Adolf Hitlers “Mein Kampf” wir nicht beschlagnahmt werden, wie es der Staat Bayern gefordert hatte. Diese Entscheidung traf Amtsrichter Dante Sevidio. Bayern hatte argumentiert, dass Hitler 1925 seinem Verleger die Exklusivrechte für sein Buch gab und dass nach dem Kriege das gesamte nationalsozialistische Vermoegen in Bayern, darunter auch der betreffende Verlag sowie die Exklusivrechte, der bayrischen Regierung zufielen. In der Begründung seines Urteils verwies der Richter darauf, dass der Leser in einem Vorwort auf “die Schrecken, die in “Mein Kampf” ihren Ursprung hatten”, aufmerksam gemacht wird, waehrend in Italien gleichzeitig andere Ausgaben mit dem Vorwort Hitler selbst und in einer Aufmachung, die die historische Wahrheit über den Nationalsozialismus geradezu in Zweifel ziehe, im Umlauf seien. Was schliesslich den Vertrag zwischen Hitler und seinem Verleger angehe, so müsse dieser auf Grund der “Persoenlichkeit” eines der beiden Vertragschliessenden als nichtig betrachtet werden, entschied der Amtsrichter. JERUSALEMER JOURNALIST SPRACH IN DER BUNDESREPUBLIK Auf Einladung des jüdischen Nationalfonds (KKL) hielt der Jerusalemer Journalist und staendige Mitarbeiter des “Boletin Information” Dr. Herbert Freeden eine Reihe von Vortraegen, die Israel nach dem Sechs-Tage-Krieg beleuchteten. Herbert Freeden, der regelmaessig in der Allgemeinen Jüdischen Wochenzeitung für Deutschland und anderen deutschen Tageszeitungen seine Artikel veroeffentlicht, ist selbst Angehoeriger des Zentralbüros des Jüdischen Nationalfonds. Seine Vortraege hielt er vor den Jüdischen Gemeinden in Frankfurt, Koeln, Dortmund, Düsseldorf und Berlin. Die Urbarmachung des Wüstenlandes war einer der Hauptpunkte seines Votrages. Daunendecken Neubeziehen und Ausbessem sewle »He Federarbeiten In bester Ausfuehrung uebernlmmt Frau Ilse Philipp LINCOYAN 862, altos Ecke Av. Italia & Yrarräzaval Yrarräzaval Hoehe 700 Importierte Stoffe und Inlett fuer Daunendecken am Lager TELEFON 498322 Bettwaesche-Auss teuer

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