Mannheim
Compact Memory

Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1971-09-01 · 9 (Septiembre, 1971) · p. Seite 17

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXXIII (1971)
Issue
9 (Septiembre, 1971)
Date
1971-09-01
Page
Seite 17 (sequence 19)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/8553624-8554971-9195266--6036-8555106
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

SEPTIEMBRE 1971 BOLETIN INFORMATIVO 17 Hoffnung und Zuversicht trotz Kriegsgefahr Von unserem Korrespondenten J. E. Palmon Die Wirtschaitsentwicklung in Israel ist Anfang 1971 nicht nach den ziemlich pessimistischen Berechnungen der Wirtschaftsplaner der Regierung verlaufen. Sie hatten auf Grund von Steuererhoehungen und kreditpolitischen Massnahmen Verlangsamung des Wirtschaftstempos vorausgesagt. Die “Ueberbeschaeftigung” sollte einer mehr normalen “ Vollbeschaef tigung” weichen. In Wirklichkeit herrscht weiter scharfer Druck auf dem Arbeitsmarkt, die Zahl der Vollarbeitslosen ist auf das noch nie gekannte Minimum von 1000 gesunken, und die Wirtschaft kann praktisch nur mit Hilfe der fast 30.000 arabischen Arbeiter aus den besetzten Gebieten weiter gefuehrt werden. Wie sich die Beschaeftigungslage in den naechsten Monaten entwickeln wird, ist unklar. Nach Schaetzungen von Pessimisten werden 150.000 Arbeiter freigesetzt werden (die heute fuer den Verteidigungssektor t a e t i g sind), wenn eine aussenpolitische Beruhigung eintreten sollte. Andere dagegen verweisen darauf, dass auch ohne Feindseligkeiten das Sicherheitsministerium noch grosse Ausbauplaene erfuellen will und dass ausserdem die Wirtschaft grosse unausgesehoepfte Moeglichkeiten im Export finden kann. In den ersten drei Monaten des Jahres 1971 ist die Ausfuhr um fast 20% gestiegen, und mit weiterer Erhoehung wird angesichts guenstiger Marktlage fuer verschiedene israelische Produkte gerechnet. Die Situation des israelischen Pfundes wird heute guenstiger beurteilt als vor etwa einem Jahre. In seiner Bilanzrede erklaerte der Vorsitzende des Direktoriums der groessten Bank Israels, der Bank Leumi, Dr. Lehmann, dass eine Abwertung des israelischen Pfundes nicht erforderlich sei, da es gelungen ist, dem Verfall der Devisenreserven der Staatsbank Einhalt zu gebieten. Der Praesident der Staatsbank Horowitz hatte zwar vor Inflationsgefahr gewarnt, der reichliche Devisenzufluss hat jedoch dazu beigetragen, jede Inflationsstimmung einzudaemmen. Der Kurs fuer den schwarzen Dollar ist niedriger denn je, auch der Satz fuer den legal zu erwerbenden Effekten - Dollar (zum Erwerb auslaendischer Wertpapiere) ist radikal zurueckgegangen, d.h. es gibt keine Flucht aus dem israelischen Pfund. FRIEDENS-PLANUNG Die Stimmung im Lande erhielt psychologischen Auftrieb durch ein Referat des Finanzministers Sapir auf der Tagung der fuehrenden Partei Israels, der Arbeitspartei. Finanzminister Sapir vertritt staendig die Auffassung, dass das Land trotz der grossen Belastung durch Verteidigungsausgaben, auch die Friedensplanung nicht vernachlaessigen duerfe. In der letzten Zeit hatten Gewerkschaftkreise mit dem Generalsekretaer der Gewerkschaft Histradrut Ben Aharon an der Spitze, darauf n CASA CENTRAL SANTIAGO San Antonio S10, Of. tOS, ** piso Fono 33MS KINESIOLOGIA SCC. VINA DEL MAS Plaza de Vlfia dal Mar 171 Of. 10, Entrepiso Edificio El Eaeerlal Fana USUS - ORTOPEDIA Manicure: Damaa Caballero« Depilación a la Cera All meiner w. Kundschaft, sowie Freunden und Bekannten wuenscht ein Glueckliches Leschono Tau wo FIAMBRERIA SUIZA Pasaje Matte 953 Fono 33913 (Ex Fiamb. Picket) H0M0E0PATHISCHE APOTHEKE Central de Homeopatía Hahnemann Santiago, Sto. Domingo 1022 - Tel. 88290 Vollstaendifes Lager an Homoeopathisehen Medikamenten. Bueeher ueber Homoeopathie. Importierte und chilenische Heilkraeuter hingewiesen, dass es bei aller Entwicklung in Israel eine betraechtliche Armut im Lande gebe, die man unhedingt ueberwinden muesse. Der Finanzminister Sapir haelt die Erklaerungen ueber die Armut fuer uebertrieben und gab in seinem Referat eindrucksvolle Ziffern ueber die bisherige Entwicklung Israels wieder: 1948 hatte das Nationaleinkommen 300 bis 400 Dollar pro Kopf der Bevoelkerung betragen, im letzten Jahre 1600 Dollar - trotz Verdreifachung der Bevoelkerung. Der Stromverbrauch stieg in den letzten beiden Jahrzehnten von 100 Megawatt im Jahr auf 1500, neue Elektrizitaetswerke mit einer zusaetzlichen Leistung von 500 Megawatt sind im Bau. 1948 hatte es 19000 Telefonaschluesse gege b e n, 1961 ueber 122000 und Ende 1970 bereits rund 500.000. Die Industrieproduktion hatte 1960 etwa 4,5 Milliarden israelische Pfunde betragen, jetzt hat sie das Dreifache erreicht. Israel hatte seine Ausfuhr von Zitrusfruechten mit 35 Millionen Dollar im Jahre 1949 begonnen, in Jahre 1971 wird die Ausfuhr mindestens 1,5 Milliarden Dollar erreichen. VERDOPPLUNG DER EINWOHNERZAHL Im naechsten Jahrzehnt wird Israel einen weiteren schnellen Aufschwung nehmen: nach den Schaetzungen des Finanzministers wird sich die Zahl der Einwohner von drei Millionen auf fast sechs Millionen verdoppeln. Die Steigerung der Einwanderung aus Ost und West veranlasst den Minister zur Annahme, dass die jaehrliche Einwanderung (jetzt an 50.000) bis auf 150.000 im Jahre steigen wird. Von den sechs Millionen Landesbuergern werden etwa 700.000 Araber sein. Entsprechend der Bevoelkerungsvermehrung werden auch die Produktion und die Ausfuhren zunehmen. Die Einzelheiten der Wirtschaftsentwicklung, zunaechst fuer fuenf Jahre, sind gerade Gegenstand der Beratung durch die Regierung. Dabei sind die vorbereiteten Planziffern nur als Orientierungsdaten und nicht etwa als starre verpflichtende Ziele angesehen. Die Feststellungen des Finanzministers, der an sich ein sehr vorsichtiger und zurückhaltender Mann ist, riefen auf dem Parteitag der Arbeitspartei wie bei auslaendischen Beobachtern grosses Interesse hervor. Die voraussichtliche “Verdoppelung der Einwohner von drei auf sechs Millionen” innerhalb eines Jahrzehnts wirkte sensationell, wobei der Tomás Contador Agustinas 715 - Of. 407 Fonos 33230-33581 Minister Sapir, der aussenpolitisch als “Taube” gilt und fuer politische Konzessionen eintritt, vom alten israelischen Staatsgebiet ausging. In den politischen Debatten der letzten Monate war von verschiedenen Seiten die israelische Einwanderungspoli t i k angegriffen worden, hier zeigte sich, das auch ein gemaessigter Mann in schneller Bevoelkerungsvermehrung und grosser Einwanderung die wichtigste Aufgabe der israelischen Entwicklungsbemue h u n g e n sieht. TEXTIL Diesem Ziele entsprechend wird auch die Wirtschaftsfoerderung betrieben. Trotz des Vorherrschens der Verteidigungsausgaben wird die fuer den Frieden taetige Industrie mit aller Macht ausgebaut. Die Textilindustrie soll bis 1975 ihre Produktion erheblich erweitern. Eine Milliarde israelische Pfund soll allein fuer den Ausbau dieser Industrie investier werden und zwar insbesondere fuer Entwicklung synthetis eher Materialien und den Export hochwertiger Qualitaetsware. Die Textil Ausfuhr, die 1970 rund 100 Millionen Dollar betrug, soll bis 1975 auf 300 Millionen Dollar anwachsen. METALL In gleichem Tempo werden die Metall-Industrie und die elektronische Industrie, die heute beim Verteidigungseinsatz eine Rolle spielen, entwickelt. Aber in diesen Industrien werden auch die Friedensziele unterstrichen. Ein grosser Metallbetrieb, der heute fuer die Verteidigung viel leistet, plant z.B. in Gemeinschaft mit amerikanischen Interessenten den Bau von Containern und will damit Anschluss an die moderne Transportwirtschaft finden. TOURISMUS Besonderen Aufschw ung nimmt die Touristik, die zu einer wahren Industrie geworden ist. Waehrend die Mittelost-Laender seit dem Krieg von 1967 muehsam um Wiedergewinnung auslaendischer Besucher kaempfen, wird Israel 1971 von Touristen geradezu ueberschwemmt, und im Fruehjahr waren Hotelplaetze grosse Seltenheit-, 1970 hatte die Touristik dem Lande 100 Millionen Dollar eingebracht, 1971 wird der Ertrag wesentlich steigen, und mit Hochdruck wird am Bau weiterer Hotels gearbeitet, um die vielen Besucher unterzubringen. Mehrere tausend Hotelzimmer sind im Bau, und immer neue Projekte fuer Hotelbauten tauchen auf. Aegypten will 1975 nach den Angaben seines Touristikministers auf 400.000 Touristen aus der westlichen Welt kommen. Israel zaehlte im letzten Jahre ueber 430.000 Touristen und erwartet fuer 1975 nicht weniger als 850.000 auslaendische Besucher, die entsprechend grosse Devisensummen einbringen sollen. Auslaendische Besucher, die von den Meldungen ueber Kriegsgefahr im Nahen Osten beeinflusst sind, wundern sich bei ihrem Aufenthalt in Israel ueber die Gelassenheit der Bevoelkerung angesichts der aussenpolitischen Spannung. Noch mehr staunen sie ueber die Aufgeschlossenheit der Regierung und der Wirtschaft fuer Probleme friedlicher Zukunftsplanung, aber diese wird von allen Verantwortlichen, mit dem Finanzminister Sapir an der Spitze, als unerlaessliche Sofortaufgabe betrachtet. Es ist leicht zu verstehen, dass diese Politik die Moral der Bevoelkerung und ihr Vertrauen erheblich staerkt. "CASA LUFT" WERNER LUFT B. Relojes — Joyas Modelos Exclusivos Pasaje Matte — Local 911 Entrada por Estado — Fono 380149 — Santiago Un Feliz Año Nuevo desean Alfredo Berliner y Cía. Confecciones Finas para Señoras Temos — Túnicas — Tapados — Abrigos — Etc. Ventas por Mayor y al Detalle MARCOLETA 250 — PAB. 2 — 2? PISO (a 50 metros de Avda. Portugal) Rodolfo JLeeser ST. SASTRE Tenderini 85, entrepiso, Of. 23, Fono 392549 Sasirería fina para caballeros ha recibido un extenso surtido en casimires inglesas. 778

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.