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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1971-07-01 · 7 (Julio, 1971) · p. Seite 13

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXXIII (1971)
Issue
7 (Julio, 1971)
Date
1971-07-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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JULIO 1971 BOLETIN INFORMATIVO 13 Deutschsprachiger Teil de» INFORMATIVO Golda Meir und Abba Eban vetreten Israel an der “internationalen Front”. Diplomatischer Kampf Um Den Frieden Ministerpraesident Golda Meir und Aussenminister Eban unternahmen in der letzten Zeit zwei Reisen, die der Vertretung der Interessen Israels an der diplomatischen Front dienten. Angesichts der staendigen arabischen Angriffe und der Zusammenstösse mit arabischen Vertretern in internationalen Institutionen waren diese Reisen besonders wichtig geworden. Golda Meir nahm an der Tagung des Generalrates der Sozialistischen Internationale m Helsinki teil, wo sie über die Fragen des Mittleren Ostens referierte. Das Ergebnis der Debatte war eine gemaessigte Resolution, in der alle Beteiligten zum Frieden aufgefordert wurden. Ferner setzte sich der vorgeschlagene Resolutionsantrag für Aufrechterhaltung des Gleichgewichts der militaerischen Kraefte im Nahen Osten ein und verurteilte die Waffenlieferungen an Aegypten und Syrien. Interessanterweise versuchte die Finnische Delegation deren Haltung deutlich von der geographischen Naehe des Landes zur USSR bestimmt war, sich gegen diesen Antrag zu wenden. Am Ende wurde er gegen die Stimmen der Finnen und bei Stimmenthaltung Schwedens, das überall neutral sein will, angenommen. Der Schatten Russlands machte sich wiederum bemerkbar, als der Generalsekretaer der israelischen Arbeitspartei Eliaw sich gegen den Judenprozess in Leningrad wandte. Finnische Delegierte warfen Eliaw vor, er habe sich nicht an ein Abkommen gehalten, auf der Tagung nicht die Russen anzugreifen. Eliaw, ein besonders energischer Vorkaempfer für die Rechte der Juden Russlands, erklaerte demgegenüber, es habe kein solches Abkommen gegeben, ausserdem sei es undenkbar, dass freie Sozialisten auf einer Tagung nicht Kritik an der Unterdrückung der Juden in Russland üben sollten. Die Finnen zogen sich auch Kritik von Sozialisten anderer Laender für ihre Haltung zu. Golda Meir besuchte auch die führenden Politiker anderer nordischer Laender und hatte eine lange Unterhaltung mit dem schwedischen Regierungschef Olaf Palme, der zum Linkssozialismus neigt. Grosses Aufsehen erregte ein eintaegiger Flug Golda Meirs nach Lappland, wo sie von einem jüdischen Industriellen eingeladen war, der mit der israelischen Industrie Firma “Soltam” in Verbindung steht. Gerüchte waren in Umlauf, dass Golda Meir sich dort mit sowjetischen Vertretern zwecks Wiederaufnahme der Beziehungen getroffen habe. Golda Meir dementierte dies enschieden und erklaerte nur, sie haette sich sehr gefreut, wenn ein solches Gespraech moeglich gewesen waere. Leider sei dies nicht der Fall gewesen. Im Ganzen war der Besuch Golda Meirs erfolgreich, und die Tagung der Sozialistischen Internationale hat sich wiedc-r —wie in früheren Jahren— hinter Israel gestellt. EINFLUSSNAHME IN AFRIKA Zug gleichen Zeit hielt sich Aussenminister Eban in Afrika auf, wo er sieben Staaten besuchte, um dort Israels Standpunkt geltend zu machen. Er wollte vor allem erreichen, dass die afrikanischen Staaten nicht im Rahmen der UN (oft unter franzoesischem Einfluss) oder in der Panafrikanischen Union (unter dem Druck Aegyptens) sich an antiisraelischen Aktionen beteiligen. In den meisten Staaten bekam er mehr oder weniger verbindliche Zusagen BLUSAS FALDAS in dieser Richtung. Die Praesidenten und Ministerpraesidenten dieser Laender erklaerten Eban, für sie seien die Beschlüsse der internationalen Instanzen gar nicht interessant, und Israel müsse sie nicht ernst nehmen. Als ausgesprochene Freunde Israels zeigten sich die PraesMenten Liberias (Tubman), Kongo Kinschassa (Mobutu) und der . Elfenbeinküste (Houp h o u e t Boigny). Eine wenig freundliche Atmosphaere fand Eban in Burundi, das meistens für die antiisraelischen Resolutionen im Rahmen der UN gestimmt hatte. Die meisten afrikanischen Politiker sprachen in Worten hoben Lobes ueber die technische Hilfe Israels für die afrikanischen Laender und baten um Entsendung weiterer Sachverstaendiger. Sie empfahlen, Israel solle die Beziehungen zu ihnen auf “bilateraler Basis” ansehen und sich um die Resolution in internationalen Instanzen wenig kümmern, die ohnehin keine’Bedeutung haetten. Eban selbst gab am Ende seiner Reise einen vorsichtig abgewogenen Bericht, ' in dem er meinte, dass er die besuchten Staaten dazu bringen konnte, keine antiisraelischen Initiativen zu starten, aber solche koennten von anderen Staaten ausgehen. J. E. PALMON VIÑA DEL MAR HELENE MISCH 1 Poniente 239 Tei; 882146 - Casilla 829 Santiago 370663 Abierto todo el año. Cada pieza con baño exclusivo. Piezas de 2 ó 3 camas E° 51,— de 1 cama E° 67,50 incluido desayuno e Impuesto Almuerzo - Comida - Once RUDI JELEIU Feine Goldschmiede Arbeiten Moderne Aenderungen Uhren Reparaturen Staendige Auswahl von Schmucksachen Barmizwahgesclienke Edii. 'Pza. de Annas Local 136, (entrepiso) Eingang MONJXTAS 878 Teléfono 384865 TAGUNG DER EUROPA-EXEKUTIVE DES JUEDISCHEH WELTKONGRESSES Die Europaeische Exekutive des Jüdischen Weltkongresses, der Vertreter und Organisationen aus 17 Laendern angehören, tagte am 16. und 17. Mai 1971 in Paris. Der Vorsitz wurde von Vertretern verschiedener Laender abwechselnd geführt. Der Praesident des Jüdischen Weltkongresses, Dr. Nahum Goldmann, nahm an allen Sitzungen teil und gab einen Situationsbericht. Der Kongress befasste sich neben Fragen des organisatiorischen Aufbaus und der für 1972 vorgesehenen Vollversammlung mit aktuellen Problemen, wie der Lage im Nahen Osten, der Situation der Juden in der Sowjetunion und anderen Oststaaten, in arabischen Laendern und einigen kulturellen Fragen. Bei der Sitzung, die sich mit dem Nahen Osten befasste, gab der israelische Botschafter in Paris, der früher in Bonn akkreditiert war, Asher Ben Natan, einen ausführlichen Bericht über die Lage. Er beantwortete zahlreiche konkrete Fragen, die von den Delegierten gestellt wurden. Die Europaeische Exekutive verabschiedete eine Friedensresolution, in der das Recht Israels, in Sicherheit zu existieren, hervergehoben wurde. Der Kongress beschaeftigte sich ausführlich mit der Situation der Juden in Russland und den Prozessen, die dort gegen Juden anhaengig sind oder drohen. Er hob hervor, dass das Verlangen, diese Prozesse einzustellen, der jüdischen Gruppe in der Sowjetunion volle Minoritaetsrechte mit der Möglichkeit der Entwicklung eigener kultureller Werte zu gewaehren und schliesslich eine Auswanderungsgenehmigung Personen zu geben, die dies beantragen, nicht die Elemente einer antisowjetischen Haltung enthielte: “Der Jüdische Weltkongress hat immer hervorgehoben, dass -seine Teilnahme am Schicksal der Juden in der Sowjetunion in keiner Weise mit einer Position des Kalten Krieges verbunden ist”. Der Jüdische Weltkongress ist der Auffassung, dass die Lage der sowjetischen Juden die grösste Teilnahme aller jüdischen Gemeinden der Welt verdient. Er hat jedoch die Anwendung von Gewalt stets verworfen und erwartet, dass die jüdischen Gruppen ihre Tradition der Würde und der Verantwortlichkeit fortsetzen. Informationen über neofaschistische Aktivitaet in Europa wurden gegeben. Auf Vorschlag eines Delegierten aus England ist für Ende des Jahres eine Europaeische Konferenz in Aussicht genommen, an der nicht nur Delegierte, sondern auch jüdische Sachverstaendige aus europaeischen Laendern teilnahmen sollen. BABBINER BEKHUKDETEN TREUE ZUR URSS. Veranstaltung in der Mcrk.ucr Choral-Synagoge Treuebekenntnisse zum sowjetischen Staat legten vor kurzem in Moskau Rabbiner und führende Laien aus 60 jü dischen Gemeinden der Sowjetunion ab. Wie der Moskauer Oberrabbiner Jehuda Levin in der Moskauer Choral-Synagoge mitteilte, waren sie zu der Versammlung aus allen Teilen der Sowjetunion, einschliesslich des jüdischen autonomen Gebiets Birobidschan im Fernen Osten, gekommen. Die Veranstaltung, offensichtlich als Gegengewicht zu den sich haeufenden Protesten und Demonstrationen auswanderungswilliger Juden organisiert, fand im Gegensatz zu diesen Aktionen im vollen Licht der Oeffentlichkeit statt. Auslaendische Korrespondenten waren eingeladen. Sowjetische Foto— und Filmreporter hielten die Versammlung im Bild fest. Moskauer Juden, die sich vor der Synagoge versammelt hatten und nicht eingelassen wurden, warnten jedoch die Korrespondenten davor, die im Inneren geaeusserten Bekundungen als reine Wahrheit ueber die sowjetischen Juden zu nehmen. Oberrabbiner Levin, der seine Ansprache zum Teil verlesen liess, klagte “internationale zionistische Kreise” an, eine schmutzige Welle der Verleumdung über die Sowjetunion zu giessen. Berichte über Antisemitismus in der UdSSR seien eine Faelschung der “Zionisten”. Nach der Oktoberrevolution erfreuten sich die Juden in der Sowjetunion voller Gleichberechtigung. Sie übten alle Berufe aus und stellten hohe Militaers. Deshalb sei die Heimat sowjetischer Juden die Sowjetunion. Im gleichen Sinn aeusserten sich die übrigen Sprecher, darunter ein Vertreter der Leningrader jüdischen Gemeinde, der sich emphatisch gegen eine Verteidigung sowjetischer Juden durch — wie er sagte — “Zionisten” wandte. Die angebliche Diskriminierung der Juden in der Sowjetunion sei eine “schmutzige Lüge”. Dr. CLAUDIO Innere Medizin Rheumatologie Dprechstund« von Montag bis Freitag von 18 bis 20 Uhr, nach vorheriger Anmelduna. Bonen Rivsra 2354 Telephon: 43118 1292

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