Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXXIII (1971)
- Issue
- 6 (Junio, 1971)
- Date
- 1971-06-01
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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JUNIO 1971 BOLETIN INFORMATIVO 13 Deutschsprachiger Teil des FO R At ATI VO ueber 110 Millionen Dollar ein. Die Ausfuhr der uebrigen Fruechte, Gemuesesorten und Blumen stieg ebenfalls betraechtlich an, sodass heute wieder eine optimistische Stimmung bei den Landwirten herrscht. MANGEL AN ARBEITSKRAEFTEN Gestuetzt auf diese Wendung arbeitet das israelische Landwirtschaftsminist e r i u m an der Durchfuehrung eines Investitionsprogrammes fuer drei Jahre im Umfange von 40 Millionen Dollar: Die Haelfte dieser Summe soll aus einer Anleihe der Weltbank “GRUENE REVOLUTION" IN ISRAEL ko“'ie 10 wei,ere MilIio‘ Das Bild der landwirtschaftlichen Siedlungen Israels hat sich im Zuge der allgemeinen Entwicklung gruendlich geaendert. Das Land steht im Zeichen einer “gruenen Revolution”, die den Agrarsektor in ganz neuer Weise praegt. Stand vor Jahrzehnten am Anfang der zionistischen Kolonisation das Trockenen von Struempfen und die Entsteinung unfruchtbarer Boeden durch Pioniere im Vordergründe, so bestimmen heute die Mechanisierung und modernste wissenschaftliche und agrotechnische Methoden die Arbeit der Siedlungen. Die Grenzen zwischen Landwirtschaft und Industrie sind fliessend geworden, die eigentliche Landwirtschaft wird mehr und mehr in industrialisierter Form betrieben, ausserdem ist die Industrie in den Doerfern, besonders in den Kibbuzim als zusaetzlicher Entwicklungszweig heimisch geworden. Frueher hatten die Sekretaere der Kibbuzim und die der anderen landwirtschaftlichen Siedlungen in Israel die Aufgabe, in die Grosstadt zu fahren und bei Banken und privaten Goldgebern immer neue Mittel fuer das darbende Dorf zu bekommen. Oft genug wurden kurzfristige Kredite fuer langfristig geplante Aufgaben aufgenommen. Irgendwie wuerde schon ein Wunder kommen und der Siedlung aus ihren Noeten heraushelfen. Das Wunder kam auch, bis zu seinem Eintreten hatten alle landwirtschaftlichen Punkte unter grossen Schwierigkeiten zu leiden, und immer wieder wurde in der Presse und Oeffentlichkeit das Thema “Konsolidierung der Schulden” diskutiert. Dieser Gegenstand ist aus der Debatte geschwunden, und der Finanzsekretaer einer landwirtschaftlichen Siedlung muss nicht mehr von Bank zu Bank oder zu anderen Geldgebern laufen, seit als Teil der “gruenen Revolution” der “zentralisierte landwirtschaftliche Kredit” eingefuehrt wurde. Im Rahmen dieser Methode unterstellt sich eine Siedlung der finanvon unserem Korrespondentin in Israel J. E. Palmon, ziehen Aufsicht einer Bank, die den betreffenden Ort betreut und auf seine speziellen Wuensche und Sorgen Ruecksicht nimmt. Drei Banken in Israel widmen sich der Aufgabe der Zuteilung landwirtschaftlicrer Kredite, und ihnen haben sich im Laufe der Zeit fast alle Siedlungen angeschlossen. Diese Banken unterhalten einen Stab landwirtschaftlicher Betriebs-Experten, die die einzelnen Orte beraten und die auf die Wirtschaftlichkeit der Betriebsfuehrung achten. HOEHERER BODENERTRAG Israels Landwirtschaft hat im Laufe der Jahre eine gewaltige Produktionssteigerung erreichen koennen. Der Dunam (ein Dunam gleich 1000 qm) bewaesserten Bodens gibt heute 700 kg Weizen gegenueber frueher 350 bis 400 kg her. Eine Zuchtkuh liefert heute im Jahre 6500 Liter, waehrend der Milchertrag vor einem Jahrzehnt sich auf hoechstens die Haelfte belaufen hatte. Abgesehen von Zitrusfruechten und etwas Bananen war der israelische Agrarexport frueher unbedeutend. Im letzten Jahrfuenft hat die Ausfuhr von Gemuesen, von subtropischen Fruechten und Blumen einen gewaltigen Aufschwung genommen. In allen Landesteilen sieht der Besucher Israels heute Anbauflaechen unter Plastik oder Treibhaeuser, in denen Erdbeeren, andere Fruechte und Blumen gezogen werden. Der israelische Zitrusrat sorgt fuer schnellen und geordneten Export der Shamuti - Orangen und der anderen Zitrusfruechte, die landwirtschaftliche Exportzentrale “Agreco” ist fuer die Ausfuhr aller uebrigen A g r a rprodukte zustaendig. Diese Zentralisierung hat sich guenstig ausgewirkt und hat vor allem den Exportstellen die Moeglichkeit gegeben, die Landwirte zur Lieferung von qualitativ erstklassigen Produkten zu noetigen. An den BLUSAS FALDAS Ablieferungsstellen werden die Fruechte, Blumen usw. streng geprueft und werden oft genug zur Enttaeuschung der Landwirte zurueckgewiesen. WENIGER LANDARBEITER Die Benutzung von Maschinen und sonstigen modernen Anlagen hat bewirkt, dass die Produktionsleistung der Siedlungen gewaltig gestiegen ist, waehrend zur gleichen Zeit die Zahl der Beschaeftigten in der Landwirtschaft wie in anderen Laendern — in staendigem, wenn auch langsamem, Rueckgang begriffen ist. Der alte Traum des Zionismus, die Juden zum Volke der Landwirte zu machen, hat nen Dollar sollen von der Regierung und von den drei Agrarbanken Israels aufgebracht werden. Auch die Landwirte sollen sich am Expansionsprogramm beteiligen, sollten jedoch Investitionskredite bis zu 80% der benoetigten Summe bekommen, sodass die eigene Anstrengung nicht zu gross sein muss. Folgende Ziele sollen im Rahmen des Drei-Jahresp 1 a n e s erreicht werden: Bau weiterer Treibhaeuser fuer Blumen. Errichtung von Packhaeusern und anderen Ablagen fuer Eport- Erzeugnisse, weitere Anpflanzung subtropischer Fruechte und Ausdehnung des Bewaesserungsnetzes. Mittels neuer Samensorten und gruendlicher Veraenderung der Futtermittel soll die schnelle Ertragssteigerung weiter nach oben getrieben werden. Grosse Sorge bereitet das Problem der Arbeitskraefte: die politische und militaeri- Ernte der Erdbeeren, die mit neuen Methoden unter Plastikhüllen gezüchtet werden in dieser Beziehung der Wirklichkeit der modernen Zeit nicht standhalten koennen. Die Bevoelkerung wendet sich in steigendem Masse der Industrie und den freien Berufen zu, waehrend die Landwirtschaft, wenigstens bei der Zahl der Beschaeftigten zuruecktritt. Dies haengt auch damit zusammen, dass das Durchschnittseinkommen aus der Landwirtschaft — wiederum wie in anderen Laendern — trotz aller Verbesserungen hinter dem aus den anderen Wirtschaftszweigen zurueckbleibt. Im Jahre 1970 war das Einkommen sogar absolut ruecklaeufig, weil in diesem Jehre verschiedene Bezirke unter Duerre litten, ausserdem gab es in Europa einen Preisverfall fuer Zitrusfruechte. Anfang 1971 hat sich das Bild wieder gruendlich geaendert: die Preise fuer Orangen und andere Zitrusfruechte zogen an, und statt der erwarteten 80 bis 90 Millionen Dollar kamen aus der Verkaufssaison Daunendecken Neubeziehen und Ausbessern sewie alle Federarbeiten in bester Ausfuehrung uebernimmt Frau Ilse Philipp LINCOYAN 862, altos Ecke Av. Italia & Yrarräzaval Yrarräzaval Hoehe 700 Importierte Stoffe und Inlett fuer Daunendecken am Lager TELEFON 498322 Bettwaesche-Aussteuer sehe Situation Israels hat Industrien wie Metalle, Chemie und Elektronik zu attraktivsten Zweigen gemacht. Fabriken dieser Typen sind auch in bisher rein landwirtschaftlichen Siedlungen, besonders in Kibbuzim, entstanden. Zur gleichen Zeit leidet die wenig beliebte, aber sehr wichtige Arbeit des Pflueckens der Orangen und der Aussortierung in den Packhaeusern. Der Direktor des israelischen Zitrusrates musste bestaetigen, dass diese Arbeiten in der letzten Saison nur mit Hilfe arabischer Arbeiter, besonders aus den verwalteten Gebieten (ehemals jordanische Bezirke und Zone von Gaza) bewaeltigt werden konnten. Die Regierung Israels wollte die Zahl der Arbeiter aus den besetzten Gebieten auf hoechstens 30.000 begrenzen. Diese obere Linie ist heute schon erreicht, und wenn in der kommenden Saison nicht genuegend arabische Arbeiter fuer die “Grundlage - Arbeiten” zur Verfuegung stehen, dann werden sich ausserordentlich schwierige Probleme ergeben. Inzwischen wird an weiterer Mechanisierung und Modernisierung gearbeitet, aber eine wirkliche Loesung des Problems der Argeitskraefte ist noch nicht in Sicht. ELISA «Uta groecsU Auswahl la UNIFORMEN fuer Damen und Herren sowie elefante Damen-Unterwaesche Sea AntenJo 65 (swlechen Alameda und Meaeda) Fono 181906 Modas “Anette” Blusas — Faldas — Batas Abrigos Merced 743, Fono 391056 IHR MALER Siegfried Pogorzelski Tel. 96499 VINA DEL MAR HELENE MISCH 1 Poniente 239 Tel. 882146 - Casilla 829 Santiago 370663 Abierto todo el año. Cada pieza con baño exclusivo. Piezas de 2 ó 3 camas E° 51.— de 1 cama E° 67,50 incluido desayuno e Impuesto Almuerzo - Comida - Once Dr. CLAUDIO LEHMANN Innere Medizin Rheumatolofie oprechslunde von Moniag bis Freiiag von 18 bis 20 Uhr, nach vorheriger Anmeldung. Bonen Rivsra 2354 Telephon: 43118